Coronavirus in Chemnitz: Platzverweise und Anzeigen in Chemnitzer Parks!

Chemnitz - Aktuell gibt es 117 Corona-Fälle in Chemnitz (Stand 1. April). Unterdessen verschärfte der Freistaat Sachsen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Seit Montag (23.03.2020) 0 Uhr gilt für ganz Sachsen eine Ausgangsbeschränkung! Das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund ist demnach untersagt. Die verschärften Ausgangsregeln wurden für ganz Sachsen bis zum 20. April ausgeweitet. Was Ihr bei den Ausgangsbeschränkung beachten müsst, lest Ihr hier.

Ein ungewöhnliches Bild: Normalerweise herrscht an der Haltestelle "Roter Turm" reger Betrieb. Aktuell allerdings: Gespenstische Leere.
Ein ungewöhnliches Bild: Normalerweise herrscht an der Haltestelle "Roter Turm" reger Betrieb. Aktuell allerdings: Gespenstische Leere.  © Kristin Schmidt

Die Stadt Chemnitz hat alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Kitas und Schulen sind seit Mittwoch dicht! Kindergärten und Horte sind nur noch für Eltern geöffnet, die in den Berufen der kritischen Infrastruktur arbeiten.

Diese Regelung gilt bis zum 13. April. Auch Tierpark, das Wildgatter, Bibliotheken, Museen und Schwimmhallen bleiben geschlossen. Auch Geschäfte sind geschlossen. 

Zum Schutz der Bevölkerung soll alles vermieden werden, was nicht unbedingt sein muss, soziale Kontakte sollen gemieden werden! 

Das öffentliche Leben wird weitestgehend eingeschränkt, größere Ansammlungen von Menschen sind untersagt. Damit sollen Infektionswege unterbrochen werden. 

Die TU Chemnitz hat bereits alle Lehrveranstaltungen abgesagt und so, wie die Situation aktuell eingeschätzt wird, beginnt der Vorlesungsbetrieb nicht zum 6. April 2020.

Chemnitzer Kliniken haben ein absolutes Besucherverbot erlassen. Im Abfallentsorgungsbetrieb kommt es aktuell hingegen zu keinen Einschränkungen.

In der Messe Chemnitz hat am Dienstag (17.03.2020) eine Corona-Ambulanz geöffnet. Hier können sich Chemnitzer auf das Virus testen lassen. 

Das Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz schließt als öffentliches Amt, um sich auf die Arbeit rund um Corona beschränken zu können. Am Wochenende ist das Amt unter 03714885301 von 10 bis 16 Uhr erreichbar.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 2. April, 14.56 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

In Sachsen gibt es mittlerweile 2465 Corona-Fälle. 21 Menschen sind bisher gestorben.

Der Landkreis Zwickau ist mit 408 Infizierten tragischer Spitzenreiter, gefolgt von Dresden (398) und Leipzig (361).

 
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Update, 2. April, 13 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Sachsen

In Zwickau stieg die Anzahl an Infizierten an diesem Donnerstag auf 408. Damit überholte der Landkreis die Landeshauptstadt. 

Alle Zahlen in der Übersicht:

 
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Update, 2. April, 12.58 Uhr: Polizeieinsätze im Konkordiapark und im Stadthallenpark

Am MIttwochnachmittag traf die Polizei im Konkordiapark fünf bulgarische Staatsangehörige, die dort Tischtennis spielten. Sie bekamen einen Platzverweis, außerdem bekamen sie Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung.

Zur selben Zeit waren im Stadthallenpark drei Männer (22, 25, 28/afghanische Staatsangehörigkeit), die gemeinsam Alkohol tranken. Auch sie bekamen Platzverweise und Anzeigen. 

 
© Jan Härtel

Update, 2. April, 12.29 Uhr: Sachsen-SPD will höheres Kurzarbeitergeld von 80 Prozent des Lohnes

Die sächsische SPD hält das Kurzarbeitgeld für zu knapp bemessen und fordert eine Erhöhung auf mindestens 80 Prozent des Nettolohnes. Bisher sind es 60 Prozent beziehungsweise 67 Prozent für Arbeitnehmer mit Kindern. 

"Arbeitnehmerrechte gelten auch in der Corona-Krise", überschrieben die Sozialdemokraten am Donnerstag in Dresden ihre Forderung. Tausende Beschäftigte müssten nun mit Kurzarbeitergeld auskommen. "Für viele Familien und Menschen mit niedrigen Einkommen ist das nicht leistbar", erklärte Generalsekretär Henning Homann.

Zudem wandte er sich an die Unternehmen: "Wir warnen Arbeitgeber vor jedem Versuch, die Situation zu missbrauchen und Arbeitnehmerrechte einzuschränken. Wer jetzt - wie bereits in Einzelfällen geschehen - gesetzlich verbriefte Mitbestimmungsrechte ignoriert oder Druck auf Beschäftigte ausübt, Änderungs- oder Auflösungsverträge ohne eingehende Prüfung zu unterschreiben, handelt bewusst gewissenlos."

Rückmeldungen von Betriebsräten und Gewerkschaften hätten jedoch ergeben, dass sich die große Mehrheit der Arbeitgeber fair gegenüber ihren Beschäftigten verhält.

