Alles auf Kippe: Osterbesuch könnte doch ins Wasser fallen

Berlin - Die Lockdown-Verlängerung bis zum 28. März war bereits am Dienstag durchgesickert, ebenso weitere mögliche Öffnungsperspektiven für den Handel. Doch was beschließen Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Länderchefs beim heutigen Video-Gipfel wirklich?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) berät am Mittwoch mit den Länder-Chefs zur Corona-Lage.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) berät am Mittwoch mit den Länder-Chefs zur Corona-Lage.  © Markus Schreiber/AP/dpa

Auch darauf haben sich viele Menschen in Deutschland gefreut: Osterbesuch bei der Familie und Freunden. Nach einem Entwurf des Beschluss-Papiers, das TAG24 vorliegt, sah es bis Dienstag auch noch so aus, als wären die Feiertage im Kreise der Lieben machbar.

Wörtlich hieß es: "Anders als im Lockdown über Ostern im letzten Jahr sollen Verwandtenbesuche in diesem Jahr möglich sein."

Mit Blick auf das zurückliegende Weihnachtsfest, an dem sich die Bundesbürger vorbildlich an die Corona-Regeln gehalten hätten, sollten Ostern zunächst Treffen zwischen "zwei Hausständen oder fünf Personen" (über 14 Jahre) erlaubt werden.

Doch offenbar steht genau dieser Punkt nun auf der Kippe!

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde eben dieser Punkt am Mittwochmorgen und damit noch vor dem Gipfel wieder aus dem Entwurf gestrichen.

Offenbar will die Regierung erst die weitere Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens abwarten, bevor sie grünes Licht für Treffen am langen Osterwochenende (2. bis 5. April) gibt.

Problem für alle, die langfristig planen wollen: Die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz ist erst für den 24. März angedacht.

Änderungen auch beim Punkt "Schnelltest"

Auch bei den Schnelltests sah es zunächst ganz gut aus für Personen, die "asymptomatisch", also beschwerdefrei sind. In der Beschlussvorlage vom Dienstag war noch von einem oder zwei kostenlosen Schnelltests pro Woche die Rede. In der aktuellen Version des Entwurfs soll lediglich "mindestens einmal" getestet werden.

Offenbar steht die Befürchtung im Raum, dass es nicht ausreichend Schnelltests geben könnte oder die Logistik Probleme macht. Zudem sei noch nicht geklärt, in welcher Weise Unternehmen Schnelltests für Mitarbeiter bereitstellen könnten.

Titelfoto: Markus Schreiber/AP/dpa

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