Bayerische Gastwirte verzweifelt wegen Lockdown-Verlängerung

München - Gastwirte und Hoteliers in Bayern haben entsetzt auf die Verlängerung des Lockdowns reagiert.

Die Coronavirus-Krise trifft viele Menschen in Bayern sehr hart. Gastwirte haben entsetzt auf die Verlängerung des Lockdowns reagiert. (Symbolbild)
Die Coronavirus-Krise trifft viele Menschen in Bayern sehr hart. Gastwirte haben entsetzt auf die Verlängerung des Lockdowns reagiert. (Symbolbild)  © Angelika Warmuth/dpa

"Wir versuchen nach wie vor mit aller Kraft die Pandemie zu überstehen und mit Zuversicht in das zweite Corona-Jahr zu schauen. Angesichts der erneuten Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar nimmt allerdings in weiten Teilen des Gastgewerbes die Verzweiflung überhand", sagte der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Thomas Geppert, am Mittwoch zur Verlängerung bis Mitte Februar.

"Der Lockdown kann nicht ewig ohne eine echte Perspektive verlängert werden", führte er aus.

Der Verband forderte Planungssicherheit für Unternehmen, Gäste und Mitarbeiter sowie stabile und darüber hinaus auch verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

So müssten Softwareprobleme bei der kürzlich gestarteten Auszahlung der Novemberhilfe endlich behoben werden. "Durch dieses unprofessionelle und verzögerte Verhalten der Bundesregierung werden Existenzen aufs Spiel gesetzt. Das ist unverantwortlich", erklärte Geppert. "Wehe einer von uns zahlt nur einen Tag zu spät seine Steuern, aber der Bundesfinanzminister schafft es nicht, dass Ende Januar die Novemberhilfen fehlerfrei ausbezahlt werden."

Geppert forderte zudem, bei sinkenden Infektionszahlen das Gastgewerbe schrittweise zu öffnen. "Das steht nicht im Widerspruch zur Pandemiebekämpfung. Wir sind Teil der Lösung und nicht des Problems", so der Verbandschef.

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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