Besser als "Schwarzmarkt": Seehofer plädiert für offene Friseursalons

Berlin - Friseursalons sollten nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) bald wieder öffnen dürfen. "Ich bin in der aktuellen Situation ganz klar für eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen", sagte der CSU-Politiker dem "Spiegel". "Wir sollten aber diejenigen Maßnahmen zurücknehmen, die ganz offensichtlich keine Schutzwirkung entfalten", fügte er hinzu.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) im Zwiegespräch mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU, rechts)
Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) im Zwiegespräch mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU, rechts)  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bei den Friseuren habe sich "regelrecht ein Schwarzmarkt" entwickelt. Immer mehr Menschen würden sich auf anderen Wegen und dann eben auch ohne Hygienekonzepte die Haare schneiden lassen.

Das sei viel gefährlicher, als Friseurläden mit einem strengen Hygiene-Konzept die Öffnung zu gestatten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hatte am Donnerstag im Interview mit RTL und ntv verraten: "Also, ich freue mich auch, wenn Friseure mal wieder auf machen können."

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Dabei geht es der Kanzlerin in Sachen Haarstyling noch besser als dem Normalbürger. Sie habe Unterstützung durch eine Assistentin, Hygiene-Maßnahmen würden dabei eingehalten, sagte sie auf die Frage, wer sich denn in diesen Lockdown-Zeiten um ihre Frisur kümmere.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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