Angst vorm Coronavirus? So könnt Ihr besser damit umgehen

Boston - Die Harvard Medical School in Boston empfiehlt unter anderem Yoga und Meditation, um mit der Angst vor Coronaviren besser umgehen zu können.

Kontrolliertes Atmen sei ein guter Weg, um zu entspannen.
Kontrolliertes Atmen sei ein guter Weg, um zu entspannen.  © 123rf.com/deklofenak

Die Harvard Medical School ist eine der führenden medizinischen Fakultäten in den USA. Weil sich COVID-19 weltweit verbreitet, haben viele Menschen deshalb Angst und können nur schwer mit der veränderten Situation umgehen.

In ihrer neuesten Gesundheitsrichtlinie hat die Harvard Medical School unter dem Titel "Umgang mit Coronavirus-Angst" festgehalten, dass unter anderem Yoga, Meditation und kontrolliertes Atmen "einige bewährte Wege sind, um sich zu entspannen" und mit ängstlichen Gefühlen besser umzugehen.

"Regelmäßige Meditation ist sehr beruhigend. Viele Apps vermitteln einfache Meditationsformen wie Headspace oder Calm", schreibt John Sharp, staatlich geprüfter Psychiater an der Fakultät der Harvard Medical School und der David Geffen School of Medicine an der University of California in Los Angeles, in seinem Bericht.

Und weiter: "Zu wissen, wie man mit seiner eigenen Angst umgeht, erfordert immer ein wenig Nachdenken."

Sharp empfiehlt daher, als erstes folgende Fragen zu beantworten:

  • Was passiert normalerweise mit Deinem Körper, wenn die Sorgen zunehmen?
  • Wie besorgt bist Du?
  • Was fürchtest Du am meisten?
  • Was hilft Dir normalerweise beim Umgang mit Sorgen?

Wenn die Angst größer werde, weil jemand das neuartige Coronavirus als belastende Bedrohung empfindet, der er ausgesetzt ist, müssen man sich auf das konzentrieren, was Linderung verschafft. 

Nur glaubwürdigen Quellen vertrauen

Hilfreich: Bleibt mit Eurer Familie und den Freunden in Verbindung.
Hilfreich: Bleibt mit Eurer Familie und den Freunden in Verbindung.  © 123rf.com/Blend Images

Um sich zu beruhigen und zu stabilisieren, seien Yoga und Meditation gute Mittel. Und: "Verbindet Euch mit Freunden und Verwandten über Video-Chats, Telefonanrufe, SMS und E-Mail. Es ist wirklich hilfreich, die Stärke der Verbindungen zu Euren Freunden und Angehörigen zu spüren, auch wenn Ihr möglicherweise nicht persönlich mit ihnen zusammen seid", erklärt Sharp.

Einer seiner wichtigsten Ratschläge: "Haltet Euch an Quellen glaubwürdiger medizinischer Informationen, damit Ihr Fehlinformationen über das Virus und die von ihm verursachte Krankheit vermeiden könnt."

Außerdem warnt Sharp vor einer "Überdosierung" an Informationen: "Ihr müsst nicht rund um die Uhr auf dem Laufenden bleiben, das kann Eure Angst noch viel schlimmer machen."

Abschließend empfiehlt auch Sharp die bereist bekannten Maßnahmen, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu verringern: 

Vermeidet unnötige Reisen und Menschenmassen, wascht Euch mehrmals täglich mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Wasser und Seife. Und haltet Eure Hände vom Gesicht fern, insbesondere von Augen, Mund und Nase.

Titelfoto: 123rf.com/deklofenak/Blend Images

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