Bayern setzt auf unkomplizierte Nachweise für kostenlose Corona-Tests

München - Es soll vieles einfacher machen: Der Freistaat Bayern will die entsprechende Nachweispflicht für kostenlose Corona-Tests für pflegende Angehörige ohne große Auflagen umsetzen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) setzt auf Entlastung.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) setzt auf Entlastung.  © Sven Hoppe/dpa

"Wichtig ist auch, dass nun den Menschen, die Anspruch auf einen kostenlosen Test haben, keine Steine in den Weg gelegt werden. Die Regelung muss deshalb so unbürokratisch wie möglich umgesetzt werden", sagte Klaus Holetschek (57, CSU) am Mittwoch in München zum Vorhaben.

Bayern setze auf "möglichst niedrigschwellige Nachweise", erklärte der Gesundheitsminister.

Zugleich lobte er, dass die Bundesregierung anders als zunächst geplant pflegenden Angehörigen und Menschen mit Behinderungen in Deutschland weiterhin kostenlose Coronavirus-Tests ermögliche.

Zehntausende wegen Corona-Ausbruch gestrandet: "Wir wollen nach Hause!"
Coronavirus Zehntausende wegen Corona-Ausbruch gestrandet: "Wir wollen nach Hause!"

Es sei erfreulich, dass die Bundesregierung der bayerischen Forderung nun nachgegeben habe. "Das entlastet die pflegenden Angehörigen."

Die neue Testverordnung, die kostenlose Tests deutlich einschränkt, wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht. Sie tritt "am Tag nach Verkündung", also am Donnerstag, in Kraft. Ein Ministeriumssprecher hatte das Datum des Inkrafttretens, 30. Juni, zuvor auch noch einmal ausdrücklich bestätigt.

Bayern will die Nachweispflicht für kostenlose Corona-Tests für pflegende Angehörige schonend umsetzen. (Symbolbild)
Bayern will die Nachweispflicht für kostenlose Corona-Tests für pflegende Angehörige schonend umsetzen. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Unter anderem wegen der enorm hohen Kosten gibt es Gratis-Schnelltests künftig nur noch für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Für andere werden drei Euro Zuzahlung fällig.

Titelfoto: Montage: Sven Hoppe/dpa, Peter Kneffel/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: