Corona in Baden-Württemberg: Wirtschaftsministerium erleichtert Zugang zu Coronahilfen

Stuttgart - Die Zahl der Infizierten und Todesfälle nahm zuletzt wieder deutlicher zu, sodass die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg angespannt ist.

Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)
Alle Informationen zum Coronavirus findet Ihr in unserem Liveticker. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Deshalb wurden die Mitte Dezember beschlossenen Lockdown-Maßnahmen bis mindestens zum 31. Januar verlängert.

Grundsätzlich bleiben die bisherigen Regeln bestehen. Allerdings darf sich ab dem 11. Januar nur noch im Kreis des eigenen Hausstands sowie mit einer Person aus einem fremden Hausstand getroffen werden.

Details zu den bundesweiten Corona-Maßnahmen erfahrt Ihr hier.

Außerdem könnt Ihr in diesem Bericht lesen, was diese für Baden-Württemberg bedeuten.

Mittlerweile gibt es 264.720 bestätigte Infektionen in Baden-Württemberg. Etwa 216.409 davon sind schätzungsweise bereits wieder genesen. 5757 Menschen sind im Südwesten bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Stand: 12. Januar)

Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise findet Ihr >>> HIER <<< in unserem Live-Ticker!

Update, 13. Januar, 10.54 Uhr: Wirtschaftsministerium erleichtert Zugang zu Coronahilfen

Schausteller, Marktkaufleute und Unternehmen der Event- und Veranstaltungsbranche sowie das Taxigewerbe können leichter an Gelder zur Überbrückung der Corona-Krise kommen. Das Land weitet die Möglichkeiten für den Tilgungszuschuss aus, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Bisher gebe es nur Gelder für klassische Kredite. Nun sind auch Zuschüsse für den Mietkauf, Geldmarktdarlehen und Finanzierungsleasing möglich.

Bisher wurden fast 1000 Anträge mit einem Volumen von 8,4 Millionen Euro bewilligt und ausbezahlt. Das entsprechende Landesprogramm hat ein Gesamtvolumen von 92 Millionen Euro. Der Tilgungszuschuss sei für die betroffenen Unternehmen eine wichtige Unterstützung und sei deshalb weiter an ihre Bedarfe angepasst worden, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU). Der in Deutschland einmalige Tilgungszuschuss komme bei den Betrieben gut an.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).  © Uli Deck/dpa

Update, 13. Januar, 8.43 Uhr: Präsenzparteitag in der Pandemie: AfD trifft sich in Messe Stuttgart

Die baden-württembergische AfD veranstaltet nach langem Hin und Her nun doch einen Parteitag - und zwar als Präsenzveranstaltung mitten in der Pandemie. Die Abgeordneten wollen am 6. und 7. Februar in der Messe Stuttgart zusammenkommen, wie ein Sprecher von Landeschefin Alice Weidel (41) am Mittwoch bestätigte.

Der Verband will dann die Landesliste für die Bundestagswahl im September aufstellen. Man könne alle vorgeschriebenen Hygieneregeln einhalten, versichert der Sprecher der Südwest-AfD, Markus Frohnmaier, der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. So sollen Sitznachbarn etwa zwei Meter Abstand halten, erläuterte Frohnmaier der dpa. Erwartet würden 800 Personen.

In den vergangenen Monaten hatte sich der AfD-Landesverband bei der Suche nach einem Ort für einen Parteitag bereits eine ganze Reihe von Absagen eingehandelt. Anfang Dezember wollte man etwa in Göppingen zusammenkommen, doch der Hallenbetreiber hatte der AfD vor der Veranstaltung den Mietvertrag gekündigt.

Alice Weidel (41), stellvertretende Bundessprecherin, winkt beim Bundesparteitag der AfD (Alternative für Deutschland).
Alice Weidel (41), stellvertretende Bundessprecherin, winkt beim Bundesparteitag der AfD (Alternative für Deutschland).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 12. Januar, 19.45 Uhr: Regierung verschickt Impf-Infos an Haushalte

Die Landesregierung verschickt nach Kritik an mangelhaften Angaben rund um den Corona-Impftermin an alle Haushalte die entsprechenden Informationen.

Das berichtet der Reutlinger General-Anzeiger (Mittwoch) unter Berufung auf einen Sprecher des Sozialministeriums. Vor allem wolle man in dem Brief die Bürger informieren, wie und auf welchem Weg die Menschen sich zur Impfung anmelden können.

Eine Änderung des Verfahrens soll es nicht geben. Die Bürger werden sich weiterhin laut dem Blatt selber um einen Termin kümmern müssen. Voraussichtlich Ende kommender Woche sollen die Erläuterungen in die Briefkästen flattern.

Update, 12. Januar, 18.30 Uhr: Über 2200 neue Infektionen, mehr als 90 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 2226 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 264.720. Davon sind 216.409 Personen wieder genesen.

Auch wurden 93 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 5757 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 129,7.

Am Dienstag wurden mehr als 2200 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden mehr als 2200 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Januar, 13.47 Uhr: Baden-Airpark: Weniger Passagiere, mehr Fracht

Die Corona-Pandemie hat deutliche Spuren in der Bilanz des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden hinterlassen. Die Zahl der Fluggäste im vergangenen Jahr sei um etwa 70 Prozent im Vergleich zum Rekord-Vorjahr auf rund 401.000 zurückgegangen, teilte der Baden-Airpark am Dienstag in Rheinmünster (Landkreis Rastatt) mit.

Die Zahl der Flugbewegungen sei aber nur um 16 Prozent gesunken. Mit 1915 Tonnen wurden an dem Regionalflughafen fast 56 Prozent mehr Luftfracht als 2019 umgeschlagen. Über die finanziellen Folgen konnte eine Sprecherin noch nichts sagen. Das Geschäftsjahr sei noch im Abschluss, die Zahlen sollen im Frühjahr vorliegen.

Uwe Kotzan hat zum Jahreswechsel die Geschäftsführung der Baden-Airpark GmbH übernommen. Er äußerte sich in der Mitteilung vorsichtig optimistisch bezüglich der Passagierzahlen für das neue Jahr: "Mit der Verfügbarkeit des Impfstoffes wird auch die Sehnsucht der Menschen zu reisen wieder größer werden."

Der Flughafen plane für 2021 mit rund 700.000 Passagieren. Auch rechnet Kotzan bei der Luftfracht mit Zuwächsen - dank zwei neuer Frachtlinien nach Dublin (Irland) und Birmingham (Großbritannien). Der Geschäftsführer hatte zuletzt den Flughafen Erfurt-Weimar in Thüringen geleitet.

Update, 12. Januar, 13.24 Uhr: Lernplattform Moodle läuft an Tag zwei nach den Ferien besser

An Tag zwei nach den Schulferien macht die digitale Lernplattform Moodle nach Ministeriumsangaben keine Probleme mehr. Moodle sei am Morgen landesweit reibungslos gestartet, teilte das Kultusministerium mit. Es gebe weder Überlastanzeigen noch Ausfälle.

Die Plattform sei am Dienstagvormittag mit etwa 275.000 aktiven Nutzern stabil gelaufen. In der Nacht zu Dienstag seien weitere Optimierungen vorgenommen worden. Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) beim Landeskriminalamt prüfe darüber hinaus einen möglichen Angriff auf einen Moodle-Server und die Frage, ob die Probleme am Montag teils damit zusammengehangen hätten, erklärte ein Sprecher.

Am Montag war Moodle zu Unterrichtsbeginn in Ton und Bild immer wieder ausgefallen. Über Twitter beschwerten sich zahlreiche Lehrer und Eltern. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg frühestens am kommenden Montag öffnen, alle anderen Schulen nicht vor Ende Januar. Der Fernunterricht soll unter anderem über Moodle laufen. Schüler und Lehrer können darüber online miteinander in Kontakt treten. Außerdem können Lerngruppen eingerichtet und Aufgaben verteilt und dann bearbeitet zurückgegeben werden.

Laut Oliver Hintzen, Digital-Experte beim Verband Bildung und Erziehung (VEB) Baden-Württemberg, gibt es aber weiter Probleme beim Fernunterricht. Dass Moodle am Dienstag wohl besser laufe, liege nur zum Teil an zwischenzeitlich unternommen technischen Verbesserungen. Die Zugriffszahlen auf die digitale Lernplattform Moodle seien deutlich gesunken. Denn an den Schulen griffen wegen der Probleme nun Lehrer "auf Plan B und C" zurück: andere Plattformen oder ganz und gar analoge Mittel.

Aus Rückmeldungen der Lehrer wisse er, dass manche nun Telefonkonferenzen mit ihren Schülern veranstalteten oder gar die einzelnen Schüler per Telefon abklapperten, erklärte Hintzen. Manche verschickten Arbeitsblätter per Mail, und wo nicht einmal das funktioniere, würden Eltern aufgefordert, die ausgedruckten Arbeitsblätter an den Schulen abzuholen. "Das ist ein Armutszeugnis." Ein Hauptproblem seien die unzureichenden Datenleitungen im Land.

Eine Schülerin und ein Schüler arbeiten zuhause an ihren Laptops mit der Lernplattform Moodle.
Eine Schülerin und ein Schüler arbeiten zuhause an ihren Laptops mit der Lernplattform Moodle.  © Marijan Murat/dpa

Update, 12. Januar, 11.31 Uhr: Epidemiologin: Homeoffice ist "essenziell" bei Kontaktreduzierung

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, dringt auf ein rasches Eindämmen der Corona-Pandemie. "Im Moment kann die Aussage nur sein, dass die Infektionszahlen so schnell wie möglich gesenkt werden müssen, und das gelingt nur im Zusammenspiel von allen verfügbaren Maßnahmen", teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit.

Dazu zähle Homeoffice als "essenzieller Bestandteil der kontaktvermindernden Maßnahmen". "Das ist wirklich wichtig, dass Kontakte auf allen Ebenen vermieden werden, und auch Arbeitgeber sollten das aktiv fördern, dass Menschen nicht an die Arbeitsstelle pendeln müssen", so Grill am Dienstag.

Wie das aktuelle Infektionsgeschehen ist, lasse sich wegen weniger Tests und einiger geschlossener Labore über Weihnachten und Neujahr schwer sagen, erläuterte die Präsidentin der Gesellschaft mit Sitz in Ulm, die auch Professorin für Epidemiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. "Wir werden also im Lauf dieser und nächster Woche erst sehen, welche Entwicklungen sich über die Feiertage ergeben haben." Daher könne man im Moment Effekte von Homeoffice oder fehlendem Homeoffice auch nicht robust beurteilen.

Die Infektionszahlen seien vermutlich im Rückgang. Das lasse sich davon ableiten, dass seit einigen Tagen weniger Intensivbetten belegt seien. "Man muss aber auch bedenken, dass die Belegungszahlen auch dann zurückgehen würden, wenn sich über Weihnachten überwiegend jüngere Menschen angesteckt hätten", führte die Epidemiologin aus.

"Ich fürchte, dass eine gewisse Anzahl von Fällen auch auf falsch negative Ergebnisse von Schnelltests zurückzuführen sind, aber die Zahlen sind noch nicht gut interpretierbar", erklärte Grill. Dass die sich schneller ausbreitende Virusmutation in Deutschland angekommen sei, mache es "noch dringender, die Zahlen schnell und deutlich zu senken, um die Verbreitung der neuen Varianten zu verhindern".

Mit Blick auf die bisherigen Einschränkungen im Herbst und Winter äußerte die Wissenschaftlerin Kritik: "Aus meiner Sicht waren die Maßnahmen im November zu halbherzig, um Erfolg haben zu können." Zu diesem Zeitpunkt hätten die Behörden Kontakte nicht mehr vollständig nachvollziehen können. "Man muss also auch von einer hohen Dunkelziffer ausgehen", so Grill. "Das wahre Ansteigen der Fallzahlen Anfang Dezember hat man also vielleicht gar nicht gesehen."

Mitte Dezember seien auch noch viele Menschen sehr viel unterwegs gewesen. "Also war von Effekten des Lockdowns sicher bis zum Schließen des Einzelhandels nicht so viel zu sehen", meinte die Professorin.

Eine Frau arbeitet im Homeoffice an ihren Laptops.
Eine Frau arbeitet im Homeoffice an ihren Laptops.  © Lisa Ducret/dpa

Update, 12. Januar, 6.21 Uhr: Ringer-Weltmeister Stäbler nach Corona-Infektion "wieder fast bei 100 Prozent"

Ringer-Weltmeister Frank Stäbler wähnt sich drei Monate nach seiner Corona-Infektion auf bestem Wege zurück zur alten Form. "Ich bin wieder fast bei 100 Prozent meiner Leistungsstärke, also wieder fast komplett hergestellt", sagte der 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Der Schwabe absolvierte am vergangenen Freitag einen weiteren Leistungstest im Olympiastützpunkt Heidelberg. Seine Lungenfunktionswerte seien wieder gut, sagte Stäbler. Konditionell sei er auf dem Laufband sogar so stark gewesen wie zuletzt im Herbst 2018, als er in Budapest zum dritten Mal Weltmeister wurde.

Nachdem er sich im Oktober mit dem Virus infiziert hatte, beklagte Stäbler zunächst einen Leistungseinbruch von rund 20 Prozent. Statt auf medikamentöse Behandlung setzte er in der Folge auf eine spezielle Atemtherapie. "Wie mein Körper die Belastung eines Wettkampfs auf der Matte verkraftet, wird man aber erst sehen", sagte der Top-Athlet. "Es ist schon etwas anderes, innerhalb von ein paar Stunden vier- oder fünfmal sechs Minuten lang zu ringen statt nur zu laufen."

Seine größten Sorgen um einen erfolgreichen Karriereabschluss bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer ist Stäbler jedoch erst einmal los. "Das Vertrauen, meine alte Stärke wieder zu erreichen oder womöglich noch stärker zu werden, ist voll da."

Der Ringer Frank Stäbler (31) sitzt während eines Atemtrainings in einer Meditationsposition in seinem Krafttrainingsraum.
Der Ringer Frank Stäbler (31) sitzt während eines Atemtrainings in einer Meditationsposition in seinem Krafttrainingsraum.  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. Januar, 17.55 Uhr: 1020 Neuinfektionen, 90 Todesopfer

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 1020 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 262.494. Davon sind 213.581 Personen wieder genesen.

Auch wurden 90 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 5664 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 138,5.

Am Montag wurden mehr als 1000 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden mehr als 1000 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. Januar, 16 Uhr: Einreisende aus Risikogebieten müssen sich nun testen lassen

Wer aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands nach Baden-Württemberg kommt, muss sich nicht nur in Quarantäne begeben, sondern ab sofort auch testen lassen. Die Testpflicht für Einreisende gilt seit Montag, wie das Sozialministerium mitteilte. Die Landesregierung beruft sich dabei auf einen Beschluss der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten vom 5. Januar. Betroffene müssen sich entweder innerhalb von 48 Stunden vor Anreise oder unmittelbar nach der Einreise testen lassen.

Für Einreisende aus Risikogebieten gilt weiterhin eine zehntägige Quarantänepflicht. Wer die Selbstisolation vorzeitig beenden möchte, kann frühestens am fünften Tag nach der Rückkehr einen Corona-Test machen lassen. Ist das Ergebnis negativ, endet die Quarantäne-Pflicht.

Allerdings gibt es Ausnahmen von der Quarantäne- und Testpflicht. So sind zum Beispiel Durchreisende oder Grenzpendler davon befreit.

Wer am Coronavirus erkrankt war und wieder genesen ist, ist künftig von der Quarantänepflicht befreit - allerdings nur, wenn die Infektion bei Einreise mindestens 21 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt. Die Personen müssen allerdings bei Einreise symptomfrei sein.

"Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild am Stuttgarter Flughafen.
"Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild am Stuttgarter Flughafen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 11. Januar, 10.16 Uhr: Holpriger Schulstart, digitale Lernplattform setzt aus

Der Schulstart nach den Weihnachtsferien hat in Baden-Württemberg zumindest am Computer ziemlich holprig begonnen. In der ersten Stunde nach dem Unterrichtsbeginn setzte die digitale Lernplattform Moodle am Montag in Ton und Bild immer wieder aus. Über Twitter beschwerten sich zahlreiche genervte Lehrer und Eltern.

Mehr dazu erfahrt Ihr >>> HIER.

Die Lernplattform Moodle streikte zum virtuellen Schulstart nach den Weihnachtsferien.
Die Lernplattform Moodle streikte zum virtuellen Schulstart nach den Weihnachtsferien.  © Marijan Murat/dpa

Update, 10. Januar, 17.58 Uhr: 1488 neue Corona-Infektionen, 45 weitere Todesfälle

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden weitere 1488 Corona-Fälle gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 261.474. Davon sind 211.358 genesen. Außerdem starben insgesamt 5574 Menschen in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit Covid-19. Das waren 45 Todesfälle mehr als zum Vortag.

Update, 10. Januar, 9.39 Uhr: Hundeabwehrspray beendet Streit um Mund-Nasen-Schutz

Der Streit um einen nicht korrekt getragenen Mund-Nasen-Schutz ist in einem Einkaufsmarkt am Bodensee derart eskaliert, dass ein Mann nach dem Einsatz von Hundeabwehrspray behandelt werden musste. Er hatte den 71-Jährigen nach Polizeiangaben vom Sonntag angesprochen, weil der die Maske nicht über der Nase getragen habe.

Der Senior habe ihm daraufhin mit der Elle gegen die Kehle gestoßen und den Markt in Radolfzell (Landkreis Konstanz) verlassen wollen. Als der 40-Jährige den Angreifer am Samstag verfolgte, drehte sich dieser um und sprühte seinem Kontrahenten das Spray ins Gesicht. Die Polizei habe den Beschuldigten ermittelt. "Er muss sich jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten."

Update, 9. Januar, 17.05 Uhr: Bald 2600 neue Infektionen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Samstag 2597 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 259.986. Davon sind 208.994 Personen wieder genesen.

Auch wurden 66 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 5529 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 138,8.

Insgesamt habens ich in Baden-Württemberg fast 260.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
Insgesamt habens ich in Baden-Württemberg fast 260.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 9. Januar, 9.36 Uhr: Wissenschaftler Brettschneider: Eisenmann aus Schusslinie nehmen

CDU-Herausforderin Susanne Eisenmann wird es nach Einschätzung eines Politexperten bei der Landtagswahl schwer haben gegen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die Kultusministerin habe insbesondere in der zweiten Corona-Welle keine gute Figur abgegeben, als sie sich gegen die Politik von Kretschmann und auch gegen den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gestellt habe, sagte Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Uni Hohenheim dem Südkurier (Samstag). "Und wenn sie dann auch noch sagt, dass eine Planung für Schulen derzeit langfristig leider nicht möglich ist, fragt man sich schon, wozu man dann eigentlich eine Kultusministerin braucht.2 Zudem sei Eisenmann recht unbekannt.

Amtsinhaber Kretschmann hingegen stehe genauso unangegriffen da wie vor fünf Jahren, sagte Brettschneider der Zeitung weiter. "Es ist ihm gelungen, keine Kratzer abzubekommen. Er ist unangefochten.» Das einzige Thema, das für den 72-Jährigen schwierig werden könnte, sei das Alter. Das passiere aber erst, wenn der Eindruck entstehe, dass ein Ministerpräsident nicht mehr so leistungsfähig ist wie vorher.

"So lange es den Menschen gut geht und sie den Eindruck haben, dass er verantwortungsvoll mit den Themen im Land umgeht, stört sie sein Alter nicht", sagte der Professor. Dass Kretschmann bis zur Wahl Mitte März etwas schaden könne, sei nicht zu erwarten. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er irgendetwas Unberechenbares machen würde", sagte Brettschneider. "Da ist er nicht der Typ dafür."

Die Grünen lagen im Umfragen zuletzt vor der CDU. Um das zu ändern, müsste Eisenmann aus Sicht Brettschneiders aus der Schusslinie, "in die sie sich selbst immer bringt. Wenn sie kontrolliert handeln würde, wäre es für die CDU schon einmal ein Pluspunkt". Ein weiterer Faktor sei die Entscheidung über den CDU-Vorsitz auf Bundesebene. "Das wird in Baden-Württemberg, wo die Unterstützung an der Basis für Friedrich Merz sehr stark ist, vermutlich Spuren hinterlassen."

Update, 9. Januar, 9.36 Uhr: Neue Corona-Verordnung veröffentlicht

Die baden-württembergische Landesregierung hat die neue Corona-Verordnung beschlossen. Die darin enthaltenen Regeln zur Eindämmung der Pandemie gelten größtenteils ab diesem Montag, wie die Regierung in der Nacht zum Samstag mitteilte. Baden-Württemberg setzt damit überwiegend die Beschlüsse von Bund und Ländern vom Dienstag um.

Abweichungen wie eine mögliche Öffnung von Grundschulen und Kitas ab dem 18. Januar - abhängig vom Infektionsgeschehen bis dahin - waren zuvor schon bekanntgeworden. Weiterhin gelten im Südwesten auch Ausgangsbeschränkungen. Das heißt, Menschen dürfen nur mit sogenannten triftigen Gründen das Haus verlassen.

Als solche gelten zum Beispiel der Weg zur Arbeit oder ein Arztbesuch. Auch mit dem Hund darf man Gassi gehen. Tagsüber - definiert als die Zeit von 5.00 bis 20.00 Uhr - sind beispielsweise auch Einkäufe und Behördengänge erlaubt. Nachts hingegen ist die Auswahl schmaler: dann gelten etwa noch religiöse Veranstaltungen oder Wahlkampfaktivitäten wie das Verteilen von Flyern als Grund.

Private Treffen eines Haushalts sind nur mit einer anderen Person erlaubt - egal ob zu Hause oder im öffentlichen Raum. Kinder der beiden Haushalte unter 15 Jahre werden nicht mitgezählt. Kinder aus maximal zwei Haushalten dürfen in einer festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Gemeinschaft betreut werden.

Die Landesregierung hat zudem eine Liste mit Einrichtungen und Aktivitäten veröffentlicht, die ab Montag geöffnet beziehungsweise erlaubt bleiben - und was verboten oder geschlossen ist. Die Regelungen gelten zunächst bis einschließlich 31. Januar.

Der Landtag von Baden-Württemberg.
Der Landtag von Baden-Württemberg.  © Tom Weller/dpa

Update, 9. Januar, 7.09 Uhr: Corona-Lage an Klinien etwas verbessert

Die Corona-Situation an den Kliniken und Intensivstationen in der Region Heidelberg hat sich etwas entspannt. "Dort war es vor den Feiertagen sehr bedrohlich, die Lage hat sich seither ein wenig verbessert", sagte der Chefvirologe am Heidelberger Uniklinikum, Hans-Georg Kräusslich, der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Samstag). "Die Anzahl der intensivpflichtigen Patienten in der Region ist etwas gesunken, aber vor allem nicht weiter angestiegen."

Wie wirksam und wie nachhaltig die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind, wird man nach Kräusslichs Einschätzung erst im Verlauf der nächsten Woche besser beurteilen können - der ersten volle Woche im neuen Jahr ohne Feiertage.

"Aber ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass Ende Januar die Einschränkungen weitgehend oder vollständig aufgehoben werden", sagte er der Zeitung.

Die Lage in den Kliniken habe sich laut Experte verbessert.
Die Lage in den Kliniken habe sich laut Experte verbessert.  © Felix Kästle/dpa

Update, 8. Januar, 17.25 Uhr: Rund 2800 neue Infektionen, bald 130 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Freitag 2753 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 257.389. Davon sind 206.307 Personen wieder genesen.

Auch wurden 127 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 5463 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 124,6.

Am Freitag wurden bald 2800 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Freitag wurden bald 2800 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 8. Januar, 15.48 Uhr: Offenburger Bundespolizei: Mehr als 1900 Verstöße gegen Maskenpflicht

Die Bundespolizei in Offenburg hat in den vergangenen Monaten in ihrem Zuständigkeitsgebiet mehr als 1900 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert. In den meisten Fällen erteilten die Beamten Ermahnungen, 62 Menschen müssen nun jedoch mit einem Bußgeld rechnen, wie die Offenburger Bundespolizeiinspektion am Freitag mitteilte.

Am Donnerstag hatten Beamte in den Bahnhöfen Baden-Baden und Offenburg zwei Menschen angetroffen, die ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs waren. Die Bundespolizei kontrolliert nach eigenen Angaben seit Anfang November 2020 intensiviert Bahnhöfe, Züge und Flughäfen, um gegen eine weitere Verbreitung des Corona-Virus anzukämpfen.

Update, 8. Januar, 14.06 Uhr: Singener KIZ beginnt wegen Panne früher zu impfen

Aufgrund einer Panne beginnt das Kreisimpfzentrum (KIZ) in Singen (Landkreis Konstanz) eine Woche früher als alle anderen KIZ im Land mit dem Impfen. Ein kurzzeitiger Softwarefehler habe dazu geführt, dass sich Menschen vorübergehend bereits auf der Online-Plattform für Impftermine eintragen konnten - teilweise bereits für den 15. Januar, wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Wer seinen Impftermin bereits habe, dürfe diesen nun auch wahrnehmen. Das Singener KIZ erhalte dafür rund 200 Impfdosen. Zunächst hatte der "Südkurier" berichtet.

In Baden-Württemberg soll es insgesamt 50 KIZ geben, die meisten davon sind bereits startklar. Aufgrund anhaltender Engpässe bei der Impfstofflieferung hatte das Ministerium am Donnerstag mitgeteilt, dass die KIZ erst ab dem 22. Januar ihre Spritzen aufziehen. Weitere neun Zentrale Impfzentren (ZIZ) impfen seit Ende Dezember.

Update, 8. Januar, 10.45 Uhr: Öffnen Schulen und Kitas wieder?

Die grün-schwarze Landesregierung will erst am kommenden Donnerstag darüber entscheiden, ob Grundschulen und Kitas am 18. Januar wieder geöffnet werden können.

Im Interesse der Kinder würde man gern zu dem Datum wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) am Freitag im Landtag in Stuttgart. "Doch garantieren können wir es heute noch nicht." Dazu brauche man "belastbarere Zahlen über die Infektionslage", die noch nicht vorlägen. "Deshalb werden wir diese Entscheidung erst am kommenden Donnerstag treffen."

