Hanna (85) ist die erste Sächsin mit einer Corona-Impfung!

Lichtentanne/Dresden - In Sachsen haben am Sonntagmorgen die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Hanna Hertzsch, 85-jährige Bewohnerin im Pflegeheim Haus an der Linde im Landkreis Zwickau, wird von Impfarzt Axel Stelzner gegen Corona geimpft. Am Sonntag haben die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer in Deutschland begonnen.
Hanna Hertzsch, 85-jährige Bewohnerin im Pflegeheim Haus an der Linde im Landkreis Zwickau, wird von Impfarzt Axel Stelzner gegen Corona geimpft. Am Sonntag haben die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer in Deutschland begonnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool

Zum offiziellen Impfstart besuchte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ein Pflegeheim in Lichtentanne (Landkreis Zwickau).

Dort bekam als Erste die 85-jährige Bewohnerin Hanna Hertzsch die Impfung verabreicht. Köpping bezeichnete die Seniorin als Vorbild und nannte den Beginn der Impfungen einen "Hoffnungsschimmer".

"Wir haben jetzt eine Möglichkeit, etwas zu tun, wir können aktiv werden", so Köpping.

Neben zwei Pflegeheimen soll am Sonntag laut Köpping auch in der Chemnitzer Klinik mit den Corona-Impfungen begonnen werden.

Der Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer war erst am vergangenen Montag in der Europäischen Union zugelassen worden; die ersten Dosen wurden am Samstag in Deutschland an die Bundesländer ausgeliefert.

Zum Start der Schutzimpfungen stehen im Freistaat zunächst knapp 10.000 Impfdosen bereit, eine weitere Lieferung von mehr als 24.000 Dosen wird nächsten Montag erwartet.

Genau elf Monate nach Bekanntwerden der ersten Corona-Infektion in Deutschland hat am Sonntag in allen Bundesländern das Impfen begonnen.

Update, 13.30 Uhr: Ab Januar stehen Sachsen nach den aktuellen Plänen wöchentlich rund 34 125 Impfdosen zur Verfügung. Dann sollen auch die insgesamt 13 Impfzentren an den Start gehen.

Laut Ministerium soll es in jedem Impfzentrum mindestens zwei Impfstrecken geben. Pro Tag könnten dann bis zu 13.000 Menschen in Sachsen geimpft werden.

Köpping kündigte am Sonntag an, dass die ersten Impftermine Anfang Januar vergeben werden sollen. Dann seien auch über 80-Jährige an der Reihe, die zu Hause leben und ebenfalls als gefährdet gelten. Die Menschen sollen angeschrieben werden. Niemand brauche Angst zu haben, dass er vergessen werde, betonte Köpping.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool

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