Bayerische Staatsoper testet Vorstellungen mit 500 Besuchern

Update, 2. September, 19.56 Uhr: Wegen Corona: Polizei beendet Tretroller-Auftritt von Youtuber

Die Polizei hat eine Veranstaltung eines deutschen Youtube-Stars in einem Skatepark in Nürnberg unterbunden, weil die Corona-Auflagen nicht eingehalten wurden. 

Mehr als 500 Kinder und Jugendliche waren am Mittwoch nach Angaben eines Polizeisprechers den Aufrufen von Claudius Vertesi (22) in sozialen Netzwerken gefolgt, zu seinem Tretroller-Auftritt in einen Skatepark der Frankenmetropole zu kommen. Weil die Abstände nicht gewahrt und kaum jemand eine Maske getragen habe, sei die Polizei eingeschritten, sagte der Sprecher. Vertesi hatte unter anderem damit geworben, zu dem Auftritt eigene Werbeartikel wie T-Shirts und Trinkflaschen mitzubringen.

Der Youtuber ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt, seinem Kanal folgen mehr als eine Million Nutzer, in sozialen Netzwerken folgen ihm mehrere Hunderttausend. Bekanntgeworden ist Vertesi vor allem mit deutsch- und englischsprachigen Videos, in denen er Tricks auf Tretrollern zeigt.

Der Sprecher kündigte an, die Polizei werde weitere Städte, in denen der Youtuber ähnliche Auftritte plant, informieren. Am Donnerstag war laut Vertesi ein Auftritt in Plattling geplant, am Freitag, Samstag und Sonntag mehrere rund um München.

Update, 2. September, 19.46 Uhr: Bund erklärt weiteren Teil Kroatiens zum Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung einen weiteren Teil des Urlaubslandes Kroatien zum Corona-Risikogebiet erklärt. Nun findet sich auch der Verwaltungsbezirk (Gespanschaft) Zadar auf der entsprechenden aktualisierten Liste, die das bundeseigene Robert Koch-Institut am Mittwoch veröffentlichte.

Der Einstufung als Risikogebiet folgt in der Regel eine Reisewarnung. Zuvor galt bereits eine Reisewarnung der Bundesregierung für die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die Gespanschaften Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Update, 2. September, 19.44 Uhr: Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi positiv auf Corona getestet

Deutschland - Seit mehreren Monaten hält das Coronavirus die ganze Welt in Atem. Noch immer heißt es: Abstand halten und Mund- sowie Nasenschutz tragen. In den letzten Wochen haben sich die Zahlen der Infizierten wieder erhöht. TAG24 berichtet über aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten rund um Corona im Live-Ticker

Update, 31. August, 18.55 Uhr: Migranten auf Malta: 32 Menschen mit Corona-Infektion

In Malta sind 32 Migranten, die sich im Gewahrsam der Behörden befinden, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilten die maltesischen Gesundheitsbehörden am Montag mit. Sie machten keine Angaben, wann die Menschen die Mittelmeerinsel erreicht hatten und wo sie sich befanden. 

In der restlichen Bevölkerung verzeichnete Malta am Montag 21 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages - nach 15 Fällen am Sonntag und 27 vom Samstag.

Alle Bootsmigranten, die nach Malta kommen, müssen für zwei Wochen in Quarantäne und werden auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Die dabei entdeckten Infektionen fließen nicht in die offizielle Covid-19-Statistik ein. Die Regierung in Valletta lehnt das Ersuchen um eine Einlauf-Genehmigung von privaten Hilfsschiffen, die Migranten vor Libyen und Tunesien aus Seenot retten, häufig ab.

Helfer sprechen im Hafen von Malta mit zwei Migranten am Boiler Wharf.
Helfer sprechen im Hafen von Malta mit zwei Migranten am Boiler Wharf.  © dpa/Jonathan Borg/XinHua

Update, 31. August, 18.50 Uhr: Bayerische Staatsoper testet Vorstellungen mit 500 Besuchern

Für einen Pilotversuch werden im September bei der Bayerischen Staatsoper in München die bisherigen Corona-Beschränkungen teils aufgehoben. Wie das Kunstministerium am Montag mitteilte, dürfen bei dem Versuch bis zu 500 Besucher auf gekennzeichneten Plätzen den Aufführungen folgen. Das Projekt startet diesen Dienstag.

Bislang sind in Bayern wegen der Corona-Pandemie maximal 200 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen erlaubt. Die Staatsoper kündigte deswegen an, nun kurzfristig 300 weitere Karten pro Aufführung in den Vorverkauf zu geben.

"Mit dem Pilotversuch an der Bayerischen Staatsoper loten wir unsere Möglichkeiten hinsichtlich höherer Besucherzahlen bei kulturellen Veranstaltungen und dem verantwortungsvollen Umgang mit dem Corona-Virus aus", sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Der Modellversuch im Nationaltheater in München wurde gemeinsam vom Kunst- und dem Gesundheitsministerium angestoßen. Auf Grundlage der Erkenntnisse des rund vierwöchigen Versuchs soll dann über weitere Schritte entschieden werden.

