Weniger Gehalt, Zwangsurlaub: Das droht den Beamten, die in Coronavirus-Risikogebiete reisen

Stuttgart - Baden-Württembergs Beamten droht unter Umständen ein Gehaltsentzug, sollten sie bewusst in ein Corona-Risikogebiet reisen und nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gehen.

Gehaltsentzug ist nur eine Sanktion. (Symbolbild)
Gehaltsentzug ist nur eine Sanktion. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

In einem erst nach Beginn der Sommerferien veröffentlichten Schreiben an die Behörden macht das Innenministerium Vorgaben und empfiehlt seinen Beamten und Arbeitnehmern, in den Sommerferien einen weiten Bogen um Risikogebiete zu machen. 

Wer in einer solchen Region Ferien mache und anschließend in Quarantäne geschickt werde, müsse gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen, sofern er nicht daheim arbeiten könne, hieß es am Freitag. Von der Quarantänepflicht ausgenommen seien Bedienstete, die ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis vorlegen könnten. 

Sei es ansonsten nicht möglich, in der Quarantäne im Homeoffice zu arbeiten, müsse das Gleitzeitguthaben aufgebraucht oder Urlaub genommen werden. "Falls diese aufgebraucht sind, müssen Beamtinnen und Beamte Urlaub unter Wegfall der Bezüge einsetzen", warnte Innenminister Thomas Strobl (CDU).

Dies gelte nur, wenn eine Region bereits vor Reiseantritt als Risikogebiet eingestuft worden sei.

Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

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