Arbeitslosigkeit in Bayern: Haben sinkende Corona-Zahlen positive Auswirkungen?

Von Irena Güttel

Nürnberg/München - Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit stellt am Mittwoch (10 Uhr) im Freistaat ihre Arbeitsmarktstatistik für Juni vor.

Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit stellt am Mittwoch im Freistaat ihre Arbeitsmarktstatistik für Juni vor.
Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit stellt am Mittwoch im Freistaat ihre Arbeitsmarktstatistik für Juni vor.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Fachleute blicken derzeit zuversichtlich auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Wegen der sinkenden Corona-Infektionszahlen und der anziehenden Konjunktur weltweit gehen sie von sinkenden Arbeitslosenzahlen aus.

Stichtag für die aktuellen Zahlen war der 14. Juni.

Im Mai waren in Bayern 268.884 Menschen arbeitslos gemeldet - ein Rückgang von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch die Arbeitslosenquote sank leicht auf 3,6 Prozent.

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Damit lag die Zahl der Menschen ohne Job im Mai niedriger als noch ein Jahr zuvor.

Allerdings ist das Niveau noch weit von dem vor der Corona-Krise entfernt: Im Mai 2019 hatte die Zahl der Arbeitslosen noch bei rund 201.000 gelegen.

Update 10.10 Uhr: Arbeitslosenzahlen sinken erneut - Corona-Effekt noch spürbar

Der bayerische Arbeitsmarkt erholt sich im Juni weiter von der Corona-Krise. Deren Auswirkungen sind aber nach wie vor spürbar.

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vormonat um 12 084 auf 256 800, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zurück. Im Vergleich: Im Juni 2019 hatte sie bei 2,6 Prozent gelegen.

"Wir erkennen Nachholeffekte auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe in Bayern zieht weiter an", sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart.

Damit trete das dominierende Thema vor der Krise, der Fachkräftebedarf der Unternehmen, wieder in den Vordergrund.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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