Asthmatiker in Corona-Zeiten: So übersteht Ihr die Pandemie unbeschadet

Deutschland - Wer an Asthma leidet, braucht sich keine größeren Sorgen wegen des Coronavirus machen, als Gesunde - wenn etwas ganz Bestimmtes beachtet wird.

Eine Asthmapatientin greift vor einer Coronavirus-Illustration nach ihrem Asthma-Spray. (Symbolbild)
Eine Asthmapatientin greift vor einer Coronavirus-Illustration nach ihrem Asthma-Spray. (Symbolbild)  © dpa/Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP, 123RF/Antonio Guillem

Wie Netdoktor erklärte, kämen momentan vermehrt Theorien im Internet zu dem Entschluss, die Behandlung mit inhalierbarem Kortison oder solchen Tabletten abzusetzen, solange das Coronavirus kursiere.

Forscher raten dann, die auf Kortison basierenden Asthma-Medikamente komplett abzusetzen und dann lieber ein Asthma-Spray zu nehmen, welches das Immunsystem nicht so angreife. 

Doch deutsche und österreichische Spezialisten empfehlen, bei der normalen Therapie zu bleiben. 

Man solle keinesfalls jetzt leichtfertig ein anderes Medikament nehmen, zitiert der Netdoktor die Experten. Dies bestätigen auch die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken.

"Kein erhöhtes Infektionsrisiko gilt nur für diejenigen Asthma-Patienten, die unter ihrer Therapie keine Symptome mehr haben", schrieb Lungenarzt Dr. Thomas Voshaar weiter.

Wer bislang nur unregelmäßig inhaliert hat, soll jetzt öfter zum Spray greifen. Es ist wichtig, dass die Atemwege frei sind und die Patienten keinen Husten haben.

Asthma-Therapie nicht ändern

Grund, die Behandlung nicht eigenmächtig zu ändern, ist auch, dass sich das Asthma durch den Wechsel verschlimmern könnte. Dann müssten Patienten zum Arzt oder gar in ein Krankenhaus, wo der Kontakt mit Corona-Kranken möglich sei.

Dass das inhalierbare Kortison eine Corona-Infektion vereinfache, sei zudem gar nicht wissenschaftlich belegt. Deshalb sollen Asthmatiker bei den ihnen verschriebenen Sprays bleiben. Diese schützen den Körper jeweils am besten.

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Titelfoto: dpa/Uncredited/Centers for Disease Control and Prevention/AP, 123RF/Antonio Guillem

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