AWO-Chef sieht Gefahr einer "verlorenen Generation"

München - Die Arbeiterwohlfahrt in Bayern sieht wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie die "Gefahr einer verlorenen Generation".

Kinder leiden derzeit besonders: Nun sollen Freizeitangebote wie Jugendzentren und Vereine umgehend wieder öffnen - um den Jüngsten zu helfen. (Symbolbild)
Kinder leiden derzeit besonders: Nun sollen Freizeitangebote wie Jugendzentren und Vereine umgehend wieder öffnen - um den Jüngsten zu helfen. (Symbolbild)  © Frank Leonhardt/dpa

"Kinder und Jugendliche brauchen Abwechslung, Freizeitangebote und ihre Freund*innen", sagte der Landesvorsitzende Thomas Beyer am Freitag in München.

Durch die Kontaktbeschränkungen jedoch würden sie ausgerechnet in jener Lebensphase in ihrer Entwicklung gehemmt, "in der sie sich für gewöhnlich selbst finden und ihre Sozialisation stattfindet".

"Es ist keinesfalls übertrieben zu sagen, dass die Gefahr einer verlorenen Generation besteht", sagte Thomas Beyer.

Die Erfahrungen aus der Praxis zeigten, dass Einsamkeit, Zukunftsängste, Bewegungsmangel und die fehlende Möglichkeit zum Austausch und zum Sammeln von Erfahrungen schon deutliche Spuren beim Nachwuchs hinterließen.

Beyer forderte deshalb, Freizeitangebote wie Jugendzentren und Vereine umgehend wieder zu öffnen. Im Sommer habe sich gezeigt, dass sich die Kinder und Jugendlichen sehr gut an die Hygienekonzepte hielten.

Titelfoto: Frank Leonhardt/dpa

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