Der verlängerte Corona-Lockdown bedeutet für die meisten Schüler, dass es im Januar statt Präsenz- nur Fernunterricht geben wird. Nur für jüngere Kinder könnte es Ausnahmen geben.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 8. Januar, 6.13 Uhr: Stoch: Corona-Auflagen nicht kommunizieren wie Sperrmülltermine

Kommt der Mensch nicht zur Information, muss die Information zum Menschen gelangen. Angesichts überfüllter Schlittenhänge und wiederholter Änderungen der Corona-Auflagen müssen Vorschriften und andere Hinweise zum Thema Corona daher nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Andreas Stoch besser bekanntgemacht werden. "Den Infektionsschutz sollte man doch nicht schlechter kommunizieren als eine Sperrmüllabfuhr", sagte Stoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Corona-Pandemie sei zwar das beherrschende Thema für die Menschen. Auch genüge es eigentlich, Nachrichten zu gucken, Radio zu hören, Zeitungen zu lesen oder sich im Internet zu informieren. "Aber wir wissen doch, dass es nicht wenige Menschen gibt, die all das einfach nicht tun", sagte Stoch. "Deswegen gehen wir bei anderen wichtigen Informationen doch auch andere Wege, hängen Plakate auf, verteilen Flugblätter, informieren auch in Fremdsprachen."

Mit geschlossenen Geschäften oder Schwimmbädern würden Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt. "Aber bei Auflagen im privaten Bereich oder draußen an den Schlittenhängen ist das Verständnis der Menschen unerlässlich", sagte Stoch. "Für Verständnis muss aber erst einmal die Möglichkeit gegeben sein, den Sinn der Schutzmaßnahmen zu verstehen."

Dies werde wichtiger, wenn die Infektionszahlen zurückgingen und die Zahl der Impfungen steige. "Zu früher Leichtsinn wäre dann fatal", warnte der SPD-Politiker. "Und das muss man auf jede erdenkliche Weise anschaulich erklären."

Update, 8. Januar, 6.07 Uhr: Kritik an fehlender Corona-Impfung für Pflegebedürftige zu Hause

Menschen über 80 Jahre zählen zu den ersten, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen können. Denn für sie besteht die größte Gefahr, an der Krankheit Covid-19 zu sterben. Doch wer zu Hause gepflegt wird und nicht mobil ist, geht bei der Impfung im Südwesten vorerst leer aus. Das Sozialministerium setzt vorrangig auf mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheimen. Alle anderen sollen selbst in ein Impfzentrum kommen, wie ein Sprecher des Ministeriums erklärte.

Doch das stellt viele ältere Menschen im Land vor Probleme. Wer nicht mobil ist und etwa zu Hause gepflegt wird, für den ist der Gang ins Impfzentrum nur mit viel Aufwand oder gar nicht möglich. Das Sozialministerium verweist dabei auf das geringere Infektionsrisiko von Älteren, die zu Hause leben im Vergleich zu Menschen in Pflegeheimen.

Zudem sei bei der Frage des Impfens zu Hause der Impfstoff ein Problem, da er sobald er für die Impfung vorbereitet sei, also abgetaut und verdünnt, nicht mehr transportiert werden könne. Eine Sprecherin des Impfstoff-Herstellers Biontech bestätigt, dass dies nicht empfohlen werde. Es ist der bislang einzige breit verfügbare Impfstoff in der EU. Ein weiterer wurde inzwischen zugelassen.

Für Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, ist die derzeitige Situation dennoch nicht haltbar. "Über 80-Jährige sind überall, wo sie leben, gleich gefährdet. Ob im Pflegeheim oder zu Hause." Auch aus Sicht des Sozialverbands VdK braucht es mit Blick auf die Corona-Impfung von älteren und gebrechlichen Menschen, die zu Hause betreut werden, nun einen konkreten Plan. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Für die mobilen Impfteams, die pflegebedürftige und immobile Menschen zu Hause impfen sollen, fehlt es an Personal und an dem geeigneten Impfstoff."

Ein Mann erhält eine Impfung gegen das Coronavirus.
Ein Mann erhält eine Impfung gegen das Coronavirus.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 7. Januar, 20.56 Uhr: Mehr Corona-Tests für Personal in Alten- und Pflegeheimen

Die verzögerte Impfkampagne von Bund und Ländern wirkt sich auch auf die Teststrategie des Landes in den Alten-und Pflegeheimen aus. "Ab sofort wird das Personal täglich getestet", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne) dem Badischen Tagblatt. "Oberstes Ziel muss es sein, die vulnerablen Gruppen bestmöglich zu schützen." Bislang werden die Beschäftigten in den Heimen zwei Mal in der Woche getestet.

Im November hatte das Kabinett beschlossen, fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve zu bestellen. Schon damals war ausdrücklich darauf verwiesen worden, dass vorrangig Personal und Bewohner sowie Patienten in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe getestet werden.

Grund für die Entscheidung Luchas ist auch die Zahl der für Baden-Württemberg zur Verfügung stehenden Impfdosen. So lange es davon nicht genügend gebe, "müssen wir umso mehr darauf achten, weitere Einträge des Virus in die Heime zu verhindern", sagte der Minister. Am Donnerstag war wegen der nicht ausreichenden Zahl an Impfdosen bereits der Start der Kreisimpfzentren um eine Woche auf den 22. Januar verschoben worden.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) ist jeder vierte Mensch (24 Prozent) mit einer registrierten Infektion in Baden-Württemberg älter als 60 Jahre. Seit der zweiten Dezemberwoche wurden insgesamt 126 Ausbrüche in Pflegeheimen mit 2130 Covid-19-Infektionen an das LGA übermittelt. Davon starben 169 Männer und Frauen mit oder an dem Virus.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

Update, 7. Januar, 19.05 Uhr: 2753 Neu-Infektionen, 107 Tote

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, steigt die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten Menschen um 2753 auf insgesamt 254.636 Menschen. Davon sind inzwischen 202.829 Menschen von ihrer Erkrankung genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um weitere 107 auf 5336.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 111,7.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 254.636 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 5336 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 254.636 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 5336 starben.  © Marijan Murat/dpa

Update, 7. Januar, 16.54 Uhr: Mehr als 10.000 Freiwillige wollen Impfzentren im Südwesten unterstützen

Über 10.000 freiwillige Helfer haben sich landesweit in Baden-Württemberg für den Einsatz an Impfzentren gemeldet. Die Resonanz sei überwältigend und zeige die große Hilfsbereitschaft in der aktuellen Situation, sagte Regierungspräsidentin Sylvia Felder am Donnerstag in Karlsruhe. Die vier Regierungspräsidien im Land übernehmen die Koordination der Meldungen und leiten diese an die Betreiber der örtlich zuständigen Impfzentren weiter.

Die Behörden bitten die Freiwilligen um Verständnis dafür, dass es aufgrund der großen Resonanz und den organisatorischen Herausforderungen beim Aufbau der Zentren derzeit zu Verzögerungen bei der Rückmeldung kommen kann. Grundsätzlich erfolge eine Kontaktaufnahme unmittelbar durch die Impfzentren, falls dort ein entsprechender Unterstützungsbedarf bestehe. "Allerdings wird der Impfprozess noch eine lange Zeit andauern, so dass auch eine spätere Kontaktaufnahme nicht ausgeschlossen ist."

Die anhaltenden Engpässe bei der Impfstofflieferung bringen auch den Zeitplan der baden-württembergischen Impfkampagne durcheinander.

Mehr als 10.000 freiwillige Helfer haben sich landesweit in Baden-Württemberg für den Einsatz an Impfzentren gemeldet.
Mehr als 10.000 freiwillige Helfer haben sich landesweit in Baden-Württemberg für den Einsatz an Impfzentren gemeldet.  © Marijan Murat/dpa

Update, 7. Januar, 15.19 Uhr: Freiburgs OB Horn will bei Kontaktregeln Ausnahmen für kleine Kinder

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (36, parteilos) hat gefordert, bei den Corona-Kontaktbeschränkungen Ausnahmen für kleine Kinder zu machen. "Konkret kann die neue Kontakt-Regelung für kleine Kinder ein faktisch komplettes Kontaktverbot mit Gleichaltrigen bedeuten", schrieb Horn am Donnerstag auf Facebook.

Ein dreijähriges Kind etwa, das derzeit keine Kita besuchen dürfe, könne laut den vorgesehenen Regeln kein anderes Kind nach Hause einladen - denn dieses müsste ja in Begleitung eines Elternteils kommen. Die Landesregierung solle die Kontaktbeschränkungen so festlegen, dass zumindest kleinere Kinder und Babys nicht mitgezählt würden. Das sei auch für Alleinerziehende wichtig.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf eine Verschärfung der bisherigen Regeln geeinigt. Während sich nach den bisherigen Bund-Länder-Vereinbarungen maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen durften - plus Kinder unter 14 Jahren -, soll künftig nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person zusammenkommen. Wie genau diese Grundsatzvereinbarung umgesetzt wird, legen die Bundesländer fest.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (36, parteilos).
Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn (36, parteilos).  © Patrick Seeger/dpa

Update, 7. Januar, 14.36 Uhr: Curevac hofft auf Impfstoff-Freigabe in diesem Sommer

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hofft durch die Kooperation mit dem Pharmakonzern Bayer, seinen Corona-Impfstoff noch in diesem Sommer einsetzen zu können. "Wir hoffen, dass unser Impfstoff Mitte des laufenden Jahres oder im dritten Quartal zugelassen wird und eingesetzt werden kann", sagte der Curevac-Sprecher Thorsten Schüller der Augsburger
Allgemeinen.

Noch sei offen, ob Bayer neben der Hilfe zur marktreifen Entwicklung auch die Herstellung des Impfstoffs mit übernimmt, hieß es. Eine Produktion des Impfstoffs ist nicht Teil des aktuellen Kooperationsvertrags. Bayer habe jedoch zugesagt, zu prüfen, ob es möglich wäre, das Vakzin in seinen Produktionsanlagen herzustellen, so der Sprecher.

Curevac hatte am Donnerstag den Abschluss eines Kooperations- und Servicevertrags mit dem Pharmakonzern Bayer bekanntgegeben. Curevac sitzt schon seit längerem an der Entwicklung eines Impfstoffes, dessen Marktzulassung aber noch nicht absehbar ist. Bayer soll nun bei aufwendigen Arbeiten für die Zulassung und für die dafür nötige Studie mithelfen und zudem die Lieferketten im Blick haben.

Curevac hofft auf eine Impfstoff-Freigabe in diesem Sommer.
Curevac hofft auf eine Impfstoff-Freigabe in diesem Sommer.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 7. Januar, 12.18 Uhr: Hunderte Rodler auf Hang im Rems-Murr-Kreis - Polizei räumt Hügel

Etwa 500 bis 600 Menschen haben am Dreikönigstag gleichzeitig mit ihren Schlitten einen schneebedeckten Hang in Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) aufgesucht. Die Rodler trugen am Mittwochnachmittag keinen Mund-Nasen-Schutz und konnten aufgrund der Überfüllung die Mindestabstände nicht einhalten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die Beamten verboten daraufhin das Schlittenfahren auf dem Hang und schickten die Menschen weg.

Update, 7. Januar, 11.41 Uhr: Wärmebildkameras aus dem Schwarzwald wegen Corona gefragt

Die Corona-Pandemie hat beim Schwarzwälder Messtechnikhersteller Testo die Nachfrage nach Wärmebildkameras und CO2-Messgeräten befeuert. Im ersten Quartal 2020 habe sich der Auftragseingang bei den Kameras im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verfünffacht, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens mit Sitz in Lenzkirch auf dpa-Anfrage. Seit dem dritten Quartal würden zudem verstärkt CO2-Messgeräte der Firma nachgefragt.

Die Wärmebildkameras werden nach Unternehmensangaben genutzt, um in größeren Personengruppen Menschen mit Fieber zu identifizieren - also mögliche Corona-Infizierte. Die Geräte erfassen demnach die Temperatur am Innenwinkel des Auges und lösen einen Alarm aus, falls diese von einem voreingestellten Richtwert abweicht. Die Kameras seien etwa in Flughäfen, Bahnhöfen, Zügen und Flugzeugen im Einsatz. Sie seien unter anderem in die USA, nach Südkorea, Russland und China geliefert worden. Auch die EU-Kommission gehöre zu den Abnehmern.

Die CO2-Messgeräte hingegen machen per Alarm auf möglicherweise zu viele Aerosole in der Umgebungsluft aufmerksam: Steige der CO2-Gehalt in der Luft, liege nahe, dass auch mehr Aerosole vorhanden seien - und damit die Ansteckungsgefahr steige, erklärte die Sprecherin. Hochschulen, Museen und Theater gehörten zu den Abnehmern der Geräte.

Testo ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für tragbare Messgeräte mit eigens entwickelter Sensorik. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 3200 Mitarbeiter und verfügt über 34 Tochterunternehmen.

Eine Wärmebildkamera des Herstellers Testo aus Lenzkirch ermittelt die Temperatur einer Testperson. Das Unternehmen verzeichnet im Zuge der Corona-Pandemie eine höhere Nachfrage nach diesen Geräten.
Eine Wärmebildkamera des Herstellers Testo aus Lenzkirch ermittelt die Temperatur einer Testperson. Das Unternehmen verzeichnet im Zuge der Corona-Pandemie eine höhere Nachfrage nach diesen Geräten.  © Firmenbild/Testo/dpa

Update, 7. Januar, 11.35 Uhr: Südwest-Textilbranche verbittet sich Kritik an Arbeitgebern

Mit harten Worten macht die Textilbranche im Südwesten ihrem Ärger über die Corona-Politik Luft. Es sei nicht hinnehmbar, dass Unternehmen ermahnt würden, die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen, als sei bisher nichts passiert. "Wir tun seit März nichts anderes", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Südwesttextil, Peter Haas, am Donnerstag. Quasi über Nacht hätten die Unternehmen die Büroarbeit in die Wohnungen der Mitarbeiter verlagert, während es der Staat in zehn Monaten nicht geschafft habe, Schulen zu digitalisieren und seine Dienststellen auch während der Ferien arbeitsfähig zu halten.

Die Lage an den Schulen sei eine Bankrotterklärung, schimpfte Haas in einer Mitteilung. Wenn es an Servern fehle, müsse man die anschaffen. Wenn es an Hardware mangele, sei die zu kaufen. Und wenn Lehrer Weiterbildung brauchten, könne die auch in den Schulferien erfolgen.

Zudem beklagt der Verband eine diskriminierende Unterscheidung zwischen Lebensmittel- und sonstigem Einzelhandel. "Wo liegt der systemrelevante Unterschied zwischen einem Oberhemd, das im Discounter verkauft wird, und einem beim Herrenausstatter?", sagte Haas. Man erwarte von der Politik endlich klare Regeln, die für Monate wirkten. "Wir brauchen Regeln für einen Alltag mit der Pandemie statt eine Pandemie ohne Alltag", sagte Haas.

Südwesttextil vertritt nach eigenen Angaben rund 200 Unternehmen in Baden-Württemberg mit zusammen etwa sieben Milliarden Euro Jahresumsatz und 24.000 Beschäftigten.

Update, 7. Januar, 8.50 Uhr: Spieleinsätze bei Lotto Baden-Württemberg steigen mitten in der Krise

Mitten in der Corona-Krise ist Lotto Baden-Württemberg selbst im Glück: Die Spieleinsätze stiegen im vergangenen Jahr um 10,5 Prozent auf 1,08 Milliarden Euro an, wie Geschäftsführer Georg Wacker am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das seien die höchsten Spieleinsätze seit fast 20 Jahren. «Damit war nicht zu rechnen in einem Umfeld, das herausfordernder kaum hätte sein können.»

Den größten Anteil an den Einsätzen verzeichnete mit fast 49 Prozent die Lotterie 6 aus 49. Die Preiserhöhung wurde von den Tippern akzeptiert. Seit Mitte vergangenen September kostet ein Tippfeld für die Ziehungen mittwochs und samstags jetzt 1,20 Euro statt wie bis dahin 1 Euro. Lotto Baden-Württemberg ist zugleich die federführende Gesellschaft für das Hauptprodukt des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Infolge des höheren Einsatzes sind nicht nur höhere Jackpots möglich, sondern auch in den unteren Rängen gibt es etwas höhere Gewinne. «Die Lotto-Spieler haben die Frischzellenkur des Klassikers angenommen», hieß es.

Im Jahr 2020 habe die ausgeschüttete Gewinnsumme von Lotto Baden-Württemberg bei 528,9 Millionen Euro gelegen. Auch der Staat gewinnt beim Glückspiel immer: An den Landeshaushalt flossen insgesamt 416,3 Millionen Euro.

Mitten in der Krise stiegen die Einsätze.
Mitten in der Krise stiegen die Einsätze.  © dpa-Zentralbild/dpaJan Woitas

Update, 6. Januar, 20.24 Uhr: Erstmals alle Städte und Kreise wieder unter der 200er-Inzidenz

Erstmals seit Anfang November liegen alle baden-württembergischen Stadt- und Landkreise wieder unter einer Inzidenz von 200. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner in einer Region sich binnen einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben. Sowohl im bislang stark betroffenen Enzkreis als auch im Landkreis Tuttlingen, in Pforzheim und im Kreis Calw ging der Wert zurück. Die Schwelle ist wichtig als Gradmesser für die in vielen Ländern geplante Beschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern um den Wohnort. In Baden-Württemberg soll diese Auflage zunächst aber nicht eingeführt werden.

Insgesamt stieg die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen im Südwesten dennoch erneut deutlich. Das Landesgesundheitsamt (LGA) verzeichnete am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) 2506 neue Fälle, wie die Behörde in Stuttgart mitteilte. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg damit auf 251.883. 50 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus, insgesamt sind es bislang 5229.

Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests über den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungefähr halbiert.

"Wir erwarten, dass zum Jahresanfang mit der Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Personen getestet werden", hatte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, am Dienstag erklärt. Das RKI geht davon aus, dass die Meldedaten zum Infektionsgeschehen frühestens Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche wieder belastbar sind, wie es auf Anfrage hieß. Klarheit über das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 17. Januar zu gewinnen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag in Baden-Württemberg landesweit bei 112,1. Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Der Großteil der Kreise weist eine Inzidenz zwischen 100 und 200 auf.

602 Patienten sind im Südwesten nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Behörde weiter mitteilte. 354 von ihnen würden invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2122 der betreibbaren 2442 Intensivbetten (86,9 Prozent) belegt.

Die Zahl der Corona-Impfungen in Baden-Württemberg lag bis einschließlich Montag bei knapp 37.840.

Update, 6. Januar, 18.08 Uhr: Zahl der Infizierten steigt um 2506, 50 weitere Tote

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, steigt die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten Menschen um 2506 auf insgesamt 251.883 Menschen. Davon sind inzwischen 199.218 Menschen von ihrer Erkrankung genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um weitere 50 auf 5229.

Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 112,1.

Die Zahl der Infizierten steigt um 2506 weitere Fälle.
Die Zahl der Infizierten steigt um 2506 weitere Fälle.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 6. Januar, 17.48 Uhr: Demonstration auf dem Stuttgarter Marktplatz

Auf dem Stuttgarter Marktplatz findet aktuell eine Demonstration gegen die Corona-Auflagen statt. Nach Angaben des Veranstalters wurde vorab mit rund 200 Teilnehmern gerechnet. Ein Demonstrationszug mit Musik wurde laut Stuttgarter Zeitung nicht genehmigt.

Die Demonstration auf dem Marktplatz in Stuttgart.
Die Demonstration auf dem Marktplatz in Stuttgart.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Update, 6. Januar, 16.30 Uhr: Präsenzunterricht für Abschlussklassen bereits ab 18. Januar geplant

Zusätzlich zur Öffnung der Grundschulen und Kitas soll nach Angaben des Kultusministeriums vom 18. Januar an auch flächendeckend Präsenzunterricht für Abschlussklassen in Baden-Württemberg angeboten werden. "Dazu wird es kommende Woche auf der Basis dann vorliegender Daten erneut Gespräche geben", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch in Stuttgart. Neben dem Fernunterricht sei Präsenzunterricht in Ausnahmefällen auch bereits vom kommenden Montag (11. Januar) an möglich sein. Dieser müsse dann aber "zwingend zur Prüfungsvorbereitung erforderlich" sein.

Ziel bleibe es zudem, Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen der Kindertagespflege sowie Grundschulen und Schulkindergärten ab dem 18. Januar wieder flächendeckend zu öffnen. Das hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bereits am Dienstagabend nach den Beratungen von Bund und Ländern erklärt. Schülerinnen und Schüler in anderen Jahrgängen der weiterführenden Schulen sollen Fernunterricht erhalten.

"Es ist unerlässlich, dass wir den Schulen und Kitas weitere Perspektiven für die kommende Zeit aufzeigen», sagte Eisenmann. Geschlossene Kitas und Schulen über einen längeren Zeitraum hätten negative Folgen für den Lernerfolg und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. «Sie sind zudem eine enorme Belastung für die Familien in unserem Land." Schulen und Kitas müssten die ersten Bereiche sein, in denen es Lockerungen gebe.

Im Südwesten enden am Sonntag die Weihnachtsferien für etwa 1,5 Millionen Schüler und rund 130 000 Lehrkräfte.

Für Abschlussklassen soll es bereits ab dem 18. Januar wieder Präsenzunterricht geben.
Für Abschlussklassen soll es bereits ab dem 18. Januar wieder Präsenzunterricht geben.  © DPA / Julian Stratenschulte

Update, 6. Januar, 11.25 Uhr: Tourismusminister warnt Ausflügler vor striktem Bewegungsradius

Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf warnt davor, den vorläufigen Verzicht auf einen eingeschränkten Bewegungsradius in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen misszuverstehen. Die Zurückhaltung der Landesregierung dürfe nicht zu Tagesausflügen an bekanntere Ausflugsziele im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb ermuntern, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch. "Auch wenn ich verstehe, dass es die Menschen in wunderschöne Ecken Baden-Württembergs zieht, meine ich, dass in diesem Monat vielleicht auch dem Wald oder der Wiese vor der eigenen Haustür etwas abgewonnen werden kann", sagte Wolf.

Baden-Württemberg will erst später entscheiden, ob es den Bewegungsradius der Menschen in Corona-Hotspots einschränkt. Nach Angaben der Landesregierung sollen zunächst belastbare Infektionszahlen vorliegen. Die Einschränkungen könnten aber auch im Südwesten eingeführt werden, wenn sich etwa die Verhältnisse an den Ausflugszielen im Land nicht entspannten, warnte Wolf.

Für eine Einschränkung kämen nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Dienstag (16 Uhr) der Enzkreis und der Stadtkreis Pforzheim infrage, allerdings liegen beide nur noch knapp über der Marke 200. Der Landkreis Tuttlingen lag knapp darunter. Dagegen bewegte sich die Zahl im Landkreis Calw auf die 200er-Grenze zu.

Am vergangenen Wochenende waren erneut zahlreiche Autofahrer in die Ausflugsgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geströmt. Auch für den Feiertag wurde ein Ansturm von Ausflüglern auf den verschneiten Schwarzwald erwartet. Appelle von Polizei und Politik, beliebte Ziele nicht mehr anzufahren, waren bislang meist verhallt.

Zieht immer wieder Touristen stark an: Die Grabkapelle auf dem Württemberg.
Zieht immer wieder Touristen stark an: Die Grabkapelle auf dem Württemberg.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 5. Januar, 17.40 Uhr: Fast 300 neue Infektionen, bald 130 Todesopfer

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 2954 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 249.377. Davon sind 196.195 Personen wieder genesen.

Auch wurden 128 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 5179 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 124,0.

Am Dienstag wurden fast 3000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden fast 3000 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Januar, 12.22 Uhr: Landes-FDP attackiert "Impfchaos"

Die baden-württembergische FDP hat der Bundes- und Landesregierung schwere Fehler bei der Corona-Impfkampagne vorgeworfen. Der Start sei holprig und die Verunsicherung der Menschen groß, sagte der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer am Dienstag beim Parteitag in Fellbach (Rems-Murr-Kreis), bei dem die meisten der etwa 100 Delegierten online zugeschaltet waren.

Die Hotlines seien überlastet. "Es steht nicht genügend Impfstoff zur Verfügung." Dies alles verstärke den Eindruck: "Dieses Land hat sich nicht generalstabsmäßig vorbereitet."

Die Zeit zwischen der ersten Corona-Welle im Frühjahr und dem Winter sei nicht genutzt worden. "Der Bundesgesundheitsminister duckt sich weg", sagte Theurer mit Blick auf Jens Spahn von der CDU. Der einstige Hoffnungsträger müsse aufpassen, "dass er nicht zu einem politischen Impfchaoten verkommt".

Der FDP-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Hans-Ulrich Rülke, kritisierte auch die Organisation im Land, die einem "Impfchaos" gleiche. Viele Über-80-Jährige wüssten nicht, wie sie einen Termin bekommen sollten, weil die Hotline überlastet sei. Zudem habe das Land in der ersten Runde zu wenig Impfstoff bestellt: "Baden-Württemberg hat sich damit abgefunden, gleich viele Dosen zu bekommen wie das Saarland."

Update, 5. Januar, 11.55 Uhr: Behörden bereiten sich auf weiteren Andrang im Schwarzwald vor

Angesichts des andauernden Ansturms von Ausflüglern auf den verschneiten Schwarzwald wollen die örtlichen Behörden und die Polizei gemeinsame Maßnahmen gegen Gedränge und Verkehrschaos ergreifen. Dazu sollte es am Dienstagnachmittag ein Treffen geben, wie ein Sprecher des Ortenaukreises sagte.

Im Gespräch seien etwa Straßensperrungen. An dem Treffen sollten demnach Vertreter der Straßenverkehrsbehörden des Ortenaukreises, des Landkreises Rastatt und der Städte Baden-Baden und Bühl sowie die Polizei Offenburg teilnehmen.

Der Sprecher sagte, die Zustände vor allem auf der B500 seien zuletzt "extrem" gewesen. Seine Behörde appelliere an die Bürger, sich an die Regeln zu halten, nicht nur an die Corona-Regeln, sondern auch an die des Straßenverkehrs. Wenn die Parkplätze voll seien, müssten die Menschen umdrehen. Am Straßenrand zu parken sei verboten.

Am vergangenen Wochenende waren erneut zahlreiche Autofahrer in die Ausflugsgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geströmt. Staus und überfüllte Parkplätze waren die Folge. Appelle von Polizei und Politik, beliebte Ziele nicht mehr anzufahren, waren bislang meist verhallt.

