Corona-Lage immer heftiger: Gesundheitsminister Holetschek will Lockdown nicht ausschließen!

München - Die Corona-Fallzahlen steigen immer weiter, Kliniken senden einen dramatischen Hilferuf: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) schließt umfassende Lockdown-Maßnahmen in Bayern nicht aus.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) sieht im Freistaat Bayern aufgrund der Coronavirus-Fallzahlen Handlungsbedarf.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (57, CSU) sieht im Freistaat Bayern aufgrund der Coronavirus-Fallzahlen Handlungsbedarf.  © Sven Hoppe/dpa

"Ich will im Moment überhaupt nichts ausschließen in der Frage, wie wir jetzt Maßnahmen diskutieren. Wir haben einen Handlungsbedarf", sagte er dem Bayerischen Rundfunk am Freitag. "Ich glaube, dass ein Lockdown auch für Geimpfte rechtlich von der Durchsetzbarkeit nicht möglich ist", sagte er zwar.

Es müssten jetzt entschlossen und geschlossen die Neuinfektionen gebrochen werden, damit die Krankenhäuser im Freistaat in zwei Wochen nicht noch mehr zu leisten hätten als jetzt schon.

Bayern habe die Impfzentren nie geschlossen, betonte der Gesundheitsminister entsprechend.

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Daher könnten auch jetzt viele Menschen im Freistaat gleichzeitig geimpft werden. "Die Kapazitäten sind hochgefahren. Ich gehe davon aus, dass wir jeden Tag mehr Impfkapazität anbieten und noch schneller werden", so Holetschek.

Angesichts der weiterhin explodierenden Neuinfektionszahlen will die schwarz-orange Koalition in Bayern noch an diesem Freitag eine deutliche Verschärfung der Coronavirus-Regeln im Bundesland auf den Weg bringen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht von "De-facto-Lockdown für Ungeimpfte"

Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hatte bereits am Donnerstagabend drastische Einschnitte insbesondere für Ungeimpfte im Freistaat angekündigt - es werde einen "De-facto-Lockdown für Ungeimpfte" geben.

Dabei nannte er insbesondere das Instrument von Kontaktbeschränkungen. Darüber hinaus gehe es um Kontaktobergrenzen in bestimmten Bereichen "und auch Absagen".

Konkreter wollte er vor Beratungen mit dem Koalitionspartner, den Freien Wählern, nicht werden.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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