Eine Radfahrerin fährt über den fast menschenleeren Max-Joseph-Platz; links der Königsbau und rechts die Bayerische Staatsoper.
Eine Radfahrerin fährt über den fast menschenleeren Max-Joseph-Platz; links der Königsbau und rechts die Bayerische Staatsoper.  © dpa/Peter Kneffel

Update, 31. August, 18.10 Uhr: UEFA: Bei Spielabsagen wegen Corona droht Niederlage am grünen Tisch

In den anstehenden Spielen der Nations League dürfen Nationalmannschaften nach positiven Coronatests mit einer Notbesetzung gesunder Spieler antreten. Wie die Europäische Fußball-Union am Montag mitteilte, sollen die Partien ausgetragen werden, solange pro Team 13 Spieler, darunter jeweils mindestens ein Torhüter, negativ getestet sind und zur Verfügung stehen. 

Andernfalls, beispielsweise bei einer Quarantäne der kompletten Mannschaft, soll das Spiel bestenfalls neu angesetzt werden. Wenn das nicht möglich ist, droht dem Verursacher der Spielabsage die Niederlage am grünen Tisch.

"Aufgrund des dicht gedrängten internationalen Spielkalenders" müsse damit gerechnet werden, dass abgesagte Spiele in den verschiedenen UEFA-Wettbewerben "nicht neu angesetzt werden können", teilte der Verband bereits mit. Jede Absage, auf die kein Nachholspiel folgen kann, wird zum Fall für die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer. Wenn keine Mannschaft eindeutig alleine für die Absage verantwortlich ist, entscheidet die UEFA-Administration per Los über das Ergebnis.

Die deutsche Nationalmannschaft spielt zum Auftakt am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in Stuttgart gegen Spanien und am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Basel gegen die Schweiz. Spanien wurde zuletzt wegen wieder gestiegener Corona-Zahlen vom Auswärtigen Amt in Deutschland mit Ausnahme der Kanaren zum Corona-Risikogebiet erklärt.

Die UEFA teilte mit, dass die meisten "Mitgliedsverbände (...) Ausnahmen mit ihren zuständigen nationalen/lokalen Behörden ausgehandelt" hätten, "damit die Mannschaften zu den Spielorten reisen dürfen und die Spielerinnen oder Spieler nach ihren Länderspieleinsätzen in ihre Vereine zurückkehren können".

Ein Logo der UEFA hängt beim Kongress des UEFA-Dachverbandes im "Beurs van Berlage".
Ein Logo der UEFA hängt beim Kongress des UEFA-Dachverbandes im "Beurs van Berlage".  © dpa/Jamie Gardner/PA Wire

Update, 31. August, 18 Uhr: Gewerkschaft GEW: Corona-Schutzmaßnahmen in Kitas greifen nicht

Die Corona-Schutzmaßnahmen in Berliner Kitas greifen nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) oftmals nicht oder nur unzureichend. Der Senat tue zu wenig, um den vorgegebenen Musterhygieneplan mit Regeln etwa zu Abstand, Lüften, Desinfektion oder Mund-Nasen-Schutz vor Ort auch in die Praxis umzusetzen, erklärte die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik am Montag. Oftmals sei das in Kitas schlicht unmöglich, viele Erzieherinnen fühlten sich im Stich gelassen.

Die GEW fordert unter anderem mehr Personal, kleinere Gruppengrößen, bessere räumliche Bedingungen und mehr Verbindlichkeit bei den Vorgaben des Senats. Zudem müssten Senat und Kita-Träger aufhören, sich gegenseitig die Verantwortung für Corona-Schutz zuzuschieben.

Eine Sprecherin von Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD) wies die Vorwürfe zurück. Der Musterhygieneplan und mittlerweile 18 zusätzliche Informationsschreiben für die Träger dazu würden in den Kitas gut angenommen. Im übrigen sei schon seit vielen Wochen ein konstant niedriges Infektionsgeschehen an den 2700 Berliner Kitas zu beobachten. Momentan seien an 11 Einrichtungen Corona-Fälle bekannt, zwei Kitas seien deswegen vorrübergehend geschlossen.

Ein Kind wäscht sich in einer Kindertagesstätte die Hände.
Ein Kind wäscht sich in einer Kindertagesstätte die Hände.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 31. August, 17.50 Uhr: Großbritannien bittet Party-Organisatoren zur Kasse

Wegen unerlaubter Partys während der Corona-Pandemie hat die Polizei in Großbritannien am Wochenende und Montag mehrere Strafen im fünfstelligen Bereich gegen die Organisatoren verhängt. Betroffen waren vor allem Feiern in Wales und in der ostenglischen Grafschaft Norfolk, wie die Polizeibehörden am Sonntag berichteten.

Im südwalisischen Ort Banwen baten die Beamten demnach mehrere Organisatoren einer Party mit rund 3000 Teilnehmern zur Kasse. Bis Montagnachmittag gelang es der Polizei jedoch nicht, das ganze Fest aufzulösen - mindestens 400 feierten trotz massiver Polizeipräsenz weiter. Ihnen wurden Festnahmen angedroht, sollten sie bis Einbruch der Dunkelheit nicht verschwunden sein. "Die Versammelten wissen, dass ihr Handeln unverantwortlich ist", so die Polizei auf Facebook.

Anwohner sprachen von "entsetzlichen Verhältnissen" in Banwen und klagten über starke Verschmutzungen, illegales Parken und Drogenmissbrauch. Die Menschen in Wales und England hatten ein verlängertes Wochenende; der Montag war ein Feiertag. Seit vergangenem Freitag darf die Polizei gegen die Organisatoren illegaler Partys mit mehr als 30 Teilnehmern Strafen in Höhe von bis zu 10.000 Pfund (rund 11.200 Euro) verhängen.

