Beschlossen! Lockdown wird bis 31. Januar verlängert

Berlin - Am Dienstag haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar geeinigt.

An vereinsamte Innenstädte wie hier in Hannover müssen wir uns wohl noch eine Weile gewöhnen.
An vereinsamte Innenstädte wie hier in Hannover müssen wir uns wohl noch eine Weile gewöhnen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Beratungen waren nötig geworden, weil die bisher geltenden Maßnahmen nur bis zum 10. Januar Gültigkeit hatten.

Offenbar soll es am 25. Januar die nächste Zusammenkunft geben, bei der beschlossen werden soll, wie Deutschland ab Februar in der Coronavirus-Pandemie verfahren möchte.

Auf einer Pressekonferenz kündigte Angela Merkel auch Verschärfungen an, um die Infektionen in Deutschland weiterhin senken zu können.


Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots wird eingeschränkt

Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Schärfere Kontaktbeschränkungen

Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen verschärft. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren
nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Lockdown an Schulen und Kitas wird bis Ende Januar verlängert

Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Doppelte Anzahl Kinderkrankentage für Eltern wie üblich

Eltern sollen sich in diesem Jahr doppelt so lange für Kinder krankschreiben lassen dürfen wie üblich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Dienstag bei ihrer Videoschalte darauf verständigt, das sogenannte Kinderkrankengeld pro Elternteil wegen der Corona-Pandemie von 10 auf 20 Tage zu erhöhen. Alleinerziehende können es demnach für 40 statt 20 Tage erhalten.

Hintergrund sind die Betreuungsprobleme, die viele Eltern auch in diesem Jahr wieder bekommen, weil Schulen und Kitas schließen oder nur in eingeschränktem Betrieb sind. Die Krankentage-Regelung ist deshalb ausdrücklich nicht nur für den Fall einer Erkrankung der Kinder gedacht, sondern auch für den Fall, dass sie wegen Corona-Einschränkungen an Schule und Kita zu Hause betreut werden müssen.

Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Kinderkrankentage erhöht worden. Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse normalerweise, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden verschärft

Die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden noch einmal verschärft. Ab dem 11. Januar müssen sie nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zwingend auf das Virus testen lassen.

Darauf verständigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) sich am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin, wie aus dem Beschlusspapier hervor geht. Die Quarantäne kann auch künftig durch einen zweiten Test nach fünf Tagen verkürzt werden, falls dieser negativ ausfällt.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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