Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß wird in Corona-Krise richtig deutlich: "Scharlatane"

München - Nach Ansicht von Uli Hoeneß (68) wird die Welt des Fußballs nach dem ungewissen Ende der weltweiten Coronavirus-Pandemie eine völlig andere sein. Der 68-Jährige findet deutliche Worte.

FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht Voraussagen über einen Neu-Start der Bundesliga äußerst kritisch. (Archivbild)
FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht Voraussagen über einen Neu-Start der Bundesliga äußerst kritisch. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

"Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen. Die Transfersummen werden fallen, die Beträge werden sich in den kommenden zwei, drei Jahren nicht mehr auf dem bisherigen Niveau bewegen können", sagte der langjährige Präsident es FC Bayern München in einem Gespräch mit dem Fachmagazin "kicker". 

"Denn es sind alle Länder betroffen", führte der 68-Jährige weiter aus und schob nach: "Es wird sehr wahrscheinlich eine neue Fußballwelt geben."

In der aktuellen Situation sieht Hoeneß indes nicht nur eine Gefahr, sondern auch die Chance, "dass die Koordinaten etwas verändert werden können". 

Die Politik in Deutschland mache "einen sensationellen Job", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters und forderte: "Jetzt muss Solidarität gelebt, nicht nur erzählt werden." 

Darüber hinaus führte Hoeneß zudem noch aus, dass es "um Menschenleben" gehe - deshalb sollten sich alle unbedingt an die nunmehr verabschiedeten Regelungen halten.

Die künftige Entwicklung auch im Spielplan der Bundesliga sei zwar derzeit ungewiss.

Corona-Krise: Spiele ohne Zuschauer eine Lösung für den Fußball?

Hoeneß sagte aber: "Auch Spiele ohne Zuschauer garantieren die Verteilung der Fernseh-Gelder, und wenn das klappt, gibt es für 2019/20 kein existenzielles Problem." Falls es bis Weihnachten jedoch keine Spiele geben sollte, betonte Hoeneß, dann sei "die Existenzgrundlage der gesamten Liga bedroht". 

Alle, die Voraussagen über einen möglichen Neu-Start der Spiele machen, seien "Scharlatane".

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Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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