Update, 2. April, 12.29 Uhr: Aktuelle Corona-Fälle im Vogtandkreis

Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 12 Uhr) gibt es im Vogtlandkreis 125 bestätigte COVID19-Fälle, davon sind 35 Personen wieder gesund:

  • Adorf/Vogtl. 3
  • Auerbach/Vogtl. 9
  • Bad Brambach 1
  • Bad Elster 2
  • Ellefeld 4
  • Elsterberg 5
  • Falkenstein 4
  • Jägerswald (Bergen, Tirpersdorf, Tirpersdorf, Theuma) 2
  • Klingenthal 1
  • Lengenfeld 6
  • Markneukirchen 2
  • Muldenhammer 2
  • Netzschkau/Limbach 5
  • Neumark 7
  • Oelsnitz/Vogtl. (Eichigt, Triebel und Bösenbrunn) 8
  • Plauen 14
  • Reichenbach/Vogtl. / Heinsdorfergrund 21
  • Rodewisch 9
  • Rosenbach/Vogtl. 1
  • Schöneck/Mühlental 1
  • Steinberg 4
  • Treuen 13
  • Weischlitz 1

Update, 2. April, 12.20 Uhr: Chemnitzer Verwaltungsstab gibt Einblick in seine Arbeit

Seit dem 10. März 2020 trifft sich der Verwaltungsstab der Stadt Chemnitz täglich wochentags, um über die aktuelle Corona-Krise zu beraten. Das Gremium der Stadtverwaltung tritt in besonderen Situationen zusammen, um schnell Entscheidungen zu treffen. 

Weitere Infos zum Verwaltungsstab findet ihr hier: https://bit.ly/2UC1zHY

Update, 2. April, 12.17 Uhr: Der Landkreis Zwickau meldet 408 Corona-Fälle

  • Bernsdorf 41
  • Callenberg 4
  • Crimmitschau 30
  • Crinitzberg 2
  • Dennheritz 6
  • Fraureuth 10
  • Gersdorf 2
  • Glauchau 12
  • Hartenstein 3
  • Hartmannsdorf 1
  • Hirschfeld 2
  • HOT 16
  • Kirchberg 2
  • Langenbernsdorf 7
  • Langenweißbach 2
  • Lichtenstein 29
  • Lichtentanne 5
  • Limbach-Oberfrohna 9
  • Meerane 2
  • Mülsen 5
  • Neukirchen 20
  • Niederfrohna 0
  • Oberlungwitz 9
  • Oberwiera 0
  • Reinsdorf 17
  • Remse 1
  • Schönberg 0
  • St. Egidien 2
  • Waldenburg 3
  • Werdau 48
  • Wildenfels 4
  • Wilkau-Haßlau 5
  • Zwickau 109


Update, 2. April, 12.15 Uhr: Vierter Corona-Todesfall im Erzgebirgskreis

Der Erzgebirgskreis verzeichnet den vierten Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung. Dabei handelt es sich um eine über 70-jährige Person, teilt der Landkreis mit.

Damit sind im Erzgebirge 150 Personen nachweislich mit COVID-19 infiziert

Update, 2. April, 11.33 Uhr: TU Bergakademie Freiberg beginnt Sommersemester online

An der Technischen Universität (TU) Bergakademie Freiberg sollen ab kommendem Montag Vorlesungen und Kurse online stattfinden. Eine Anwesenheit der mehr als 4000 Studierenden in den Hörsälen sei mindestens bis zum 4. Mai nicht möglich und auch nicht notwendig, teilte die Universität am Donnerstag mit.

Digitale Lehrangebote stünden den Studierenden auf dem Bildungsportal Sachsen zur Verfügung. Dort fänden die Studierenden auch zusätzliche Materialien zum Selbststudium, so die Universität. "Für Lehrveranstaltungen, die sich aufgrund ihrer praktischen Inhalte nicht in das digitale Klassenzimmer verlegen lassen, wird ein Ausgleich anderer Art geschaffen oder diese werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben", teilte Prorektor Urs Peuker mit.

Auch die Technische Universität Dresden und die Universität Leipzig wollen wie geplant am 6. April digital in die Vorlesungszeit starten.

Die Hörsäle bleiben vorerst leer: Die Unis starten digital ins neue Semester (Symbolbild). 
Die Hörsäle bleiben vorerst leer: Die Unis starten digital ins neue Semester (Symbolbild).  © Steffen Füssel

Update, 2. April, 11.19 Uhr: Fehlende Schutzkleidung behindert Arbeit der Zahnärzte in Sachsen

Fehlende Schutzmaterialien hat bei rund 20 Prozent der Zahnarztpraxen in Sachsen mittlerweile zu reduzierten Öffnungszeiten geführt. Darauf verwies Holger Weißig, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS), in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Demnach kommen zahlreiche der etwa 2700 Zahnarztpraxen im Freistaat nur noch mit großen Anstrengungen an die erforderlichen Hygieneartikel, die wegen der Corona-Pandemie derzeit äußerst rar sind.

"Unsere Zahnärzte wollen einerseits dem ärztlichen Ethos entsprechend ihren Versorgungsauftrag wahrnehmen und erfüllen, können andererseits aber die verpflichtenden Anforderungen nicht einhalten", sagte Weißig. Er verwies auf den enormen Kostenanstieg bei Schutzkleidung, aber auch darauf, dass diese für Zahnärzte kaum noch zu bekommen sei und wenn doch, dann zu horrenden Summen über dubiose Zwischenhändler und Fremdanbieter.

Weißig betonte, dass viele Zahnärzte mittlerweile improvisiert arbeiten, eigentliche Einmal-Artikel nicht mehr wegwerfen sondern wiederverwenden.

Eine Versorgungslücke für Patienten ist dadurch aber noch nicht entstanden. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nehmen derzeit weniger Menschen Routinetermine wahr. Eine vollständige Auslastung der Praxen bleibt daher aus.

Titelfoto: Jan Härtel

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