Olympia-Wut bei Magdalena Neuner: "Faire Spiele in keinster Weise gesichert"

Wallgau - Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner hat sich über die Hängepartie vor der Verschiebung der Olympischen Spiele sehr geärgert und IOC-Chef Thomas Bach kritisiert.

Laut Magdalena Neuner geht es bei Olympia vor allem um Dinge abseits des Sports.
Laut Magdalena Neuner geht es bei Olympia vor allem um Dinge abseits des Sports.  ©  Sven Hoppe/dpa

"Das Verhalten von Herrn Bach fand ich unmöglich", sagte Neuner der "Augsburger Allgemeinen" am Samstag. 

"Es hat sich genau das widergespiegelt, was ich selbst auch schon erlebt habe: Es geht bei Olympia eben nicht nur um die Sportler. Es geht um sehr viele andere Dinge", sagte die 33 Jahre alte Doppel-Olympiasiegerin.

"Es hat schon ziemlich in mir gebrodelt, weil ich mich gefragt habe, wie er das so durchziehen kann", sagte Neuner in dem Interview in Richtung Bach. 

"Die ganze Welt kämpft gegen dieses Virus und der will Olympische Spiele machen", kritisierte die im bayerischen Wallgau lebende Neuner den deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees.

Faire Spiele sind nicht zugesichert

"Die Sportler hingen komplett in der Luft, denn es war in keinster Weise gesichert, dass es faire Spiele werden", sagte der frühere Biathlon-Star. 

"Die einen konnten trainieren, die anderen nicht. Dopingkontrollen gab und gibt es auch nicht mehr überall. Immerhin hat Bach dann ordentlich Gegenwind bekommen, und jetzt ist Gewissheit da."

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Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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