Impfangebote für Schüler bis zum Ende der Ferien! Klaus Holetschek mit Ankündigung

München - Die Impfkampagne gewinnt weiter an Fahrt: Mittlerweile wird die Immunisierung von Schülern vorbereitet. Klaus Holetschek (56, CSU) kündigt Impfangebote bis Ende der Sommerferien an. Ein Gymnasium startet schon jetzt.

An einem Gymnasium in Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren schon am Freitag gegen Corona impfen lassen. (Symbolbild)
An einem Gymnasium in Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren schon am Freitag gegen Corona impfen lassen. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

An einem Gymnasium im Münchner Vorort Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren schon am Freitag gegen Corona impfen lassen.

Eine niedergelassene Praxis habe dies der Schule kurzfristig angeboten, sagte der Schulleiter Matthias Spohrer. Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten dabei regulär zugeteilt worden. Alle priorisierten Patienten der Praxis seien indes bereits geimpft.

"So entstand in Absprache mit dem Landratsamt München und nach Wegfall der Priorisierung in Bayern der Vorschlag, die Jugendlichen ab 16 in unserer Schule zu impfen", sagte Spohrer. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.

Coronavirus in NRW: Inzidenz sinkt weiter, Maskenpflicht auf Schulhöfen entfällt ab Montag
Coronavirus Coronavirus in NRW: Inzidenz sinkt weiter, Maskenpflicht auf Schulhöfen entfällt ab Montag

Bayerns Hausärzte dürfen Patienten ab diesem Donnerstag (20. Mai) unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Impfstoffen impfen.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek kündigte unterdessen in der Augsburger Allgemeinen (Dienstag) Vorbereitungen an, um bis zum Ende der Sommerferien allen Schülern sogar ab zwölf Jahren eine Coronavirus-Impfung anzubieten und den Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr zu sichern.

In Bayern gibt es rund 835.000 Schüler zwischen zwölf und 18 Jahren.

"Sofern der Impfstoff zugelassen wird, gehe ich davon aus, dass jede Schülerin und sogar jeder Schüler ab zwölf Jahren bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot bekommt", sagte der Minister der Zeitung. Die Impfung der Schüler würde Schulen entsprechend mehr Optionen eröffnen - es wäre ebenfalls wieder mehr Präsenzunterricht möglich.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek forderte vom Bund zusätzliche Impfdosen

Die Immunisierung von Schülern wird vorbereitet. Klaus Holetschek (56, CSU) hat Impfangebote bis Ende der Sommerferien angekündigt.
Die Immunisierung von Schülern wird vorbereitet. Klaus Holetschek (56, CSU) hat Impfangebote bis Ende der Sommerferien angekündigt.  © Peter Kneffel/dpa

Auch der Planegger Schulleiter Spohrer hält die Immunisierung der Jugendlichen für sinnvoll. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei dieser Altersgruppe liege um ein Vielfaches höher als bei Älteren.

Außerdem schützten geimpfte Jugendliche ihre Kontaktpersonen in der Schule und in der Familie.

Aus diesem Grund habe sich die Schulleitung entschieden, das Angebot anzunehmen und die Umsetzung zu organisieren. Man habe das Angebot an Familien weitergeleitet und darauf aufmerksam gemacht, dass es "absolut freiwillig" sei.

Corona in Baden-Württemberg: Delta-Variante breitet sich aus
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Delta-Variante breitet sich aus

Holetschek sagte in der Augsburger Allgemeinen weiter, derzeit werde ein Konzept erarbeitet, wie die Impfungen für Schüler logistisch organisiert werden könnten. "Wir wollen die Impfzentren einbinden und prüfen, ob auch an den Schulen selbst geimpft werden kann." Auch die Haus-, Kinder- und Jugendärzte sollten demnach eingebunden sein.

Der Gesundheitsminister forderte vom Bund zusätzliche Impfdosen über die Kontingente, die bei Biontech derzeit ab 16 Jahren zugelassen sind.

"Der Impfstoff für Schüler muss komplett vom Bund zur Verfügung gestellt werden - so ist es vereinbart", sagte Holetschek. Aber: "Es ist wichtig, dass er nicht anderswo fehlt." Die Staatsregierung hatte vergangenen Mittwoch angekündigt, die Priorisierung bei den Hausärzten für Corona-Impfungen im Laufe dieser Woche aufzuheben.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: