Arzt geht auf Mädchen los, weil sie sich nicht an die Kontaktsperre hält

Louisville (USA) - Im US-Bundesstaat Kentucky hat ein Arzt ein Mädchen mit schwarzer Hautfarbe angegriffen und gewürgt, weil sie sich nicht an das Social Distancing hielt. Eine Aufnahme des Vorfalls macht auf Twitter die Runde.

Der Arzt ging auf eine der Jugendlichen brutal los.
Der Arzt ging auf eine der Jugendlichen brutal los.  © Twitter Screenshot @shaunking

In dem Video ist zu sehen, wie sich das schwarze Mädchen zusammen mit vier weißen Teenagerinnen aufhält.

Der 57-jährige Arzt scheint in Zeiten des Corona-Lockdowns davon gar nicht begeistert zu sein. Nach kurzer Unterredung geht er auf das Mädchen los und fängt an, sie zu würgen.

Schnell ging der Clip viral und hatte etliche empörte Reaktionen zur Folge. Wie Metro berichtet, handelt es sich bei dem Doktor um John Rademaker aus Louisville.

Was genau den Arzt zu der übertriebenen Reaktion veranlasste, ist noch unklar. Womöglich fühlte er sich durch das Verhalten der Mädchen provoziert.

Neben seines Gewaltausbruchs muss sich Rademaker auch Rassismus-Vorwürfe gefallen lassen. Denn nicht wenige Zuschauer dürften sich bei dem Video fragen, warum der Arzt ausgerechnet auf diejenige Jugendliche in der Gruppe losgeht, deren Hautfarbe schwarz ist.

Auch verbal scheint sich der 57-Jährige nicht im Griff zu haben. So ist im Video deutlich zu hören, wie er eines der Mädchen als "Arschloch" bezeichnet. Auch auf die Entschuldigung der Mädchen und deren Versprechen, sich künftig an die soziale Isolation zu halten, scheint er nicht einzugehen.

Kurz nach dem Vorfall wurde John Rademaker von der Polizei verhaftet. Er wird sich nun wegen Belästigung und Strangulation verantworten müssen. Von seinem Job wurde er bis auf Weiteres beurlaubt.

In einer Erklärung der Polizei heißt es: "Offensichtlich raten wir Personen, die über soziale Distanzierung besorgt sind, die Angelegenheit nicht selbst in die Hand zu nehmen, insbesondere nicht auf physische Weise."

Das Krankenhaus, in dem der Arzt arbeitete, teilte mit: "Diese Art von Maßnahmen spiegelt nicht unsere Werte als Institution oder Gesundheitsdienstleister wider und wir denken an die betroffenen jungen Frauen."

Titelfoto: Twitter Screenshot @shaunking

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0