Corona-Ausbruch: Hausarzt behandelte trotz Symptomen mehr als 200 Patienten

Vechta - Der Corona-Ausbruch im Landkreis Vechta geht nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs auch auf einen erkrankten Arzt zurück.

Krisenstabsleiter Heiger Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall. (Symbolbild)
Krisenstabsleiter Heiger Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall. (Symbolbild)  © DPA/Tom Weller

"Da hat ein Hausarzt weiter behandelt, obwohl er Symptome hatte", sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags.

Das Gesundheitsamt untersuche derzeit mehr als 200 Patienten, die der Arzt in dieser Zeit noch betreut habe.

Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall: "Da fällt einem nicht mehr viel zu ein."

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Das Landesgesundheitsamt gab den Sieben-Tage-Wert für den Kreis Vechta am Donnerstag mit 183,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an.

Scholz zufolge geht der hohe Wert auf drei Infektionsketten zurück: Neben dem Hausarzt habe eine junge Mutter, die nach der Geburt gemäß den Corona-Regeln nacheinander mehrere Freunde und Verwandte zu Besuch hatte, zur Verbreitung des Virus beigetragen.

Außerdem hätten sich über familiäre Kontakte mehrere Menschen in Behindertenwerkstätten in der Region angesteckt.

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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