Bei Ende des Corona-Notstands: Berlin plädiert für Übergangsfrist

Berlin - Wie geht's nach Corona weiter? Der Berliner Senat wünscht sich eine Übergangsfrist, falls die sogenannte epidemische Lage am 25. November auslaufen sollte.

Andreas Geisel (55, SPD) kommt zu einer Sondersitzung des Innenausschusses. Berlins Innensenator erklärte am Dienstag, dass Berlin sich für eine Übergangsfrist von zwei bis drei Monaten nach Beendigung der "epidemischen Lage" ausgesprochen hat.
Andreas Geisel (55, SPD) kommt zu einer Sondersitzung des Innenausschusses. Berlins Innensenator erklärte am Dienstag, dass Berlin sich für eine Übergangsfrist von zwei bis drei Monaten nach Beendigung der "epidemischen Lage" ausgesprochen hat.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat sich am Montag dafür ausgesprochen. Die "epidemische Lage nationaler Tragweite" ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland.

"Wir haben heute besprochen, dass Berlin sich dafür einsetzen würde, bei einer entsprechenden Beschlussfassung des Deutschen Bundestages eine Übergangsfrist von zwei bis drei Monaten nach dem 25. November noch möglich zu machen", sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (55, SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Senats.

"Bei einem Auslaufen der bundesweiten Regelung würde ja sofort die Grundlage für sämtliche Infektionsschutzmaßnahmen auch in Berlin wie in den anderen Bundesländern entfallen", sagte Geisel.

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"Das sehen wir vor dem Hintergrund der hohen Inzidenzen noch etwas mit Sorge."

Geisel weist im Zusammenhang mit der Forderung auf "recht hohe Inzidenzen" hin

Geisel wies darauf hin, dass die Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19 in Berlin derzeit glücklicherweise sehr niedrig seien. "Das lässt es möglich erscheinen, solche Lockerungen vorzunehmen. Andererseits haben wir recht hohe Inzidenzen, heute aktuell von 92,5. Das ist keine entspannte Lage."

Bei Kindern unter zwölf Jahren liege die 7-Tage-Inzidenz in Berlin bei 195, sagte Geisel. Es sei außerdem davon auszugehen, dass die Werte nach den Herbstferien durch die Reiserückkehrer weiter ansteigen könnten.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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