Corona-Wucher: Brüder horten 18.000 Flaschen Desinfektionsmittel, dann scheitert der Plan

Tennessee (USA) - Noah Colvin (36) und sein Bruder Matt Colvin haben pünktlich zum Ausbruch des Coronavirus in den USA etwa 18.000 Flaschen Handdesinfektionsmittel gebunkert, um diese später zu einem erhöhten Preis wieder online zu verkaufen.

Noah Colvin (36) und sein Bruder Matt Colvin horteten rund 18.000 Flaschen Desinfektionsmittel. (Symbolbild)
Noah Colvin (36) und sein Bruder Matt Colvin horteten rund 18.000 Flaschen Desinfektionsmittel. (Symbolbild)  © 123RF/Elizaveta Galitckaia

Der Plan der beiden Brüder, Gewinn aus der grassierenden Corona-Pandemie zu schlagen, zahlte sich schlussendlich aber nicht aus, berichtet "Fox10". 

Grund sind die Online-Marktplätze Amazon, Ebay und Co, die gegen die Online-Preistreiberei vorgegangen sind. Die beiden Brüder bekommen ihre heiße Ware einfach nicht mehr verkauft.

"Preistreiberei ist ein klarer Verstoß gegen unsere Politik, unethisch und in einigen Bereichen illegal", so Amazon in einer Erklärung. "Neben der Kündigung dieser Drittkonten begrüßen wir die Möglichkeit, direkt mit den Generalstaatsanwälten zusammenzuarbeiten, um schlechte Anbieter zu verfolgen."

Vor ihrer "Abstrafung" konnten Noah Colvin und sein Bruder Matt Colvin aber noch ordentlich Geld scheffeln. Ein genauer Betrag ist allerdings nicht bekannt. Es scheint sich aber gelohnt zu haben, berichtete die "New York Times". Umgerechnet rund 7 Euro bis 63 Euro verlangten die gewieften Brüder pro Flasche. Nach knapp 300 Flaschen war dann aber Schluss. Jetzt sitzen auf etwa 17.700 Flaschen fest. 

Für gemeine Geldmacherei halten die beiden Amerikaner ihre Masche aber wohl nicht. Sie würden eher etwas Gutes für die Menschen tun, die keinen Zugang zu Desinfektionsmittel haben! "Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass es sich um einen öffentlichen Dienst handelt", verteidigte sich Noah Colvin. 

Der Staat ermittelt jetzt gegen die Brüder wegen Preistreiberei. Diese hingegen überlegen, wie sie das Desinfektionsmittel spenden könnten. 

"Bei Geschäften gibt es Gewinne und es gibt Verluste", so Noah Colvin. "Dies ist eine Situation, in der es richtig ist, meine Verluste zu kürzen."

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