Armin Laschet über Corona-Pandemie: "Weltweiter Kampf um Masken"

Düsseldorf/NRW - Nordrhein-Westfalen hat im Kampf gegen das Coronavirus bereits fast fünf Millionen Atemschutzmasken bestellt, die Lieferung verzögert sich aber, die Konkurrenz ist heftig.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sprach über das Coronavirus.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sprach über das Coronavirus.  © Bernd Thissen / DPA

 "Es gibt einen weltweiten Kampf um Masken, und wir sind bei diesem Kampf dabei", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstagabend im WDR-Fernsehen auf Zuschauerfragen. 

Er hoffe, dass "in dieser Woche, in der nächsten Woche" bestellte Masken auch einträfen. 

Ein Zahnarzt und ein Pfleger hatten einen katastrophalen Mangel an Masken in NRW beklagt.

Laschet verwies darauf, dass das Land mit Hilfe des Roten Kreuzes bereits 113.000 Atemschutzmasken an 125 Krankenhäuser verteilt hatte. 

NRW prüfe jedes Angebot für Lieferungen mit einem ganzen Stab von Mitarbeitern. 

Laschet nannte es "absurd", dass der Stoff für die Masken in Deutschland hergestellt werde und auch die Maschinen in Deutschland vorhanden seien, aber die Masken in China produziert würden, "weil es da ein paar Cent billiger" sei.

 "Das werden wir nach der Krise wirklich noch mal auf den Prüfstand stellen müssen", kündigte er an.

NRW-Ministerpräsident will Einschränkungen überprüfen

Bewohner einer Obdachlosen-Unterkunft schauten das Gespräch mit Armin Laschet.
Bewohner einer Obdachlosen-Unterkunft schauten das Gespräch mit Armin Laschet.  © Bernd Thissen / DPA

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wirbt dafür, die Einschränkungen von Grundrechten wegen der Corona-Epidemie auch wieder zu überprüfen. 

"Wir können nicht ein halbes oder dreiviertel Jahr mit einer solchen Art Notstandsgesetzgebung leben", sagte Laschet am Donnerstagabend im Youtube-Livestream "Breaking LAB".

"Irgendwann wird man abwägen müssen, wann kommt man wieder ins normale Leben zurück." Das sei wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Zum jetzigen Zeitpunkt halte er aber das geltende Kontaktverbot für verhältnismäßig.

Die Hoffnung von Schülern, dass die Osterferien verlängert würden und womöglich direkt in die Sommerferien übergehen könnten, sei wohl nicht realistisch. 

"Wenn es wieder verantwortbar ist, werden die Schulen wieder geöffnet." 

Mitte April würden dazu die Daten zu der Epidemie zusammen mit dem Robert Koch-Institut ausgewertet.

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Titelfoto: Bernd Thissen / DPA

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