Bilanz der Deutschen Post: Gewinn und Umsatz steigen in der Krise

Bonn – Die Corona-Krise hat auch die Deutsche Post von Anfang an vor große Herausforderungen gestellt.

Die Post musste auf dem Heimatmarkt einen Paketboom bewältigen. (Archivfoto)
Die Post musste auf dem Heimatmarkt einen Paketboom bewältigen. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der gelbe Riese musste nicht nur mit einem Nachfrageeinbruch im weltweiten Fracht- und Logistikgeschäft fertig werden, sondern zugleich auf dem Heimatmarkt einen Paketboom bewältigen.

Wie die Post die damit verbundenen Schwierigkeiten im zweiten Quartal in den Griff bekam, berichtet der Logistikkonzern am Mittwochmorgen in Bonn.

Bereits im Juli hatte Post-Chef Frank Appel verraten, dass sich das Unternehmen nicht schlecht geschlagen hat.

Nach vorläufigen Zahlen steigerte der Konzern zwischen April und Juni seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) trotz erheblicher Sonderabschreibungen von 769 auf 890 Millionen Euro.

"Wir haben unser Unternehmen bisher sehr gut durch diese Krise gesteuert", bilanzierte Appel.

Zwar seien die Geschäfte zu Beginn des zweiten Quartals noch von den in Europa und Nordamerika bestehenden Pandemie-Schutzmaßnahmen und einem zunächst stark rückläufigen Volumen geprägt gewesen. Doch es habe eine langsame Erholung eingesetzt, betonte der Konzern.

Außerdem profitierte das Unternehmen in Deutschland, aber auch international vom anhaltenden Boom des Online-Handels.

Update, 7.33 Uhr: Deutsche Post steigert Umsatz und Gewinn

Die Deutsche Post hat in der Corona-Pandemie im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Besonders der Bereich E-Commerce habe sich zwischen April und Ende Juni stark entwickelt, teilte der Logistikkonzern am Mittwoch in Bonn mit. 

Der Umsatz stieg demnach konzernweit um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn lag bei 525 Millionen Euro nach 458 Millionen im Vorjahr. In beiden Fällen hatten Analysten weniger erwartet.

Eine neue Prognose und Eckdaten hatte der Konzern bereits im Juli veröffentlicht. Dabei hat der Konzern beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) die vorläufigen Zahlen leicht übertroffen. Der operative Gewinn stieg um fast 19 Prozent auf 912 Millionen Euro.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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