Oberried: Menschen stehen im dichten Nebel nahe dem Skilift am Haldenköpfle, während im Vordergrund der volle Parkplatz der geschlossenen Liftanlage zu sehen ist.
Oberried: Menschen stehen im dichten Nebel nahe dem Skilift am Haldenköpfle, während im Vordergrund der volle Parkplatz der geschlossenen Liftanlage zu sehen ist.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 4. Januar, 18 Uhr: Über 1500 neue Infektionen, mehr als 100 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 1508 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 246.423. Davon sind 193.555 Personen wieder genesen.

Auch wurden 105 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 5051 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 124,6.

Am Montag wurden mehr als 100 Todesopfer gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden mehr als 100 Todesopfer gemeldet. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. Januar, 11.57 Uhr: Corona-Umfrage: Menschen fühlen sich beim Arzt sicherer als in Bahnen

Wie sicher sich die Menschen vor einer Corona-Infektion fühlen, unterscheidet sich einer Umfrage zufolge gewaltig. So gaben 70 Prozent der Befragten an, sich in Arztpraxen oder Krankenhäusern gut oder sehr gut geschützt zu fühlen. Beim öffentlichen Nahverkehr waren hingegen nur 20 Prozent der Teilnehmer dieser Meinung.

Das Meinungsforschungsinstitut Kantar hatte kurz vor Weihnachten im Auftrag der Karlsruher Drogeriekonzerns dm und der Verbraucher Initiative (Bundesverband) 1017 Menschen repräsentativ befragt. Nach Angaben vom Montag waren auch zwei Drittel vom Ansteckungsschutz in Gaststätten und Restaurants überzeugt, die die Politik im Zuge der Pandemie-Maßnahmen als erstes geschlossen hatte.

Im Einzelhandel fühlt sich etwas mehr als die Hälfte der Befragten vor einer Infektion geschützt. Während sich im Drogerie- und Buchhandel sowie vor allem in Apotheken (86 Prozent) mehr als die Hälfte der Befragten sicher fühlt, waren es in Kauf- und Warenhäusern, im Textilhandel, in Super- und Lebensmittelmärkten beziehungsweise bei Discountern jeweils weniger als 50 Prozent.

Aus Sicht der Befragten trägt zu einer hohen Sicherheit vor einer Corona-Infektion insbesondere bei, dass sich nicht zu viele Kunden in einem Geschäft aufhalten. Das gaben 85 Prozent der Befragten an, gefolgt von besonders breiten Gängen (77 Prozent) und dem Verhalten der Mitarbeiter im Markt (76 Prozent). Als weniger wirksam werden hingegen unter anderem Regalstraßen mit Einbahnsystem (58 Prozent) oder Desinfektionsspray für Einkaufswagen (66 Prozent) erachtet.

"Zur Bewältigung der Krise sind nicht nur Milliardenhilfen, sondern vor allem Ideen und Visionen nötig", sagte der Bundesgeschäftsführer des Vereins Verbraucher Initiative, Georg Abel. Dafür müssten Politik, Verbraucherorganisationen und Wirtschaft mehr miteinander sprechen.

Dabei sollen die Erkenntnisse aus der Studie genutzt werden, sagte dm-Geschäftsführer Christoph Werner. "Die Befragung der Bürger zeigt: Sicherheit und Gesundheit haben für die Menschen beim Einkaufen höchste Priorität." Anhand weiterer Befragungen solle ihnen verdeutlicht werden, dass ihre Meinung wertgeschätzt werde.

Update, 4. Januar, 11.18 Uhr: Bildungsverband: Schulen sollten über Unterricht selbst entscheiden

Vor der Entscheidung über eine Verlängerung des Lockdowns und weitere Schulschließungen befürworten die meisten Lehrerinnen und Lehrer in einer Online-Umfrage ihres Dachverbands zwar einen Präsenzunterricht. Eine deutlich größere Mehrheit würde laut Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) aber erreicht, wenn Schulen selbst entscheiden dürften, ob sie bei hohen Inzidenzwerten am Ort auf Wechselunterricht umsteigen können.

Von allen Schularten insgesamt hatten sich 55 Prozent der mehr als 1000 befragten Lehrkräfte für einen flächendeckenden Präsenz- und 45 Prozent für Wechselunterricht ausgesprochen, teilte der Verband am Montag mit. Eine große Mehrheit der Befragten (86 Prozent) ist demnach aber auch für die eigene Entscheidung der Schulen. Die Lehrkräfte wurden vom 30. November bis zum 6. Dezember 2020 befragt.

Richtschnur für Präsenz- oder Wechselunterricht müsse der landesweite Inzidenzwert sein, forderte der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand. "Das heißt, die Landesregierung definiert einen landesweiten Grenzwert, oberhalb des Wertes gehen die Schulen in den Wechselunterricht, unterhalb des Wertes in den Präsenzunterricht."

Sein Verband schlägt einen Inzidenzwert von 50 als Grenze vor. "Von der landesweiten Regelung sollte jedoch bei einer deutlich anderen Situation auf Kreisebene auch abgewichen werden können", sagte Brand. In einem großen Flächenland wie Baden-Württemberg müsse es Spielraum geben, um vor Ort auf die jeweilige Situation reagieren zu können.

Baden-Württembergs Ressortchefin Susanne Eisenmann (56, CDU) will Kitas und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder öffnen und hat sich für diesen Vorstoß massive Kritik eingehandelt.

Eine Schülerin sitzt in einem Arbeitszimmer und arbeitet für die Schule.
Eine Schülerin sitzt in einem Arbeitszimmer und arbeitet für die Schule.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 4. Januar, 6.16 Uhr: Beratungsstellen: Religiöse Bewegungen halten sich an Corona-Regeln

Religiöse Bewegungen halten sich nach Einschätzung von Sekten-Experten überwiegend an die Corona-Regeln. "Es gibt religiöse Gruppierungen, die auf gar keinen Fall negativ auffallen wollen", sagte Sarah Pohl von der Zentralen Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen in Freiburg. Die negativen Nachrichten durch Infektionsausbrüche nach Gottesdiensten wollten die meisten verhindern.

Trotz sinkender Mitgliederzahlen in den etablierten Großkirchen beobachten die Berater ein großes Bedürfnis nach sinnstiftenden Angeboten. "In Krisenzeiten ist der Wunsch nach Halt und Orientierung stärker ausgeprägt", erklärte Pohl. Einige Menschen wünschten sich wenige Komplexität-reduzierende und schwarz-weiße Weltbilder. "Manche neu-religiöse Gruppierungen vertreten ja genau diese Weltbilder, die schwarz-weiß sind."

Nach Ansicht von Jennifer Neumann, Beraterin bei der Sekteninfo Berlin, fallen einige Gruppen auch auf, "indem sie mit der Angst der Menschen spielen". Für manche Menschen sei die aktuelle Situation so belastend, dass sie sich deshalb problematischen Angeboten anschlössen - sie hofften auf Entlastung. An der Zahl der Beratungsanfragen können die Berliner Sekten-Experten aber keine großen Veränderungen ablesen. Ähnlich wie im vorangegangenen Jahr führten sie etwa 600 Beratungs- und Informationsgespräche.

Sarah Pohl, die Leiterin der Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen Baden-Württemberg (ZEBRA-BW), sitzt in ihrem Büro.
Sarah Pohl, die Leiterin der Zentrale Beratungsstelle für Weltanschauungsfragen Baden-Württemberg (ZEBRA-BW), sitzt in ihrem Büro.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 3. Januar, 15.50 Uhr: Mehr als tausend Neu-Infektionen mit dem Coronavirus

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Sonntag 1023 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 244.915, wovon 191.367 genesen sind. Außerdem starben bisher 4946 im Zusammenhang mit Covid-19. Das waren 22 mehr Todesfälle als zum Vortag.

Update, 2. Januar, 16.07 Uhr: 1162 neue Infektionen mit dem Coronavirus, weitere 31 Todesfälle

Wie das baden-württembergische Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden am Samstag 1163 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 243.892, wovon 188.635 genesen sind. Insgesamt starben bisher 4924 im Zusammenhang mit Covid-19. Das waren 31 Todesfälle mehr als zum Vortag.

Update, 2. Januar, 14 Uhr: Testzentrum auf dem Wasen verbessert Arbeitsabläufe

Im Corona-Testzentrum am Cannstatter Wasen in Stuttgart steigt das Arbeitspensum - deshalb wurde dort jetzt optimiert.

"Um die Abläufe zu verbessern und die Wartezeit für die Testpersonen zu verkürzen, stellt das Testzentrum nun Empfangshäuschen zur einfacheren und schnelleren Registrierung auf", schreibt das Rathaus am Samstag.

Bei der Suche nach geeigneten Empfangshäuschen sei man beim Schaustellerverband fündig geworden. Insgesamt zwölf Kassenhäuschen seien angemietet worden, die zu Empfangshäuschen umfunktioniert werden. Die Häuschen wurden am Samstag angeliefert und sollen in den nächsten Tagen mit Strom und Internet versorgt werden.

"Im Laufe der nächsten Woche gehen sie in Betrieb. Dann werden dort die ersten Bürgerinnen und Bürger empfangen", so die Stadt weiter.

Waren bei der Lieferung der Häuschen mit dabei (v.): Hans-Jörg Wertenauer, leitender Arzt des Corona-Testzentrums Cannstatter Wasen, Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbands Südwest, Stefan Spatz vom Gesundheitsamt, Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts und Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration.
Waren bei der Lieferung der Häuschen mit dabei (v.): Hans-Jörg Wertenauer, leitender Arzt des Corona-Testzentrums Cannstatter Wasen, Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbands Südwest, Stefan Spatz vom Gesundheitsamt, Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts und Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration.  © Leif Piechowski/Stadt Stuttgart

Update, 1. Januar, 16.26 Uhr: Mehr als 1800 Neuinfektionen, 54 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Freitag 1857 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 242.729. Davon sind 185.240 Personen wieder genesen.

Auch wurden 54 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4893 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 130,8.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 242.729 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 4893 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 242.729 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 4893 starben.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Januar, 14.27 Uhr: 2750 Verstöße gegen Corona-Verordnung an Silvester im Südwesten

Die Polizei hat in Baden-Württemberg in der Silvesternacht mehr als 2750 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt. Das teilte das Innenministerium am Freitag mit. Davon waren unter anderem 1300 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen nach 20 Uhr, rund 550 Verstöße gegen die Maskenpflicht und 250 Verstöße gegen die Abstandsregeln.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) zog dennoch eine positive Bilanz: "Die Bevölkerung hat in der Silvesternacht die Regeln, die für den Infektionsschutz unbedingt notwendig sind, ganz überwiegend eingehalten", sagte Strobl. "Jeder einzelne Verstoß ist ein Zeichen von mangelnder Solidarität gegenüber der gesamten Gesellschaft und vor allem gegenüber denen, die sich an die Infektionsschutzmaßnahmen halten", so Strobl.

Um die Einhaltung der Corona-Verordnung in der Silvesternacht zu überwachen, hatte die Polizei im Südwesten verstärkt Kontrollen angekündigt. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im öffentlichen Raum war verboten. Auch an Silvester galten die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (60, CDU).
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (60, CDU).  © Marijan Murat/dpa

Update, 31. Dezember, 18.20 Uhr: Fast 3000 Neu-Infektionen, 51 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Donnerstag 2895 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 240.872. Davon sind 181.708 Personen wieder genesen.

Auch wurden 51 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4839 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 129,4.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 240.872 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 51 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 240.872 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 51 starben.  © Oliver Berg/dpa

Update, 31. Dezember, 17.53 Uhr: Erzbischof Burger zum Jahresende trotz Corona dankbar

Die Corona-Krise hat aus Sicht des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger den "Wert des Lebens in all seinen Facetten als Geschenk" deutlich gemacht. Daher empfahl er in seiner vorab verbreiteten Predigt zum Jahresabschluss "Dankbarkeit zum Leben mit all seinen Möglichkeiten und Varianten".

Das Virus habe den Menschen "die Planbarkeit und Kontrolle für uns und unsere Lebensentwürfe an vielen Stellen entzogen", so der Bischof. Umso wichtiger sei es deshalb für die Menschen, auf Gott schauen zu können, "der Beständigkeit und Zukunft in unser Leben bringt".

Burger dankte auch den kirchlichen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für ihr Engagement zugunsten anderer während der Pandemie.

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger (58).
Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger (58).  © Patrick Seeger/dpa

Update, 31. Dezember, 13.39 Uhr: Traditioneller Silvesterritt durch Westhausen trotzt der Pandemie

Eine jahrhundertealte Tradition trotzt der Corona-Pandemie: Zehn Reiter sind am Donnerstag in Westhausen (Ostalbkreis) beim traditionellen Silvesterritt vom Rathaus durch den Ort gezogen. Nur wenige Zuschauer verfolgten die Prozession, die mit Blick auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht vorab bekanntgegeben worden war. Die Tradition ist der Dank für das plötzliche Ende einer Viehseuche in dem Ort im 17. Jahrhundert.

Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, waren auch die Reiter nur in größeren Abständen unterwegs. Üblicherweise nehmen mehrere Hundert Reiter an der Prozession teil, so ritten im Vorjahr rund 230 Pferde durch die 6000-Einwohner-Gemeinde.

Die Tradition geht auf das Leid der Bauern aufgrund der Viehseuche zurück. Die verzweifelten Landwirte versprachen damals, eine Kapelle zu Ehren des heiligen Silvesters zu bauen, wenn er sie von der Geißel befreie. Als die Seuche tatsächlich endete, errichteten sie die sogenannte Silvesterkapelle. Bald darauf kam der Brauch auf, am Namenstag des Heiligen zu dem damals einsam auf weiter Flur erbauten Kirchlein zu reiten und Gott mit einem Fruchtopfer zu danken, wie es bei der Gemeinde heißt.

Die Kirchengemeinde habe diskutiert, ob es den Silvesterritt in diesem Jahr geben solle. Es habe jedoch schnell Einigkeit darüber gegeben, dass die Tradition auch 2020 fortgeführt werden soll, sagte Pfarrer Matthias Reiner von der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius. Die Prozession fand zum 394. Mal statt. Sie habe auch während mehrerer Kriege nicht pausiert, so der Pfarrer.

Reiter reiten auf ihren Pferden an der Silvesterkapelle vorbei. Aus Dankbarkeit über das Ende einer Viehseuche reiten in Westhausen seit hunderten von Jahren Reiter beim traditionellen Silvesterritt zu einer Kapelle am Ortsrand.
Reiter reiten auf ihren Pferden an der Silvesterkapelle vorbei. Aus Dankbarkeit über das Ende einer Viehseuche reiten in Westhausen seit hunderten von Jahren Reiter beim traditionellen Silvesterritt zu einer Kapelle am Ortsrand.  © Stefan Puchner/dpa

Update, 31. Dezember, 12.05 Uhr: Verfassungsschutzchefin: Tiefes Misstrauen bei ganz normalen Bürgern

Baden-Württembergs Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube hat vor einer Verbreitung von Corona-Verschwörungsmythen in der Mitte der Gesellschaft gewarnt. "Bei ganz normalen Bürgern stößt man auf ein tief sitzendes Misstrauen gegen die staatlichen Institutionen", sagte Bube dem "Spiegel". "Bei manchen wird daraus geradezu eine Feindschaft gegen das System als Ganzes.» Die LfV-Präsidentin fragte sich dem Magazin zufolge, ob deshalb nicht "eine Art Aussteigerprogramm für Verschwörungsanhänger" nötig sei.

Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die in Stuttgart entstandene "Querdenken"-Bewegung. "Man darf die staatlichen Maßnahmen gegen Corona fundamental kritisieren und andere Rezepte für die besseren halten", sagte Bube. "Aber wer gezielt Falschbehauptungen aufstellt, um die Bürger gegen den Staat aufzuwiegeln, unterhöhlt die Demokratie."

Update, 31. Dezember, 10.35 Uhr: Lucha zum Krisenmanagement: «Es frisst einen schon mit Haut und Haar

Eigentlich ist Minister Manne Lucha zuständig für Soziales, Integration, Gesellschaftsthemen und Gesundheit. Seit knapp einem Jahr kennt der Grünen-Politiker aber nur noch einen Job - den Kampf gegen die Coronakrise an vorderster Front. Das geht nicht spurlos an dem 59-Jährigen vorbei. "Du hast eine permanente Erreichbarkeit, erteilst abends um zehn noch Freigaben, schläfst nicht gut, konferierst per Video an Wochenenden", erzählte er nun der «Badischen Zeitung» aus seinem Krisenalltag. "Es frisst einen schon mit Haut und Haar."

Letztlich mache er nichts Anderes mehr, die «volle Packung Krise». Es gehöre zum Wesen der Pandemie, dass sie schneller sei als die Entscheidungsträger. «Wir sind schon Getriebene.»

Mit etwas Wehmut blickt Lucha sogar auf den Ministerstress vor der Pandemie zurück. "Ja, früher, da saßt du auf Kohlen, wenn die Jugendmusikschule noch eins spielt und der Bürgermeister noch redet, und du denkst, daheim bricht der Schreibtisch zusammen", berichtete er der Zeitung. "Heute denke ich, wie gerne tät ich mal wieder da sitzen anstatt am Schreibtisch."

Update, 31. Dezember, 6.14 Uhr: Fast 3500 neue Corona-Infektionen im Südwesten - 94 Todesfälle mehr

Die Zahl neu nachgewiesener Corona-Infektionen in Baden-Württemberg an einem Tag hat zum ersten Mal seit Heiligabend wieder die 3000er-Marke gerissen - und zwar deutlich. Am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) kamen nach Angaben des Landegesundheitsamts 3496 Fälle hinzu. Damit wurde eine Infektion mit dem Coronavirus bisher 237.977 Mal im Südwesten bestätigt. Dass die Zahlen vor allem über die Weihnachtstage und am Sonntag niedriger waren, kann auch mit weniger durchgeführten Tests zusammenhängen.

4788 Menschen sind nach Angaben der Behörde mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Das seien 94 mehr gewesen als am Tag zuvor. Am Montag und Dienstag lag die Zahl der hinzugekommenen Todesfälle jeweils etwas über 100, davor tagelang unter 50. Als genesen gelten laut Mitteilung 178.223 Menschen in Baden-Württemberg, 3216 mehr als am Vortag. Diese Angabe beruht auf einer Schätzung.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche ist von 141,4 am Dienstag auf 132,6 gesunken. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen jedoch über dem Wert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Am niedrigsten war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz den Angaben nach mit 73,4 im Landkreis Sigmaringen, am höchsten mit 246,9 in der Stadt Pforzheim.

In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 628 Erkrankte, wie die Behörde in Stuttgart weiter mitteilte. 364 von ihnen würden künstlich beatmet. Rund 86 Prozent der 2431 derzeit betreibbaren Intensivbetten seien belegt. Der Anteil der Infizierten über 60 Jahre an allen Fällen
beträgt demnach fast ein Viertel (23 Prozent), der Anteil der Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 19 Jahren betrage 13 Prozent.

Proben für einen PCR-Test werden von einem Mitarbeiter im Corona-Testzentrum verpackt.
Proben für einen PCR-Test werden von einem Mitarbeiter im Corona-Testzentrum verpackt.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 30. Dezember, 14.02 Uhr: Corona-Krise beschert Stuttgarter Börse starken Umsatzanstieg

Das turbulente Börsenjahr 2020 hat der Stuttgarter Börse das umsatzstärkste Jahr seit langem beschert. Der Handelsplatz setzte voraussichtlich rund 111,4 Milliarden Euro um, wie Börsen-Chef Michael Völter am Mittwoch mitteilte. Damit liege der Umsatz über die verschiedenen Anlageklassen hinweg rund 63 Prozent über dem Vorjahresniveau und habe den höchsten Stand seit 2008 erreicht. "Die Deutschen haben in der Corona-Krise die Wertpapiere für sich entdeckt."

Der Dax ist seit Jahresbeginn gerechnet um rund 4 Prozent gestiegen. Den letzten Schub zum Rekord gaben dem Dax nach Weihnachten der Brexit-Deal und das US-Konjunkturpaket. Völter verwies darauf, dass es im Jahr der Corona-Pandemie ein Auf und Ab bei den Kursen gab.

Das böse Erwachen kam ausgerechnet am Rosenmontag, dem 24. Februar. Statt ausgelassener Karnevalsfreude herrschte an der Börse auf einmal Alarmstimmung: Die rasche Ausbreitung des Virus in Ländern außerhalb Chinas riss den Dax in die Tiefe. Die steile Talfahrt endete erst gut drei Wochen später, am 16. März, bei 8255 Punkten. Erst voluminöse Geldspritzen der Notenbanken und Regierungen für die unter Lockdowns leidende Wirtschaft brachten eine außergewöhnlich schnelle Wende.

Die Börse in Stuttgart ist auf den Privatanleger spezialisiert. Der Handel mit Kryptowährungen etwa wird zunehmend beliebt. So wurden über die speziell dafür entwickelte App mit dem Namen Bison im Jahr 2020 Digitalwährungen im Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro gehandelt. Inzwischen gebe es rund 216.000 aktive Nutzer, sagte Völter weiter. Der älteste Nutzer sei 92 Jahre alt.

Börsenhändler sitzen in der Börse Stuttgart vor Monitoren. (Archivbild)
Börsenhändler sitzen in der Börse Stuttgart vor Monitoren. (Archivbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 30. Dezember, 9.33 Uhr: Stoch: Luchas Ressort ist mit Corona-Krise überfordert

Das Gesundheitsministerium ist aus Sicht von SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch der falsche Ort für das Management der Corona-Krise. Das Ministerium unter Ressortchef Manne Lucha (Grüne) sei auf so eine Sondersituation überhaupt nicht vorbereitet und auch personell zu schwach aufgestellt, sagte Stoch im Gespräch mit dem Reutlinger General-Anzeiger.

Die Aufgabe hätte aus Sicht von Stoch vom Innenministerium übernommen werden müssen, weil es dort ein Lagezentrum gebe und auch die Einrichtung eines Krisenstabes leichter zu bewerkstelligen sei. "Bei jeder krisenhaften Entwicklung ist eigentlich aufgrund der Strukturen und der Größe das Innenministerium zuständig."

Verschiedene Dinge wie die Beschaffung von Schutzkleidung, Masken und Antigen-Schnelltests hätten nicht gut funktioniert, weil das Sozialministerium nicht über die notwendige Organisationskraft verfüge. "Das war von Anfang an ein Fehler im System der Aufgabenverteilung."

SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch.
SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 30. Dezember, 9.05 Uhr: Tausende Unternehmen zahlen zu viel erhaltene Corona-Hilfe zurück

Rund neun Monate nach der Auszahlung von Corona-Soforthilfe für existenzbedrohte Kleinunternehmen erfolgen nun Rückzahlungen im größeren Umfang. Inzwischen hätten die Empfänger mehr als 10.000 Rückzahlungen über gut 87 Millionen Euro geleistet, sagte die Chefin der landeseigenen L-Bank, Edith Weymayr, den Stuttgarter Nachrichten.

Erst nach der Auszahlung werde geprüft, ob die Angaben stimmten. "Viele Antragsteller konnten zunächst ja auch gar nicht wissen, wie lange der Lockdown dauern würde."

Allerdings seien sie zur Rückzahlung verpflichtet, wenn die Liquiditätslücke im entsprechenden Zeitraum kleiner war als angegeben. "Das gilt auch, wenn sich die Lage später wieder verschlechtert hat."

Die Verschärfung der Kriterien für die Hilfe hätte im Sommer und Herbst für einen starken Rückgang geführt. Nun, angesichts des neuen Lockdowns rechnete die Managerin wieder mit einem starken Ansturm.

Update, 30. Dezember, 8.13 Uhr: Umfrage: Viele halten die Corona-Warn-App für nutzlos

Viele Menschen nutzen die Corona-Warn-App nicht, weil sie sie für untauglich halten im Kampf gegen die Pandemie. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage im Auftrag des Staatsministeriums Baden-Württemberg hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Darin gaben 33 Prozent der Nichtnutzer an, dass die App aus ihrer Sicht nutzlos ist und nichts bringt. 19 Prozent nannten die Sorge um den Datenschutz oder ein Überwachungsgefühl als Grund des Verzichts. 16 Prozent der Nichtnutzer besitzen ein Smartphone, auf dem die App nicht läuft. "Die App ist eine gute Ausgangsbasis, aber sie schöpft ihr Potenzial nach meinem Eindruck bislang bei weitem nicht aus", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).

In der Umfrage gaben nur 36 Prozent der etwas mehr als 1000 Befragten an, die App überhaupt installiert und aktiviert zu haben. 58 Prozent verneinten das. 6 Prozent teilten mit, kein Smartphone zu besitzen.

Viele Menschen nutzen die Corona-Warn-App nicht, weil sie sie laut einer Umfrage für untauglich halten im Kampf gegen die Pandemie.
Viele Menschen nutzen die Corona-Warn-App nicht, weil sie sie laut einer Umfrage für untauglich halten im Kampf gegen die Pandemie.  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Dezember, 17.55 Uhr: Über 2800 Neuinfektionen, mehr als 100 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Dienstag 2812 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 234.481. Davon sind 175.007 Personen wieder genesen.

Auch wurden 108 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4694 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 141,4.

Am Dienstag wurden 2812 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden 2812 neue Infektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 29. Dezember, 17.05 Uhr: Lockdown gilt auch für Online-Autohändler

Die Corona-Beschränkungen im Lockdown gelten auch für einen Autohändler, der mittels einer von ihm betriebenen Online-Plattform gebrauchte Autos angeboten bekommt, diese dann aber in seinen Filialen begutachtet und ankauft.

Das stellte das Verwaltungsgericht Karlsruhe mit zwei am Dienstag veröffentlichten Beschlüssen klar. Es handele sich bei den Filialen um grundsätzlich geschlossen zu haltende Ladengeschäfte, befanden die Richter. (Az.: K 5285/20; 3 K 5284/20)

Geklagt hatte der Betreiber einer Autokauf-Plattform. Er kann sich laut Gericht nicht auf Regelungen für den Online-Handel berufen, denn die Kaufverträge würden in den Filialen abgeschlossen.

