Mehr als 13.000 Tote: Bayerns Landtag gedenkt der Opfer der Corona-Pandemie

München - Als bundesweit erstes Parlament gedenkt der Bayerische Landtag am Dienstagnachmittag (14 Uhr) der inzwischen fast 13.000 Todesopfer der Coronavirus-Pandemie im Freistaat.

Als bundesweit erstes Parlament gedenkt der Bayerische Landtag der inzwischen fast 13.000 Todesopfer der Corona-Pandemie im Freistaat.
Als bundesweit erstes Parlament gedenkt der Bayerische Landtag der inzwischen fast 13.000 Todesopfer der Corona-Pandemie im Freistaat.  © Peter Kneffel/dpa Pool/dpa

Bei dem Trauerakt mit der Staatsregierung Bayerns wird neben der Landtagspräsidentin Ilse Aigner (56, CSU) und dem Ministerpräsidenten Markus Söder (54, CSU) auch die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates und zudem ehemalige Regionalbischöfin, Susanne Breit-Keßler (67), im Plenarsaal sprechen.

Für alle staatlichen Dienstgebäude im Freistaat wird Trauerbeflaggung angeordnet, um 14.30 Uhr soll der Gestorbenen darüber hinaus mit einer landesweiten Schweigeminute gedacht werden.

In wenigen Wochen soll am 18. April dann bundesweit ein zentraler Gedenkakt stattfinden. Dies geht auf die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) zurück.

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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht im bayerischen Landtag beim Trauerakt des Landtags und der Staatsregierung für die Corona-Verstorbenen in Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht im bayerischen Landtag beim Trauerakt des Landtags und der Staatsregierung für die Corona-Verstorbenen in Bayern.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

"13.020 Menschen in Bayern sind bis zum heutigen Tage an und mit Covid-19 verstorben", sagte Aigner. "13.020 Menschen sind aus dem Leben gerissen: aus ihren Familien, aus ihren Freundeskreisen, aus unserer Mitte. 13.020 Menschen – das ist eine unvorstellbare Zahl."

Hinter den bloßen Zahlen stünden bewegende Schicksale, jedes für sich, sagte Aigner und betonte: "Wir werden sie nicht vergessen."

Söder betonte ebenfalls, es seien nicht nur Zahlen, sondern Namen und Schicksale. "Sie sind nicht nur Statistik, sondern sie sind in unserem Herzen und unserem Bewusstsein." Jeder Verstorbene hinterlasse eine Lücke. "Wir werden sie auf keinen Fall vergessen."

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Söder und Aigner wandten sich dabei entschieden gegen all jene, die die Gefährlichkeit des Virus anzweifeln. "Corona leugnen, Corona verharmlosen – das ist brandgefährlich. Und es verhöhnt die Opfer in unerträglicher Weise", sagte Aigner.

Auch Söder betonte, dies sei nicht das Ignorieren irgendeiner politischen Debatte, "sondern das Ignorieren von Schicksalen" - und das sei "abscheulich".

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

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