Klaus Holetschek fordert: Keine Zeit versäumen bei Impfangebot für Jugendliche!

München - Vor den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.  © Sven Hoppe/dpa

"Wir wollen heute gemeinsam darüber diskutieren und dieses Impfangebot noch einmal deutlich machen", sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Und weiter: "Es ist jetzt wichtig, dass wir auch keine Zeit versäumen."

Nach einem entsprechenden Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern in Deutschland ein solches Angebot zur Corona-Impfung bekommen. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

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Holetschek sieht in einem Impfangebot keinen Widerspruch zur Stiko: Sie habe diese Möglichkeit eröffnet bei ärztlicher Aufklärung, mit Einwilligung und nach individueller Risikoabschätzung.

"Nichts anderes machen wir", erklärte er. Der CSU-Politiker aus Bayern betonte zugleich allerdings, niemandem solle etwas in der Pandemie aufgezwungen werden. "Es ist ja ein Impfangebot. Das muss man immer so sagen."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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