In Norfolk hatten Feiernde am Samstag Flaschen und Dosen auf Beamte geworfen, die versuchten, eine Feier mit rund 500 Teilnehmern in einem Waldstück aufzulösen. Erst am Sonntag gelang es der Polizei, die Party zu beenden. Zwei Organisatoren wurden mit einer 10.000-Pfund-Strafe belegt, mehrere Menschen wurden festgenommen.

Update, 31. August, 17.40 Uhr: Bayern erlaubt nun doch Schülern Nutzung von Corona-App

Das bayerische Kultusministerium hat wegen der Corona-Warn-App seine Richtlinien zur Nutzung von Smartphones in der Schule geändert. Nach den neuen Vorgaben dürfen Bayerns Schüler ihre Handys während der Unterrichtszeit eingeschaltet lassen, um die Corona-App der Bundesregierung auch in dieser Zeit nutzen zu können, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Montag. 

Die Geräte müssten "jedoch stumm geschaltet sein und während des Unterrichts in der Schultasche verbleiben", heißt es auf der Informationsseite des Ministeriums im Internet.

Damit hat das Ministerium seine bisherige Linie geändert. Vor wenigen Wochen war noch der Regensburger Jugendbeirat mit einer entsprechenden Initiative gescheitert. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz wies das Anliegen entsprechend der Vorgaben aus München mit der Begründung zurück, dass die Nutzung der Warn-App an Schulen nicht erforderlich sei. Denn dort könnten im Unterschied zum öffentlichen Raum Infektionsketten auch ohne die App schnell erkannt und nachverfolgt werden, hieß es damals.

Grundsätzlich war bislang die Nutzung der Handys auf dem Schulgelände den Kindern und Jugendlichen im Freistaat verboten, wenn die Geräte nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden.

Die Startseite der Corona-Warn-App in der Entwickler Version ist im Display eines Smartphone zu sehen.
Die Startseite der Corona-Warn-App in der Entwickler Version ist im Display eines Smartphone zu sehen.  © dpa/Michael Kappeler

Update, 31. August, 17.35 Uhr: Eintracht Frankfurt sammelt eine Million Euro an Spenden

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat über eine Million Euro an Spenden für soziale Einrichtungen gesammelt. Die im April vom Verein wiederbelebte Kampagne "AUF JETZT!" habe sich großer Beliebtheit erfreut und sei nun abgeschlossen, teilte die Eintracht am Montag mit. 

"Auf den Betrag, der innerhalb weniger Monate durch die Hilfsbereitschaft unserer Mitglieder, Fans, Partner und Förderer zusammenkam, können wir alle unheimlich stolz sein. Das hat in dieser Form alle Erwartungen übertroffen", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann.

Ziel der Kampagne sei gewesen, soziales Engagement "vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie" zu bündeln. Die Inhaber von Tages- und Dauerkarten konnten die in den letzten fünf Heimspielen vor leeren Rängen entfallenen Beträge ganz oder teilweise spenden. Die gesammelten Spenden gehen an die Arche Frankfurt, das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt, die Diakonie Hessen, die Frankfurter Tafel und das Uniklinikum Frankfurt. 

Die Spieler von Eintracht Frankfurt nehmen an einer Trainingseinheit teil.
Die Spieler von Eintracht Frankfurt nehmen an einer Trainingseinheit teil.  © dpa/Georgios Kefalas/KEYSTONE

Update, 31. August, 17.15 Uhr: Drei positive Corona-Tests bei Gosens-Verein Atalanta

Beim italienischen Fußball-Erstligisten Atalanta Bergamo sind drei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Verein des Deutschen Robin Gosens am Montag auf der Homepage bekannt. Die Namen der Betroffenen nannte der Club nicht. Die positiv getesteten Spieler des Champions-League-Viertelfinalisten seien alle symptomfrei, hieß es. Sie befänden sich in Isolation.

In der vergangenen Woche hatte auch der AS Rom von positiven Corona-Tests bei seinen Spielern berichtet. In Italien soll die neue Saison der Serie A am 19. September starten.

Der 26 Jahre alte Atalanta-Profi Gosens ist derzeit bei der deutschen Nationalmannschaft. Der Abwehrspieler könnte im Nations-League-Spiel gegen Spanien am Donnerstag in Stuttgart seine Premiere im DFB-Trikot geben.

Die Spieler von Atalanta Bergamo stehen bei einem Mannschaftsspaziergang auf dem Spielfeld.
Die Spieler von Atalanta Bergamo stehen bei einem Mannschaftsspaziergang auf dem Spielfeld.  © dpa/David Ramos/Pool Getty/AP

Update, 31. August, 17.10 Uhr: Warnapp "Nina": Nutzerzahlen seit Corona-Beginn stark gestiegen

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Nutzerzahlen der Warnapp "Nina" stark angestiegen. Derzeit nutzen rund 7,6 Millionen Menschen die App, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Montag mit. Im März waren es noch rund 6,1 Millionen. 

Über die App warnt das Amt vor Gefahren. Das können zum Beispiel Brände, das Auftreten von radioaktiver Strahlung, aber auch Stromausfälle oder Naturgefahren wie Erdbeben oder Überschwemmungen sein. Auch die neuesten Entwicklungen zur Corona-Pandemie werden über Nina bekanntgegeben.

