Länder bereiten sich auf Corona-Impfungen vor!

Bremen/Hannover – Mitten in der Pandemie treiben Bremen und Niedersachsen die Vorbereitungen für Corona-Impfungen voran. 

Drei mögliche Corona-Impfstoffe sollen bald zur Verfügung stehen. (Symbolbild)
Drei mögliche Corona-Impfstoffe sollen bald zur Verfügung stehen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Bund habe die Länder aufgefordert, "zeitnah" eine Strategie für die Lagerung und Verteilung eines Corona-Impfstoffs zu erarbeiten, sagte ein Sprecher von Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) dem "Weser-Kurier" (Freitag). 

Bundesweit soll es demnach 60 Logistikstandorte geben, an die der Impfstoff geliefert wird. Auch sollten Impfzentren eingerichtet werden. Auch in Niedersachsen liefen die Vorbereitungen "auf Hochtouren", sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Die SPD-Politikerin erklärte: "Wir können Stand heute aber noch nicht sagen, wann die ersten Impfdosen bereitstehen werden und für welche Gruppen der Impfstoff empfohlen wird." 

Dem Bericht zufolge gibt es nach Angaben des Ministeriums für Niedersachsen drei mögliche Impfstoffe, die in einigen Wochen zur Verfügung stehen könnten. Die Vorbereitungen umfassen demnach unter anderem die Planung und den Aufbau der Impfzentren.

Im Land Bremen wird es nach Angaben des Sprechers einen Logistikstandort und ein Impfzentrum geben. "Dabei macht es Sinn, beides räumlich anzudocken. Unter anderem damit die Wege kurz sind, denn der Impfstoff muss auf etwa minus 70 Grad Celsius herunter gekühlt werden", erklärte er. 

Patienten benötigen zwei Impfungen

Die Gesundheitsbehörde gehe von etwa 400.000 Menschen im Land Bremen aus, die geimpft würden. 

Nach jetzigem Stand handele es sich um eine Zweifachimpfung, es sei also eine zweite Impfung nach einer bestimmten Zeit notwendig. Bewohner von Pflegeheimen oder medizinisches Personal gehörten voraussichtlich zu denjenigen, die mit Vorrang geimpft würden.

Die Kosten für den Impfstoff übernehme der Bund, sagte der Sprecher. Die Länder sollten Material wie Spritzen, Kanülen und Desinfektionsmittel beschaffen und finanzieren. Dazu kämen Kosten für Impflogistik, Lagerung, Kühlung und Verteilung der Impfdosen. Reimann erwartet zunächst begrenzt verfügbare Impfdosen. 

"Aus meiner Sicht wird es unerlässlich sein, den gesamten Impfprozess sehr genau zu beobachten und zu begleiten, um auch mögliche Nebenwirkungen schnell erkennen zu können", sagte sie der Zeitung.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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