Brandenburg lockert Corona-Regeln drastisch!

Potsdam - Die Brandenburger haben ab Montag wieder mehr Freiheiten im Alltag, obwohl die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist. Deshalb bleiben auch einige Regeln bestehen, viele fallen aber weg.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kündigt Lockerungen der Corona-Regeln für Brandenburg an.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kündigt Lockerungen der Corona-Regeln für Brandenburg an.  © dpa/zb/Soeren Stache

Die Abstands- und Hygieneregeln treten ab kommendem Montag (15. Juni) in den Mittelpunkt, kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam an. 

Die Kontaktbeschränkung für zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen fällt weg. "Es ist ein großer Schritt, der natürlich den Menschen im Land eine neue Verantwortung gibt", sagte Woidke. 

Die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz ab sechs Jahren wird allerdings von öffentlichen Bussen und Bahnen und dem Einzelhandel auf Krankenhäuser, Pflegeheime, Reisebusse und Schiffsausflüge erweitert.

Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen ab 15. Juni wieder mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. 

Für Demonstrationen gilt keine Obergrenze mehr, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden. In geschlossenen Räumen muss auf Frischluft geachtet und Teilnehmer müssen erfasst werden. 

Sperrstunde für Gaststätten und Cafés fällt weg

Die Maskenpflicht soll erweitert werden.
Die Maskenpflicht soll erweitert werden.  © dpa/zb/Soeren Stache

Wer Gaststätten und Cafés besucht, kann länger bleiben: Die Sperrstunde zwischen 22 Uhr und 6 Uhr fällt weg. In Krankenhäusern und Pflegeheimen sind bis 15. Juli zwei Besucher möglich. 

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen bleiben bis Ende August verboten. Clubs, Diskotheken, Dampfsaunen und Bordelle bleiben vorerst noch geschlossen.

Die Kitas sollen ab Montag wie schon angekündigt für alle Kinder wieder öffnen, während die Schulen nach den Sommerferien ab 10. August zum normalen Unterricht zurückkehren sollen. 

In Schulen und Kitas fällt der allgemeine Mindestabstand dann weg, nur nicht zwischen Lehrern. 

Dafür müssen Hygieneregeln wie das Händewaschen eingehalten werden. Bisher galt ein Besuch der Kitas und Schulen mindestens tageweise.

Die neue Corona-Verordnung, die vorerst bis zum 16. August gilt, steht unter einem ganz neuen Motto: Statt Verboten geht es jetzt vor allem um den Mindestabstand von 1,5 Metern - ausgenommen Partner und Angehörige aus dem eigenen Haushalt - und um Hygieneregeln. Bußgelder drohen weiter für die, die gegen die noch geltenden Regeln verstoßen.

Titelfoto: dpa/zb/Soeren Stache

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0