So klappt die Corona-Praxis in Chemnitzer Fahrschulen

Chemnitz - Seit rund einer Woche sind praktische Auto-Fahrstunden in Sachsen wieder erlaubt. Allerdings gelten strenge Hygienevorschriften. Lehrer und Schüler müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, der Pkw wird nach jeder Tour gereinigt. Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus fährt in Chemnitz nicht mit.

Mit Mund-Nasen-Schutz starten Fahrlehrer Mathias Hetzel (53) und seine Schülerin Maria Grawert (24) wieder voll durch.
Mit Mund-Nasen-Schutz starten Fahrlehrer Mathias Hetzel (53) und seine Schülerin Maria Grawert (24) wieder voll durch.  © Ralph Kunz

Mathias Hetzel (53), Inhaber der Fahrschule Andréplatz, sagt: "Ich freue mich, nicht mehr nur Theorieunterricht für Pkw anbieten zu können." Auch seine Schülerin Maria Grawert (24) ist froh: "Schön, wieder hinterm Steuer zu sitzen. Als Anfängerin vergisst man schon ein paar Sachen." Für Grawert geht das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Ordnung. "Ich bin das gewohnt, weil ich in der Pflege arbeite."

Arne Petersen (52), Fahrlehrer in der Annaberger Straße, berichtet: "Probleme gibt es für Schüler, deren Brille durch den Mund-Nasen-Schutz dauernd beschlägt."

Dietmar Mann (65), Inhaber der Fahrschule Car & Bike in Gablenz, erzählt: "Ich mache häufiger Pause. Die Schüler können sich so zwischendurch ohne Maske die Beine vertreten und das Auto kann durchgelüftet werden." Lenkrad und andere benutzte Flächen würden nach jeder Tour desinfiziert.

Fahrlehrer Dietmar Mann (65) desinfiziert nach jeder Fahrstunde das Lenkrad.
Fahrlehrer Dietmar Mann (65) desinfiziert nach jeder Fahrstunde das Lenkrad.  © Uwe Meinhold

Die Nachfrage nach Übungsstunden sei gut. Andreas Grünewald, Vorsitzender des Landesverbands Sächsischer Fahrlehrer, ist überzeugt: "Wenn man die aktuellen Infektionszahlen in Sachsen betrachtet, war die Wiederaufnahme der Fahrschultätigkeit nur eine logische Schlussfolgerung." 

Titelfoto: Uwe Meinhold

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