Zuvor hatten die Städte Mannheim und Karlsruhe die Schließung der Filialen angeordnet. Die Beschlüsse sind noch nicht rechtskräftig.

Update, 29. Dezember, 14.04 Uhr: Land zahlt 224 Millionen Euro zusätzlich fürs Impfen

Die Corona-Impfaktion im Südwesten wird wegen bislang nicht berücksichtigter Betriebskosten teurer als vorgesehen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage aus dem Gesundheitsministerium hervor, über die die Stuttgarter Zeitung berichtete.

Die Gesamtkosten für das Impfen erhöhen sich demnach um zusätzliche 224 auf insgesamt mehr als 600 Millionen Euro. Das sei keine Überraschung, hieß es aus dem Ministerium. Es gehe um einige zusätzlich abzudeckende Kosten und Posten auf Basis von umfangreichen Rückmeldungen.

Der zusätzliche Bedarf ergebe sich der Zeitung zufolge aus den Gesprächen mit den Partnern zur Einrichtung der Impfzentren. Allein fast 15 Millionen Euro zusätzlich werden demnach für die Sicherheitsdienste kalkuliert.

Nach den Warnungen des Bundeskriminalamts vor einer erhöhten Gefahrenlage müsse das Sicherheitspersonal im Gegensatz zur früheren Kalkulation nicht mehr nur 16 Stunden pro Tag, sondern an sieben Tagen rund um die Uhr im Einsatz sein.

Update, 29. Dezember, 6.20 Uhr: Kritik an Terminvergabe für Corona-Impfungen

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (58, CDU), hat Kritik an der Terminvergabe für die Corona-Impfungen geäußert. "Es kann nicht sein, dass man eine Impfkampagne startet und dann keine Termine bekommen kann", sagte die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der Augsburger Allgemeinen.

Sie habe vergeblich versucht, für ihre 85-jährige Mutter einen Impftermin über den bundesweiten Patientenservice unter der Telefonnummer 116117 zu reservieren. Sie sei auf die gleichnamige Handy-App verwiesen worden. "Doch bei der App ist die Termin-Vergabe noch nicht freigeschaltet."

Maag meinte: "Das sind Anfängerfehler. Das ärgert mich." Das Bundesgesundheitsministerium erklärte nach Angaben der Zeitung, dass die Länder für Impfungen und Terminvergabe zuständig seien. "Das ist Ländersache", wird eine Sprecherin zitiert.

Die Bundesländer können ihren Worten zufolge das Terminsystem hinter der Patientennummer nutzen, müssten das aber nicht. Manche Länder wollten die Terminvergabe unter 116117 auf eigene Systeme weiterleiten.

Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft.
Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 28. Dezember, 17.45 Uhr: Über 1600 Neuinfektionen, mehr als 100 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Montag 1657 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 231.669. Davon sind 172.283 Personen wieder genesen.

Auch wurden 101 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4586 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 146,9.

Am Montag wurden über 100 Todesopfer gemeldet. (Symbolbild)
Am Montag wurden über 100 Todesopfer gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. Dezember, 16.40 Uhr: Millionen für Busse zur Schülerbeförderung

Das Verkehrsministerium gibt weitere 30 Millionen Euro, um die Schülerbeförderung in Corona-Zeiten mit zusätzlichen Busse zu entzerren.

Dies teilte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Montag in Stuttgart mit. Das entsprechende Programm werde bis zu den Pfingstferien 2021 fortgesetzt. Damit soll mehr Abstand zwischen den Fahrgästen in den Bussen der Schülerbeförderung sichergestellt werden.

Das Förderprogramm für den Schülerverkehr sei ein Teil des Rettungsschirms des Landes Baden-Württemberg für den öffentlichen Personennahverkehr. Dieser werde gleichfalls fortgesetzt. Schon vor Weihnachten hatte dies das Kabinett beschlossen.

Dazu werden 65 Millionen Euro Rettungsschirmmittel aus 2020 in das kommende Jahr übertragen. Hermann erwartet, dass sich der Bund wieder zur Hälfte finanziell an einem entsprechenden Rettungsschirm beteiligen wird.

Vor diesem Hintergrund ersetzt das Land bereits vorab den Verkehrsunternehmen die Hälfte der coronabedingten Fahrgeldausfälle für 2021.

Update, 28. Dezember, 12.51 Uhr: Erste Impftermine im Südwesten alle vergeben

Die ersten Termine für die Corona-Impfung im Südwesten sind bereits alle vergeben. Von den am Wochenende angebotenen Impfterminen seien keine mehr verfügbar, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Dies sei auch durch die noch geringe Verfügbarkeit des Impfstoffs bedingt. In einer ersten Charge waren am Wochenende 9750 Dosen an das Land geliefert worden. Den Großteil der Impfungen gab es bislang in Alten- und Pflegeheimen, da die Menschen dort zu den am stärksten durch die Pandemie Gefährdeten gehörten, so der Sprecher.

In den kommenden Wochen rechnet das Land mit rund 90.000 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche. Es würden dann nach und nach auch mehr Termine bei den Impfzentren zur Verfügung stehen.

Der Start der Impfungen ist nach Ansicht des Ministeriums gut gelaufen. Pannen wie etwa in Bayern mit unterbrochenen Kühlketten beim Impfstoff habe es keine gegeben. In ganz Deutschland und den Ländern der EU hatte es am Sonntag die ersten Impfungen gegen das Coronavirus gegeben.

Unter anderem in der Stuttgarter Liederhalle werden Menschen in Baden-Württemberg gegen das Coronavirus geimpft.
Unter anderem in der Stuttgarter Liederhalle werden Menschen in Baden-Württemberg gegen das Coronavirus geimpft.  © Marijan Murat/dpa

Update, 27. Dezember, 15.34 Uhr: 1136 Neuinfektionen und 48 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Sonntag 1136 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 230.012. Davon sind 170.186 Personen wieder genesen.

Auch wurden 48 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4485 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 152,6.

Am Sonntag wurden rund 1140 neue Infektionen in Baden-Württemberg gemeldet. (Symbolbild)
Am Sonntag wurden rund 1140 neue Infektionen in Baden-Württemberg gemeldet. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 27. Dezember, 11.38 Uhr: Andrang im Schwarzwald: Verkehrschaos und Verstöße gegen Corona-Verordnung

Im Schwarzwald ist es über die Weihnachtsfeiertage teils zu Verkehrschaos und Verstößen gegen die Corona-Verordnung gekommen. Hunderte Menschen strömten im Laufe des Samstags für Schlittenfahrten und Wanderungen in die Gemeinde Dobel (Kreis Calw), wie die Polizei Pforzheim am Sonntag mitteilte. Die Parkplätze waren überfüllt und es bildeten sich Staus.

Über 180 Falschparker bekamen ein Verwarnungsgeld. Die Einsatzkräfte sprachen zudem Gruppen an, die die Mindestabstände nicht einhielten. Auch an weiteren Orten im Schwarzwald kam es zu Verkehrsbehinderungen, überlasteten Parkplätzen und Falschparkern.

Die Polizei Pforzheim appellierte an die Bürger, die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten: "Bleiben Sie überfüllten Ausflugszielen fern!"

Die Polizei ahndete viele Verstöße.
Die Polizei ahndete viele Verstöße.  © Silas Stein/dpa

Update, 27. Dezember, 7.22 Uhr: Corona weitet Schere zwischen Arm und Reich

Die Corona-Krise hat die Unterschiede zwischen Arm und Reich verschärft - davon sind aus Sicht des Landesverbandes der kommunalen Migrantenvertretungen (Laka) vor allem Menschen mit ausländischen Wurzeln betroffen. "In den Berufen, die nicht leicht auf Homeoffice umstellbar sind, ist der Migrantenanteil hoch", sagte der Vorstandsvorsitzende Dejan Perc der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Von Putzkräften bis zur Hochleistungsindustrie." Wenn man selbst für die Arbeit vor Ort sein müsse, sei das auch mit Homeschooling der Kinder nicht vereinbar, machte Perc deutlich.

"Es ist was Anderes, wenn man sich im Einfamilienhaus mit Garten ins Homeoffice im Arbeitszimmer zurückziehen kann, als in einer Wohnung zu leben mit nur einem Endgerät, prekären Beschäftigungsverhältnissen und Homeschooling", sagte Laka-Geschäftsführerin Argyri Paraschaki. Teils hätten sie in der Geschäftsstelle Schulsachen ausgedruckt, weil die Familien keinen Drucker hatten, nannte sie ein konkretes Beispiel. Die politischen Entscheider kämen aus einer anderen Schicht und könnten sich die Probleme in der Praxis schwer vorstellen.

Migranten hätten auch in anderer Weise mit den Beschränkungen zu kämpfen gehabt, sagten Perc und Paraschaki. Belastend sei etwa, dass manche ihre Familien im Ausland nun ein Jahr lang nicht besuchen könnten. Viele unterstützten ihre Angehörigen finanziell, hätten aber etwa in der Gastronomie nicht genug verdient oder ihren Job verloren.

"Je länger die Phase anhält, desto größer ist die Gefahr, dass die Spreizung zwischen Arm und Reich ausgedehnt wird", sagte Perc. Auch mit Blick auf die Landtagswahl appellierte er an die Politik: "Die Parteien müssen zeigen, dass sie die Gesellschaft als Ganzes im Blick haben." Daher gehöre die Debatte um Corona-Maßnahmen auch in die Parlamente. "Nur in einem Ministerium können die vielen Facetten gar nicht alle berücksichtigt werden." Das sei auch nicht die Aufgabe etwa des Gesundheitsministeriums, sagte Perc. Zu befürchten sei, dass Corona den gesamten Wahlkampf überlagere und kaum Platz für andere Themen wie Altersarmut und Bildung sei, sagte Paraschaki.

Positiv hoben die beiden hervor, dass zu Beginn der Corona-Krise ziemlich schnell Anleitungen etwa zu den Hygieneregeln in mehreren Sprachen erstellt wurden. "Wir würden uns wünschen, dass das über Corona hinweg hält", sagte Paraschaki. Wichtig sei dann aber auch eine leicht verständliche Sprache und kein Juristen-Deutsch - gerade weil sich die Regeln zeitweise sehr schnell änderten. Die Behörden sollten "nicht so sehr die Bürokratie-Innensicht, sondern eher die Empfängerperspektive im Blick haben", formulierte Perc.

Viele Lehrer und Erzieher hätten sich bei der Betreuung der Kinder viel Mühe gegeben, berichteten die Laka-Vertreter. So hätten Lehrer über Videoschalten Nachhilfe gegeben oder Geschichten vorgelesen. Kita-Mitarbeiterinnen hätten Geschenke in Briefkästen geschmissen.

Sorgen bereitet dem Verband, dass Projekte und deren Finanzierung vorübergehend eingeschränkt oder gar auf Dauer gekürzt werden könnten - etwa Dolmetscherangebote, Begleitungen von Neuzugewanderten und Geflüchteten sowie Lernangebote wie Sprachkurse. "Das ist für die Integrationsarbeit verheerend", sagte Perc. Ein Dreivierteljahr fehle nun, das könne nicht einfach nachgeholt werden. "Die Geschichte hat mehrfach bewiesen: Was ich jetzt nicht in Integrationsarbeit investiere, holt mich früher oder später wieder ein", warnte er.

Wenn es angesichts der versprochenen Finanzhilfen unter anderem für die Wirtschaft bald um die Frage nach Einsparmöglichkeiten gehe, dürften diese nicht den Integrationsbereich treffen, mahnte Perc. "Das sind ja auch nicht gerade die allergrößten Positionen."

Paraschaki befürchtet darüber hinaus, dass ehrenamtliche Strukturen durch die Pandemie dauerhaft Schaden nehmen könnten. So hätten viele Ehrenamtliche ihren Fokus auf ihre Lage, ihre Familie, ihren Job gelegt. Andere hätten sich zurückgezogen, weil sie zu Risikogruppen für mögliche Infektionen zählen. "Wir müssen aufpassen, dass Corona das bürgerschaftliche Engagement nicht einbrechen lässt."

Die Schere zwischen Arm und Reich werde durch die Krise verstärkt.
Die Schere zwischen Arm und Reich werde durch die Krise verstärkt.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 26. Dezember, 15.28 Uhr: 1585 neue Infektionen, 38 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Samstag 1585 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 228.876. Davon sind schätzungsweise 167.514 Personen wieder genesen.

Auch wurden 38 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4437 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 160,0.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 228.876 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 4437 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 228.876 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 4437 starben.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Dezember, 11.34 Uhr: Corona-Impfstoff wird in die Bundesländer geliefert

Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland sind am Samstagmorgen die ersten Impfstoffdosen in einzelnen Bundesländern eingetroffen. Auch in Baden-Württemberg werden die von vielen ersehnten Impfungen mit Hochdruck vorbereitet. Unklar war am Samstag aber noch, wann der erwartete Impfstoff in den Südwesten geliefert wird.

Die ersten Spritzen gegen das Coronavirus sollen am Sonntag in den landesweit verteilten Impfzentren gesetzt werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manfred Lucha (beide Grüne) eröffnen um 13.00 Uhr das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) in der Stuttgarter Liederhalle. Am Sonntag sollen auch mobile Impfteams in Alten- und Pflegeheime ausströmen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird bereits am Sonntag in allen zentralen Impfzentren gespritzt werden. Ab Mitte Januar sollen zudem in den Stadt- und Landkreisen rund 50 Kreisimpfzentren (KIZ) bereit stehen. Im Laufe des Jahres 2021 wird es die Impfung dann beim Hausarzt geben.

Kartons mit den ersten Dosen Corona-Impfstoff.
Kartons mit den ersten Dosen Corona-Impfstoff.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 26. Dezember, 10.08 Uhr: Weihnachtspredigten im Zeichen der Pandemie - "geistlicher Impfstoff

Die Weihnachtsbotschaften der christlichen Kirchen Baden-Württembergs sind in diesem Jahr von der Pandemie geprägt gewesen. So empfahl Erzbischof Stephan Burger den Menschen zum Fest neben dem Corona-Impfstoff auch geistlichen Impfstoff. Dieser erwachse aus der Erkenntnis der Liebe Gottes, von der man sich trotz Corona, manchen Leids und offener Fragen umfangen und leiten lassen solle. "Es ist eine Art geistlicher Impfstoff, der uns schon längst zur Verfügung steht und uns befähigt zu leben", betonte der katholische Bischof.

In diesem Jahr sei es schwer, fröhlich zu feiern, sagte er weiter. In der Pandemie seien Einsamkeit, Angst und Tod oft ein Thema. Der Fokus müsse sich auf das Geheimnis, die heilige Nacht, richten: Gott lege den Menschen ein Kind ans Herz, seinen Sohn, seine menschgewordene Liebe. Burger predigte im Freiburger Münster vor einer coronabedingt stark reduzierten Gemeinde.

Der Bischof der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, griff die Pandemie in seiner Predigt ebenfalls auf. «Sie hat tiefe Wunden geschlagen in Familien, die den Tod eines Lieben betrauern. Hat Gräben hineingerissen in unsere Gesellschaft. Bringt tiefe wirtschaftliche Sorgen, auch hier bei uns, in Stuttgart, in Baden-Württemberg.»

Die Geburt von Jesus Christus verbreite in dieser dunklen Zeit Zuversicht. Mit seiner Ankunft in der Welt sei nicht auf einmal alles Leid weggewischt. "Aber es wird möglich, einen Neubeginn ins Auge zu fassen", sagte er weiter. Weihnachten sei ein guter Anlass, sich mit den Menschen zu verbinden, die in Forschung, Pflege und Bildung arbeiten, die Lösungen suchen, die in Politik und Regierung Leitungsverantwortung übernehmen, die als Musiker Brücken des Friedens bauen.

Aus Sicht des Bischofs der Diözese Rottenburg/Stuttgart, Gebhard Fürst, macht die Pandemie deutlich, wie sehr die Menschen auf Beziehungen zu anderen angewiesen sind. "So erfahren wir, wovon wir eigentlich leben: nicht zuerst vom Wohlstand, nicht zuerst von Geld und Besitz, sondern wir leben von zwischenmenschlichen Beziehungen", sagte der Bischof anlässlich des Pontifikalhochamts zu Weihnachten im Dom St. Martin in Rottenburg.

Beziehungslosigkeit, Kontaktsperre und Einsamkeit, wie wir sie gegenwärtig erfahren müssen, machten krank. Doch gerade in diese Verlorenheit hinein spreche die Weihnachtsbotschaft die Menschen an. Der Bischof betonte, Gott sei da, wenn alle und alles uns verlassen hätten.

Update, 26. Dezember, 8.31 Uhr: Trend zum Eigenheim verstärkt sich in der Krise erneut

Ungeachtet der Existenzsorgen vieler Menschen in der Corona-Krise hat sich der Trend zum Eigenheim in Deutschland noch einmal verstärkt. So konnten sich die Bausparkassen vor Anfragen nach Baufinanzierungen in diesem Jahr kaum noch retten. Gestützt von einer nochmals gewachsenen Nachfrage nach Wohneigentum und langfristig niedrigen Zinsen, melden sowohl der private als auch der öffentlich-rechtliche Sektor in diesem Bereich deutliche Zuwächse, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Der Chef des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Bernd Hertweck, sagt, er erwarte bei den ausgezahlten Baugeldern zum Jahresende für die von ihm vertretenden Häuser ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2019. Damit dürfte die Marke von rund 30 Milliarden Euro geknackt werden. Die öffentlich-rechtlichen Landesbausparkassen rechnen mit einem Zuwachs in derselben Größenordnung - im Vorjahr hatten sie ihren Kunden 10,8 Milliarden Euro an Baugeldern ausgeschüttet.

Die neuen Zahlen untermauern die These, dass die Bundesbürger in Krisenzeiten ungeachtet aller Existenzsorgen stärker denn je auf Wohneigentum setzen. Die Baubranche meldet beim Wohnungsbau ein Umsatzwachstum von vier Prozent für 2020.

Ein Schild mit der Aufschrift «Zu verkaufen - Baugrundstücke» steht an einem Grundstück.
Ein Schild mit der Aufschrift «Zu verkaufen - Baugrundstücke» steht an einem Grundstück.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Dezember, 15.20 Uhr: Fast 1950 Infizierte, 27 Tote

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Freitag 1947 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöht sich damit auf 227.291. Davon sind 164.484 Personen wieder genesen.

Auch wurden 27 weitere Tote gemeldet. Damit sind dem Virus nunmehr 4399 Menschen zum Opfer gefallen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Baden-Württemberg bei 175,2.

Am Freitag wurden knapp 1950 Neuonfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Freitag wurden knapp 1950 Neuonfektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Frank Molter/dpa

Update, 25. Dezember, 7.06 Uhr: 3499 neue Infektionen, 42 weitere Todesfälle

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 3499 Fälle gestiegen. Das sind etwas weniger als am Vortag (4391). Nach Angaben vom Donnerstag (Stand 14) verzeichnete das Landesgesundheitsamt zudem 42 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus (Vortag: 64).

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg damit auf aktuell 225.344. Als genesen gelten den Angaben zufolge 161.101 Menschen im Südwesten. 4372 Menschen starben bisher mit einer Corona-Infektion.

In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 618 Erkrankte, wie die Behörde weiter mitteilte. Davon werden 332 künstlich beatmet. Derzeit sind 84,2 Prozent der 2422 betreibbaren Intensivbetten belegt.

Der Sieben-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 195,3. Fast alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiterhin deutlich über dem Wert von 100. Eine Ausnahme ist Baden-Baden (Inzidenz von 96,0). Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Update, 24. Dezember, 15 Uhr: Heidelberger Druck verkleinert sich

Durch den Verkauf einer Fläche für einen Industriepark will die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ihre Liquidität in der Corona-Krise stärken. Zudem sollen die Erlöse für Investitionen in die digitale Transformation genutzt werden.

Käufer ist nach weiteren Angaben des Unternehmens der belgische Immobilienentwickler VGP mit bereits 31 Gewerbeparks in Deutschland. Heidelberg erzielt als Kaufpreis einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Vorstandschef Rainer Hundsdörfer sagte, VGP werde in enger Abstimmung mit den Gemeinden Wiesloch, Walldorf und Heidelberg die Flächen vermarkten.

Der Verkauf ist nach Angaben von Heidelberg der erste Schritt einer Standortverkleinerung um 270.000 Quadratmeter. Insgesamt umfasst der Standort Wiesloch/Walldorf ein Areal von rund 840.000 Quadratmetern. Zurzeit arbeiten knapp 5000 der 11.300 Mitarbeiter dort.

Heidelberg mit Sitz in Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) rechnet wie bereits angekündigt mit einem Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 deutlich unter dem Vorjahresniveau von gut 2,3 Milliarden Euro. Beim Ergebnis geht die AG zwar davon aus, sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu verbessern, aber immer noch rote Zahlen zu schreiben.

Update, 24. Dezember, 12.30 Uhr: Infektionsrate bei Weihnachts-Schnelltests sehr niedrig

Die Zahl der Corona-Infizierten bei den Schnelltests zu Weihnachten ist nach Auskunft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sehr gering.

Die Rate liege unter einem halben Prozent, sagte der Sprecher des DRK-Landesverbands, Udo Bangerter, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. "Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion."

Das DRK hat landesweit mehr als 100 Stationen für die Tests errichtet - etwa zwei Drittel aller von Hilfsorganisationen angebotenen Teststandorte. Unter freiem Himmel, in Gebäuden, Hallen und bei Durchfahr-Stationen testeten Freiwillige Menschen, die für die Besuche bei Angehörigen auf Nummer sicher gehen wollten.

In bis zu einer halben Stunde danach hatten sie das Ergebnis des Antigentests. Rund 80.000 Test-Kits waren vom Sozialministerium kostenfrei bereit gestellt worden. In 114 Gemeinden im Südwesten gab es das Angebot.

Die Testwilligen seien sehr diszipliniert und ernsthaft gewesen, sagte der Sprecher des Landesverbandes in Stuttgart. Die Ansammlung zahlreicher Menschen sei über die Online-Anmeldung verhindert worden. Zum Teil hatten aber auch "Laufkunden" Chancen auf einen Abstrich. So etwa in Göppingen.

Dort waren am Mittwoch 450 Menschen getestet worden - darunter kein einziger Infizierter. Tobias Neugebauer vom DRK in Göppingen mutmaßt, dass vor allem diejenigen, sich testen lassen, die sind, die ohnehin aufpassen. "Die Unvorsichtigen kommen gar nicht hierher."

Die Aktion geht auf eine Initiative der Tübinger Ärztin und DRK-Kreisverbandspräsidentin Lisa Federle zurück. Ziel ist, Risikogruppen vor Ansteckung zu schützen und ihnen ein Weihnachtsfest gemeinsam mit ihrer Familie zu ermöglichen.

Göppingen an Heiligabend: Eine ehrenamtliche DRK-Helferin führt in einer Teststation einen Corona-Schnelltest an einer Frau durch.
Göppingen an Heiligabend: Eine ehrenamtliche DRK-Helferin führt in einer Teststation einen Corona-Schnelltest an einer Frau durch.  © Marijan Murat/dpa

Update, 23. Dezember, 17.25 Uhr: Rund 4390 Neu-Infektionen, 64 weitere Todesfälle

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte, wurden weitere 4391 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 221.845, wovon inzwischen 157.624 genesen sind. Im Zusammenhang mit Covid-19 verstarben in Baden-Württemberg 4330 Menschen. Das waren 64 weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Update, 23. Dezember, 12.07 Uhr: Ausgangsbeschränkung beschneidet auch Reisen per Bahn und Flieger

Während der erweiterten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 5 Uhr sind in Baden-Württemberg Bahnreisen im Nah- und Fernverkehr sowie per Flieger nur aus triftigem Grund zulässig. Darauf wies am Mittwoch das Verkehrsministerium in Stuttgart hin. Wer nicht unbedingt reisen müsse, müsse zu Hause bleiben. "Ausnahmen gibt es nur in wenigen Fällen, zum Beispiel bei Verspätungen und nicht möglicher Umbuchung."

Nach Angaben des Verkehrsministeriums ist der Buchungszeitpunkt der Verbindung entscheidend, ob man die Reise unternehmen kann. Wer vor dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen am 16. Dezember bereits eine Zug- oder Flugverbindung gebucht habe, könne diese auch während der Ausgangssperre antreten.

Voraussetzung sei allerdings, dass eine Umbuchung der Verbindung nicht zumutbar sei, beispielsweise bei zu hohen Kosten. Wenn zuerst ein Sonder- oder Sparangebot gebucht worden sei und nach der Umbuchung nur noch Zugverbindungen zum normalen Preis zur Verfügung stünden, mache dies eine Umbuchung jedoch nicht pauschal unzumutbar.

Für Zug- oder Flugverbindungen, die nach der Regelung über die Ausgangsbeschränkungen gebucht wurden, gilt diese Ausnahme laut Mitteilung nicht. Jeder Reisende müsse selbst dafür sorgen, dass er sich an die Vorgaben halte. Größere Verspätungen im Bahn- oder Flugverkehr gelten als triftiger Grund und in diesem Fall können die Reisenden bis zum Zielort weiterfahren.

Von Heiligabend bis 26. Dezember gibt es Ausnahmen von den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für private Feiern. Deshalb sei An- und Abreise mit Bahn- und Flugzeug auch zwischen 20 und 5 Uhr möglich. Dadurch werde sichergestellt, dass Weihnachten im engsten Kreis gemeinsam gefeiert werden könne, teilte das Verkehrsministerium weiter mit.

Ein Flugzeug der Eurowings startet auf dem Flughafen Stuttgart, im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.
Ein Flugzeug der Eurowings startet auf dem Flughafen Stuttgart, im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 23. Dezember, 6.21 Uhr: Lieferplan für Impfstoff steht

Ab Ende Dezember sollen zunächst 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden. So steht es in einem Lieferplan des Mainzer Unternehmens Biontech, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Liefermenge richtet sich nach der Zahl der Einwohner des Bundeslandes. Am Wochenende soll eine erste Tranche von 9750 Dosen im Südwesten eintreffen. Am 28. Dezember ist dann die nächste Lieferung für das Land geplant - 78.000 Dosen.

Am 30. Dezember sollen weitere 87.750 folgen - diese Menge soll dann jede Woche bis auf Weiteres nach Baden-Württemberg geliefert werden. Das Impfen soll am Sonntag bereits in allen Impfzentren im Land starten.

