Corona-Entscheidungen vertagt: Aber das soll bald auf Deutschland zukommen!

Berlin - Am Dienstag war es mal wieder soweit!

Klare Kante: Olaf Scholz (63, SPD) muss Corona in Deutschland in den Griff bekommen.
Klare Kante: Olaf Scholz (63, SPD) muss Corona in Deutschland in den Griff bekommen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Im Kanzleramt und an den Monitoren kamen die Ministerpräsidenten, Noch-Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) und Bald-Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) zusammen, um über das Weiter im Corona-Winter zu beraten. Letzterer hatte einen echten Schocker im Gepäck. Künftig könnte der Impfstatus schon sechs Monate nach der Zweitimpfung ablaufen.

"Weil der Schutz der Impfung über die Zeit deutlich nachlässt, wird der Impfstatus perspektivisch nach sechs Monaten seine Anerkennung als vollständiger Impfschutz verlieren", erklärte Scholz nach Bild-Informationen in einem schriftlichen Vorschlag der Runde.

Heißt, doppelt Geimpfte müssten sich nach einer gewissen Übergangsfrist auf jeden Fall ihren Booster abholen, da sie sonst keinerlei 2G-Veranstaltungen mehr besuchen dürften.

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Doch nicht nur den Geimpften, auch den Ungeimpften soll es nach Ansinnen der neuen Ampel-Regierung an den Kragen gehen. So sprach sich Scholz in den Gesprächen demnach auch für eine allgemeine Impfpflicht aus. Im anschließenden Interview bei Bild TV konkretisierte er dann: "Mein Vorschlag: Anfang Februar oder Anfang März". Entsprechende Anträgen sollen noch vor Ende des Jahres im Bundestag eingebracht werden.

Boostern könnte noch massiver vorangetrieben werden

Muss in der Pandemie noch einmal liefern: Angela Merkel (67, CDU).
Muss in der Pandemie noch einmal liefern: Angela Merkel (67, CDU).  © John Macdougall/AFP POOL/dpa

Zuvor hatte bereits sein künftiger Vize-Kanzler Robert Habeck (52, Grüne) gefordert, umgehend mit den Vorbereitungen für eine solche zu beginnen.

"Natürlich wäre eine Impfpflicht ein weitgehender Eingriff in die Freiheit des Einzelnen. Aber sie schützt eben Leben und letztlich auch die Freiheit der Gesellschaft", so der Grünen-Politiker.

Eine hohe Impfquote sei die beste Chance, auf lange Sicht einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern, Menschenleben zu retten und langfristig zu einer neuen Normalität zurückkehren zu können.

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Abseits des Impfthemas verständigten sich die Ministerpräsidenten mit Merkel und Scholz darauf, bereits Donnerstag wieder miteinander reden zu wollen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) betonte, dass man dann konkrete Beschlüsse fassen werde.

Die könnten nach weiteren Bild-Informationen dahin gehen, dass das Boostern weiter und noch massiver vorangetrieben wird, auch durch Impfungen in Apotheken.

Auch verschärfte Kontaktbeschränkungen, noch strengere 2G-Regeln, eine neuerliche Maskenpflicht an Schulen, neuerliche Geisterspiele und zunächst erst einmal einrichtungsbezogene Impfpflichten stehen zur Debatte.

Titelfoto: Bildmontage: John Macdougall/AFP POOL/dpa/Frank Rumpenhorst/dpa

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