Ausgangssperre statt "Osterruhe": Brandenburg kündigt härtere Corona-Regeln zu Ostern an

Potsdam - Keine "Osterruhe" aber Ausgangsbeschränkungen: Brandenburg steht vor einer Verschärfung der Corona-Regeln im privaten Umfeld.

Dietmar Woidke (59, SPD) verfolgt eine Debatte der Landtagssitzung. Brandenburgs Ministerpräsident zeigte sich am Freitag nicht nur wegen der steigenden Infektionszahlen besorgt.
Dietmar Woidke (59, SPD) verfolgt eine Debatte der Landtagssitzung. Brandenburgs Ministerpräsident zeigte sich am Freitag nicht nur wegen der steigenden Infektionszahlen besorgt.  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Während der Osterzeit vom 1. bis 6. April solle es eine Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr bis 5 Uhr ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander geben, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit.

Ausnahmen aus triftigem Grund seien möglich.

Darauf habe sich das Kabinett am Freitag verständigt, der Beschluss soll aber erst am Dienstag fallen.

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Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) zeigte sich nicht nur wegen der steigenden Infektionszahlen besorgt.

"Wir haben wieder eine deutlich stärkere Belegung der Krankenhäuser mit Covid-Patienten", sagte Woidke dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. "Wir müssen reagieren. Wir sind mitten in der dritten Welle."

Mit der Ausgangsbeschränkung sollten Kontakte im privaten Bereich - die Hauptansteckungsquelle - auf das geringstmögliche Maß begrenzt werden.

Wenn die Inzidenz länger erheblich über 100 liegt, sollen Kreise und kreisfreie Städte weitere Schritte ergreifen. Lockerungen für Kultur und Tourismus sollten regional ab Mitte April über Modellprojekte möglich sein. Zur Nachverfolgung von Kontakten ist der Einsatz der Luca App geplant.

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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