Doch keine Ausgangssperre, aber umfassendes Kontaktverbot!

Berlin - Bund und Länder wollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot beschließen. 

Angela Merkel hat sich bei einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten geeinigt.
Angela Merkel hat sich bei einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten geeinigt.  © Fabian Sommer/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. 

Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

Diese umfassende Reduzierung sozialer Kontakte  soll mindestens zwei Wochen gelten. Das geht aus einem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervor, das der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Berlin vorlag. 

Bund und Länder wollen zudem unverzüglich Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege schließen. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

Auch Restaurants und Gaststätten sollen unverzüglich schließen - wo dies noch nicht der Fall ist. "Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause", heißt in dem Beschluss.

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. 

Der Blick auf den Reichstag. Die Wiese ist fast menschenleer.
Der Blick auf den Reichstag. Die Wiese ist fast menschenleer.  © Fabian Sommer/dpa

Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen.

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Titelfoto: Fabian Sommer/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa

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