Ab Ende Dezember sollen zunächst 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden.
Ab Ende Dezember sollen zunächst 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden.  © Danny Lawson/PA Wire/dpa

Update, 22. Dezember, 20.40 Uhr: 3000 neue Infektionen in Baden-Württemberg, 166 weitere Todesfälle

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um genau 3000 Fälle gestiegen. Nach Angaben vom Dienstag (Stand 16 Uhr) verzeichnete das Landesgesundheitsamt zudem 166 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg damit auf aktuell 217.454. Als genesen gelten den Angaben zufolge 154.622 Menschen im Südwesten. 4266 Menschen starben bisher mit einer Corona-Infektion.

In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 609 Erkrankte, wie die Behörde weiter mitteilte. Davon werden 324 künstlich beatmet. Derzeit sind 85,8 Prozent der 2433 betreibbaren Intensivbetten belegt.

Der Sieben-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 202,1. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiterhin deutlich über dem Wert von 100. Sechs Kreise liegen über 300. Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt bei 379,4, der Kreis Rottweil bei 372,5. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Update, 22. Dezember, 14.38 Uhr: Füchse-Heimspiel kurzfristig verlegt, Göppingen muss in Quarantäne

Das Heimspiel der Füchse Berlin gegen Frisch Auf Göppingen in der Handball-Bundesliga muss kurzfristig verschoben werden. Wie die Göppinger am Dienstag mitteilten, kann die für Mittwoch in der Max-Schmeling-Halle angesetzte Begegnung nicht stattfinden, da sich das Team in eine zehntägige Quarantäne begeben muss. Die Schwaben hatten am Sonntag gegen die MT Melsungen gespielt. Beim Gegner wurden zuletzt drei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Sie mussten bereits in Isolation. Nun entschieden die Gesundheitsämter Göppingen und Kassel das gemeinsam auch für Frisch Auf.

Einen neuen Termin für die Begegnung gegen die Füchse in der Hauptstadt gibt es noch nicht. Den Berlinern bleibt damit in diesem Jahr nur noch das Auswärtsspiel am 27. Dezember in Lemgo. Auch die Füchse, die derzeit auf Rang vier der Tabelle stehen, waren Anfang November bereits in Corona-Quarantäne.

Update, 22. Dezember, 10.50 Uhr: Landkreis Rottweil nur noch knapp unter 400er-Inzidenz

Die Corona-Infektionen explodieren im Landkreis Rottweil: Noch am Freitag verzeichnete der Landkreis 299,5 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche - bis Montag war dieser Wert auf 399,6 gestiegen.

"Wir haben eine deutliche Zahl an Infektionen in den Pflegeheimen des Kreises", erklärte Landrat Wolf-Rüdiger Michel am Dienstag in Rottweil. In rund der Hälfte der 20 Pflegeheime der Region hätten sich viele Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

"Das Virus ist mitten in der Bevölkerung angekommen", sagte Michel. Der Landkreis Rottweil hat 140 000 Einwohner.

Eine Frau geht am Marktplatz in Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) mit Mundschutz zu ihrem Auto.
Eine Frau geht am Marktplatz in Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) mit Mundschutz zu ihrem Auto.  © Silas Stein/dpa

Update, 22. Dezember, 6.31 Uhr: Tafeln haben mehr Neukunden wegen Corona-Krise

In den Monaten der Corona-Krise ist die Zahl der Bedürftigen bei den Tafeln in Baden-Württemberg gestiegen. "Auf einmal kommen Menschen, die vorher sich noch nie mit Tafeln auseinandergesetzt haben", teilte der Landesverband der Tafeln Baden-Württemberg mit. Während aber die Zahl der Kunden gestiegen sei, gehe die Menge der Menschen in den Läden der Tafeln insgesamt zurück, sagte Verbandssprecher Udo Engelhardt.

Er registriere etwa zehn Prozent mehr beantragte Kundenkarten für die Tafeln als im vergangenen Jahr, sagt auch Sven Jaissle, der Leiter der Tafel-Region Neckar-Alb. Darunter seien etwa Betroffene in Kurzarbeit. Gleichzeitig kämen insgesamt weniger Kunden unter anderem wegen der Wartezeiten und auch aus Angst vor einer Infektion.

Viele kauften lieber in einem preiswerten Supermarkt in der Nähe ein, weil sie im Discounter schneller einkaufen könnten. Stammkunden schauten jetzt nur noch einmal pro Woche vorbei.

Eine Besucherin der Tafel Schorndorf holt am provisorischen Schalter der Tafel einen Einkaufsgutschein ab.
Eine Besucherin der Tafel Schorndorf holt am provisorischen Schalter der Tafel einen Einkaufsgutschein ab.  © Marijan Murat/dpa

Update, 21. Dezember, 18.03 Uhr: 2241 Corona-Neuinfektionen im Südwesten, 132 weitere Todesfälle

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 2241 Fälle gestiegen. Nach Angaben vom Montag (Stand 16 Uhr) verzeichnete das Landesgesundheitsamt zudem 132 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Am vergangenen Montag waren 2177 neue Infektionen und 99 zusätzliche Todesfälle gemeldet worden.

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg damit auf aktuell 214.454. Als genesen gelten den Angaben zufolge 152.198 Menschen im Südwesten. 4100 Menschen starben bisher mit einer Corona-Infektion.

In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 602 Erkrankte, wie die Behörde weiter mitteilte. Davon werden 330 (54,82 Prozent) künstlich beatmet.

Der 7-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100 000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 207,8. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiterhin deutlich über dem Wert von 100. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Update, 21. Dezember, 16.06 Uhr: Corona-Ausbruch in mehreren Kliniken in Baden-Württemberg

Nach dem Corona-Ausbruch in einer Klinik in Tettnang (Bodenseekreis) bleibt die dortige Situation angespannt. Nach Angaben einer Kliniksprecherin gelten 84 Mitarbeiter der Klinik als infiziert. Auch sei das Virus bei 26 Patienten nachgewiesen worden. Sie befinden sich den Angaben zufolge in Quarantäne. Insgesamt stehen in der Klinik 130 Betten für Patienten bereit, die momentan aber weitgehend ungenutzt bleiben. Aktuell gebe es dort noch fünf weitere Patienten, die nicht mit dem Coronavirus infiziert seien. Vor einer Woche war noch die Rede von 53 Frauen und Männern aus der Belegschaft, die positiv auf das Virus getestet worden waren.

Mittlerweile hat sich diese Zahl auf 84 erhöht. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. "Die Infektionsketten der Mitarbeitenden werden vom Gesundheitsamt nachverfolgt", sagte die Sprecherin am Montag. Das Krankenhaus hatte schon am 10. Dezember einen Aufnahmestopp erlassen, da das Virus bei insgesamt 34 Menschen nachgewiesen worden war. Drei infizierte Patienten mussten damals wegen starker Symptome auf die Coronastation in eine Friedrichshafener Klinik gebracht werden.

Schwierig war am Montag auch die Situation im Klinikum in Wangen im Allgäu (Landkreis Ravensburg). Nach Angaben eines Sprechers werden dort aktuell 18 Coronapatienten behandelt. 28 Mitarbeiter - darunter acht Ärzte - seien auch infiziert und befänden sich in Quarantäne.

Seit Tagen werden in der zum Oberschwabenklinik-Verbund gehörenden Klinik Patienten ausschließlich in Notfällen behandelt oder wenn sie an Covid-19 erkrankt sind. Außerdem werden in der Klinik noch Kinder zur Welt gebracht. Um die Ausbreitung zu verhindern, würden ambulant behandelte Patienten per Schnelltest auf das Virus untersucht.

Frauen und Männer, die auf Station kommen, müssen sich einem herkömmlichen Coronatest unterziehen. Die insgesamt 78 Patienten seien in Einzelzimmern untergebracht. Fünf der 18 Coronapatienten befinden sich dem Sprecher zufolge auf der Intensivstation, vier von ihnen werden beatmet. Man gehe davon aus, dass frühestens zu Heiligabend wieder Patienten aufgenommen werden können.

Mit einem Aufnahmestopp musste jüngst auch die Klinik in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) auf einen infizierten Patienten reagieren. Wie die SRH-Kliniken als Betreiberin mitteilten, werden Patienten aus der Inneren Medizin daher nicht mehr in Pfullendorf, sondern im SRH Krankenhaus Sigmaringen behandelt. Aktuell gelten drei Mitarbeiter ebenfalls als infiziert. Der mit dem Virus infizierte Patient sei wohlauf. Er sei bei der stationären Aufnahme sowie fünf Tage später getestet worden. Das Ergebnis sei jeweils negativ gewesen, erst später gab es ein positives Ergebnis. "Bei der geplanten Entlassung – hier führen wir immer eine letzte Testung durch – war das Ergebnis positiv", teilte eine Sprecherin mit. Nun werde untersucht, ob das an der langen Inkubationszeit lag oder ob die Viruslast bei den ersten beiden Tests noch zu gering für ein positives Ergebnis war. Der Klinik zufolge werden nun auch die anderen 31 Patienten erneut getestet.

Update, 21. Dezember, 13.44 Uhr: Regierung plant keine weiteren Einschränkungen wegen Virus-Mutation

Trotz der Entdeckung einer möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus in Großbritannien plant die Landesregierung vorerst keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag mit. "Stand jetzt ist nichts geplant", sagte auch eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Man wisse ja noch gar nicht, ob das mutierte Virus wirklich im Land sei. "Die bereits geltenden Kontaktbeschränkungen verhindern hoffentlich auch die Ausbreitung eines mutierten Virus."

Bislang ist die Mutation des Coronavirus im Südwesten nicht aufgetaucht. Flugzeuge aus Großbritannien dürfen von 0.00 Uhr am Montag an nicht mehr in Deutschland landen.

Update, 21. Dezember, 12.54 Uhr: Corona-Ausbruch in Klinik: Mittlerweile 84 Mitarbeiter infiziert

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Krankenhaus in Tettnang (Bodenseekreis) bleibt die dortige Situation angespannt. Nach Angaben einer Kliniksprecherin gelten 84 Mitarbeiter der Klinik als infiziert. Außerdem sei das Virus bei 26 Patienten nachgewiesen worden. Die betroffenen Patienten befinden sich nach Angaben der Sprecherin in Quarantäne. Insgesamt stehen im Krankenhaus Tettnang 130 Betten für Patienten bereit, die momentan weitgehend ungenutzt bleiben. Aktuell gebe es noch fünf weitere Patienten im Haus, die nicht mit dem Coronvirus infiziert seien.

Vor einer Woche war noch die Rede von 53 Frauen und Männern aus der Belegschaft, die positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Mittlerweile hat sich diese Zahl auf 84 erhöht. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet. "Die Infektionsketten der Mitarbeitenden werden vom Gesundheitsamt nachverfolgt", sagte die Sprecherin am Montag. Das Krankenhaus hatte schon am 10. Dezember einen Aufnahmestopp erlassen, da das Virus damals bei insgesamt 34 Menschen nachgewiesen worden war. Drei infizierte Patienten mussten damals wegen starker Symptome auf die Coronastation in eine Friedrichshafener Klinik gebracht werden.

Update, 21. Dezember, 11.53 Uhr: Neue Karte mit Fallzahlen

Update, 21. Dezember, 11.38 Uhr: Virus-Mutation - Knapp 300 Passagiere aus London negativ getestet

Bislang ist die hoch ansteckende Mutation des Coronavirus nicht im Südwesten aufgetaucht. Alle 151 Passagiere und Crew-Mitglieder aus einer Maschine aus London, die am Sonntagabend am Stuttgarter Flughafen eintrafen, seien negativ getestet worden, bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der dpa am Montag. Sie wurden noch direkt am Flughafen getestet.

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden landete am Sonntagabend ebenfalls eine Maschine aus London. An Bord waren 134 Passagiere, die nach einem negativen Corona-Schnelltest alle nach Deutschland einreisen durften, wie eine Mitarbeiterin des Flughafens am Montag auf Anfrage sagte. Gegen Mitternacht verließ zudem eine vorerst letzte Maschine nach Großbritannien den Flughafen. Von 0.00 Uhr am Montag an dürfen Flugzeuge aus Großbritannien gar nicht mehr in Deutschland landen.

Auf einer Anzeigetafel des Flughafens Stuttgart steht ein "annulliert" Hinweis für einen Flug aus London. Wegen einer Coronavirus-Variante gibt es Landesverbote für Flüge aus Großbritannien.
Auf einer Anzeigetafel des Flughafens Stuttgart steht ein "annulliert" Hinweis für einen Flug aus London. Wegen einer Coronavirus-Variante gibt es Landesverbote für Flüge aus Großbritannien.  © Sven Kohls/SDMG/dpa

Update, 21. Dezember, 6.08 Uhr: Weniger Abschiebungen während Corona

Während der Corona-Pandemie sind aus Baden-Württemberg weniger Flüchtlinge abgeschoben worden als in den Vorjahren. Bis Ende November waren 1228 Menschen betroffen, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Zum selben Stichtag 2019 waren es 2435. Die Hauptzielländer in diesem Jahr seien Albanien, Kosovo, Frankreich, Italien, Georgien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Türkei und Pakistan gewesen. Die Landesbehörden seien auch in diesen Zeiten verpflichtet, geltendes Recht unter Berücksichtigung der Pandemie-Bedingungen und der Besonderheiten eines jeden Einzelfalls umzusetzen, erläuterte der Sprecher.

Corona habe die Bedingungen für Abschiebungen aber erschwert: "Da einige Zielländer gerade zu Beginn der Pandemie die Rückübernahme der eigenen Staatsangehörigen verweigerten, mussten Abschiebungen oder Überstellungen in diese Staaten zunächst zurückgestellt werden", erklärter er. Manche Zielländer seien seltener angeflogen worden. Und einige hätten auch Angaben zum individuellen Covid-19-Risiko der Betroffenen und/oder einen aktuellen negativen Corona-Tests verlangt. "Dies stellt die Landesbehörden vor die Herausforderung, diese Informationen zeitnah und verlässlich zu beschaffen sowie eine Testung jedes einzelnen Rückzuführenden sicherzustellen."

Aufgenommen wurden in diesem Jahr in Baden-Württemberg den Angaben zufolge bis einschließlich November 6496 Erstantragsteller - vor allem aus Syrien, dem Irak und der Türkei. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 10.272 Flüchtlinge, wie der Sprecher weiter mitteilte.

Während Corona wurden weniger Flüchtlinge abgeschoben.
Während Corona wurden weniger Flüchtlinge abgeschoben.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 20. Dezember, 20.05 Uhr: 30 weitere Menschen sterben im Zusammenhang mit Covid-19

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg nimmt weiter stark zu. Am Sonntag meldete das Landesgesundheitsamt 2363 weitere Fälle, 30 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Am Freitag waren mehr als 4000 Neuinfektionen und 97 Tote gemeldet worden, am Samstag 3463 Neuinfektionen und 47 Todesfälle. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen in der Regel niedriger als an den übrigen Wochentagen, weil nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten melden und auch weniger getestet wird.

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg auf 212.213, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag (Stand: 16 Uhr) mitteilte. Als genesen gelten demnach 150.363 Menschen in Baden-Württemberg. 3968 Menschen sind bisher mit einer Corona-Infektion gestorben.

In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 592 Erkrankte (Samstag: 578). 316 von ihnen werden künstlich beatmet. Es seien 2051 von betreibbaren 2409 Intensivbetten belegt - das entspricht 85,17 Prozent.

Der 7-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 207,7 - nach 204,0 am Vortag. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiterhin über dem Wert von 100. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Update, 20. Dezember, 13.28 Uhr: Löwen-Teamchef Oliver Roggisch in Corona-Quarantäne

Die Rhein-Neckar Löwen müssen bis zum Jahresende auf ihren Teammanager Oliver Roggisch verzichten. Der 42 Jahre alte Sportchef des Handball-Bundesligisten befindet sich nach einem Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person im privaten Umfeld in häuslicher Quarantäne.

Das teilte der Verein am Sonntag kurz vor dem Bundesligaspiel gegen den Bergischen HC mit. Da sämtliche Spieler der Mannheimer bisher durchgehend negativ getestet wurden, können die kommenden Partien wie geplant stattfinden.

Löwen-Teammanager Oliver Roggisch befindet sich in Corona-Quarantäne.
Löwen-Teammanager Oliver Roggisch befindet sich in Corona-Quarantäne.  © Marius Becker/dpa

Update, 20. Dezember, 7.16 Uhr: Feuerwerkshersteller rechnen mit großen Umsatzverlusten

Keine Volksfeste, weniger private Feiern und jetzt auch noch ein Verkaufsverbot für Böller: Feuerwerkshersteller in Baden-Württemberg rechnen wegen der Folgen der Corona-Krise mit erheblichen Umsatzverlusten. "Wir waren geschockt von der Entscheidung, weil wir überhaupt nicht damit gerechnet haben", sagte der Geschäftsführer der Firma Zink-Feuerwerk in Cleebronn, Arne von Boetticher, mit Blick auf das Verkaufsverbot. Das Unternehmen im Kreis Heilbronn musste seine Feuerwerkskörper nun einlagern. Der genaue Umsatzschaden könne noch nicht beziffert werden, sagte von Boetticher.

Bund und Länder hatten sich auf ein Böller-Verkaufsverbot geeinigt, um Notaufnahmen an Silvester nicht mit zusätzlichen Verletzten durch Pyrotechnik zu belasten. Viele Hersteller hatten ihre Raketen aber schon an den Einzelhandel geliefert. Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) hatte sofortige Hilfsgelder gefordert, die Insolvenzen verhindern sollen.

Bis zu 30 Prozent seines Jahresumsatzes macht Feuerwerkshersteller Zink normalerweise mit dem Silvesterverkauf. Die Raketen und Böller werden nicht an Supermärkte, sondern vor allem an den Fachhandel geliefert. Weil das Unternehmen breit aufgestellt sei, sei es nicht existenziell bedroht, sagte von Boetticher.

Mit einem Umsatzverlust von mehr als 90 Prozent rechnet dagegen Feuerwerkshersteller Pyromondo in Gottmadingen (Landkreis Konstanz). "Aus geschäftlicher Sicht war es ein katastrophales Jahr", sagte Geschäftsführer Paolo Mezzullo. Und man könne noch gar nicht sagen, wie es im nächsten Jahr weitergehe. "Wir sind zwar eine relativ kleine Branche, dennoch hängen sehr viele Existenzen dran." Er wünsche sich einfach, dass die Branche gehört und wahrgenommen werde.

Feuerwerkshersteller in Baden-Württemberg rechnen wegen der Folgen der Corona-Krise mit erheblichen Umsatzverlusten.
Feuerwerkshersteller in Baden-Württemberg rechnen wegen der Folgen der Corona-Krise mit erheblichen Umsatzverlusten.  © Angelika Warmuth/dpa

Update, 20. Dezember, 7.09 Uhr: 3463 neue Corona-Fälle, 47 weitere Menschen gestorben

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg nimmt weiter stark zu. Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt 3463 weitere Fälle, 47 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg auf 209.850. Als genesen gelten demnach 147.977 Menschen in Baden-Württemberg. 3938 Menschen sind bisher mit einer Corona-Infektion gestorben.

Der 7-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 204,0 - nach 199,1 am Vortag. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiterhin über dem Wert von 100. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Update, 19. Dezember, 14.25 Uhr: Zu viele Teilnehmer erwartet - Auch Freiburg verbietet Versammlung

Nach dem Verbot mehrerer geplanter Aktionen im Umland darf auch eine "Querdenken"-Versammlung vor der Alten Synagoge in Freiburg nicht stattfinden. Die Stadt hatte sie ursprünglich unter Auflagen erlaubt. Inzwischen gebe es aber neue polizeiliche Erkenntnisse, dass wegen der Absagen an anderen Orten mehr als 1000 Teilnehmer anstatt der angemeldeten 200 erwartet würden, teilte die Stadt mit.

Der Versuch der Initiatoren, das Verbot einer "Querdenken"-Demo in Weil am Rhein mit angemeldeten 3570 Teilnehmern wieder zu kippen, war zuvor gescheitert. Entsprechende Anträge bei den Verwaltungsgerichten hatten keinen Erfolg. Am Samstagvormittag lehnte dann das Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag ab.

Die Polizei war nach eigenen Angaben im Einsatz, um mögliche unerlaubte Versammlungen zu verhindern. Besondere Vorkommnisse gab es einer Sprecherin zufolge zunächst nicht.

Update, 19. Dezember, 14.13 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert härtere Regeln an den Grenzen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft im Südwesten fordert wegen der Corona-Pandemie erneut härtere Regeln und schärfere Kontrollen an den Grenzen vor allem zu Frankreich. Einerseits werde völlig zu Recht ein harter Lockdown verhängt, andererseits könnten die Menschen aber ungehindert in Outlet-Shops nach Frankreich und zurück fahren, kritisierte der Landesvorsitzende Ralf Kusterer am Samstag. «Es ist unerträglich, wie lasch die Politik vorgeht und welche Gefahren dadurch für die Menschen in Baden-Württemberg entstehen», sagte er. Neben Grenzkontrollen und verschärften Regelungen zum Grenzübertritt fordere die Gewerkschaft die Einführung einer Quarantäne für solche Fälle.

Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich im Oktober 2020.
Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich im Oktober 2020.  © Jean-Francois Badias/AP/dpa

Update, 19. Dezember, 8.45 Uhr: Verdi-Chef Gross: Pädagogische Fachkräfte recht früh impfen

Verdi-Landeschef Martin Gross hat die Politik aufgefordert, Erzieherinnen und pädagogische Fachkräfte von Kitas eine frühzeitige Impfung gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Sie seien die einzigen Beschäftigten, die direkten Kontakt zu anderen hätten, ohne sich vor einer Ansteckung schützen zu können, sagte Gross der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Vor diesem Hintergrund müsse das Personal der Kindertagesstätten bei der Impfung vorrangig berücksichtigt werden. «Direkt nach den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.»

Gross bekräftigte, die Impfung dürfe nur auf freiwilliger Basis erfolgen. «Kein Beschäftigter darf von seinem Arbeitgeber dazu gezwungen werden. Und auch nicht gedrängt. Die Entscheidung muss jede und jeder für sich selbst treffen dürfen.»

So schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen, halte Verdi für den richtigen Weg. Der Gewerkschafter sagte weiter, eine hohe Impfquote bei pädagogischen Fachkräften sei ganz wichtig für eine funktionierende Gesellschaft.

Eine Erzieherin spielt in einer Kindertagesstätte hinter einer Rollbahn mit Kindern.
Eine Erzieherin spielt in einer Kindertagesstätte hinter einer Rollbahn mit Kindern.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 18. Dezember, 18.38 Uhr: FDP im Corona-Modus - Dreikönigstreffen im leeren Opernhaus

Die FDP hält zwar an ihrem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart fest, muss sich aber den steigenden Infektionszahlen und drastischen Corona-Einschränkungen beugen. "Wir übertragen eine digitale Kundgebung live aus dem - leeren - Opernhaus", kündigten die Liberalen am Donnerstag an. Auf Publikum in den Reihen und Rängen müsse am 6. Januar (10.00 Uhr) verzichtet werden. Wenige führende FDP-Politiker wie der Bundesvorsitzende Christian Lindner, der baden-württembergische FDP-Vorsitzende Michael Theurer und FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke seien aber im denkmalgeschützten Littmann-Bau mit dabei.

Die traditionelle Dreikönigskundgebung der Bundespartei findet alljährlich im Stuttgarter Opernhaus statt. Seit vielen Jahrzehnten starten die Liberalen am 6. Januar im Südwesten politisch in das neue Jahr. Bereits 1866 traf sich ein Vorläufer der FDP, die Württembergische Volkspartei, in Stuttgart zur ersten «Dreikönigsparade». Bei der Zusammenkunft will sich die FDP traditionell auf die Werte liberaler Geisteshaltung besinnen und zum Auftakt des neuen Jahres Selbstbewusstsein demonstrieren.

Update, 18. Dezember, 18.09 Uhr: Über 4000 Neuinfektionen, fast 100 Tote

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, steigt dei Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus um 4284 auf 206.387 Menschen. Davon sind weitere 2843 und damit insgesamt 145.130 Menschen wieder genesen.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus Verstorbenen steigt um 97 auf insgesamt 3891.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 199,1.

Die Zahlen der Infizierten steigen weiter an.
Die Zahlen der Infizierten steigen weiter an.  © Oliver Berg/dpa

Update, 18. Dezember, 15.25 Uhr: Land verteilt Masken an Lehrkräfte - Zweifel an Sicherheit

Das Kultusministerium hat an die Lehrer im Land Masken verteilt, die mittlerweile nicht mehr nach Europa importiert werden dürfen. Bei den Lehrkräften gibt es nun Zweifel an der Sicherheit der Schutzmasken. Sowohl das Kultus- als auch das Sozialministerium versichern jedoch, die Masken seien geprüft und sicher.

Es handle sich dabei um Filterschutzmasken mit chinesischer Norm KN95, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. Die Masken seien bereits im Frühjahr beschafft worden, als auch Schutzausrüstung eingeführt werden durfte, die nicht den formalen Vorgaben der EU entsprochen habe, gab das Sozialministerium in einer Stellungnahme bekannt. Seit Ende August dürfen solche Masken, wie sie in den vergangenen Tagen an die Lehrer in Baden-Württemberg verteilt wurden, nicht mehr in die EU importiert werden. Das Sozialministerium habe die Masken vor der Auslieferung einer Zertifikatsprüfung und einer technischen Prüfung unterzogen. Das Kultusministerium gehe davon aus, dass der Schutz der Masken mit der Norm für sogenannte FFP2-Masken vergleichbar sei, hieß es.

Bei den Lehrern gibt es daran durchaus Zweifel. Das Kultusministerium habe zahlreiche kritische Rückfragen von Schulen zu den Schutzmasken erhalten, teilte die Sprecherin mit. Deshalb sei das Sozialministerium um Stellungnahme gebeten worden. Zuvor hatte die Ludwigsburger Kreiszeitung darüber berichtet.

Das Kultusministerium hatte Ende November angekündigt, Millionen von FFP-2- und OP-Masken an die Lehrkräfte in Baden-Württemberg verteilen zu wollen.

