Corona-Hotline überlastet! Nur so kommen Wartende noch zu einem Impftermin

Hannover - Niedersachsens Hotline für die Vergabe von Corona-Impfterminen ist wie erwartet mit Anfragen überrannt worden.

Ein Telefon mit der Nummer 116117 der Kassenärztlichen Vereinigungen ist zu sehen.
Ein Telefon mit der Nummer 116117 der Kassenärztlichen Vereinigungen ist zu sehen.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover sagte am Donnerstag, allein in der ersten Stunde von 8 bis 9 Uhr seien mehr als 700.000 Anrufe erfasst worden.

Die Leitungen waren überlastet. Anrufer berichteten von Schwierigkeiten, durchgestellt zu werden.

Unter der Nummer 0800 9988665 können Menschen über 80 Jahre, die zu Hause leben, seit Donnerstag um einen Impftermin bitten.

Anmeldungen sind auch online möglich. Insgesamt leben in Niedersachsen rund 550.000 Menschen über 80 Jahre.

Die Landesregierung bat die Anrufer der Hotline um Geduld und darum, es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu versuchen.

Auch online gibt es keine Termine mehr

Ein Senior wird von einer medizinischen Fachkraft geimpft.
Ein Senior wird von einer medizinischen Fachkraft geimpft.  © Felix Kästle/dpa

Das Internetportal war erreichbar, allerdings waren am Vormittag keine Termine mehr buchbar. "Wir bedauern, dass aufgrund der großen Nachfrage nach Impfterminen und der äußerst geringen verfügbaren Impfstoff-Menge über das Impfportal derzeit keine Termine mehr buchbar sind", hieß es auf der Webseite. Im Laufe des Tages sollten aber noch zusätzliche Termine angeboten werden.

Wegen der Lieferengpässe bei den Impfstoffen können nach Angaben der Regierung vom Mittwoch in einem ersten Schritt nur rund 15.000 Termine vergeben werden.

Über die Hotline können sich die Impfwilligen jedoch auf eine Warteliste setzen lassen. Sie werden dann informiert, sobald wieder Termine frei sind.

Die enorme Nachfrage nach den Impfungen kommt nicht überraschend. Der Corona-Krisenstab hatte damit gerechnet, dass es zu Wartezeiten und technischen Problemen kommen könnte.

Man könne jedoch keine Hotline aufbauen, die 200.000 Anrufe am Tag bedienen kann, anschließend aber auf ein deutlich geringeres Maß heruntergefahren werden muss, hatte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag gesagt.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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