Ab 1. März geht's wieder zum Friseur: Doch unter welchen Hygieneregeln?

Dresden - Endlich! Nach inzwischen Monaten des Wildwuchses und der Selbst-Experimente dürfen ab 1. März 2021 die Friseurläden wieder ihre Pforten öffnen. Doch welche Regeln gelten dann überhaupt?

Bald ist es wieder so weit, und die Friseure dürfen ihrem Handwerk nachgehen. Doch wie sehen die Regeln eigentlich aus?
Bald ist es wieder so weit, und die Friseure dürfen ihrem Handwerk nachgehen. Doch wie sehen die Regeln eigentlich aus?  © Roland Schlager/APA/dpa
Der Freude bei Kunden und vor allem Friseurladen-Besitzern folgt beinahe Ernüchterung bei den bald noch strengeren Regeln.

Das Sektchen und der Kaffee sollten nach Möglichkeit in der Friseuren-Küche bleiben, Haare sollten vor dem Schneiden gewaschen werden.

Eine mögliche Infektion soll unter allen Umständen verhindert werden.

Doch was ist neu?

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Die Regeln beim Thema Maskenpflicht wurden laut dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk noch einmal angepasst und verschärft.

Heißt: Im Laden und auch bei Hausbesuchen ist eine medizinische Maske zu tragen. Sollten Bärte gerichtet und Make-up aufgetragen werden, muss es mindestens eine FFP2-Maske sein. Hinzu kommt, dass dazu eine Schutzbrille getragen oder mit einem Gesichtsschild gearbeitet werden muss.

So wird der Friseurbesuch schon beinahe zum Astronauten-Erlebnis.

Auch der Kunde muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Welcher da der Richtige ist, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

"Die Größe ist nicht entscheidend" - Pustekuchen! Je größer der Laden, desto besser

Es sollte gewaschen werden. Hinzu kommt die Faustregel: 10 Quadratmeter pro Person und ein Mindestabstand von 1,5 Metern.
Es sollte gewaschen werden. Hinzu kommt die Faustregel: 10 Quadratmeter pro Person und ein Mindestabstand von 1,5 Metern.  © Sebastian Gollnow/dpa

Schlechte Nachricht für alle Mini-Läden. Denn: Pro Person stehen zehn Quadratmeter zu Buche. Sprich: Ein Kunde, ein Friseur, 20 Quadratmeter. Eine Menge Holz.

Dies gilt im Übrigen auch für Hausbesuche. Da muss wohl der ein oder andere im Garten anbauen.

Um jeden Arbeitsplatz ist "der Abstand von mindestens 1,5 Metern (...) einzuhalten. Dabei sind angemessene Bewegungsflächen zu berücksichtigen", heißt es weiter.

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Sollte dies im Laden nicht möglich sein, etwa zwischen Kassenbereich, oder Waschbereich und Friseurstuhl, müssten weitere Vorkehrungen, wie die Installation einer Trennscheibe, getroffen werden.

Zu den Regeln ergänzend gibt es noch eine Reihe von Empfehlungen.

Lüften, desinfizieren und bargeldloses Bezahlen

Auch für die Bart-Rasur und das Make-up gelten strenge Regeln.
Auch für die Bart-Rasur und das Make-up gelten strenge Regeln.  © Socrates Baltagiannis/dpa

Alle 20 Minuten (Stoß-)Lüften, Händewaschen und/oder Desinfizieren beim Betreten des Ladens und, wenn möglich, bargeldloses Bezahlen.

Bundeslandabhängig ist weiterhin die Dokumentation der Kundendaten. Diese ist nicht einheitlich geregelt.

Summa summarum bleibt festzuhalten: Der Friseurbesuch ist zwar ab März wieder möglich, ein Genuss wird dieser aber vorerst nicht werden. Weder für den Kunden, noch für den Friseur.

Doch was macht man nicht alles für eine saubere Kontur und das Ende trockener Spitzen.

Bleibt nur zu hoffen, dass bei solch fest angezogenen Daumenschrauben die Friseurinnen und Friseure ihre Scheren und Maschinen auch noch unfallfrei bedienen können...

Titelfoto: Socrates Baltagiannis/dpa, Roland Schlager/APA/dpa

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