Bewaffneter Überfall auf Arztpraxis: Corona-Impfstoffe geklaut!

Natal - Zwei Männer, bekleidet mit Kapuzenpullovern und mit Waffen in den Händen, haben in Natal, der Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Norte im Nordosten von Brasilien, eine Arztpraxis überfallen. Ihre Beute: Mehrere Dosen Corona-Impfstoffe.

Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff der Firma AstraZeneca. Welche Vakzine die Diebe klauten, ist nicht bekannt.
Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff der Firma AstraZeneca. Welche Vakzine die Diebe klauten, ist nicht bekannt.  © Bruna Prado/AP/dpa

Wie "InterTV" berichtet, hatten es die beiden Angreifer offenbar zielgerichtet auf die Covid-Vakzine abgesehen. Die Männer sollen auch fest entschlossen gewesen sein, sich impfen zu lassen.

Während des Überfalls am Montagmorgen gelang es den Mitarbeitern der Praxis zunächst, die Angreifer zu täuschen: sie gaben ihnen ein anderes Medikament - und riefen dann die Polizei. Die traf zwar kurz darauf ein. Allerdings waren die Banditen da schon über alle Berge.

Doch sie kamen wieder! Der Schwindel mit dem falschen Medikament war nämlich aufgeflogen.

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Nach Angaben der Ermittler müssen die Kriminellen anschließend die medizinische Einrichtung einige Stunden beobachtet haben. Als die Polizisten weg waren und die Gelegenheit günstig schien, schlugen sie erneut zu.

Die Leiterin der Arztpraxis erklärte, dass es den Dieben gelungen sei, 20 Dosen Impfstoff zu stehlen. "Ich hatte das Gefühl, sie würden zurückkehren", sagte die Chefin.

Nach Information der Polizei gelang es den örtlichen Beamten, die zwei Männer am Dienstagnachmittag festzunehmen. Ob der Impfstoff zurückgegeben wurde, ist nicht bekannt.

Mehr als zwölf Millionen Infizierte

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Zahlen und der Angst vor dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems haben Rio und die Zwillingsstadt Niterói die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verschärft. Ab Freitag bis Ostersonntag sind dann nur Aktivitäten erlaubt, die unvermeidbar sind.

In Brasilien starben bis Dienstag fast 295,5 Tausend Menschen an oder mit dem Coronavirus. Mehr als zwölf Millionen haben sich bereits mit dieser Krankheit infiziert.

Titelfoto: Bruna Prado/AP/dpa

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