Autokaufprämie wegen Corona-Krise? So stehen die Deutschen zu dem Vorstoß

München - Kampf gegen Corona-Folgen: Die Autokonzerne Volkswagen und BMW, ihr Branchenverband VDA und die Landesregierungen von Bayern und Niedersachsen fordern Prämien für Autokäufer, um die Nachfrage anzukurbeln.

Unter anderem der Autokonzern Volkswagen fordert im Zuge der Coronavirus-Krise etwaige Prämien für Autokäufer. (Symbolbild)
Unter anderem der Autokonzern Volkswagen fordert im Zuge der Coronavirus-Krise etwaige Prämien für Autokäufer. (Symbolbild)  © Peter Steffen/dpa

Die Bundesbürger reagieren aber gespalten, wie eine entsprechend repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Verkaufsplattform "mobile.de" zeigt. 47 Prozent der Befragten würden eine Prämie befürworten - allerdings zur Förderung von umweltfreundlichen Autos oder auch, um persönlich zu sparen. 

Dagegen sagen 38 Prozent, dafür sollten keine Steuergelder ausgegeben werden.

Laut Umfrage planen derzeit 14 Prozent der Deutschen, ein Auto zu kaufen. Weitere 7 Prozent wollten eigentlich ein Auto kaufen, haben ihre Pläne wegen der derzeit alles in Atem haltenden Corona-Krise jetzt aber erst einmal ad acta gelegt. 

Um einen Anreiz zum Kauf eines Neuwagens zu bieten, müsste eine Prämie bei mindestens 5000 Euro liegen, sagten 37 Prozent der Befragten.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) möchte für Elektroautos sogar 10.000 Euro Prämie zahlen. Allerdings würden nur knapp 16 Prozent der Befragten auch dann ein E-Auto kaufen, wenn es trotz Prämie noch teurer wäre als ein Diesel oder Benziner. 

Rund 38 Prozent wünschen sich Kaufprämien für Gebrauchtwagen.

"Autogipfel" über Anschubhilfen für die Autoindustrie

An diesem Dienstag (5. Mai) will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem "Autogipfel" über Anschubhilfen für die Autoindustrie nach dem Vorbild der Abwrackprämie 2009 beraten. 

Umsätze und Gewinne der Hersteller sind wegen der Corona-Krise eingebrochen, viele Menschen zögern wegen Rezession, Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit mit teuren Anschaffungen.

Titelfoto: Peter Steffen/dpa

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