Corona in Bayern: Inzidenz-Wert in München fast bei 55, Kneipen öffnen wieder

München - Alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern und München in der Corona-Krise findet Ihr hier im TAG24-Live-Ticker zusammengefasst.

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Peter Kneffel/Pool dpa/dpa
Im Freistaat wurden mittlerweile 64.465* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 19. September, 8 Uhr). Davon gelten 56.160 als genesen. 2646 Menschen sind am Virus gestorben. 

In der Landeshauptstadt München wurden 130 neue Fälle gemeldet (Stand: 18. September, 23.59 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests in der bayerischen Landeshauptstadt steigt somit auf 10.583*. In dieser Zahl enthalten sind 8929 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für die bayerische Landeshauptstadt beträgt 54,16.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

Update 20. September, 9.36 Uhr: Söder: Weihnachtsmärkte mit weniger Alkohokonsum

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann sich Weihnachtsmärkte in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie vorstellen: "Für die Weihnachtsmärkte muss man sich kluge Konzepte überlegen."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kürzlich gesagt, wenn es gelinge, Weihnachtsmärkte mit Hygiene, Abstand und Masken zu versehen, ohne ihren Charakter infrage zu stellen, könnte es das sicherlich auch geben.

Den vollständigen Bericht findest du >>> hier.

Für Weihnachtsmärkte fordert Ministerpräsident Söder ein neues Konzept. (Symbolbild)
Für Weihnachtsmärkte fordert Ministerpräsident Söder ein neues Konzept. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Update 19. September, 16.18 Uhr: Aktuelle Zahlen für Bayern und München

In Bayern sind mittlerweile 64.465 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden.

Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit (Stand: 8 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2646 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Als genesen galten 56.160 Menschen.

Update 19. September, 16.08 Uhr: Münchner 7-Tage-Inzidenz steigt deutlich über 50

Die Corona-Lage in München verschärft sich. Nachdem die Stadt am Freitag den Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche knapp gerissen hatte, steigt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz weiter. 

Nach 50,7 am Freitag liegt sie nun bei 54,2, wie die Stadt am Samstag mitteilte. Dabei kam es am Samstag durch eine Panne zu unterschiedlichen Werten bei verschiedenen offiziellen Stellen.

"Aufgrund eines IT-Übertragungsfehlers sind die 130 neuen Infektionsfälle noch nicht in der Statistik des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) geführt und deshalb auch nicht in die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz des LGL für München eingeflossen", erklärte die Stadt. 

Ihr zufolge gab es seit Beginn der Pandemie in München 10.583 bestätigte Infektionen. 8929 Personen sind demnach genesen, 223 gestorben.

Der Wert von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen.

Update 19. September, 8.14 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen nach Corona-Pause wieder öffnen

Ab diesem Samstag beenden in Bars und Kneipen die Zapfhähne ihre Zwangspause. (Symbolbild)
Ab diesem Samstag beenden in Bars und Kneipen die Zapfhähne ihre Zwangspause. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Nach monatelanger Corona-Zwangspause dürfen ab diesem Samstag Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - zumindest unter strengen Infektionsschutz-Auflagen. 

Nachdem in den vergangenen Tagen mancherorts im Freistaat die Fallzahlen von nachgewiesenen Corona-Erkrankungen in die Höhe geschnellt sind, hatten viele Gastronomen und auch Kneipenbesucher gefürchtet, dass die Lockerung am Ende doch noch einmal gekippt wird. Wie viele Menschen sich am Ende jedoch wirklich für ein Helles, einen Wein oder ein Glas Cola in den Kneipen und Bars einfinden, bleibt abzuwarten. Auch der Handel hatte nach den Lockerungen zunächst über ein zurückhaltendes Interesse und große Verunsicherung bei den Verbrauchern geklagt.

Dazu thematisch passend wollen in München viele Wiesn- und Innenstadtwirte mit ihrer "WirtshausWiesn" für vorsichtige Oktoberfeststimmung sorgen. Mancherorts wird am Samstag traditionsgerecht um 12 Uhr ein Fass angezapft. Bis 4. Oktober soll es in gut 50 Wirtshäusern - darunter das Hofbräuhaus - Hendl, Haxn und Wiesnbier geben.

Für die Schankwirtschaften sollen generell die gleichen Corona-Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, zudem muss in geschlossenen Räumen am Tisch bedient werden. Einziger Wermutstropfen: Discos und Clubs bleiben weiterhin in Bayern geschlossen. Viele Lokale sind nach der monatelangen Schließung am Rande des Ruins.

Eine dauerhafte Öffnung in der Pandemie ist bei Bars und Kneipen aber wie in allen anderen Bereichen nicht garantiert. Die Gesundheitsämter können den Ausschank auch verbieten, wenn die Infektionszahlen besonders hoch sind oder es zu Verstößen gegen Auflagen kommt.