Update, 18. Dezember, 15.21 Uhr: Curevac-Gründer Hoerr zum Ehrenbürger von Tübingen ernannt

Der Gründer des Biotech-Unternehmens Curevac in Tübingen, Ingmar Hoerr, ist zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden. "Ingmar Hoerr hat mit Erfindergeist und Gründungsbegeisterung im Team mit der Belegschaft von Curevac aus einer Entdeckung im Labor eine Technologie erschaffen, die derzeit unsere größte Hoffnung im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist. Seine Verdienste reichten damit weit über Tübingen hinaus und der Gemeinderat hat ihn deshalb zum jüngsten der sieben lebenden Ehrenbürger der Stadt ernannt", sagte Oberbürgermeister Boris Palmer am Freitag in Tübingen.

Hoerr freute sich über die für ihn überraschende Nachricht. "Ich freue mich sehr, weil ich Tübingen sehr verbunden bin. Ich habe hier studiert, meine Frau kennengelernt und meine Kinder wachsen in der Stadt auf." Tübingen sei ein junger Standort und eine Stadt des Aufbruchs. Hoerr hatte sich ausgesundheitlichen Gründen im Frühjahr 2020 als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Curevac zurückgezogen. Nach einer Hirnblutung lag er wochenlang im Koma. Ihm gehe es jetzt wieder gut, sagte er.

Curevac ist auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona. Vor ein paar Tagen erhielt das Unternehmen grünes Licht für den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie. Mit ersten Ergebnissen der Studie mit wahrscheinlich mehr als 35.000 Teilnehmern rechnet Curevac nach Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. Ebenso wie bei Biontech aus Mainz basiert der Curevac-Impfstoff auf dem Botenmolekül mRNA, der im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes anregt. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll.

Update, 18. Dezember, 14.37 Uhr: Hausärzteverband fordert rasche Impfung von Medizinern

Der Verband der Hausärzte im Südwesten hat scharfe Kritik daran geübt, dass diese Mediziner nicht vorrangig geimpft werden sollen. Verbandschef Berthold Dietsche sagte dem Südwestrundfunk in Baden-Baden am Freitag, er habe seinen Augen nicht trauen wollen, als er die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission gelesen habe. "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Hausärztinnen und Hausärzte seit neun Monaten an der vordersten Front der Corona-Bekämpfung stehen." Dadurch hätten sie von früh bis spät Kontakt mit teils hochinfektiösen Erkrankten.

"Ohne das System der Hausärzteschaft hätte das System überhaupt nicht funktioniert", sagte Dietsche. Zugleich würden die Hausärzte von der Politik für immer neue Aufgaben eingeteilt. "Dass jetzt ausgerechnet die Hausärztinnen und Hausärzte nach hinten priorisiert werden, dafür fehlt mir jedes Verständnis."

Hausärzte hätten oftmals Kontakt zu Infizierten.
Hausärzte hätten oftmals Kontakt zu Infizierten.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 18. Dezember, 11.33 Uhr: Heimstiftung fordert Testpflicht für Pflegeheimbesucher

Die Evangelische Heimstiftung fordert von der Landesregierung, Corona-Tests der Besucher von Pflege- und Seniorenheimen verbindlich zu machen. Zwar sei das Tragen einer Maske obligatorisch, aber nicht der Abstrich, monierte der Hauptgeschäftsführer des größten Altenhilfeträgers im Südwesten, Bernhard Schneider, am Freitag in Stuttgart. "In einzelnen Fällen können Heime sich auf das Hausrecht berufen. Wenn aber Besucher den Test verweigern, gibt es wenig Spielraum."

Laut Verordnung ist der Besuch in Krankenhäusern und stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf nur nach vorherigem negativem Antigentest oder mit einem hochwirksamen Atemschutz wie der FFP2-Maske möglich. Damit eröffnet sich die Option, auf den Test zu verzichten.

"Aber auch negative Tests sind kein Freischein, um die Maske abzunehmen und die Oma zu umarmen", sagte Schneider. Das Einhalten der Abstand- und Hygieneregeln werde in den 90 Heimen des Trägers streng kontrolliert. Im Zweifel würden Hausverbote erteilt.

Update, 18. Dezember, 9.16 Uhr: Pflegedirektor der Heidelberger Uniklinik appelliert an Menschen

Der Pflegedirektor des Uniklinikums Heidelberg hat vor einem Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt, wenn sich die Menschen nicht an Corona-Regeln halten. "Die Lage ist tatsächlich dramatisch. Das muss man auch in dieser Deutlichkeit sagen", sagte Edgar Reisch dem "Mannheimer Morgen" (Freitag). Das Gesundheitssystem werde nicht in die Knie gehen, wenn sich alle an die Abstands- und Hygieneregeln halten. "Die Menschen müssen den Lockdown akzeptieren." Sie sollten nicht Lücken im System suchen, sondern sich schützen, damit die medizinische Versorgung insgesamt sichergestellt sei.

Das Problem sei: "Es gibt kein Licht am Horizont", sagte Reisch der Zeitung weiter. "Wir hoffen zwar jetzt alle auf die Impfungen. Aber es wird im Verlauf der nächsten Wochen ganz sicher nicht besser." Ein Aspekt sei, dass Covid-19-Patienten bis zu 60 Tagen in einem Intensivbett liegen müssten, wenn sie erst einmal beatmet würden.

Update, 17. Dezember, 19.06 Uhr: Mehr als 4200 Neu-Infektionen, 80 Tote

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Donnerstag weitere 4233 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 202.103, wovon circa 142.287 genesen sind. Insgesamt starben bisher in Baden-Württemberg außerdem 3794 Menschen, das waren 80 mehr als zum Vortag.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 202.970 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3794 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 202.970 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3794 starben.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 17. Dezember, 17.43 Uhr: Keine Gottesdienste in Hotspot-Regionen

Wegen der weiter steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verbietet die Diözese Rottenburg-Stuttgart Gottesdienste in Hotspot-Regionen.

In den Kirchengemeinden der jeweiligen Land- und Stadtkreise, in denen an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine 7-Tages-Inzidenz von mehr als 300 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner auftrete, sei die Feier von öffentlichen Gottesdiensten mit Ausnahme von Beerdigungen sowie Nottaufen bis auf weiteres nicht gestattet, teilte die Diözese am Donnerstag mit.

Dafür werde das Angebot an Livestreams ausgebaut. Die Feier von Gottesdiensten mit bis zu zehn Mitwirkenden zum Zweck der Live-Übertragung oder zum digitalen Abruf sei weiterhin möglich, hieß es.

Update, 17. Dezember, 17.28 Uhr: Buchhändler wehren sich mit Eilanträgen gegen Abholverbot im Handel

Zwei Buchhändler wehren sich mit Eilanträgen beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim gegen das Abholverbot während des aktuellen Corona-Lockdowns im Handel.

Die Corona-Verordnung des Landes sieht eine weitgehende Schließung der Geschäfte vor. Sie dürfen zwar Online-Bestellungen ausliefern. Abholangebote - auch Click&Collect-Service genannt - sind dagegen verboten, um Schlangen vor den Geschäften und damit Kontakte zu vermeiden.

Wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte, hat die Landesregierung bis zum späten Sonntagabend Zeit, Stellung zu nehmen.

Der Inhaber einer Buchhandlung in Ulm hatte seine rechtlichen Schritte zuvor bekannt gemacht und eine "massive Einschränkung der Berufsfreiheit" beklagt. Das Verbot von Abholstationen sei nicht mehr verhältnismäßig.

Er betonte zudem, dass er sich frühzeitig Gedanken über eine möglichst sichere Abholstation gemacht habe. Vor dem Laden gebe es einen Bücherbus, damit Kunden etwa Thriller und Romane nicht im Gebäude abholen müssten. Zum zweiten Kläger machte das Gericht keine Angaben.

Update, 17. Dezember, 17.19 Uhr: Zufriedenheit mit Corona-Management im Land nimmt laut Umfrage ab

Das Krisenmanagement der grün-schwarzen Landesregierung während der Corona-Pandemie findet in der Bevölkerung mehrheitlich Akzeptanz, aber etwas weniger als noch im Frühjahr. Das geht aus einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

62 Prozent der Baden-Württemberger sind mit dem Regierungshandeln von Grün-Schwarz in der Pandemie zufrieden, das sind 11 Prozentpunkte weniger als im April während der ersten Corona-Welle.

Vor allem die Anhänger von Grünen und CDU stellen der Landesregierung ein gutes Zeugnis aus: Jeweils rund 80 Prozent der Grünen- und der CDU-Anhänger sind mit dem Krisenmanagement alles in allem zufrieden. Die SPD-Anhänger sind unentschieden (47:51), die der FDP weniger zufrieden (41:59), und bei AfD-Anhängern überwiegt erwartungsgemäß die Kritik (21:75).

Die Umfrage zeigt auch, dass gut zwei Drittel (68 Prozent) der Baden-Württemberger die neuen Corona-Beschränkungen für angemessen halten. 15 Prozent hätten sich noch striktere Maßnahmen gewünscht, genauso viele Bürgerinnen und Bürger halten die Auflagen für zu weitgehend. Seit Samstag gelten in Baden-Württemberg Ausgangsbeschränkungen, seit Mittwoch gilt ein bundesweiter Lockdown.

Nur wenige Menschen gehen durch eine Gasse in der Tübinger Innenstadt.
Nur wenige Menschen gehen durch eine Gasse in der Tübinger Innenstadt.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 17. Dezember, 15.04 Uhr: Kliniken wollen Gleichbehandlung bei Corona-Hilfe des Bundes

Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) mahnt Unterstützung für alle Kliniken in der Corona-Behandlung an. Der Bund habe in der ersten Pandemie-Welle im Frühjahr allen Krankenhäusern einen Ausgleich für Einnahmeausfälle infolge von Covid-Fällen, die sogenannte Freihaltepauschale, gewährt, sagte BWKG-Chef Detlef Piepenburg am Donnerstag in Stuttgart.

Die jetzt beschlossene Freihaltepauschale sei so ausgelegt, dass etwa die Hälfte der Krankenhäuser, die in der ersten Welle die Behandlung der Covid-19-Patienten übernommen hätten, leer ausgehen. Die Unterstützung ist der Gesellschaft zufolge nciht ausreichend. "Diese steuern auf Liquiditätsengpässe zu, wenn sie weiter Covid-Patienten behandeln", sagte BWKG-Geschäftsführer Matthias Einwag. Das Land oder die Träger müssten dann einspringen.

Seien in der ersten Welle noch 69 mit Corona-Prämien bedachte Kliniken unterstützt worden, seien es jetzt nur noch 28 - und das bei rasant steigenden Infektionszahlen, sagte Einwag. Das Signal sei, dass bei den anderen Häusern die Covid-Behandlung nicht gewollt sei. Trotzdem zögen sich noch keine Kliniken aus der Versorgung von Covid-19-Patienten zurück. Auch das eben angelaufene Patientenverteilsystem in sechs Versorgungsgebieten werde durch die restriktiv und viel zu bürokratisch gehandhabte Freihaltepauschale konterkariert.

Der BWKG zufolge werden fast 2300 Covid-19-Patienten in den baden-württembergischen Krankenhäusern behandelt. Mehr als 570 dieser Patienten werden intensivmedizinisch behandelt und rund 330 davon müssen beatmet werden. Piepenburg warnte: "Die jetzt vorgesehenen Krankenhäuser können es nicht alleine schaffen, die steigende Zahl an Covid-19-Patienten zu behandeln."

Die BWKG ist ein Zusammenschluss von 466 Trägern mit 204 Krankenhäusern, 133 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie 669 Pflegeeinrichtungen.

Update, 17. Dezember, 14.55 Uhr: DRK bereitet sich auf Corona-Schnelltests vor Weihnachten vor

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg bereitet sich darauf vor, in der kommenden Woche landesweit Corona-Schnelltests anzubieten. Die Vorbereitungen in den Kreisverbänden im Südwesten laufen, es sollen weit mehr als Tausend Helfer des DRK landesweit zum Einsatz kommen, wie ein Sprecher des DRK Landesverbands am Donnerstag sagte.

Neben dem DRK wollen weitere Hilfsdienste am 23. und 24. Dezember an zahlreichen Standorten im Land Corona-Schnelltests anbieten. Das Sozialministerium möchte dazu am Donnerstag eine Liste der Standorte für die Schnelltests veröffentlichen, wie ein Sprecher des Ministeriums sagte.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg bereitet sich darauf vor, in der kommenden Woche landesweit Corona-Schnelltests anzubieten.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg bereitet sich darauf vor, in der kommenden Woche landesweit Corona-Schnelltests anzubieten.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 17. Dezember, 10 Uhr: Land stellt mehr FFP2-Masken für gefährdete Gruppen bereit

Die grün-schwarze Landesregierung will besonders durch Corona-Infektionen gefährdete Menschen in Baden-Württemberg mit zusätzlich 90 FFP2-Masken pro Person ausstatten.

Die Aktion richte sich an pflegebedürftige Menschen in stationären Einrichtungen (ca. 100.000 Menschen) sowie deren Angehörige, behinderte Menschen in stationären Einrichtungen (ca. 23 000) und Menschen in Obdachloseneinrichtungen (ca. 5000), teilte das Staatsministerium in der Nacht zum Donnerstag in Stuttgart mit.

Insgesamt würden im Rahmen dieser Schutzmaßnahme rund 11,5 Millionen zusätzliche Masken bereitgestellt, die Verteilung solle über die Stadt- und Landkreise erfolgen.

Das Land verstärkt damit eine schon existente Initiative des Bundes, die Angehörigen einer Corona-Risikogruppe deutschlandweit im Dezember bis zu drei kostenlose FFP2-Masken über Apotheken zur Verfügung stellen will. Im Januar und Februar sollen Betroffene dann für sechs Masken zwei Euro bezahlen müssen.

Von dieser Initiative profitieren beispielsweise Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sowie bestimmte Vorerkrankte und Risikopatienten. Das Bundesgesundheitsministerium geht hier deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus.

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam, bieten allerdings auch keinen hundertprozentigen Schutz.

Zudem hat das Land nach eigenen Angaben fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve beschafft. Diese sollten unter anderem Krankenhäusern und Pflege-, Vorsorge-, Reha- und Behinderteneinrichtungen zugeteilt werden, die vom Bund bisher zu wenige Tests erhalten hätten, hieß es. Die Notfallreserve solle schnell, gezielt und unbürokratisch verteilt werden.

In Altenheimen und Pflegeeinrichtungen soll das Personal laut Land ab sofort zwingend zweimal pro Woche verpflichtend mit einem solchen Antigentest getestet werden.

Die Masken sind etwa für Menschen über 60 oder Risikopatienten. (Symbolbild)
Die Masken sind etwa für Menschen über 60 oder Risikopatienten. (Symbolbild)  © Ole Spata/dpa

Update, 16. Dezember, 18.14 Uhr: Mehr als 4100 neue Infektionen, 87 Tote

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Mittwoch weitere 4165 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 197.870, wovon circa 139.365 genesen sind. Insgesamt starben bisher in Baden-Württemberg außerdem 3714 Menschen, das waren 87 mehr als zum Vortag.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 197.870 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3714 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 197.870 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3714 starben.  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. Dezember, 17.42 Uhr: Ministerium verkündet Höchststand an Nutzern auf Lernplattform

Am ersten Tag der Schulschließungen in Baden-Württemberg hat das Kultusministerium beim Fernunterricht einen Höchststand an Nutzern auf der digitalen Lernplattform Moodle registriert. "Das Videokonferenztool BigBlueButton hatte heute Vormittag einen Nutzerrekord mit 32.500 Usern online", teilte eine Sprecherin am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit.

Das sei etwa das dreifache Nutzungsaufkommen als zu Hochzeiten bei den coronabedingen Schulschließungen im Frühjahr. Die Lernplattform Moodle, in die das Videokonferenztool integriert ist, laufe stabil.

In Bayern war es zu Beginn des bundesweiten Lockdowns zu Problemen mit der dortigen Plattform Mebis gekommen, die nur eingeschränkt erreichbar gewesen war. Im Südwesten gibt es derzeit nur für Abschlussklassen Fernunterricht, der bis zu Beginn der regulären Weihnachtsferien am 23. Dezember läuft. Die große Mehrheit der knapp 1,5 Millionen Schüler hat schon vorgezogene Weihnachtsferien.

Das Kultusministerium hatte die Plattform Moodle verbessern müssen, nachdem sie im Frühjahr überlastet gewesen war. Bildungsverbände hatten das Ministerium kritisiert, weil das System nicht an jeder Schule genutzt wurde. Der Philologenverband dagegen lobte die Nutzung zuletzt.

Moodle ist ein Lernmanagementsystem, über das Schüler und Lehrer online miteinander in Kontakt treten. Darin können Lerngruppen eingerichtet und Aufgaben verteilt und dann bearbeitet zurückgegeben werden. Schüler und Lehrer können in Foren miteinander diskutieren und Informationen austauschen. Zudem gibt es eine Art Chatfunktion.

Am ersten Tag der Schulschließungen in Baden-Württemberg hat das Kultusministerium beim Fernunterricht einen Höchststand an Nutzern auf der digitalen Lernplattform Moodle registriert.
Am ersten Tag der Schulschließungen in Baden-Württemberg hat das Kultusministerium beim Fernunterricht einen Höchststand an Nutzern auf der digitalen Lernplattform Moodle registriert.  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. Dezember, 16.57 Uhr: Menschen tauschen im Bürgerforum Corona ihre Ideen zur Pandemie aus

Am ersten Tag des harten Corona-Lockdowns ist auch erstmals das neue Forum zusammengekommen, das sich für mehr Bürgerbeteiligung während der Pandemie einsetzen soll. Rund 50 zufällig ausgewählte Menschen aus fast allen Landkreisen wollen sich künftig über eine Videokonferenz monatlich zusammenschalten, um Ideen auszutauschen und über ihre Sorgen zu sprechen.

Auch Gegner der Corona-Einschränkungen sollen in dem Gremium zu Wort kommen, sagte die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler (Grüne), beim ersten Gespräch des Forums am Mittwoch. Geplant sei auch, Experten und Politiker einzubinden.

Anders als bei Umfragen diskutierten die Teilnehmer in einem Forum, sagte Erler, sie bildeten sich Meinungen und änderten ihre eigene mitunter auch. "Das ist eine Qualität, die haben wir sonst nie", sagte die Staatsrätin.

Ähnliche Foren hat es in Baden-Württemberg bereits zu Themen wie der Altersversorgung der Abgeordneten und zuletzt zur Sanierung der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart gegeben. "Man muss ja nicht umsetzen, was von den Bürgern kommt", sagte Erler. "Aber man muss erklären, wenn man es nicht tut."

Update, 16. Dezember, 10.12 Uhr: Landesregierung weitet Corona-Hilfen aus

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut sagt: "Unsere mittelständischen Unternehmen dürfen durch die Corona-Pandemie nicht ausgebremst werden. Sie brauchen weiterhin passgenaue Lösungen, um ihre Liquidität zu sichern".

Am Mittwoch hat das Landeskabinett die Verlängerung weiterer Hilfsprogramme zur Unterstützung von Unternehmen, Einzelhandel, Start-ups und Soloselbständigen in der Corona-Krise beschlossen. Damit können einige Landeshilfen auch über 2020 hinaus bis Juni 2021 beantragt werden.

"Viele mittelständische Unternehmen müssen aktuell weiterhin massive Liquiditätsengpässe überbrücken. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie werden uns alle noch einige Monate begleiten. Deshalb verlängern wir unsere Programme – ebenso wie der Bund – bis zum 30. Juni 2021", erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Update, 16. Dezember, 6.55 Uhr: Kitas im Land sehen sich gut gewappnet für Notbetreuung

Vor dem geplanten Start der Notbetreuung in den Kitas im Land ab Mittwoch zeigen sich die Einrichtungen grundsätzlich gut gewappnet. Die meisten Träger und Kommunen hätten sich seit dem ersten Lockdown intensiv mit dem Thema Notbetreuung auseinandergesetzt und einiges gelernt, teilte Kristina Reisinger, Sprecherin des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS)
Baden-Württemberg am Dienstag mit. Sie gehe deshalb davon aus, dass es diesmal wesentlich besser funktionieren werde. Der KVJS berät und beaufsichtigt rund 8800 Kindertagesstätten in Baden-Württemberg.

Dennoch erreichte die Einrichtungen im Land erst am Dienstag eine ausführlichere Handreichung zur Umsetzung der Notbetreuung durch das Kultusministerium, wie eine Sprecherin mitteilte. Darin ist etwa geregelt, dass es keiner besonderen Form bedarf, um die Notbetreuung zu beantragen. Auch die Kriterien, um eine Notbetreuung in Anspruch zu nehmen, werden erläutert. Diese fallen weniger streng aus als noch im Frühjahr. So sind laut Kultusministerium all die Kinder zu einer Notbetreuung berechtigt, deren Eltern beide beruflich unabkömmlich und an der Betreuung ihres Kindes gehindert sind. Dabei wird nicht zwischen einer Tätigkeit im Homeoffice oder außerhalb der eigenen Wohnung unterschieden. Bei Alleinerziehenden kommt es allein auf eine berufliche Tätigkeit an.

Wie sehr das Angebot in Anspruch genommen wird, lässt sich für Kristina Reisinger von KVJS nicht absehen. Wie gut das ganze klappe, hänge zudem auch von der Entwicklung der weiteren Infektionszahlen und den Personalressourcen der einzelnen Einrichtungen ab. Das Kultusministerium sieht die Kitas im Land gut für die Notbetreuung vorbereitet. Sie hätten bereits in den Monaten März, April und Mai eine Notbetreuung landesweit organisiert und auf die Beine gestellt. Auf diese Erfahrungen könnten nun alle Akteure unmittelbar zurückgreifen, teilte die Sprecherin des Ministeriums mit.

Das Land sieht sich für die Notbetreuung gut gewappnet.
Das Land sieht sich für die Notbetreuung gut gewappnet.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 16. Dezember, 6.09 Uhr: Kunstwerk mit Tausenden Nägeln erinnert in Kirche an Corona-Tote

Im Münster in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) erinnert ein Kunstwerk aus Tausenden Nägeln an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie. In kleine Blöcke aus Holz sind im Heilig-Kreuz-Münster rund 13 000 Nägel eingeschlagen und auf Treppenstufen in der Kirche aufgereiht.

"Die Vielzahl der Toten ist so abstrakt, das konnte ich mir bildlich nicht vorstellen", sagte Marios Pergialis, Jugendreferent beim Dekanat Ostalb, zur Idee für das Kunstwerk. Er fasste deshalb den Entschluss, jeden Corona-Toten mit einem Nagel zu versinnbildlichen.

Zusammen mit dem Künstler Anthony Di Paola trat er im November mit der Idee an die Kirchengemeinde heran und erhielt die Erlaubnis für das Kunstwerk im Münster. Als sie die Nägel Ende November in die Holzklötze schlugen, gab es rund 12 500 Corona-Tote in Deutschland. Inzwischen ist die Zahl auf mehr als 22 000 Todesfälle gestiegen. Schalen mit weiteren Tausenden Nägeln darin, die neben den Hunderten Holzklötzen stehen, erinnern an die neu hinzugekommenen Opfer.

Ein Teil der Nägel bildet zudem den Schriftzug "Fürchtet euch nicht". Pergialis betont, mit dem Kunstwerk wolle er keine Angst schüren, sondern vielmehr die Realität aufzeigen. So werde es auch von den meisten aufgenommen. Viele seien beim Anblick des Kunstwerks ergriffen und gleichzeitig erschrocken, da so die schiere Menge an Einzelschicksalen sichtbar werde, sagte Pergialis. Das Kunstwerk soll noch bis 21. Dezember im Heilig-Kreuz-Münster zu sehen sein.

Nägel stehen im Heilig-Kreuz-Münster in einem Kunstwerk aus 14434 Nägeln. Im Vordergrund liegt ein Schild, auf dem "Ein Nagel für jeden Coronatoten in Deutschland" steht.
Nägel stehen im Heilig-Kreuz-Münster in einem Kunstwerk aus 14434 Nägeln. Im Vordergrund liegt ein Schild, auf dem "Ein Nagel für jeden Coronatoten in Deutschland" steht.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 15. Dezember, 17.52 Uhr: Fast 3300 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, 104 weitere Todesfälle

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Dienstag weitere 3295 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 193.705, wovon circa 136.782 genesen sind. Insgesamt starben bisher in Baden-Württemberg außerdem 3627 Menschen, das waren 104 mehr als zum Vortag.

Update, 15. Dezember, 13.25 Uhr: Mehr Infizierte in Tettnanger Klinik

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Krankenhaus in Tettnang (Bodenseekreis) ist die Zahl der Infizierten stark gestiegen.

Bis Montag seien 53 Mitarbeitende positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Mindestens drei infizierte Patienten mussten wegen starker Symptome auf die Intensivstation in eine Friedrichshafener Klinik gebracht werden.

In der Tettnanger Klinik befinden sich derzeit noch 27 infizierte Patienten mit milden Symptomen und 16 Patienten, bei denen eine Infektion bislang unklar ist. Sie sollen noch am Dienstag erneut getestet werden.

Laut Sprecherin hatten vermutlich sowohl zwei Mitarbeiter als auch ein Patient das Virus in die Klinik gebracht. Vergangenen Donnerstag waren 34 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Das Krankenhaus verhängte daraufhin einen Aufnahmestopp bis zum 20. Dezember.

Viele Patienten, die sich zu dem Zeitpunkt stationär in der Klinik befunden hatten, seien inzwischen negativ getestet und entlassen worden.

Update, 15. Dezember, 12.30 Uhr: Tourismus in Baden-Württemberg bricht massiv ein

Der Tourismus in Baden-Württemberg ist im sogenannten Sommerhalbjahr zwischen Mai und Oktober auf das Niveau von vor Jahrzehnten zurückgefallen.

Die Zahl der ankommenden Gäste schrumpfte im Vorjahresvergleich um 42,9 Prozent auf 8,0 Millionen, die Zahl der Übernachtungen um 34,1 Prozent auf 22,8 Millionen, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart am Dienstag mitteilte. Weniger Gäste in einem Sommerhalbjahr gab es im Südwesten zuletzt 1997, weniger Übernachtungen in diesem Zeitraum registrierten die Statistiker seit der Wiedervereinigung sogar noch nie.

