Corona gegen die Liebe: So unromantisch sind jetzt Hochzeiten

Deutschland - Liebe in Zeiten von Corona fühlt sich vielleicht ein bisschen so an wie hundert Tage Zweisamkeit. Es gibt tatsächlich noch Paare, die sich in einem leeren Standesamt das Jawort geben. Doch die meisten Trauungen werden erst einmal - aus völlig verständlichen Gründen - abgeblasen oder verschoben.

Immer schön Abstand halten. Das gilt jetzt auch bei Trauungen. 
Immer schön Abstand halten. Das gilt jetzt auch bei Trauungen.  © Marijan Murat/dpa

Keine Musik, keine Gäste, dafür peinliche Hygiene-Regeln: Eine als schönster Tag im Leben beleumundete Hochzeit ist derzeit eher ein Krampf. Neben dem Beamten und dem Paar ist in den meisten Standesämtern lediglich ein Fotograf zugelassen, damit das Ereignis für die Verwandtschaft dokumentiert wird. Auch ein Dolmetscher - falls nötig - würde zugelassen.

Deshalb hagelt es allerorten Absagen von den Trauwilligen. Wegen der Kontaktsperre wird alles komplizierter: kein Friseur für die Braut, keine Gaststätte für das Festmahl, keine herzliche Umarmung und Gratulation. Es fließen keine Tränen der Freude, sondern der Verzweiflung.

Wer in der Hochzeit der Trauungen - April und Mai - bestellt hat, muss jetzt eine Menge absagen: die Kapelle, den Brautstrauß, die Torte, die Reise für die Flitterwochen. Überall hängen auch kleine Gewerbebetriebe dran, bei denen die Not noch größer wird. Und das eingravierte Datum lässt sich nicht wirklich aus den Ringen entfernen.

Trotzdem entschließen sich einige wenige noch zur sofortigen Heirat. Ein Grund dürfte auch sein, dass in den meisten Orten die Termine bis Oktober ausgebucht sind und gerade ein Stau entsteht.

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Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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