Die App wird auch Teil des Warntages am 10. September sein. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung soll an diesem Tag bundesweit die Warntechnik getestet werden. Dazu sollen um 11 Uhr die Sirenen heulen und neben der App auch Rundfunksender die Probewarnung übermitteln. "Am Warntag gehen wir bewusst an die Belastungsgrenzen der Warnungssysteme", sagte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes. Dadurch will das Amt auch die Warnanlässe bekannter machen.

Künftig soll der Warntag jährlich an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Blick in die App "Nina".
Blick in die App "Nina".  © PR

Update, 31. Juli, 17.05 Uhr: Insel in Brasilien öffnet - für Touristen, die schon Corona hatten

Das Inselparadies Fernando de Noronha, eines der spektakulärsten Reiseziele Brasiliens, öffnet wieder für Touristen - aber nur für diejenigen, die schon mit Corona infiziert waren. 

Die neuen Zugangsregeln, die von diesem Dienstag (1. September) an gelten, wurden auf der Internetseite der Inselgruppe bekanntgegeben. Demnach muss der Reisende außer dem obligatorischen Beleg über die Zahlung der Umweltabgabe auch eine Bestätigung über eine überstandene Infektion mit Sars-CoV-2 einreichen.

Alle Details dazu lest Ihr >>> hier.

Blick auf einen Strand auf Fernando de Noronha.
Blick auf einen Strand auf Fernando de Noronha.  © 123RF/Arno Christian Herzog Diefenthaeler

Update, 31. August, 17 Uhr: Verband fordert freiwillige Corona-Tests an Schulen

Schleswig-Holsteins Philologenverband fordert angesichts der Corona-Pandemie weitere Schutzvorkehrungen an den Schulen. Für Lehrer und Schüler müssten freiwillige Corona-Tests angeboten werden. Bildungsanspruch und Gesundheitsschutz müssten im Einklang stehen, sagte der Landesvorsitzende Jens Finger am Montag.

Für unerlässlich hält der Philologenverband Luftreinigungs-Konzepte für die Schulen. Präsenzunterricht müsse Vorrang vor Fernunterricht genießen. Bei Infektionslagen sollte in bestimmten Fächern Fernunterricht möglich sein, erklärte er. Der Verband forderte zudem eine Reduzierung der Klassengröße und der Lerngruppen in Kursen.

Notwendig ist nach Ansicht des Verbandes "eine spürbare Einstellung von Vertretungslehrkräften". Schulpraktika angehender Lehrer dürften den Corona-Beschränkungen aber nicht zum Opfer fallen. Im Interesse aller Beteiligten müsse das im August gestartete Schuljahr "ein Erfolg werden".

Ein medizinischer Mitarbeiter hält in einem Testzentrum einen Abstrich.
Ein medizinischer Mitarbeiter hält in einem Testzentrum einen Abstrich.  © DPA/Ricardo Rubio/Europa Press

Update, 31. August, 16.50 Uhr: Datenpanne bei Gästelisten trifft auch rheinland-pfälzische Betrieb

Von der bundesweiten Datenpanne bei Gästelisten ist nach Einschätzung des Landesdatenschutzbeauftragten Dieter Kugelmann auch Rheinland-Pfalz betroffen. "Erste Gastronomie-Betriebe aus Trier und Landau haben sich als von der Datenpanne betroffen gemeldet", sagte Kugelmann am Montag in Mainz. "Ich gehe davon aus, dass weitere Restaurants hinzukommen." 

Seine Behörde stehe mit der für den Bremer Dienstleister zuständigen Aufsichtsbehörde in der Hansestadt in Kontakt. Kugelmann rät Betrieben, die Kunden des Dienstleisters waren, zu prüfen, ob es eine Datenpanne gab, um Sanktionen wegen unterbliebener Meldepflichten zu vermeiden.

Mehrere Millionen Daten von Restaurantgästen waren in Internet-Speichern des Softwaredienstleisters kaum geschützt zugänglich. Die Sicherheitslücke betraf auch die elektronische Erfassung von Besuchern in der Corona-Pandemie, wie der Chaos Computer Club (CCC) am Freitag mitgeteilt hatte. Das Bremer Unternehmen Gastronovi hatte den Vorfall bestätigt. 

Die Sicherheitslücke sei zwei Stunden nach den Hinweisen des Chaos Computer Clubs geschlossen worden, teilte die Firma mit. "Zum Zeitpunkt des Hackerangriffs hatte der CCC potenziell Zugriff auf über vier Millionen Datensätze", hieß es. Außer den Aktivisten habe aber kein Außenstehender einen Zugriff auf die Daten gehabt oder versucht.

Kugelmann betonte: "Kontaktdaten, die in Zeiten der Corona-Pandemie zur Nachverfolgung von Covid-19-Infektionen erfasst und gespeichert werden, sind sensible Daten: Aus ihnen geht unter Umständen hervor, wer sich mit wem an welchem Ort zu welcher Uhrzeit getroffen hat." Das Datenschutz-Niveau dürfe auch in der Corona-Krise nicht gesenkt werden. 

Ein Mann arbeitet an seinem Laptop.
Ein Mann arbeitet an seinem Laptop.  © dpa/Malte Christians

Update, 31. August, 16.40 Uhr: Fast 200 Passagiere nach Urlaubsflug von Zakynthos in Quarantäne

Nach einem Flug von einer griechischen Insel nach Großbritannien sind alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden. 

