Ab 18. Mai: Sächsische Kitas und Grundschulen öffnen wieder

Dresden - Jubel bei Sachsens Kindern: Ab dem 18. Mai dürfen sie wieder in ihre Kitas und Grundschulklassen. Allerdings gelten weiter strenge Hygieneschutzregeln. Und als wenn das nicht genug wäre, warnt nun ein Dresdner Uniprofessor vor der zweiten und dritten Corona-Welle.

Ab dem 18. Mai geht es für die Grundschüler in Sachsen wieder so richtig los.
Ab dem 18. Mai geht es für die Grundschüler in Sachsen wieder so richtig los.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Ab dem 18. Mai dürfen Kindergartenkinder wieder Kitas, Schüler wieder die Schulen besuchen, ebenso die Horte, kündigte Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) am Freitag an. 

Damit sei das bisherige Modell der Notbetreuung beendet. An den Kitas würden allerdings kleine feste Gruppen etabliert, die sich beim Spielen im Freien auch nicht direkt begegnen dürften. Damit soll vor allem ein Weg gefunden werden, die Verlaufskette bei möglichen Infektionen an den Einrichtungen zurückzuverfolgen. 

Bedingung: Alle Eltern müssen ab diesem Tag täglich (!) einen Nachweis vorlegen, dass ihr Sprössling keine Corona-Symptome hat.An Schulen wiederum fällt zunächst der Sportunterricht aus. Es wird laut Piwarz auch keinen Vollunterricht oder eine volle Stundentafel geben. 

Dafür dürfen ausnahmslos alle Schüler, auch die der weiterführenden Schulen Unterricht haben. Der jedoch wird zunächst nur als "rollierendes Modell", einem Wechsel aus Präsenzzeit in der Schule und dem Lernen daheim angeboten. Alle Schüler sollen aber mindestens einmal pro Woche das Schulhaus betreten und dort lernen! Es gilt die generelle Abstandsregel und Maskenpflicht.

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Strikte Trennung erforderlich

Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen.
Christian Piwarz (CDU), Kultusminister von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Piwarz: "Wir hoffen dass die Öffnungen den Druck aus den Familien, aus der Gesellschaft und aus der Wirtschaft nimmt." Bereits seit Mittwoch dieser Woche dürfen die Grundschüler der 4. Klassen und alle Schüler von Vorabschlusklassen wieder zur Schule gehen.

Erarbeitet hat den Katalog der Lockerungen unter anderen Professor Reinhard Berner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum Dresden. Er betonte: "Wir befinden uns noch in der Pandemie. Wir stehen am Anfang. Aber wir hatten den Eindruck, dass für Familien die Belastungsgrenze erreicht ist." 

Und da mit Blick auf die relativ niedrigen Coronazahlen in Sachsen von einer "Verschnaufpause" gesprochen werden könne, solle das Zeitfenster auch aktiv genutzt werden - "um Fehler zu machen und daraus zu lernen“.

"Denn wir sind vor einer 2. und 3. Welle", so der Mediziner. Es gelte jetzt Konzepte zu entwicklen und jetzt besagte Fehler zu machen, weil in der wieder erkältungsstärkeren Zeit Herbst und Winter in diesem Jahr dann bestimmt keine Luft mehr sei ...

Zugleich sagte Familienministerin Petra Köpping (61, SPD) an die Adresse von Eltern und Großeltern: "Eine kleine Warnung und eine riesige Bitte: Halten Sie weiter streng die Maßnahmen ein. Es wäre traurig, wenn wir die Notbremse ziehen müssten." 

Das würde nichts weiter als die erneute Einführung von Einschränkungen bedeuten.Zugleich dankte Köpping allen Familien in Sachsen: "Das war eine Mammutaufgabe, die Sie alle in den vergangenen acht Wochen gemeistert haben." 

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa ; Sebastian Kahnert/ZB/dpa

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