Bahnen fahren nach dem "Corona-Fahrplan" wieder normal

Stuttgart - Nach rund zweieinhalb Monaten "Corona-Fahrplan" mit einem zeitweise deutlich ausgedünnten Angebot kehrt der Bahnverkehr im Südwesten an diesem Wochenende in den Normalbetrieb zurück.

Passagiere am Stuttgarter Hauptbahnhof.
Passagiere am Stuttgarter Hauptbahnhof.  © Sebastian Gollnow/dpa

Mit dem Fahrplanwechsel in der Nacht von Samstag auf Sonntag sollen, von einigen Ausnahmen etwa durch Baustellen abgesehen, wieder 100 Prozent der Verbindungen im Regionalverkehr angeboten werden. 

Das hatten Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Vertreter der Betreiber Abellio, DB Regio, Go-Ahead und SWEG angekündigt.

Um einen stabilen Verkehr gewährleisten zu können, war der Fahrplan im März teils bis zur Hälfte ausgedünnt, nach und nach aber auch schon wieder erweitert worden. 

Laut einer Übersicht des Ministeriums wurden zuletzt in großen Teilen des Landes schon wieder mehr als 75 Prozent der Verbindungen angeboten, teils auch schon die vollen 100.

Die geringere Auslastung der Netze und auch der Züge selbst hatte die Pünktlichkeitswerte zuletzt deutlich steigen lassen und die Ausfallquoten reduziert. 

Darauf wollten die Anbieter nun aufsetzen und die guten Werte nach Möglichkeit halten, hatten sie angekündigt.

Zudem gibt es Neuerungen: Auf der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel etwa können Fahrgäste von Sonntag an in neuen Zügen schneller vorankommen.

So sollen zum Beispiel zwischen Offenburg und Basel neue Fahrzeuge stündlich unterwegs sein. Dabei gibt es einen Wechsel zwischen einem schnelleren Regionalexpress mit weniger Haltepunkten und einer langsameren Verbindung mit mehr Zwischenstationen.

Auf der Neckar-Alb-Bahn von Stuttgart nach Tübingen geht zudem mit Abellio ein neuer Betreiber an den Start. Auch hier soll es mehr Züge und einen dichteren Takt geben.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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