16 Gäste des Ferienfliegers seien bereits positiv getestet worden, berichtete der Sender BBC am Montag. Sieben davon haben sich britischen Gesundheitsexperten zufolge höchstwahrscheinlich an Bord angesteckt.

Was auf dem Flug schief lief, lest Ihr >>> hier.

Die Lage im Tui-Flugzeug eskalierte.
Die Lage im Tui-Flugzeug eskalierte.  © 123RF/Jozsef Soos

Update, 31. August, 16.15 Uhr: Neue Corona-Nachweise in 9 von 14 Kreisen - Schüler in Quarantäne

Seit dem Wochenende haben die Behörden in Sachsen-Anhalt von 14 weiteren Corona-Fällen im Land erfahren. In sieben Landkreisen sowie Magdeburg und Halle seien Neuinfektionen nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Sachsen-Anhalt auf 2243.

Die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau verzeichnete am Wochenende eigenen Angaben zufolge einen weiteren neuen Fall. Es habe sich ein Schüler des Gymnasiums Philanthropinum infiziert. Der Junge sei in einem Ferienlager in Ungarn gewesen. Seine gesamte Klasse und die Lehrerin seien nun in häuslicher Quarantäne und würden am 3. September getestet, teilte die Stadt weiter mit.

Wie es weiter aus dem Gesundheitsministerium in Magdeburg hieß, gelten Schätzungen zufolge landesweit 2053 Patienten als genesen. Die Zahl der gestorbenen Infizierten lag unverändert bei 65, insgesamt 338 Menschen, bei denen das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, mussten sich wegen einer Infektion im Krankenhaus behandeln lassen. 

Am Samstag wurde in Sachsen-Anhalt noch eingeschult, schon bleiben die ersten Kinder jedoch zu Hause.
Am Samstag wurde in Sachsen-Anhalt noch eingeschult, schon bleiben die ersten Kinder jedoch zu Hause.  © dpa/Matthias Bein/dpa-Zentralbild

Update, 31. August, 16.10 Uhr: Wirte wollen im Winter draußen bedienen - Heizpilzverbote aufheben

Heizpilz an und auch im Winter auf der Caféterrasse oder im Biergarten sitzen. Wirte in Nordrhein-Westfalen möchten auch nach dem Sommer ihre Gäste draußen bedienen können. In der Corona-Krise habe das Terrassengeschäft vielen Betrieben das Überleben gesichert und Arbeitsplätze erhalten, sagte der NRW-Landesvorsitzende des Branchenverbands Dehoga, Bernd Niemeier, am Montag. 

Jetzt benötige die Branche dringend die weitere Unterstützung der Kommunen, um die Außengastronomie auch in den dunkleren und kälteren Jahreszeiten möglichst attraktiv und komfortabel gestalten zu können.

Der Verband appellierte an die NRW-Kommunen, Heizpilz-Verbote - "dort wo es sie gibt" - aufzuheben, Pavillons auf Terrassen zu erlauben und Gäste auch im Herbst und Winter bis 24 Uhr draußen sitzen zu lassen. Die Außengastronomie werde auch in den kommenden Monaten für die Wirte wichtig bleiben, da viele Gäste den Platz auf der Terrasse und im Biergarten dem im Restaurant oder Café vorzögen. 

Ein Heizstrahler steht im Außenbereich eines Restaurants.
Ein Heizstrahler steht im Außenbereich eines Restaurants.  © dpa/picture alliance/Daniel Karmann

Update, 31. August, 15.35 Uhr: DFB-Präsidium verabschiedet aktualisiertes Hygienekonzept

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat das im Zusammenspiel mit der Deutschen Fußball Liga aktualisierte Hygienekonzept für die Saison 2020/21 verabschiedet. Der von der Task Force "Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" optimierte Leitfaden gilt für den DFB-Pokal, die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga. Die enthaltenen Maßnahmen beziehen sich auf die Organisation und Durchführung des Trainings- und Spielbetriebs sowie die Arbeitsabläufe in den Stadien.

Im Vergleich zu den vorherigen Versionen gibt es im aktualisierten Hygienekonzept drei Pandemiestufen, an denen sich die definierten Maßnahmen orientieren. Die Abstufung bietet die Möglichkeit zu regionalen Lösungen, die zielgerichtet auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen. Zur Bestimmung des jeweiligen Pandemielevels wird an jedem Standort die Sieben-Tage-Inzidenz im eigenen Landkreis und aller angrenzenden Landkreise bzw. kreisfreien Städte herangezogen.

Die DFL will das Hygienekonzept auf ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag in Frankfurt durch die 36 Profivereine verbindlich für die Bundesliga und 2. Bundesliga festschreiben lassen. 

DFB-Logo und Schriftzug sind vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an einer Mauer platziert.
DFB-Logo und Schriftzug sind vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an einer Mauer platziert.  © DPA/Arne Dedert

Update, 31. August, 15.15 Uhr: Eine coronabedingte Schulschließung in Niedersachsen

In Niedersachsen hat eine Schule coronabedingt schließen müssen. Wegen eines bestätigten Falls im Lehrerkollegium blieben Haupt- und Realschule im Schulzentrum Bremervörde (Landkreis Rotenburg) am Montag und Dienstag geschlossen, teilte das Kultusministerium am Montag auf Anfrage mit. 