Update 19. September, 8.11 Uhr: Wegen Corona: Weniger Stammzellspender in Bayern

Die Zahl der Stammzellspender in Bayern sinkt wegen der Corona-Pandemie. "Die Situation ist ernst: Durch Corona fehlen uns in diesem Jahr 20.000 neue Spender", erklärte Hans Knabe von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) zum Tag der Knochenmarkspende am Samstag. 

"Corona hat schwerwiegende Konsequenzen für das Leben vieler gesunder Menschen, aber für tausende Leukämiepatienten ist Corona eine ganz besondere zusätzliche Bedrohung." Denn in der Pandemie seien sogenannte Typisierungsaktionen, bei denen sich potenzielle Spender registrieren können, abgesagt worden. Deshalb sollten sich Interessierte nun online registrieren.

Laut AKB erkranken jährlich rund 13.000 Menschen deutschlandweit an Blutkrebs. Oftmals stellt eine Transplantation von gesunden Stammzellen für Leukämiepatienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung die einzige Überlebenschance dar. Mit Registrierungssets für zuhause und zusätzlichen Online-Aktionen sollen die Ausfälle nun kompensiert werden.

Auch die Spender-Organisation DKMS sagte ihre deutschlandweiten Veranstaltungen ab, bei denen sie eigenen Angaben nach jeden Monat etwa 25.000 neue potenzielle Spender aufnehmen. "Diese Spender fehlen jetzt", sagte Konstanze Burkard, Direktorin für Spenderneugewinnung. 

Zwar registrierten sich derzeit monatlich rund 30.000 Spender online und damit 5000 Personen mehr als vor der Coronakrise, allerdings reiche das nicht aus.

Update 18. September, 16.59 Uhr: Kitas und Schulen in München bleiben trotz mehr Infektionen geöffnet

Die Kindergärten und Schulen in München starten in der kommenden Woche trotz der hohen Zahl an Corona-Infektionen in der Landeshauptstadt im normalen Regelbetrieb. 

"Wir werden das Geschehen an den Schulen natürlich sehr genau im Blick behalten und Schulklassen und Kinderbetreuungseinrichtungen schließen, sollte es dort Infektionen geben. Aber einen Rückgang zum eingeschränkten Blockunterricht halte ich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht für verhältnismäßig", teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitag mit.

Wenige Stunden zuvor war bekannt geworden, dass München mit 50,70 den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten hat. Deshalb verlängerte die Stadt die in den ersten zwei Schulwochen bayernweit geltende Maskenpflicht im Unterricht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe. 

Weitere Maßnahmen, etwa eine Verringerung der Personenzahl für private Feiern und eine Verlängerung der Sperrzeit in der Gastronomie, sollen am Montag beraten werden, wenn die Entwicklung des Wochenendes bekannt ist.

Update 18. September, 15.06 Uhr: Trotz Corona - Grüne wollen Präsenzvorlesungen für Studienanfänger

Allen Studienanfängern an Bayerns Hochschulen sollen nach dem Willen der Grünen im Landtag im Wintersemester trotz der Corona-Krise Präsenzveranstaltungen angeboten werden. 

Dabei sei die Einhaltung der Hygienebestimmungen zu berücksichtigen, heißt es in einem Papier, das die Fraktion am Freitag zum Abschluss ihrer dreitägigen Klausur im niederbayerischen Kelheim beschlossen hat.

Als Reaktion auf die schwierigen Lehr- und Lernbedingungen in der Pandemie müsse es zudem die Möglichkeit für eine individuelle Anpassung der Regelstudienzeit aus dem Sommersemester weiterhin geben. 

"So beugen wir auch dem vorzeitigen Auslaufen von BAföG- und Stipendiendauern vor", heißt es weiter im Papier. Auch bestehende Prüfungsfristen sollten dann daran angepasst werden.

Update 18. September, 14.45 Uhr: München überschreitet wichtigen Grenzwert bei Neuinfektionen

München hat den Grenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten. 

Dies geht aus der täglich aktualisierten Statistik des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Freitag hervor. Der Wert gilt als wichtige Schwelle im Kampf gegen die Corona-Pandemie; wird er überschritten, sind verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. 

Neben der Landeshauptstadt München mit einem Wert von 50,7 sind im Freistaat auch die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11) besonders betroffen.

Update 18. September, 14.12 Uhr: Generelle Maskenpflicht im Unterricht läuft aus - lokale Unterschiede

Bayerns Schüler können aufatmen: Die im Unterricht der weiterführenden Schulen zuletzt verpflichtende Maske darf ab nächster Woche wieder runter - sofern es das Infektionsgeschehen vor Ort zulässt. 

Die entsprechende Anordnung für die ersten beiden Wochen dieses Schuljahres laufe wie geplant aus, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Er sei überzeugt, dass die - von den Schülern gut befolgte - Maskenpflicht sinn- und wirkungsvoll gewesen sei. Doch nach nunmehr knapp zwei Wochen Unterricht sei die Gefahr durch Reiserückkehrer deutlich niedriger als zu Schuljahresbeginn, eine generelle Pflicht sei daher nicht mehr nötig.