Auffällig ist, dass die Bodensee-Region einen weitaus weniger starken Rückgang als andere Orte im Südwesten verkraften musste. Härter traf es etwa Hoteliers im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und in der Stuttgarter Region.

Den touristischen Tiefpunkt hatte die Branche im Lockdown-Monat April erlebt, als die Zahl der Gäste (minus 94 Prozent) und der Übernachtungen (minus 88,3 Prozent) besonders stark einbrachen.

Bis zur Corona-Krise hatte die Südwest-Tourismusindustrie mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. In Baden-Württemberg hängen nach ngaben des Tourismusministeriums etwa 390.000 Arbeitsplätze von dieser Branche ab, der Tourismus erwirtschaftete demnach zuletzt einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

Update, 15. Dezember, 11 Uhr: Unterricht im Klassenzimmer ab 11. Januar?

Kultusministerin Susanne Eisenmann will den Schülern im Südwesten ab dem 11. Januar wieder einen konkreten Schulbesuch ermöglichen.

"Wir hoffen, durch diesen harten Lockdown die Zahlen natürlich bis zum 10. Januar deutlich nach unten drücken zu können. Unabhängig von den Inzidenzzahlen muss Schule dann wieder angeboten werden können", sagte die CDU-Politikerin dem SWR. Bildung sei das höchste Gut und nicht mit anderen Dingen vergleichbar.

Fern- und Wechselunterricht, bei dem immer nur ein Teil in der Schule ist oder die Kinder ganz zu Hause sind, brächten große Probleme mit sich. "Nicht in der Frage der Schulausstattung - das ist gar nicht zwingend das Thema - sondern in der Frage des Lernerfolgs." Dieser sei bei diesen Varianten geringer.

Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl fügte hinzu: "Wir haben übrigens auch viele Kinder, die in durchaus schwierigen Verhältnissen leben."

Auf Kritik am Hin und Her beim Thema vorgezogene Weihnachtsferien reagierte sie mit dem Hinweis, dass wegen der dynamischen Entwicklung der Pandemie auch Entscheidungen angepasst werden müssten. Längerfristige Planungen seien einfach nicht möglich, sagte sie dem Sender.

Eisenmann sagte mit Blick auf die Betreuung von Kita-Kindern, alle Eltern seien gebeten, ihre Kinder selbst zu betreuen. Wer aber unausweichlich arbeiten müsse, auch im Home Office, oder alleinerziehend sei, habe Anspruch auf Notbetreuung. Die gelte nicht nur für Eltern in systemrelevanten Berufen.

Können die Schüler ab dem 11. Januar wieder in ihre Klassenzimmer zurückkehren? (Symbolbild)
Können die Schüler ab dem 11. Januar wieder in ihre Klassenzimmer zurückkehren? (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 14. Dezember, 17.28 Uhr: Rund 100 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Montag weitere 2177 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 190.410. Davon waren circa 134.647 Menschen wieder genesen. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden außerdem 99 weitere Todesfälle gemeldet, sodass die Anzahl der Verstorbenen insgesamt auf 3523 Menschen in Baden-Württemberg anstieg.

Update, 14. Dezember, 15.23 Uhr: SPD fordert Paradigmenwechsel in der Corona-Politik

Weltfremd, chaotisch, zerstritten - die SPD hat der Landesregierung ein miserables Management der Corona-Krise vorgeworfen.

Fraktionschef Andreas Stoch forderte am Montag bei einer Sondersitzung im Landtag einen Paradigmenwechsel von Grün-Schwarz. Die Maßnahmen dürften nicht mehr danach ausgerichtet sein, was gesellschaftlich wichtig oder nicht wichtig sei, sondern ob sie gegen das Virus wirkten. Es gehe nicht darum, was leicht zu verordnen sei, sondern was helfe gegen die Ausbreitung der Pandemie.

Es gehe nicht darum, ob die Schulen offen bleiben oder geschlossen werden, sondern wie man so viel Unterricht wie möglich mit dem geringsten Risiko durchführen könne. Stoch forderte von der Landesregierung eine Strategie auch für die Zeit nach dem 10. Januar. Die Menschen brauchten eine Perspektive. Er warf Grünen und CDU Wahlkampfgetöse vor und einen "lähmenden Streit um Profilierungssucht".

Update, 14. Dezember, 13.17 Uhr: Tausende Verstöße trotz scharfer Auflagen und zunehmender Infektionen

Die Auflagen sind schärfer geworden, die Zahl der Infektionen steigt weiterhin rasant - und dennoch registriert Baden-Württembergs Polizei bei Corona-Kontrollen immer noch landesweit Tausende von Verstößen.

In der vergangenen Woche (7.-13.12.) seien fast 19 000 Menschen kontrolliert und mehr als 10.000 Verstöße festgestellt worden, teilte das Innenministerium am Montag in Stuttgart mit. Fast 9600 der Kontrollierten trugen demnach keinen vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz und mehr als 500 legten die Bestimmungen zur Kontaktbeschränkung falsch aus.

Es hätten sich aber fast ausnahmslos alle kontrollierten Passanten einsichtig gezeigt, sie seien daher nicht angezeigt worden, hieß es. In 700 anderen Fällen sah das anders aus - dort erstatteten die Beamten Anzeige wegen Ordnungswidrigkeiten, weil die Kontrollierten keine Einsicht zeigten. Details zu den Zahlen nach der landesweiten Ausgangsbeschränkung liegen nicht vor.

Die Polizei kontrolliert die Corona-Maßnahmen an einer U-Bahn-Station in Stuttgart.
Die Polizei kontrolliert die Corona-Maßnahmen an einer U-Bahn-Station in Stuttgart.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 13. Dezember, 17.09 Uhr: Fast 2280 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, weitere 25 Todesfälle

Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg am Sonntag mitteilte, wurden weitere 2277 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 188.233, wovon inzwischen 133.030 genesen sind. Im Zusammenhang mit Covid-19 wurden außerdem 25 weitere Todesfälle gemeldet, somit starben insgesamt in Baden-Württemberg 3424 Menschen mit dem Coronavirus.

Update, 13. Dezember, 15.13 Uhr: Südwest-Handel rechnet mit Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe

Angesichts des weitreichenden Lockdowns geht der Handelsverband Baden-Württemberg von Umsatzverlusten in Höhe von 2,5 bis 3 Milliarden Euro aus. Die Mittwoch startenden und bis 10. Januar geplanten Schließungen von Geschäften, die keine Ware für den täglichen Bedarf verkaufen, betreffen nach Verbandsangaben vom Sonntag etwa 20 000 Betriebe und 250 000 Beschäftigte im Südwesten. "99 Prozent dieser Unternehmen sind kleine und mittelständische Unternehmen", hieß es weiter. Insgesamt stelle der Einzelhandel den drittgrößten Wirtschaftszweig im Land dar.

"Ein großer Teil dieser enormen Wirtschaftskraft steht nächstes Jahr vor dem finanziellen Aus, wenn jetzt nicht dementsprechend große Unterstützung seitens der Politik kommt", sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann laut Mitteilung. Der Handel sollte im Dezember wie die Gastronomie behandelt werden und von den Dezemberhilfen profitieren. Ab Januar müsse dann eine neue Form der Finanzhilfe gefunden werden, hieß es weiter.

Update, 13. Dezember, 15.02 Uhr: Schulen werden in Baden-Württemberg Mittwoch geschlossen

Nach dem bundesweiten Beschluss für einen harten Lockdown werden in Baden-Württemberg von Mittwoch an die Schulen geschlossen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr, sollen die Weihnachtsferien nach vorn verlegt werden, um weitere Kontakte zu vermeiden. Nur für Abschlussklassen solle es Fernunterricht geben.

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Update, 13. Dezember, 14.23 Uhr: Elternvertretung fordert "Ausstiegsszenario" für Kitas

Noch vor Beginn des coronabedingten Lockdowns hat die Landeselternvertretung baden-württembergischer Kindertageseinrichtungen (LEBK-BW) "ein klares und verbindliches Ausstiegsszenario für die Kitas" gefordert. "Kitas dürfen nicht wie im Frühjahr die letzten Institutionen sein, die bei möglichen Lockerungen und Öffnungen berücksichtigt werden", erklärte die LEBK-BW am Sonntag in Stuttgart. Verwaltungen, Träger und Eltern brauchten jetzt schnell klare Regeln von der Landesregierung. "Die Umsetzung darf nicht wieder zur tagelangen Hängepartie werden."

Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben beschlossen, dass Schüler und Kita-Kinder spätestens ab Mittwoch deutschlandweit - wann immer möglich - für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben sollten. Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wollte am Nachmittag in einer Pressekonferenz über den Lockdown informieren.

"Gerade in der aktuellen, angespannten Lage müssen Kitas als Betreuungsmöglichkeit für die Angehörigen systemrelevanter Berufe geöffnet bleiben", betonte die LEBK-BW den Angaben zufolge auch in einem Schreiben an Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). "Eine pauschale landesweite Schließung muss vermieden werden." Wichtig seien landesweit einheitliche Kriterien, die lokal nach den jeweiligen Inzidenzwerten angewendet werden. "Die Schließung von Kitas darf kein Mittel sein, um über diesen Umweg Kontaktmöglichkeiten von Erwachsenen einzuschränken", hieß es. "Kinder haben ein eigenständiges Recht auf Bildung und Betreuung."

Spätestens ab Mittwoch sollen Schüler und Kita-Kinder möglichst zuhause bleiben.
Spätestens ab Mittwoch sollen Schüler und Kita-Kinder möglichst zuhause bleiben.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Update, 13. Dezember, 14.06 Uhr: Lehrergewerkschaft kritisiert Landesregierung für Corona-Politik

Die Lehrergewerkschaft GEW hat die Politik für das "wochenlange Hin und Her zum Thema Weihnachtsferien" kritisiert. "Susanne Eisenmann und Winfried Kretschmann machen Wahlkampf auf dem Rücken der Schulen statt endlich dafür zu sorgen, dass wir alle so gut wie möglich durch die Krise kommen", sagte Landeschefin Monika Stein laut Mitteilung am Sonntag in Freiburg in Bezug auf die Kultusministerin und CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im März sowie auf den Ministerpräsidenten und Grünen-Spitzenkandidat.

"Die Schulleitungen und die Lehrerinnen und Lehrer an den 4500 Schulen haben den Corona-Flickenteppich mit immer wieder unterschiedlichen Aussagen der Landesregierung und die uneinheitliche Praxis der Gesundheitsämter in Baden-Württemberg satt", sagte Stein.

Wenn frühere Weihnachtsferien zum Schutz der 1,5 Millionen Schüler und 130.000 Lehrer im Land beitrügen und dazu, dass weniger Menschen krank werden oder sogar sterben, "dann sollte dies einheitlich für alle Schulen im Land umgesetzt werden", so die Gewerkschafterin.

Update, 13. Dezember, 13.02 Uhr: Kretschmann: Harter Lockdown ist leider unvermeidlich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat um Verständnis für den harten Lockdown schon ab Mittwoch geworben. "Es bleibt uns leider nichts anderes übrig, als nun schnell in den harten Lockdown zu gehen", sagte der Grünen-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart nach der Schalte mit den anderen Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die erneut wachsende Zahl der Neuinfektionen, die vielen Toten, die wir Tag für Tag zu betrauern haben und die zunehmende Belastung der Krankenhäuser und Intensivstationen zwingen uns dazu."

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern gilt der Lockdown vom 16. Dezember bis zum 10. Januar. Der Einzelhandel muss mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf schließen. Schüler und Kita-Kinder sollen spätestens ab Mittwoch deutschlandweit - wann immer möglich - für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben. Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich. Kretschmann will um 15.30 Uhr in einer Pressekonferenz über den Lockdown informieren. Der Grünen-Politiker appellierte an die Menschen im Südwesten: "Bitte halten Sie sich alle an die Maßnahmen und beschränken Sie Ihre Kontakte so weit es geht."

Update, 13. Dezember, 7.18 Uhr: Projekt soll Unternehmen bei richtiger Lüftungs-Strategie helfen

Bei der Frage, wie sie in Corona-Zeiten ihre Arbeitsbereiche am besten und sichersten belüften, sollen Firmen im Südwesten künftig Unterstützung bekommen. Das Land plant dazu ein Projekt namens "Healthy Air Initiative", wie aus einer Vorlage für die Kabinettssitzung am kommenden Dienstag hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit sollen Beratungszentren finanziert werden, die die Unternehmen bei der Gestaltung und Umsetzung technischer Lösungen zur Verbesserung der Raumlüftung unterstützen, heißt es darin. Das Projekt soll 2,7 Millionen Euro kosten und im Januar beginnen.

Da sogenannte Aerosole eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten, sei eine ausreichend starke Lüftung ein zentraler Baustein - gerade im Winter aber schwierig, heißt es zur Begründung. Zur Frage, wie effektiv stattdessen technische Lösungen sein könnten, sei die Datenlage aktuell noch unzureichend. Zugleich scheuten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen eine teure Beratung. Daher sei ein niedrigschwelliges Angebot nötig.

Außer den potenziellen Nutzern sollen auch die Hersteller von Luftreinigern beraten werden. Zudem ist eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts geplant. Umsetzen soll es das Wirtschaftsministerium, das auch die Vorlage erarbeitet hat.

Der Nutzen von Luftreinigungsgeräten in Ergänzung zu anderen Maßnahmen sei offensichtlich und wissenschaftlich belegt, betonte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Claus Paal, der sich für das Projekt stark gemacht hatte. "Die Technologie ist ausgereift, bewährt und bei uns im Land verfügbar. Was bisher gefehlt hat, waren klare Informationen und Empfehlungen für Interessierte", sagte er.

Ein Luftreiniger steht in der Landesgeschäftsstelle von Die Linke Baden-Württemberg. Bei der Frage, wie sie in Corona-Zeiten ihre Arbeitsbereiche am besten und sichersten belüften, sollen Firmen im Südwesten künftig Unterstützung bekommen.
Ein Luftreiniger steht in der Landesgeschäftsstelle von Die Linke Baden-Württemberg. Bei der Frage, wie sie in Corona-Zeiten ihre Arbeitsbereiche am besten und sichersten belüften, sollen Firmen im Südwesten künftig Unterstützung bekommen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 12. Dezember, 19.13 Uhr: Mehr als 3000 neue Infektionen mit dem Coronavirus, 47 weitere Todesfälle

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium teilte mit, dass am Samstag weitere 3005 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet wurden. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 185.956, wovon circa 130.890 inzwischen genesen sind. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben bisher in Baden-Württemberg insgesamt 3399. Das waren 47 Todesfälle mehr als zum Vortag.

Update, 12. Dezember, 14.10 Uhr: Kretschmann nach Schalte mit Merkel: Lockdown vor Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten von CDU und CSU sind nach Darstellung des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten. "Da muss sich unsere Gesellschaft auf einen harten Lockdown einstellen, und so wie es sich abzeichnet, eher vor Weihnachten und nicht erst nach Weihnachten", sagte Kretschmann nach einer Corona-Schalte mit Merkel und den Ministerpräsidenten der Union. Aus weiteren Teilnehmerkreisen hieß es, dies sei allgemeine Haltung gewesen.

Kretschmann erklärte beim Grünen-Landesparteitag in Reutlingen weiter zum Start des bundesweiten Lockdowns: "Alle müssen damit rechnen, dass das schon kommende Woche beginnt, wo wir das gesellschaftliche Leben weitgehend stilllegen werden." Die endgültige Entscheidung werde bei der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Sonntag fallen. Auch aus einzelnen SPD-geführten Bundesländern höre er Zustimmung zu einem harten Lockdown schon vor Weihnachten. Die stark steigenden Infektionszahlen ließen den Ministerpräsidenten keine Wahl, sagte Kretschmann, der im Südwesten eine grün-schwarze Regierung führt und deshalb an bestimmten Runden der Unions-Ministerpräsidenten teilnimmt.

Update, 12. Dezember, 12.17 Uhr: Kretschmann: Bundesweiter Lockdown kommt wohl vor Weihnachten

Der bundesweite Lockdown wird nach Einschätzung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann schon vor Weihnachten kommen. "So wie es sich abzeichnet, wird der harte Lockdown vor Weihnachten kommen und nicht erst danach", sagte Kretschmann am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Reutlingen mit Verweis auf eine Corona-Schalte mit anderen Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel.

Dort sei am Samstagmorgen die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Sonntag zur Corona-Krise vorbereitet worden. Kretschmann betonte, die Menschen müssten sich darauf einstellen, dass schon nächste Woche das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben so weit wie möglich heruntergefahren werde.

Der baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.
Der baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.  © Marijan Murat/dpa

Update, 12. Dezember, 7.06 Uhr: Fast 550 Soldaten helfen Gesundheitsämtern bei Corona

Bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen nach Corona-Infektionen in Baden-Württemberg helfen fast 550 Soldaten. Sie seien in 31 Gesundheitsämtern im Einsatz, teilte das Landeskommando Baden-Württemberg mit. Überwiegend seien die Hilfeleistungen bereits bis Mitte Januar 2021 vereinbart. Sowohl von den Gesundheitsämtern als auch von den Soldaten kämen positive Rückmeldungen. "Viele der Soldatinnen und Soldaten leisten gerne ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie und haben sich teilweise freiwillig für diesen Einsatz gemeldet", teilte das Landeskommando mit.

Bundesweit sind nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mehr als 9000 Soldaten im Einsatz gegen die Pandemie. Anträge auf Amtshilfe mit Bezug auf die Impfzentren hat es nach Angaben des Landeskommandos im Südwesten bisher noch nicht gegeben.

Eine Soldatin unterstützt das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten.
Eine Soldatin unterstützt das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Kontakten.  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. Dezember, 22.04 Uhr: Deutlich weniger Besucher in der Karlsruher Innenstadt

Am Freitagabend waren deutlich weniger Besucher in der Karlsruher Innenstadt zu verzeichnen wie zuletzt, meldet die Polizei am späten Abend.

"Auch der Marktplatz und der Friedrichsplatz waren weniger frequentiert. Trotzdem mussten mehrere Verwarnungen ausgesprochen werden", schreiben die Beamten.

Auf dem Marktplatz ergaben sich zusätzlich durch einen Außenverkauf von zwei Gaststätten Verstöße gegen das Ansammlungsverbot. In der Spitze befanden sich etwa 150 Menschen auf dem Marktplatz.

Gegen 18.15 Uhr hatten sich Bereiche des Friedrichsplatzes mit zirka 180 Personen gefüllt. Aufgrund von Verstößen gegen die Maskenpflicht sprachen Polizeibeamte die Besucher persönlich an.

Insgesamt wurden knapp 130 Verwarnungen ausgesprochen. Fünf Gruppen wurden aufgrund der Missachtung des Ansammlungsverbots verwarnt.

Nachdem die Verkaufsstände gegen 19 Uhr geschlossen wurden, leerten sich die Plätze und die Polizeibeamten mussten nur noch vereinzelt einschreiten.

Update: 11. Dezember, 19 Uhr: Fast 3800 neue Infektionen, 60 weitere Tote

Am Freitag wurden dem Landesgesundheitsamt 3798 neue Corona-Fälle gemeldet, somit erhöht sich die Zahl der Infizierten auf insgesamt 182.951. Davon sind 128.299 Menschen wieder von ihrer Infektion genesen.

Die Zahl der Toten stieg um 60 auf nunmehr 3352. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 174,9.

Am Freitag wurden fast 3800 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Freitag wurden fast 3800 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. Dezember, 11.11 Uhr: Kinder haben sich laut Studie im Lockdown mehr bewegt

Kinder und Jugendliche haben sich einer Studie zufolge im Corona-Lockdown im Frühjahr im Schnitt rund 36 Minuten länger pro Tag in ihrem Alltag bewegt - aber auch eine Stunde mehr am Bildschirm verbracht. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Erhebung des Karlsruher Instituts für Technologie und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe mit mehr als 1700 Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 17 Jahren. Zudem verbrachten sie durchschnittlich knapp 18 Minuten mehr pro Tag mit "unorganisiertem Sport" wie Kicken, Basketball- oder Federballspielen.

"Erstaunlicherweise haben sich die Jungen und Mädchen für den Wegfall der Sportangebote Ersatz gesucht, und zwar auch diejenigen, die vorher nicht sportlich aktiv waren", sagte Sportwissenschaftlerin Claudia Niessner laut Mitteilung. Allerdings handle es sich um eine Momentaufnahme in einem außergewöhnlich warmen Frühjahr, räumte Professor Alexander Woll ein. Offen sei, was im Winter passiere.

Und Quantität sei nicht Qualität, betonte Woll: "Spielen im Freien, Fahrradfahren, Garten- oder Hausarbeit haben nicht dieselbe Intensität wie Training und Wettkämpfe im Verein." Geschlossene Vereine bedeuteten im Schnitt 28,5 Minuten weniger Sport pro Tag. "Wie sich der Wegfall von Sport in Schule und Verein langfristig auf die Motorik oder das Übergewicht auswirkt, wissen wir noch nicht."

Ferner stellten die Forscher fest, dass es eine große Rolle spiele, in welcher Umgebung die Kinder und Jugendlichen lebten. So hätten sich jene am meisten bewegt, die in einem Einfamilienhaus in einer kleinen Gemeinde wohnten. Am wenigsten bewegten sich den Angaben nach Kinder und Jugendliche, die in mehrstöckigen Häusern in der Großstadt zu Hause seien. "Bewegungsflächen verschwinden in der Stadtplanung, hier ist dringend eine Gegenbewegung nötig", sagte Woll.

Kinder spielen auf einem Sportplatz Fußball.
Kinder spielen auf einem Sportplatz Fußball.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 10. Dezember, 19.17 Uhr: Mehr als 4200 neue Infektionen, 64 Tote

Wie das Landesgesundheitsministerium mitteilt, haben sich in Baden-Württemberg weitere 4208 und damit insgesamt 179.154 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Verstorbenen steigt um 64 auf 3292 Menschen.

Weitere 2525 sind genesen, damit steigt die Zahl der Genesenen auf 125.715. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für Baden-Württemberg steigt auf 168,8.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 179.154 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3292 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 179.154 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3292 starben.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Dezember, 19.05 Uhr: Corona-Ausbruch in Klinik im Bodenseekreis

In einem Krankenhaus in Tettnang (Bodenseekreis) sind 34 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 24 betroffenen Patienten, die alle nur milde Symptome zeigten, seien isoliert im Krankenhaus untergebracht worden, teilte eine Sprecherin mit. Daneben sei bei zehn Mitarbeitern eine Infektion festgestellt worden. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Das Krankenhaus hat einen Aufnahmestopp verhängt und am Donnerstag alle Patienten und Mitarbeiter getestet. Aktuell sind 90 von 130 Betten der Klinik belegt.

Update, 10. Dezember, 16.26 Uhr: Forscher: Schulschließungen wichtig für Corona-Trendwende

Frühzeitige Schulschließungen können nach einer Analyse des Karlsruher Instituts für Technologie bei den täglichen Corona-Fallzahlen eine Trendwende ausmachen. Je eher die Schulen geschlossen worden seien, desto deutlicher habe sich der Effekt gezeigt, sagte Wirtschaftsinformatiker Niklas Kühl einer Mitteilung von Donnerstag zufolge. "Hätten wir im Frühjahr in Deutschland einen Tag länger gewartet, bis wir die Schulen schließen, hätte dies laut unseren Analysen 125.000 zusätzliche Infektionen bedeutet, die Schließung sieben Tage später sogar 400 000 zusätzliche Fälle."

Die Wissenschaftler hatten Zahlen der Johns-Hopkins-Universität für neun europäische Länder - darunter Deutschland - und 28 US-Bundesstaaten aus dem Zeitraum 22. Januar bis 12. Mai analysiert. Den Angaben nach untersuchten sie die Auswirkungen der allgemeinen Einschränkung von Versammlungen, des Reduzierens persönlicher Kontakte, des Lockdowns und von Schulschließungen. Berücksichtigt worden seien Merkmale wie die Altersstruktur, Bevölkerungsdichte, medizinische Infrastruktur und das Klima in den jeweiligen Ländern und Bundesstaaten.

"Bis eine Maßnahme wirkt, dauert es im Durchschnitt zwei Wochen", schreiben die Forscher. Dass Schulschließungen den Analysen zufolge effektiv sind, heiße jedoch nicht, dass andere Maßnahmen nicht auch wesentlichen Einfluss haben könnten. Wegen großer Unterschiede bei der Umsetzung gebe es ein hohes Maß an Unsicherheit. Zudem seien manche Faktoren gar nicht berücksichtigt worden. So analysierten die Karlsruher das Tragen von Masken nicht, "weil diese Maßnahme in den betrachteten Ländern zumeist erst spät eingeführt wurde".

Die Studie soll im "European Journal of Information Systems" veröffentlicht werden. Eine Vorabfassung ist schon online zu lesen.

Update, 10. Dezember, 15.57 Uhr: Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr für extreme Hotspots

Mit ganztägigen Ausgangsbeschränkungen will die Landesregierung auf explodierende Infektionszahlen in Hotspots des Landes reagieren.

In Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche soll das Verlassen der Wohnung bald auch tagsüber nur noch aus triftigen Gründen erlaubt sein. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Donnerstag der dpa mit. Allerdings soll es zahlreiche Ausnahmen geben: etwa Arbeit, Arztbesuch, Einkauf.

Damit verschärft die Regierung ein erneutes Mal die Regeln zur Eindämmung der Pandemie. Bislang ist eine nächtliche Ausgangssperre für Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 vorgeschrieben. Nach den jüngsten Infektionszahlen wäre nur Pforzheim (337,4) von den neuen Regeln betroffen.

Heilbronn liegt aber bereits bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 298,6. Noch am Donnerstag wollte die Regierung einen Erlass für Pforzheim auf den Weg bringen. Am Freitag soll die erweiterte Hotspotstrategie vom Kabinett beschlossen werden und nächste Woche in die Corona-Verordnung einfließen.

in Schild weißt in der Pforzheimer Innenstadt auf die Maskenpflicht hin.
in Schild weißt in der Pforzheimer Innenstadt auf die Maskenpflicht hin.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 10. Dezember, 12.34 Uhr: Corona kostet Entwicklungsdienstleister Betrandt Umsatz und Gewinn

Die Coronakrise und mit ihr verschobene oder gestrichene Projekte der Kunden haben den Entwicklungsdienstleister Bertrandt Umsatz und vor allem viel Gewinn gekostet. So sei der Start ins Geschäftsjahr 2019/20, das am 30. September endete, noch erwartungsgemäß gewesen, teilte das Unternehmen aus Ehningen am Donnerstag mit. Im weiteren Verlauf aber hätten die Auswirkungen der Pandemie dann maßgeblichen Einfluss auf das Geschäft gehabt. "Da auch viele Kunden von Bertrandt die wirtschaftliche Aktivität zeitweise gedrosselt oder unterbrochen haben, war auch Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Projektverschiebungen oder -aussetzungen konfrontiert", hieß es.