An weiteren sieben Schulen werde der Unterricht wegen bestätigter Infektionen oder Verdachtsfällen teilweise digital erteilt. So werden Schüler der Oberstufe einer Wilhelmshavener Gesamtschule von zu Hause aus unterrichtet. An einem Gymnasium in Schöningen (Landkreis Helmstedt) werde der 11. Jahrgang digital unterrichtet.

Ohne Präsenzunterricht ist je eine Lerngruppe einer Gesamtschule und eines Gymnasiums in Wedemark (Region Hannover), einer Oberschule in Hohenkirchen und Jever (Landkreis Friesland) sowie eines Gymnasiums in Seelze (Region Hannover), wie das Ministerium weiter mitteilte. Der Schulunterricht war vergangenen Donnerstag wieder in voller Klassenstärke gestartet.

Eine Schule informiert mit einem Aushang über ihre Schließung. (Symbolbild)
Eine Schule informiert mit einem Aushang über ihre Schließung. (Symbolbild)  © dpa/Andreas Arnold

Update, 31. August, 15.10 Uhr: Schweden startet Massentest bei Studenten

An der Universität von Umeå hat am Montag der bisher größte Massentest Schwedens auf das Corona-Virus begonnen. 20.000 Studenten und Mitarbeiter sind aufgerufen, sich in den nächsten Tagen testen zu lassen. In einer Woche soll der Test wiederholt werden.

Es gehe darum zu klären, ob regelmäßiger Unterricht auf dem Campus möglich sei, ohne die Ausbreitung des Virus zu beschleunigen, sagte Anders Johansson, Experte für Infektionskrankheiten an der Universität Umeå, dem schwedischen Fernsehsender SVT. Das Ergebnis werde sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene interessant sein.

In letzter Zeit wurden auch in Schweden vermehrt Ansteckungen bei jungen Leuten festgestellt. "Was jetzt bei jüngeren Menschen passiert, wird in wenigen Wochen bei älteren Menschen passieren", so Johansson.

In Schweden waren bis Montag 5808 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert worden. Die Zahl erfasster Infektionen lag bei gut 84.000.  

Eine medizinische Mitarbeiterin nimmt in einem Covid-19-Testzentrum einen Abstrich bei einer Patientin.
Eine medizinische Mitarbeiterin nimmt in einem Covid-19-Testzentrum einen Abstrich bei einer Patientin.  © dpa/Afp7/Joaquin Corchero/EUROPA PRESS

Update, 31. August, 15 Uhr: Leipziger Forscher entwickeln Corona-Antikörpertest für daheim

Leipziger Forscher haben einen Corona-Antikörpertest für den Hausgebrauch entwickelt. Das Besondere an diesem Test sei, dass man dafür nicht zu einem Arzt gehen müsse, sondern die Probeentnahme auch zu Hause möglich sei, erläuterte am Montag Prof. Jörg Gabert von der Firma Adversis Pharma, die den Test gemeinsam mit dem Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig entwickelt hatte. 

Einige Bluttropfen aus der Fingerkuppe werden dabei auf eine Filterkarte aufgebracht und an Adversis geschickt. Dort wird die Probe analysiert und das Ergebnis kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden online abgefragt werden.

Die rasche Entwicklung innerhalb von knapp fünf Monaten "spricht für den Wissenschaftsstandort Leipzig", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag bei der Vorstellung. Er selbst habe bereits den Test gemacht und sei gespannt auf das Ergebnis. Der Test wird ab Dienstag (1. September) bundesweit von Apotheken vertrieben oder kann online bestellt werden und kostet 49 Euro.

Antikörper werden vom körpereigenen Immunsystem entwickelt, um einen Virus zu bekämpfen. Mit dem Test bekomme der Anwender daher Gewissheit über eine Corona-Infizierung, erläuterte Prof. Dr. Ralf Hoffmann vom BBZ der Universität Leipzig. Zudem erhalte die Wissenschaft wertvolle Daten darüber, wie viele Menschen in welchen Regionen eine Infektion durchgemacht hätten. 

Sebastian Gemkow (CDU), Wissenschaftsminister des Landes Sachsen, zeigt die Testkarte mit Blut für einen neuen Corona-Antikörpertest.
Sebastian Gemkow (CDU), Wissenschaftsminister des Landes Sachsen, zeigt die Testkarte mit Blut für einen neuen Corona-Antikörpertest.  © dpa/Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild

Update, 31. August, 14.50 Uhr: Ramelow will Karneval und Weihnachtsmärkte erlauben

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will trotz der Corona-Pandemie Karneval erlauben. "Wir klären das Wie und nicht das Ob", sagte Ramelow am Montag in Erfurt nach einem Treffen mit dem Thüringer Vorsitzenden des Landesverbandes der Karnevalsvereine. 

Der Verband habe bereits drei Konzepte erarbeitet und vorgelegt, über die man nun sprechen wolle, sagte Ramelow. "Ich kann mir Karneval vorstellen und ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen, weil ich mir das Leben vorstellen möchte", machte Ramelow klar. Das Virus sei gefährlich, daher müsse man vermeiden, was ein leichtfertiges Weitergeben verursachen könne.

Debatten über Weihnachtsmärkte und Karnevalsfeiern in Corona-Zeiten gibt es in mehreren Bundesländern. Es gab auch schon Absagen und geänderte Konzepte.

