"Verdammtes Virus": Laumann zum Impfstart mit klaren Worten

Düsseldorf – Einen Tag nach dem bundesweiten Impfstart hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) die Menschen in Nordrhein-Westfalen eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Am Sonntag haben die Corona-Impfungen in Deutschland begonnen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) hat sich dazu mit einem eindringlichen Appell gemeldet.
Am Sonntag haben die Corona-Impfungen in Deutschland begonnen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) hat sich dazu mit einem eindringlichen Appell gemeldet.  © Guido Kirchner/dpa

Der Impfstoff sei die einzige Möglichkeit, "dieses verdammte Virus" so im Zaum zu halten, "dass wir vielleicht so im Herbst nächsten Jahres wieder leben können, wie wir gelebt haben", sagte Laumann am Montag im Hörfunksender WDR 2.

"Ich finde keine Argumente, die dagegen sprechen, sich mit dem Impfstoff in der jetzigen Situation impfen zu lassen."

Nach dem Start der Impfaktion am Sonntag sollten fast 132.000 weitere Impfdosen nach dpa-Informationen am Montagmorgen im geheimen Zentrallager eintreffen. Insgesamt erwartet NRW bis Jahresende mehr als 270.000 Impfdosen.

Die Hälfte des Impfstoffs kann nach Angaben Laumanns sofort gespritzt werden, die andere Hälfte muss für die zweite Impfung nach etwa vier Wochen zurückgelegt werden.

Derzeit werde in Pflegeheimen und parallel dazu Krankenhauspersonal geimpft, das direkt mit Covid-19-Patienten Kontakt habe, sagte Laumann. Danach seien die Menschen an der Reihe, die über 80 Jahre alt seien.

Moderna-Impfstoff muss erst noch zugelassen werden

Laumann rief Nachbarn und Verwandte auf, den alten Menschen zu helfen, die Impfzentren aufzusuchen.

Erneut verwies er darauf, dass die Menschen über 80 Jahre per Brief zu den Impfungen eingeladen würden und sich dann unter der zentralen Telefonnummer 116 117 einen Termin im örtlichen Impfzentrum holen könnten. In NRW gibt es rund 1,2 Millionen Über-80-Jährige.

Pflegebedürftige Menschen zuhause würden durch Hausärzte geimpft, kämen aber erst später an die Reihe, wenn der Moderna-Impfstoff zugelassen sei, sagte Laumann.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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