Ab heute Corona-Impfung für alle! Was sich jetzt ändert

Berlin - Heute ist es endlich soweit: Impfwillige können sich ab diesem Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen.

Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit, mahnt zur Geduld.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit, mahnt zur Geduld.  © Kay Nietfeld/dpa

Mit dem Ende der Priorisierung ist die Vergabe des Impfstoffs generell an die gesamte Bevölkerung möglich. In Deutschland können nun alle ab zwölf Jahren geimpft werden. Allerdings soll es den Sommer über dauern, bis für alle genug Impfstoff da ist.

Deshalb mahnten Spitzenvertreter von Deutschlands Ärztinnen und Ärzten sowie Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) die Impfwilligen zur Geduld.

Gleichzeitig steigen mehr als 6000 Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Sie erhalten in der ersten Woche dafür 702.000 von insgesamt gut 6,6 Millionen für die Woche angekündigten Impfstoffdosen. Derzeit wird viel Impfstoff für die Zweitimpfungen verwendet.

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Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der Rheinischen Post (Montag), die Aufhebung der Impfpriorisierung werde bei vielen Menschen zu Ernüchterung führen.

"Enttäuschung und Frust sind dabei vorprogrammiert, da nicht sofort ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht", sagte er.

Hausärzte: "Wir impfen, so viel wir können"

Ab dem 7. Juni kann sich jeder gegen Corona impfen lassen.
Ab dem 7. Juni kann sich jeder gegen Corona impfen lassen.  © Christopher Neundorf/dpa

Auch die deutschen Hausärzte dämpften die Erwartungen an das Ende der Impfpriorisierung.

"Denn letztlich ist der Impfstoff noch immer zu knapp für die hohe Nachfrage und wird auch weiterhin zu unzuverlässig geliefert", sagte Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, den Zeitungen der Funde Mediengruppe (Montag).

Gleichzeitig werde mit der Aufhebung der Priorisierung und der Ankündigung der Kinder- und Jugendimpfungen die Nachfrage noch zunehmen. "Aber das Setting wird das Gleiche bleiben: Wir impfen, so viel wir eben können."

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Nicht überall sind Menschen mit hohen Risiken bereits geimpft. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern soll die Priorisierung nach Risikogruppen in Impfzentren vorerst bestehen bleiben.

In Bremen arbeiten die Zentren die Vorranglisten zunächst weiter ab. Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen nach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden. In den übrigen Ländern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge.

In den Arztpraxen fällt die Priorisierung bundesweit generell weg.

Titelfoto: Kay Nietfeld/Christopher Neundorf/dpa

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