Aktuelle Kita-Regeln in NRW: Viele Eltern werden enttäuscht

Düsseldorf/NRW - Ab diesem Donnerstag dürfen wieder mehr kleine Kinder in der Kita oder von einer Tagesmutter betreut werden - für die allermeisten bleibt die Kita-Tür aber dicht.

Ein Junge spielt in einer Kita. Die Kita-Betreuung in NRW wird nur in Stufen wieder hochgefahren. (Symbolbild)
Ein Junge spielt in einer Kita. Die Kita-Betreuung in NRW wird nur in Stufen wieder hochgefahren. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Das stufenweise Öffnungskonzept für Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass neben den Kindern mit Elternteilen in systemrelevanten Berufen nun auch Vorschulkinder aus Hartz-IV-Familien oder mit besonderem sprachlichen Förderbedarf wieder in die Einrichtungen kommen dürfen. 

Auch Kinder mit Behinderungen sind wieder zugelassen. 

Weil es in den ohnehin kleinen Gruppen der Tagespflege einfacher sei, Infektionsketten des Coronavirus und Kontakte nachzuverfolgen, dürfen Kinder ab zwei Jahren auch wieder zu Tagesmutter oder -vater gehen.

Zwei Wochen später folgen dann die übrigen Vorschulkinder, um auch ihnen einen geordneten Übergang aus der Kita-Zeit zu ermöglichen. 

Für alle anderen muss es zunächst bei wenigen Schnupperbesuchen vor den Sommerferien und der Aussicht bleiben, dass ab September ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle möglich sein müsse. 

Das Konzept, was das konkret bedeutet, soll in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden.

Landeselternbeirat NRW kritisiert Regelungen in Kitas

"Ich weiß, dass ich viele Familien enttäusche, die durch die Öffnungsschritte noch nicht entlastet werden", schrieb Familienminister Joachim Stamp (FDP) in einem Elternbrief. 

Weil die Gruppengröße kleiner ist als im Regelbetrieb, sei der Betreuungsaufwand höher - "bei deutlich weniger Personalressourcen".

So fehlten 20 Prozent des Personals, weil es zur Risikogruppe gehöre. "Deswegen können in den nächsten Öffnungsschritten noch nicht alle Kinder berücksichtigt werden", erklärte Stamp. 

Kritik kommt unter anderem vom Landeselternbeirat NRW. Zu viele Eltern müssten noch zu lange auf die dringend notwendige Entlastung warten.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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