So ging der Umsatz im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 13,5 Prozent auf rund 917 Millionen Euro zurück. Der Gewinn nach Steuern brach sogar um 90 Prozent auf nur noch 3,7 Millionen Euro ein. Auch die Zahl der Beschäftigten ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück: um mehr als 1000 auf zuletzt 12.335. Als Grund wurden "strukturelle Anpassungen an die Marktbedürfnisse" genannt.

Bertrandt bietet Entwicklungsdienstleistungen vor allem für die Auto- und die Luftfahrtindustrie an.

Update, 10. Dezember, 12.32 Uhr: Kostenlose Masken in Apotheken nicht vor Mitte Dezember

Kostenlose Mund-Nase-Masken für Risiko-Gruppen gibt es in baden-württembergischen Apotheken nicht vor Mitte Dezember. Darauf wies der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) am Donnerstag hin. Die Masken gebe es erst, wenn die Verordnung dazu in Kraft getreten sei.

Damit sei frühestens am 15. Dezember zu rechnen. Zugleich appellierte der Verband an die Bevölkerung, angesichts der Corona-Gefahr nicht unnötig deshalb früher die 2400 Apotheken im Land aufzusuchen. Über-60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Risikoschwangere können im Dezember drei kostenlose Masken in der Apotheke bekommen.

Update, 10. Dezember, 11.55 Uhr: Hotspot-Regionen planen strengere Maßnahmen

Weil sie den Corona-Grenzwert von 200 Neuinfektionen überschritten haben, bereiten die Landkreise Rottweil, Freudenstadt und Heilbronn sowie die Stadt Ulm strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vor.

Wenn die Zahlen noch zwei weitere Tage über der Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegen, sollen die jeweiligen Verfügungen am Wochenende in Kraft treten. Das Landratsamt Freudenstadt will sich dabei an das Muster der Landesregierung halten, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Es gebe keine lokalen Besonderheiten. Dies gilt weitgehend auch für den Landkreis Heilbronn, dessen Verfügung ab Freitag greifen soll. Das Landratsamt Rottweil prüft den Angaben nach noch, welche Regelungen dort erlassen werden. Die Stadt Ulm kündigte für den Nachmittag eine Mitteilung an.

Die baden-württembergische Regierung hatte einen Erlass veröffentlicht, nachdem Kommunen mit einer sogenannten 200er-Inzidenz oder mehr an drei Tagen infolge strengere Maßnahmen ergreifen müssen, als landesweit im Kampf gegen die Seuche gelten.

Dazu zählen zum Beispiel nächtliche Ausgangsbeschränkungen, weiter reichende Vorgaben zur Maskenpflicht und die Schließung etwa von Friseursalons.

Update, 10. Dezember, 10.17 Uhr: Coronakrise sorgt für starken Gewinnrückgang bei Voith

Die Coronakrise hat dem Technologiekonzern Voith einen herben Gewinneinbruch beschert. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019/2020 (30. September) nur noch sechs Millionen Euro nach 72 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung, Toralf Haag, am Donnerstag in Heidenheim mitteilte. Der Voith-Konzern sei gut aufgestellt, um gestärkt aus der beispiellosen Krise hervorzugehen und sich auch mittel- bis langfristig positiv zu entwickeln.

Der Umsatz sank um 3 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro. Kurzfristige Kosteneinsparungen hätten den Umsatzrückgang nur teilweise ausgleichen können. Beim Geschäft mit den Papiermaschinen verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzzuwachs. Im Bereich Wasserkraft hingegen seien die Erlöse spürbar zurückgegangen. Und die Antriebstechnik verzeichnete lediglich ein leichtes Umsatzminus. Voith beschäftigt weltweit rund 20.000 Mitarbeiter.

Update, 10. Dezember, 7.47 Uhr: Landesregierung rechnet mit Impfstoff erst nach Weihnachten

Die Landesregierung rechnet nicht mehr mit einer ersten Lieferung des Impfstoffs gegen das Coronavirus vor Weihnachten. Zwar erwarte man noch dieses Jahr die ersten Lieferungen vom Bund, aber nicht mehr vor Weihnachten, bestätigte eine Sprecherin des Sozialministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Die Signale gehen eher Richtung Ende des Monat"», sagte sie. Die zentralen Impfzentren stünden allerdings planmäßig bereits ab 15. Dezember bereit, um loslegen zu können mit dem Impfen.

Baden-Württemberg rechnet auf Grundlage einer Berechnung durch den sogenannten Königsteiner Schlüssel in einer ersten Tranche mit gut 600.000 Impfstoff-Dosen.

Eine Arzthelferin verabreicht einem Kind eine Impfung. (Symbolbild)
Eine Arzthelferin verabreicht einem Kind eine Impfung. (Symbolbild)  © dpa/Ole Spate

Update, 9. Dezember, 17.50 Uhr: Mehr als 4000 Neu-Infektionen, 59 Tote

Wie das Landesgesundheitsministerium mitteilt, haben sich in Baden-Württemberg weitere 4042 und damit insgesamt 174.946 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Verstorbenen steigt um 59 auf 3228 Menschen.

Weitere 2281 sind genesen, damit steigt die Zahl der Genesenen auf 123.190. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für Baden-Württemberg liegt bei 160,2.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 174.946 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3228 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 174.946 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 3228 starben.  © Marius Becker/dpa

Update, 9. Dezember, 17.32 Uhr: Kretschmann wirbt fürs Impfen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hat die Menschen aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Ich werbe sehr dafür und rufe dazu auf", sagte er der Stuttgarter Zeitung.

Kretschmann widersprach in dem Interview Ängsten, die neuen Impfstoffe auf Basis der Boten-RNA-Technologie könnten das Erbgut verändern. Dies sei definitiv nicht der Fall. "Ich halte da jede Angst für unbegründet", sagte er. Kretschmann ist nach eigenen Angaben bereits gegen Grippe und Pneumokokken geimpft.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

Update, 9. Dezember, 16.12 Uhr: Gewerkschaft: Polizisten sollen zuerst geimpft werden

Polizisten sollten nach Ansicht der Deutschen Polizeigewerkschaft bei Impfungen gegen das Coronavirus gleich in der ersten Phase berücksichtigt werden. "Erneut müssen wir feststellen, dass die Regierung der Polizei nicht die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lässt, wie es notwendig wäre", sagte der Stellvertretende Bundes- und Landesvorsitzende Ralf Kusterer.

"Wir sind täglich höchsten Gefahren beim direkten Kontakt mit Maskenverweigerern, Querdenkern und anderen konfrontiert", so Kusterer. Die Polizei müsse daher in der ersten Priorisierungsphase dabei sein.

Nach der Impfstrategie der grün-schwarzen Landesregierung sollen zuvorderst Menschen geimpft werden, die wegen ihres Alters oder Gesundheitszustands besonders von schweren Covid-19-Verläufen bedroht sind. Die "zweite zu priorisierende Gruppe" umfasst Beschäftigte in der Gesundheitsversorgung und Altenpflege.

Mitarbeiter der Polizei zählt die Landesregierung zu den "darüber hinaus zu schützenden Personen", die in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge und für die Aufrechterhaltung zentraler staatlicher Funktionen eine Schlüsselstellung besäßen.

Ralf Kusterer, der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg (DPolG-BW), bei einer Veranstaltung der DPolG-BW.
Ralf Kusterer, der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg (DPolG-BW), bei einer Veranstaltung der DPolG-BW.  © Marijan Murat/dpa

Update, 9. Dezember, 12.20 Uhr: Waldhof Mannheim bekommt Corona-Hilfen

Der SV Waldhof Mannheim hat finanzielle Unterstützung aus dem staatlichen Corona-Hilfspaket erhalten.

"Das Geld wurde bewilligt und ist bei uns eingegangen", sagte der Geschäftsführer des Fußball-Drittligisten, Markus Kompp, dem Mannheimer Morgen (Mittwoch). Mit den Geldern sollen ausgefallene Zuschauereinnahmen kompensiert werden. Es gibt bis zu 800.000 Euro pro Club in diesem Jahr.

Update, 9. Dezember, 11.40 Uhr: Passagierzahlen beim Stuttgarter Flughafen brechen massiv ein

Der Stuttgarter Flughafen rechnet angesichts des coronabedingt eingebrochenen Reisemarkts dieses Jahr mit einem Rückgang der Passagierzahlen um rund drei Viertel im Vergleich zu 2019.

Bis Ende 2020 werde man bei voraussichtlich 3,2 Millionen Fluggästen liegen, das entspreche einem Minus von etwa 75 Prozent, teilte der Flughafen am Mittwoch in Stuttgart mit. Im Vorjahr hatte der mit Abstand größte Südwest-Airport mit 12,7 Millionen Fluggästen noch einen Passagierrekord aufgestellt.

Auch die Zahl der Starts und Landungen ging nun zurück - bis Ende Dezember erwartet der Flughafen hier ein Minus von rund 65 Prozent auf etwa 38.500 Flugbewegungen. Die Verschuldung des Flughafens stieg stark an, beim Jahresergebnis erwarten die Verantwortlichen einen Verlust im höheren zweistelligen Millionenbereich.

Für das kommende Jahr rechnen die Geschäftsführer Walter Schoefer und Arina Freitag mit einer leichten Erholung auf etwas mehr als 6 Millionen Passagiere.

Als Lichtblick bezeichneten die beiden die Corona-Impfstoffe, die demnächst auch in Europa verfügbar sein sollen. Ein entscheidendes Hemmnis für eine Wiederbelebung des Luftverkehrs seien aber weiter die internationalen Quarantäneregeln.

Wenn Menschen von einem in ein anderes Land reisen, müssen sie sich in Corona-Zeiten häufig erst mal für mehr als eine Woche in Selbstisolation begeben - das macht das Reisen höchst unattraktiv.

Die Flughafen-Geschäftsführer Walter Schoefer und Arina Freitag am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.
Die Flughafen-Geschäftsführer Walter Schoefer und Arina Freitag am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Update, 9. Dezember, 9.35 Uhr: Landesbischof: "Vielleicht ist das Recht auf ein Risiko ein Menschenrecht"

Bei der Diskussion um Kontaktbeschränkungen und Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen sollte nach Überzeugung des badischen Landesbischofs Jochen Cornelius-Bundschuh auch ein Recht auf Risiko berücksichtigt werden.

Während ältere Menschen zu Hause gemeinsam mit ihren Angehörigen entscheiden könnten, wie viel Nähe sie angesichts der Corona-Pandemie zulassen, seien Menschen in Heimen in dieser Frage quasi entmündigt.

"Vielleicht ist das Recht auf ein Risiko auch ein Menschenrecht", sagte der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden der dpa. "Das, glaube ich, gehört einfach dazu und das muss man Menschen auch ermöglichen."

Die Kirche habe immer auch den einzelnen Menschen im Blick, der Trost und Stärkung brauche, der gefährdet sei. "Eingriffe in den Privatbereich muss man im Rahmen halten", sagte Cornelius-Bundschuh.

Fehlende Nähe sei gerade im Advent und zu Weihnachten ein großes Thema auch für die Kirche. "Die Atmosphäre wird schwerer durch die Distanz. Immer ist da diese Angst mit im Raum."

Die Kirche und die Gemeinden versuchten, in dieser Zeit für die Menschen da zu sein. Das sei eine große Chance für die Kirche. "Es geht um eine Haltung, um eine Einstellung zum Leben, dazu haben wir eine Menge zu sagen", betonte Cornelius-Bundschuh.

Er erlebe eine neue Nachdenklichkeit. Viele stellten sich die Frage, was die Pandemie für den Lebensstil bedeute. Das Virus habe auch etwas damit zu tun, dass die Menschen die Natur zurückdrängen. Es gehe zum Beispiel um Fragen des Reisens oder des Verbrauchs von Rohstoffen.

Badens Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.
Badens Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 9. Dezember, 7.10 Uhr: Keine pauschalen Besuchsverbote in Pflegeheimen

In Baden-Württemberg soll es auch im Fall eines harten Corona-Lockdowns nach Weihnachten keine pauschalen Besuchsverbote in Pflegeheimen geben.

Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne) sagte der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart, kategorische Besuchsverbote bei steigenden Infektionszahlen kämen im Südwesten nicht infrage.

Wörtlich erklärte er: "Pauschale Besuchseinschränkungen sind für die Bewohnerinnen und Bewohner massive Eingriffe, unter denen die Betroffenen während der ersten Phase der Pandemie erheblich gelitten haben." Mittlerweile seien die Einrichtungen und das Personal deutlich besser geschützt - etwa mit Ausrüstung und Antigen-Schnelltests - was ein Offenhalten möglich mache.

Die grün-schwarze Regierung erwägt wegen der steigenden Corona-Infektionen ein Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens nach den Weihnachtsfeiertagen. Allerdings will Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sich mit seinen Länder-Kollegen und Kanzlerin Angela Merkel auf eine gemeinsame Linie im Kampf gegen Corona verständigen.

Lucha erläuterte, viele Träger wie etwa die Evangelische Heimstiftung hätten sich sehr deutlich gegen nochmalige Besuchsverbote ausgesprochen. Das wirksamste Mittel gegen Corona-Ausbrüche seien neben der strengen Beachtung der Hygienevorschriften regelmäßige Tests.

"Inzwischen haben stationäre Einrichtungen pro Bewohner und Monat 30 Antigen-Schnelltests zur Verfügung, die sie je nach Bedarf frei einsetzen können - für Bewohner, Personal und Besucher", erklärte der Minister.

Besuchsverbote in Pflegeheimen könnten von den zuständigen Behörden angeordnet oder von den Einrichtungen selbst ausgesprochen werden, wenn es zu Ausbrüchen kommt. "Aber auch hier gilt immer der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit", betonte Lucha. Einen 100-prozentigen Schutz der Einrichtungen vor Infektionen könne es leider nicht geben.

Das wirksamste Mittel gegen Corona-Ausbrüche seien neben der strengen Beachtung der Hygienevorschriften regelmäßige Tests, sagte Sozialminister Lucha. (Symbolbild)
Das wirksamste Mittel gegen Corona-Ausbrüche seien neben der strengen Beachtung der Hygienevorschriften regelmäßige Tests, sagte Sozialminister Lucha. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Update, 8. Dezember, 19.47 Uhr: 2639 Neuinfektion, 72 Tote

Wie das Landesgesundheitsministerium mitteilt, haben sich in Baden-Württemberg weitere 2639 Menschen und damit insgesamt 170.904 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Verstorbenen steigt um 72 auf 3169 Menschen.

Weitere 1976 sind genesen, damit steigt die Zahl der Genesenen auf 120.909.

Insgesamt haben sich in Baden-Württemberg 170.904 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Insgesamt haben sich in Baden-Württemberg 170.904 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  © Oliver Berg/dpa

Update, 8. Dezember, 19.38 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre im Corona-Hotspot Calw

Im Kreis Calw gilt von Mittwoch an eine nächtliche Ausgangssperre, Friseure und Solarien müssen schließen und es gibt weitere Einschränkungen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung wurde am Dienstag verkündet, wie eine Sprecherin des Landkreises mitteilte. Die Ausgangsbeschränkung soll von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr gelten. Das Verlassen des Hauses ist in dieser Zeit nur noch mit triftigem Grund möglich, wie in den Städten Mannheim, Heilbronn und Pforzheim, wo eine solche Regelung bereits greift. Als triftige Gründe gelten insbesondere die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, aber auch etwa die Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Der Landkreis überschritt zuletzt über mehrere Tage den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und gilt daher als Hotspot. Mit der neuen Verordnung setzt der Kreis einen Erlass des Sozialministeriums für sogenannte Corona-Hotspots um. Neben der nächtlichen Ausgangssperre legt die neue Allgemeinverfügung auch fest, dass etwa Friseure und Solarien geschlossen werden müssen.

Auch Sportstätten für den Schulbetrieb können vorerst nicht mehr genutzt werden. Bereits am vergangenen Freitag hatte der Landkreis Calw ein Veranstaltungsverbot erlassen. Außerdem gilt seither das Verbot besonderer Verkaufsveranstaltungen durch den Einzelhandel.

Die Straßen werden nachts leer bleiben. (Symbolbild)
Die Straßen werden nachts leer bleiben. (Symbolbild)  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

Update, 8. Dezember, 18.15 Uhr: Eisenmann kritisiert Leopoldina: "Nicht ganz auf der Höhe der Zeit"

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sieht den Vorschlag der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina für eine zeitweise Aufhebung der Schulpflicht schon ab der nächsten Woche äußerst kritisch. "Denn das bedeutet nichts anderes als landesweite Schulschließungen - und noch nicht mal Fernunterricht", teilte die CDU-Politikerin am Dienstag in Stuttgart mit. "Diesen drastischen Schritt der flächendeckenden Schulschließungen wollen wir weiterhin zwingend vermeiden, weil wir aus der Zeit im Frühjahr gelernt haben."

Stattdessen ermögliche man in Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einen Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht. "Zudem sind die Zahlen der geschlossenen Schulen und Schulklassen oder Gruppen in Quarantäne nach wie vor vergleichsweise gering." Einen landesweiten Stillstand für die Bildung wolle man unbedingt vermeiden. "Dass ausgerechnet eine wissenschaftliche Institution dies fordert, überrascht doch ein bisschen", kritisierte Eisenmann.

Die Ministerin und CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im März 2021 ist zwar einverstanden mit einem Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen, wenn die Schulen eh geschlossen sind. Doch die Leopoldina liege mit ihren Vorschlägen auch manchmal daneben: "Manche Forderungen zeigen, dass die Leopoldina bei den Corona-Maßnahmen nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein scheint. Die Idee, Gruppenaktivitäten im Bereich von Sport und Kultur einzustellen, ist in Baden-Württemberg bereits seit Wochen Realität."

Die Wissenschaftler hatten wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen auf eine drastische Verschärfung der Beschränkungen bereits ab kommender Woche gepocht. Die Feiertage und der Jahreswechsel sollten für einen "harten Lockdown" genutzt werden, hieß es. In einem ersten Schritt sollte die Schulpflicht vom kommenden Montag (14. Dezember) an bis zu den Weihnachtsferien aufgehoben werden. Damit sei gemeint, dass die Schüler nicht mehr in die Schule kommen müssen, erläuterte eine Sprecherin der Leopoldina. Das entbinde nicht von der Pflicht, zu Hause Aufgaben zu lösen. Ab 24. Dezember bis mindestens 10. Januar sollte dann "in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen".

Update, 8. Dezember, 17.35 Uhr: Ludwigsburg kassiert Maskenpflicht nach Gerichtsbeschluss

Die Stadt Ludwigsburg hat die pauschale Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Innenstadt infolge eines Gerichtsbeschluss zurückgenommen. Vorerst gelten wieder die Regelungen des Landes Baden-Württemberg, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Diese enthalten auch eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche wie Fußgängerzonen und unter Voraussetzungen wie fehlendem Mindestabstand. Das Stuttgarter Verwaltungsgerichts hatte zuvor nach einem Eilverfahren vom 4. Dezember erklärt, dass die stadteigene Regelung wohl rechtswidrig sei.

Die Allgemeinverfügung der Stadt sehe keine Ausnahmen für Situationen vor, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden könne, und enthalte keine zeitlichen Einschränkungen, hieß es. Fraglich sei auch, ob die Stadt die Verfügung hätte erlassen dürfen oder dafür das Gesundheitsamt des Landkreises zuständig sei. Diese Fragen hätten in einem Hauptverfahren endgültig geklärt werden müssen.

Ferner betonte das Gericht, dass die Landes-Corona-Verordnung weiter gilt, wonach in Fußgängerbereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Stadt hatte ihre weitergehenden Regeln nach Angaben des Gerichts damit begründet, es handle sich um - tags und nachts - besonders stark frequentierte Orte, an denen hohes Ansteckungsrisiko bestehe. Diese Argumentation überzeugte das Gericht nicht.

Zwei Bürger hatten somit erfolgreich beim Gericht Widerspruch eingelegt. Die Stadt teilte mit, Hinweisplakate würden nun erstmal aktualisiert. Der Landkreis prüfe aber, ob er auf Grundlage der Landesverordnung eine neue Allgemeinverfügung erlasse. "Die Infektionslage ist unverändert ernst, und unabhängig von der Entscheidung des Gerichts sind wir alle gemeinsam aufgerufen, alles zu tun, um die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen, da sonst eine Überlastung der Kliniken und des Gesundheitssystems insgesamt droht", sagte Landrat Dietmar Allgaier (CDU) laut Mitteilung.

Update, 8. Dezember, 14.35 Uhr: Städtetag hält geplante Corona-Verschärfungen für richtig

Die angekündigten härteren Corona-Maßnahmen der Landesregierung sind aus Sicht des baden-württembergischen Städtetags angemessen. "Die Städte und Gemeinden tragen härtere Maßnahmen nicht nur mit – sie fordern sie teilweise selbst, um die Infektionszahlen endlich wieder zu senken", teilte Vorstandsmitglied Gudrun Heute-Bluhm der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Die Kommunen spürten die Unsicherheit der Bevölkerung und merkten, wie sich die Lage in den Krankenhäusern täglich zuspitze.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte angesichts steigender Corona-Infektionszahlen drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens gefordert. So könne man nicht weitermachen, sagte er bei einer Kabinettssitzung in Stuttgart.

Update, 8. Dezember, 13.47 Uhr: Auch Eisenmann für Lockdown nach den Feiertagen

Die baden-württembergische CDU-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, Susanne Eisenmann (55), drängt ebenfalls auf einen harten Lockdown nach den Feiertagen. "Wenn die schweren und tödlichen Infektionsverläufe sich so fortsetzen, scheint ein harter Lockdown unausweichlich", sagte sie am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

"In der Zeit vom 27. Dezember bis 10. Januar ergäbe ein radikales Herunterfahren des öffentlichen Lebens mit schärferen Kontaktbeschränkungen absolut Sinn, weil Schulen und Kitas ohnehin geschlossen sind und viele Menschen Urlaub genommen haben", so die Kultusministerin. Die Entscheidung über einen harten Lockdown müsse nun zügig getroffen werden.

Außerdem müsse man sich dringend Gedanken machen, wie es eigentlich im Januar, Februar und März weitergehe. Eisenmann warnte aber davor, sich in den Tagen bis nach Weihnachten noch einmal auszutoben und mit vielen Freunden wild zu feiern.

Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen mehren sich bundesweit die Forderungen, das öffentliche Leben deutlich stärker als bisher einzuschränken. Ein harter Lockdown rücke nach den Weihnachtsfeiertagen näher, sagte auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) am Dienstag.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 8. Dezember, 12.45 Uhr: Kretschmann kündigt drastische Maßnahmen für 300er-Hotspots an

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hat drastische Maßnahmen für Regionen mit extrem ausufernden Corona-Infektionszahlen angekündigt.

Man werde noch diese Woche für Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen drastische Maßnahmen beschließen müssen, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Er hoffe, dass die Maßnahmen für die extremen Hotspots Anfang nächster Woche in Kraft treten könne. Bislang sei nur Pforzheim davon betroffen.

Man werde zudem debattieren müsse, ob man sich doch noch einmal mit der Kanzlerin vor Weihnachten trifft, um neue Entscheidungen zu treffen. Ein harter Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen rücke näher. Das sei gut denkbar, sagte Kretschmann.

Die bisherige Hotspot-Strategie des Landes zielt ab auf Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Diese Regeln beinhalten zum Beispiel bereits schärfere Kontaktregeln und nächtliche Ausgangsbeschränkungen. An Schulen in betroffenen Stadt- und Landkreisen kann es Wechsel- und Fernunterricht in älteren Jahrgangsstufen geben.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 8. Dezember, 10.43 Uhr: Studie: Zahl der Insolvenzen im Südwesten trotz Corona rückläufig

Weniger Firmenpleiten trotz Corona-Krise: Ungeachtet wirtschaftlicher Turbulenzen durch die Pandemie ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Südwesten einer Studie zufolge im laufenden Jahr rückläufig. Baden-Württemberg kommt nach Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform gemessen an den Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen auf 38 Fälle. Im Vorjahr waren es noch 41.

Im Vergleich der 16 Bundesländer hat Baden-Württemberg damit den drittniedrigsten Wert. Die meisten Firmenpleiten je 10.000 Unternehmen gibt es den am Dienstag veröffentlichten Daten der Auskunftei zufolge in Bremen (98 Fälle), auf den zweithöchsten Wert kommt Berlin (78). Die niedrigste Insolvenzquote weist wie schon im Vorjahr Thüringen auf (30), dahinter folgt Brandenburg (36).

Bundesweit werden nach einer Hochrechnung von Creditreform auf Basis der November-Daten im Gesamtjahr 2020 insgesamt 16.300 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Das wären 13,4 Prozent weniger als 2019 und es wäre der niedrigste Stand seit 1993 (15.150). Staatliche Hilfsgelder und Erleichterungen im Insolvenzrecht haben die Lage im laufenden Jahr vielerorts entspannt, Ökonomen gehen aber von deutlich steigenden Pleitezahlen 2021 aus.

Die Zahl der Insolvenzen wird von mehreren Anbietern erfasst. Amtliche Zahlen für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich im März.

Update, 8. Dezember, 10.36 Uhr: Adler Mannheim erhalten Corona-Hilfe des Bundes

Vor dem Saisonauftakt der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dürfen sich die Adler Mannheim über staatliche Hilfen in der Corona-Krise freuen. "Wir haben den Maximalbetrag erhalten", bestätigte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp dem Mannheimer Morgen.

13 der 14 Vereine aus der DEL hatten die Unterstützung des Bundes beantragt. Als Kompensation für die ausgefallenen Zuschauereinnahmen gibt es bis zu 800.000 Euro pro Club in diesem Jahr.

Weil die Clubs besonders stark von Zuschauereinnahmen abhängig sind, war lange unklar gewesen, ob ein Spielbetrieb in der DEL möglich ist. