Alte und Kranke zuerst: In Berlin gibt's jetzt den dritten Corona-Piks

Berlin - Mobile Impfteams haben am Mittwoch in Berlin mit Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen begonnen.

Am Mittwoch haben mobile Impfteams in Berlin mit Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen begonnen. (Symbolfoto)
Am Mittwoch haben mobile Impfteams in Berlin mit Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen begonnen. (Symbolfoto)  © Felix Kästle/dpa

"Und wieder steht der Schutz der besonders vulnerablen Gruppen ganz oben an", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (54, SPD).

Das Angebot einer dritten Impfung gegen das Coronavirus richte sich an Menschen, deren vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliege und die hochbetagt, pflegebedürftig und/oder immunerkrankt seien - insbesondere in Pflegeeinrichtungen, erläuterte eine Mitarbeiterin der Gesundheitsverwaltung.

Vier Hilfsorganisationen übernehmen die Impfungen. Die Termine in den Pflegeheimen werden im Auftrag der Verwaltung durch das Deutsche Rote Kreuz, das die Hilfsorganisationen koordiniert, vereinbart.

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Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat noch keine Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte abgegeben. Sie plane diese aber zeitnah.

Die Aufarbeitung der vorliegenden Daten sei in vollem Gange, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens (71) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Müller: Impfen wichtigster Punkt, um wiedergewonnene Freiheiten dauerhaft abzusichern

Lange werde es nicht mehr dauern, aber auf ein genaues Datum für die Empfehlung könne er sich noch nicht festlegen. Einige Bundesländer - wie Berlin - bieten aber bereits Auffrischimpfungen an oder bereiten diese vor.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) hatte die Aktion Mitte August angekündigt. Müller unterstrich, dass das Impfen der wichtigste Punkt sei, um wiedergewonnene Freiheiten dauerhaft abzusichern.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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