Auch Dresdner Stadtverwaltung ist ab sofort im Corona-Modus

Dresden - Beim Kampf gegen Corona zieht jetzt auch Dresden die Zügel an. Dienstag gaben OB Dirk Hilbert (48, FDP) und Sozialbürgermeistern Kristin Klaudia Kaufmann (43, Linke) bekannt:

Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (43, Linke) versichert: "Wir sind gut vorbereitet."
Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (43, Linke) versichert: "Wir sind gut vorbereitet."  ©  Steffen Füssel

Rathaus geht ins Homeoffice

Im Kampf gegen Corona setzt auch das Rathaus auf Heimarbeit und digitalen Kontakt zu den Bürgern. Dafür seien bereits 800 Laptops vorbereitet, sagt OB Dirk Hilbert (48, FDP). 200 weitere sollen in Kürze folgen. Die Dresdner sollen sich per Telefon oder E-Mail an die Verwaltung wenden. 

Dafür sei das Personal beim Bürgertelefon aufgestockt worden, so der OB. Auch Nachrichten über den Facebook-Messenger kommen an. Termine soll es nur noch im Bürgerbüro Altstadt und nur in dringenden Einzelfällen geben. Infiziert ist noch kein Mitarbeiter.

Kliniken erhöhen die Bettenzahl

Dienstagabend (Stand: 19 Uhr) waren in Dresden 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Von denen befinde sich aber keiner im Krankenhaus, teilte Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann mit. In denen bereitet man sich unterdessen darauf vor, dass sich das ändert. So hat es am Montag ein Treffen von Vertretern aller Kliniken gegeben. 

Ergebnis: Wenn möglich werden Operationen verschoben, um freie Betten zu haben. Außerdem werden die Kapazitäten erhöht. Allein im Städtischen Klinikum gibt es nun 110 statt wie bisher 70 Intensivbetten. 

Die Zahl der Beatmungsplätze steigt von 50 auf 80. Was momentan allerdings fehlt, sind Testkits. Hier gebe es Lieferengpässe, so Kaufmann. Für die rund 150.000 Über-60-Jährigen werde derzeit ein Netzwerk aufgebaut, um Kontakte für Einkäufe oder die Runde mit dem Hund zu vermitteln. Arbeitstitel: "Obst für Oma". "Wir sind gut vorbereitet", sagt Kaufmann.

Bahnen fahren seltener

Die DVB fährt ab Freitag nach Sonderfahrplan.
Die DVB fährt ab Freitag nach Sonderfahrplan.  ©  Petra Hornig

DVB dampfen ein

Die Zahl der Fahrgäste sei um die Hälfte eingebrochen, sagt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach (51). Darauf reagieren die Verkehrsbetriebe mit einem Sonderfahrplan, der ab Freitag um 4 Uhr gilt. Einige Busse und Bahnen fahren dann statt wie bisher alle zehn oder 15 Minuten nur noch alle 15 oder 30 Minuten.

Damit könne man 90 Fahrer aus dem Betrieb nehmen, so Hemmersbach. Seit Mittwoch sind zudem alle Servicepunkte geschlossen. Unter dvb.de können sich die Dresdner informieren, welche Linien betroffen sind. Infiziert ist keiner der Mitarbeiter.

Eltern bekommen Geld zurück

Dresdens Kitas, Horte und Kindertagespflegepersonen sind bis zum 17. April nur noch für Kinder offen, deren Eltern in wichtigen Berufen arbeiten, zum Beispiel in der Medizin oder im Lebensmittelhandel. Welche Berufe dazu gehören, kann unter dresden.de/kita nachgelesen werden.

Um die Eltern finanziell zu entlasten, sollen die Elternbeiträge für alle Kinder, die seit 16. März keine Betreuung in Anspruch genommen haben oder nehmen, zurückerstattet werden, kündigt Amtsleiterin Sabine Bibas an. Das gelte auch für Einrichtungen in freier Trägerschaft.

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Telefon und Mail ersetzen den Besuch im Amt.
Telefon und Mail ersetzen den Besuch im Amt.  © Steffen Füssel
Im Rathaus wurde das Personal für das Bürgertelefon aufgestockt.
Im Rathaus wurde das Personal für das Bürgertelefon aufgestockt.  © Steffen Füssel
OB Hilbert schickt 1000 Mitarbeiter ins Homeoffice.
OB Hilbert schickt 1000 Mitarbeiter ins Homeoffice.  © Steffen Füssel

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