Bittere Enttäuschung: Landkreis verbietet Alkohol am Vatertag!

Aurich – Christi Himmelfahrt ist Vatertag ist Ausflugstag. Während in den vergangenen Jahren immer wieder Betrunkene Polizei und Rettungskräfte auf Trab hielten, ist die Lage in Corona-Zeiten besonders heikel.

Eine Gruppe junger Männer feiert den Vatertag mit einem mit Bier gefüllten Bollerwagen.
Eine Gruppe junger Männer feiert den Vatertag mit einem mit Bier gefüllten Bollerwagen.  © Peter Steffen/dpa

Väter und andere Ausflügler müssen sich an Christi Himmelfahrt während der Corona-Pandemie auf Kontrollen und mitunter besondere Verbote einstellen. 

Der Landkreis Aurich in Ostfriesland untersagt nächsten Donnerstag (21. Mai) in den Außenbereichen von Gaststätten und Restaurants, alkoholische Getränke auszuschenken oder zu verzehren. 

Laut der Allgemeinverfügung ist auch der Außer-Haus-Verkauf verboten. Der Landkreis argumentiert darin, dass sie Ziel vieler Fahrradtouren am Vatertag seien. Auch Autodiscos und andere Autoveranstaltungen sind an dem Tag verboten.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hält besondere Verbote in diesem Jahr für ein geeignetes Mittel. "Gerade wenn man gewahr ist, dass es an einem Ort in den letzten Jahren ausgeufert ist, könnten sie in diesen besonderen Zeiten sinnvoll sein, damit Abstand gehalten wird", sagte Sprecher Thorsten Bullerdiek.

Im Kreis Stade kündigte die Polizei verstärkte Kontrollen an. Landrat Michael Roesberg (parteilos) erklärte: "Bollerwagentouren sollten in diesem Jahr nicht stattfinden!" Verbote gebe es aber nicht. Der Kreis verweist auf die aktuellen Vorschriften des Landes zur Einschränkung physischer Kontakte. Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit, die das Abstandsgebot von 1,5 Meter gefährden, seien untersagt. "Dies gilt insbesondere für Gruppenbildungen, Picknick oder Grillen im Freien."

Auch die Polizei Hannover will in Stadt und Umland deutliche Präsenz zeigen, vor allem an beliebten Treffpunkten wie Maschsee oder Steinhuder Meer. "Wir können nicht voraussagen, wie sich die Menschen verhalten, ob sich wie in den vergangenen Jahren Gruppen zusammenfinden", sagte eine Sprecherin.

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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