Corona-Ausbruch im Pflegeheim "Drei Villen": Zahl der Infizierten steigt, Personal will sich impfen lassen

Lützen - Der massive Corona-Ausbruch im Pflegeheim "Drei Villen" hält die Stadt Lützen im Burgenlandkreis weiter in Atem.

Die Lage im Pflegeheim "Drei Villen" ist weiterhin dramatisch. Die Zahl der Infizierten ist mittlerweile auf 45 gestiegen. Nach drei Todesfällen sollen nun zwei weitere Bewohner ins Krankenhaus gebracht worden sein.
Die Lage im Pflegeheim "Drei Villen" ist weiterhin dramatisch. Die Zahl der Infizierten ist mittlerweile auf 45 gestiegen. Nach drei Todesfällen sollen nun zwei weitere Bewohner ins Krankenhaus gebracht worden sein.  © News5/Grube

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch gab Amtsärztin Dr. Ina Schmidt neue Informationen zu dem Vorfall bekannt. Demnach steht mittlerweile fest, dass es sich bei dem im Heim grassierenden Virus um die britische Variante handelt.

Die Zahl der positiv getesteten Personen soll mittlerweile auf 45 gestiegen sein. Unter ihnen befinden sich laut Amtsärztin Schmidt 17 Mitarbeiter sowie 25 Bewohner. Hinzu kommen die drei Bewohner, von denen bereits am Montag bekannt wurde, dass sie mit dem Virus verstorben waren. Wie sich mittlerweile herausstellte, war nur eine der verstorbenen Personen vollständig gegen das Virus geimpft, die anderen beiden nicht.

"MDR um 2" hatte am Montag von zwei Bewohnern berichtet, die trotz Impfung mit dem Virus verstorben waren. Dabei hieß es gleichzeitig, dass gerade in einem sehr hohen Alter, in dem sich die Menschen befunden haben, es fraglich sei, wie das Immunsystem trotz Impfung auf Infektionen reagiert.

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Zwei weitere erkrankte Bewohner sollen sich mittlerweile in stationärer Behandlung befinden.

Hier gibt es die Pressekonferenz des Burgenlandkreises zu sehen

Viele der Mitarbeiter wollen zumindest einen Impftermin vereinbaren

Amtsärztin Dr. Ina Schmidt (unten links) und Landrat Götz Ulrich (51, CDU) bei der Pressekonferenz am Mittwoch.
Amtsärztin Dr. Ina Schmidt (unten links) und Landrat Götz Ulrich (51, CDU) bei der Pressekonferenz am Mittwoch.  © Screenshot/youtube.com/watch?v=BcEq1cI3Q9M

In Bezug auf die Mitarbeiter erklärte Schmidt, dass von den 17 Betroffenen nur eine Person vollständig geimpft war. "Der Rest bisher nicht."

Die Amtsärztin versicherte jedoch, dass es viele von ihnen mittlerweile zumindest vor haben, einen Termin zu vereinbaren.

Der Landkreis stehe tagtäglich mit dem Pflegeheim in Kontakt. In der Einrichtung gelten seit Bekanntwerden des Ausbruchs Mitte April strenge Hygienemaßnahmen. Darüber hinaus sicherte Dr. Ina Schmidt personelle Unterstützung für die Menschen zu, auch durch die Bundeswehr.

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Am 19. April war im Pflegeheim "Drei Villen" in Lützen ein Ausbruch der britischen Corona-Variante bekannt geworden. Die Einrichtung mit insgesamt 73 Bewohnern und 46 Mitarbeitern steht seitdem unter strenger Quarantäne.

Titelfoto: News5/Grube

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