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.
Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen.  © dpa/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild

Update, 31. August, 14.30 Uhr: EU verspricht 400 Millionen Euro als Beitrag zum "Impfstoff für alle"

Die Europäische Union will die Beschaffung eines Corona-Impfstoffs für ärmere Länder mit Garantien in Höhe von 400 Millionen Euro unterstützen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte am Montag einen entsprechenden "Haftungsbeitrag" für COVAX an, eine internationale Initiative für einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, sobald sie verfügbar sind.

Wie das Geld der EU genau verwendet wird, soll nach Angaben der EU-Kommission in den nächsten Wochen vereinbart werden. Vorerst handele es sich um eine politische Zusage, sagte eine Kommissionssprecherin.

COVAX wird federführend von den Impfallianzen Gavi und Cepi und von der Weltgesundheitsorganisation WHO getragen. Die EU-Kommission hatte sich schon im Frühjahr auf das Ziel eines "Impfstoffs für alle" verpflichtet.

"Ich bin überzeugt, dass wir so eher an unser Ziel gelangen, dieses Virus zu besiegen: mit vereinten Kräften", sagte von der Leyen. Die Kommission verhandelt derzeit aber auch mit diversen Pharmafirmen über Impfstoff-Bezugsrechte speziell für Menschen in der EU.

Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht auf einer Pressekonferenz im EU-Hauptquartier.
Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht auf einer Pressekonferenz im EU-Hauptquartier.  © Francois Walschaerts/AFP Pool/dpa

Update, 31. August, 14.27 Uhr: Inflation stagniert auf Vorjahresniveau

Die Inflation in Deutschland bleibt in der Corona-Krise im Keller. Die Jahresrate lag im August bei 0,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Sie sei unter anderem durch die seit 1. Juli geltende Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, erklärte die Wiesbadener Behörde. Im Juli waren die Verbraucherpreise nach der Senkung der Mehrwertsteuer sogar um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gefallen.

Deutlich günstiger als im August 2019 waren Haushaltsenergie und Kraftstoffe (minus 6,3 Prozent). Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,7 Prozent, der Preisauftrieb schwächte sich damit weiter ab. Im Juni hatten Nahrungsmittel noch 4,4 Prozent mehr gekostet als ein Jahr zuvor, im Juli waren es 1,2 Prozent mehr.

Gegenüber Juli sanken die Verbraucherpreise im August insgesamt voraussichtlich um 0,1 Prozent.

Die Inflation in Deutschland bleibt in der Corona-Krise im Keller.
Die Inflation in Deutschland bleibt in der Corona-Krise im Keller.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 31. August, 13.59 Uhr: Umsatzbilanz der Reisebranche verschlechtert sich weiter

Reisewarnungen und Buchungszurückhaltung der Menschen in der Corona-Krise reißen immer tiefere Löcher in die Geschäfte von Reisebüros und Veranstaltern. Nach einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) sind die Umsätze zum Buchungsstand Ende Juli 2020 für die laufende Sommersaison zusammengerechnet um 70 Prozent eingebrochen.

Gegenüber Juni gab es einen Rückgang um sieben Prozentpunkte. Die kommende Wintersaison 2020/21 verlor zum Vormonat zehn Prozentpunkte. Zusammengerechnet ergibt sich damit den Angaben zufolge ein Rückgang von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das derzeitige Buchungsaufkommen reiche bei weitem nicht aus, um die Stornoquoten und die ausgefallenen Buchungen in Folge von Reisewarnungen aufzufangen, erläuterte das Analysehaus. Im Juli 2020 waren aufgrund von Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes weder Veranstalterreisen in beliebte Urlaubsländer wie die Türkei oder Ägypten noch Fernreisen buchbar. Zudem hätten die Hochseekreuzfahrten den Betrieb überwiegend noch nicht wieder aufgenommen.

Die Reisewarnung für die wichtigsten Urlaubsgebiete in der Türkei wurde mittlerweile aufgehoben. Die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union wurde dagegen erst jüngst bis zum 14. September verlängert. Zudem gilt aktuell beispielsweise für zwei Gebiete Frankreichs - die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d'Azur an der Mittelmeerküste - eine Reisewarnung.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Die Buchungen für die kommende Wintersaison fallen den Angaben zufolge unverändert schwach aus. Viele Reiseziele vor allem auch Fernreisen seien derzeit noch nicht planbar. Einziger Lichtblick: Die Nachfrage nach Sommerurlauben im nächsten Jahr. Im Juli entfielen bereits 21 Prozent der Buchungsumsätze auf die Sommersaison 2021.

Passagiere kommen am Flughafen Palma de Mallorca an.
Passagiere kommen am Flughafen Palma de Mallorca an.  © Clara Margais/dpa

Update, 31. August, 13.57 Uhr: CDU-Spitze hält an Präsenzparteitag zur Vorsitzenden-Neuwahl fest

Die Spitze der CDU hält trotz der anhaltenden Corona-Pandemie an den Planungen fest, einen neuen Vorsitzenden bei einem Parteitag in Stuttgart zu wählen. Die Mitglieder des Parteipräsidiums hätten sich bei einer Videoschaltkonferenz am Montag dafür ausgesprochen, den Parteitag Anfang Dezember weiterhin als Präsenzveranstaltung zu planen, war aus Teilnehmerkreisen zu hören. Hygieneregeln, Abstandsgebote und die Nachverfolgung der Kontakte der Teilnehmer hätten bei den Planungen und Gesprächen mit den zuständigen Behörden oberste Priorität.

