Neue Masche: Polizei warnt vor Corona-Schockanrufen

Kiel - Das Landeskriminalamt warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit vorgetäuschten Corona-Erkrankungen am Telefon.

Ein Anruf bei Angehörigen kann für Klarheit sorgen. (Symbolbild)
Ein Anruf bei Angehörigen kann für Klarheit sorgen. (Symbolbild)  © Christin Klose/dpa-tmn

In einer aktuellen Anrufwelle in Schleswig-Holstein geben sich die Täter als Ärzte oder Krankenhausmitarbeiter aus, wie das LKA am Dienstag mitteilte.

Die Anrufer gaukelten den Angerufenen eindringlich und dramatisch vor, dass ein naher Angehöriger schwer, zum Beispiel an Covid-19, erkrankt sei und nur ein teures Medikament ihn retten könne, das noch gar nicht zugelassen und deshalb nur für sehr viel Geld zu beschaffen sei. Dabei werden den Angaben zufolge bis zu 40.000 Euro gefordert.

Die Polizei rät, misstrauisch bei Anrufen zu sein, bei denen es um Leben und Tod oder bedeutende Sachwerte und damit verbundener Geldforderungen am Telefon geht. Das Gespräch sollte umgehend beendet und Angehörige sowie Polizei informiert werden.

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Am vergangenen Wochenende erhielt die Polizei Kenntnis von einer Vielzahl solcher Schockanrufe bei vorwiegend Senioren in den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und in Flensburg.

Aber auch in Kiel und im Kreisherzogtum Lauenburg sei es in jüngster Vergangenheit zu solchen Anrufwellen gekommen. In den rund 80 bekannten Fällen haben die Angerufenen nach Angaben der Polizei vorbildlich reagiert.

Sie kontaktierten ihren vermeintlich todkranken Angehörigen und deckten so den Schwindel auf. Anschließend informierten sie die Polizei.

In drei Fällen allerdings sind die Täter erfolgreich gewesen und die Geschädigten haben Bargeldbeträge an Abholer ausgehändigt, so die Polizei.

Titelfoto: Christin Klose/dpa-tmn

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