Millionenteure Corona-Hotline offenbar überlastet

Berlin - Unter der Nummer 116 117 kann sich jeder über Corona informieren und in einigen Bundesländern sogar Termine für eine Impfung vereinbaren. Doch Anrufer müssen dafür einiges an Geduld mitbringen.

Die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird vom Bundesgesundheitsministerium als Corona-Hotline genutzt.
Die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird vom Bundesgesundheitsministerium als Corona-Hotline genutzt.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Nummer war ursprünglich für den ärztlichen Bereitschaftsdienst vorgesehen und wird vom Bundesgesundheitsministerium als Corona-Hotline genutzt.

Wie die Welt am Sonntag berichtet, erwartet das Ministerium wöchentlich bis zu 500.000 Anrufe. Mehr als 2500 Mitarbeiter sollen diese rund um die Uhr in Callcentern beantworten. Kostenpunkt: 50,64 Millionen Euro!

Jedoch soll die millionenteure Hotline bereits jetzt überlastet sein. Als Grund werden technische Probleme angegeben. Dabei wird der große Ansturm noch erwartet. Anrufer müssen derzeit wohl mehr als zehn Minuten warten, informierte das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg.

Die Hotline soll dazu dienen, dass Bürger ihre Corona-Fragen schnell und einfach beantwortet bekommen.

Seit dem 21. Dezember seien Callcenter mit rund 1100 Beschäftigten in Betrieb. Ab dem 8. Januar soll die Kapazität deutlich hochgefahren werden. Den Hinweisen auf eine ernst zu nehmende Überlastung wird derzeit intensiv nachgegangen, teilte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage mit.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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