Wie der wegen der Pandemie verkürzte Parteitag aussehen könne, werde dem CDU-Bundesvorstand am 14. September vorgestellt, wurde betont. Dann werde eine Entscheidung zum Ablauf und zur Gestaltung des Parteitags getroffen. Auf dem Delegiertentreffen in Stuttgart soll über die Nachfolge der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden werden. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet der Finanzexperte Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen.

Parallel solle weiter an den von den Generalsekretären der Parteien auf den Weg gebrachten Änderungen am Parteiengesetz gearbeitet werden, hieß es aus Teilnehmerkreisen weiter. Mögliche Änderungen sollten in den kommenden Tagen von den Fraktionen diskutiert werden. Ohne dass eine Notlage vorliegt, sind nach aktueller Gesetzeslage und auch nach dem Vorschlag der Generalsekretäre im Rahmen von digitalen Parteitagen keine Personenwahlen und digitalen Abstimmungen über Satzungsänderungen möglich.

Ein Delegierter hält beim 32. CDU-Bundesparteitag seine Stimmkarte hoch.
Ein Delegierter hält beim 32. CDU-Bundesparteitag seine Stimmkarte hoch.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 31. August, 13.54 Uhr: Russland will Corona-Impfstoff im September ausliefern

Nach der frühen Freigabe eines Corona-Impfstoffes in Russland sollen größere Mengen des Vakzins in den nächsten Wochen ausgeliefert werden. Die ersten größeren Lieferungen beginnen im September, wie der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko am Montag in Irkutsk am Baikalsee der Staatsagentur Tass zufolge sagte. Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Eine Mitarbeiterin des Nikolai Gamaleya Nationalzentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau hält zwei Ampullen mit einem neuen Impfstoff gegen das Coronavirus in ihrer Hand.
Eine Mitarbeiterin des Nikolai Gamaleya Nationalzentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau hält zwei Ampullen mit einem neuen Impfstoff gegen das Coronavirus in ihrer Hand.  © Alexander Zemlianichenko Jr/Russian Direct Investment Fund/AP/dpa

Update, 31. August, 13.49 Uhr: Schuhhandel rechnet mit nur mit langsamer Erholung

Der stationäre Schuhhandel in Deutschland rechnet angesichts der anhaltenden Corona-Krise nicht damit, dass die Kauflust der Verbraucher rasch wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Auch im wichtigen Weihnachtsgeschäft würden die Umsätze wohl noch spürbar unter dem Vorjahresniveau liegen, sagte die Präsidentin des Handelsverbandes Schuhe (BDSE), Brigitte Wischnewski, am Montag anlässlich der Düsseldorfer Messe "Gallery Shoes".

Im ersten Halbjahr lagen die Umsätze im Schuheinzelhandel wegen der Corona-Krise mit rund 2,5 Milliarden Euro um rund 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenverband mit einem Umsatzminus von 20 bis 25 Prozent.

"Obgleich sich die Konsumstimmung insgesamt wieder etwas aufgehellt hat: In den Schuhhäusern hat sich dies noch nicht nachhaltig niedergeschlagen", sagte Wischnewski. Die Maskenpflicht, die Angst vor Ansteckung und Unsicherheiten über die Einkommensentwicklung wirkten als Shopping-Bremse. Bedarfskäufe - etwa bei Kinderschuhen - würden zwar getätigt, bei Lust- und Impulskäufen hielten sich die Kunden dagegen weiterhin zurück.

Allerdings sei die Entwicklung je nach Standort, Sortiment und Zielgruppe der Schuhhändler sehr unterschiedlich. Besonders schwer tun sich nach ihren Worten aktuell große Schuhhäuser in den Shopping-Metropolen, wo Touristen als Kunden ausbleiben und es am gewohnten Einkaufsflair mit attraktiver Gastronomie, Kunst und Kultur mangele. Deutlich besser laufe es dagegen häufig in vielen kleineren Schuhgeschäften auf dem Land und in kleineren Städten.

Eine Frau geht mit einem Kind in eine Deichmann-Filiale, während eine Kundin aus dem Geschäft geht.
Eine Frau geht mit einem Kind in eine Deichmann-Filiale, während eine Kundin aus dem Geschäft geht.  © Marc Tirl/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 31. August, 13.31 Uhr: Bistum Aachen erwartet Kirchensteuer-Rückgang

Das Bistum Aachen rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang der Kirchensteuererträge um rund zehn Prozent oder 25 Millionen Euro. Die Zahlen seien aus staatlichen Steuerschätzungen abgeleitet, teilte das Bischöfliche Generalvikariat am Montag mit. Das Bistum stehe auch in der Corona-Krise auf finanziell sicherem Fundament.

"Durch die in guten Jahren gebildeten Rücklagen, sind wir in der Lage, die durch die Pandemie bedingten Einnahmeausfälle auszugleichen", erklärte der Ökonom des Bistums, Martin Tölle. Das Gebiet mit rund einer Million Katholiken reicht von der Eifel im Süden bis nach Mönchengladbach und Krefeld im Norden. Weitere katholische Bistümer in NRW sind Essen, Köln, Paderborn und Münster.

Titelfoto: dpa/Peter Kneffel

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0