Vom Erstklässler bis zum Abiturienten müssen jedoch alle jenseits ihres Sitzplatzes im Klassenzimmer weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung auf dem übrigen Schulgelände anlegen. Und auch die Pflicht im Unterricht kann jederzeit wieder angeordnet werden, wenn die Infektionszahlen in der jeweiligen Region zu hoch sind.

Die Behörden orientieren sich dabei an einem Drei-Stufen-Plan: Werden in einem Landkreis mehr als 35 Neuinfizierte je 100 000 Einwohner binnen einer Woche registriert, müssen im Normalfall alle Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse auch im Unterricht wieder eine Maske tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Steigt der Wert auf über 50, gilt auch für Grundschüler Maskenpflicht, und der Mindestabstand ist obligatorisch. Dies wird aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten in der Regel dazu führen, dass Klassen aufgeteilt und im Wechsel in der Schule und zu Hause unterrichtet werden. Dieses grundsätzlich vorgesehene Vorgehen ist allerdings nicht obligatorisch; die Gesundheitsbehörden vor Ort können davon auch abweichen, beispielsweise wenn in dem Landkreis nur eine Gemeinde, ein Großbetrieb oder das Nachtleben besonderes betroffen ist.

Derzeit befinden sich nach den jüngsten Daten des Kultusministeriums vom Freitag knapp 7660 der 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie rund 770 Lehrkräfte in coronabedingter Quarantäne; vier Schulen sind aktuell komplett geschlossen. Bei 298 Kindern und Jugendlichen sowie 46 Lehrern wurde eine Infektion festgestellt. Insgesamt sind gut fünf Prozent der 150 000 Lehrkräfte derzeit aus verschiedenen Gründen krankgeschrieben oder wegen Corona vom Präsenzunterricht befreit, weil sie einer Risikogruppe angehören oder schwanger sind.

Diese Lehrer stellen weiterhin Unterrichtsinhalte etwa für den Distanzunterricht bereit oder lehren im Duett mit sogenannten Teamlehrkräften. 800 solcher Stellen wurden eigens geschaffen, mit 600 der rund 6000 Bewerbern gebe es inzwischen Vereinbarungen, berichtete Pizaolo.

Für den Wechsel in das Lernen zu Hause sieht der Minister die Schulen gut aufgestellt: Es gebe inzwischen klare Regeln und Strukturen sowie Vorgaben zu Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und regelmäßigem direkten Kontakt zwischen Schülern und Lehrern. Selbst mündliche Leistungsnachweise dürften inzwischen auf Distanz erbracht werden.

Dennoch bedauerte Piazolo mit Blick auf die strikten Hygienevorgaben auch für den Unterricht in den Schulen: «Es geht manches nicht, was pädagogisch sinnvoll ist.» Doch ein distanzierter Umgang, Frontalunterricht statt Arbeitsgruppen oder ausgefallene Klassenfahrten ließen sich nun einmal nicht vermeiden. 

«Es macht keinen Sinn zu jammern. Wir haben Corona, Corona nimmt keine Rücksicht auf Schule, deshalb müssen wir Rücksicht auf Corona nehmen und uns gut organisieren.»

Update 18. September, 14.11 Uhr: Quarantäne für Schüler nach Corona-Ausbruch beendet - Arzt angezeigt

Nach einem Corona-Ausbruch, der auf einen Arzt im Landkreis Deggendorf zurückgehen könnte, sind mehrere Kontaktpersonen einer infizierten Schülerin vorzeitig aus der Quarantäne entlassen worden. 

Alle 145 Tests an der Realschule Schöllnach seien negativ ausgefallen, teilte das Landratsamt Deggendorf am Freitag mit.

Da die betroffenen Schüler höchstens 30 Minuten mit der infizierten Klassenkameradin im Bus saßen und keinen direkten Kontakt mit ihr hatten, habe das Gesundheitsamt die Quarantäne nach Absprache mit dem Gesundheitsministerium am Donnerstagabend beendet. Die Schüler seien am Freitag wieder im Unterricht gewesen, sagte ein Sprecher des Landratsamts. Vorerst weiter in Quarantäne bleiben müssten dagegen Schüler eines «Bücherteams», die mit der Infizierten direkten Kontakt hatten.

Für die Infektion der Schülerin könnte ein Arzt aus dem Landkreis Deggendorf verantwortlich sein, der trotz Krankheitssymptomen weiter behandelt haben soll. Landrat Christian Bernreiter (CSU) hat den Mann deshalb angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf will bis Ende der Woche prüfen, ob Ermittlungen gegen den Mediziner eingeleitet werden. 

Nach dem Corona-Ausbruch standen zunächst 275 Menschen unter Quarantäne, fünf Kontaktpersonen des Arztes wurden positiv auf das Virus getestet. 

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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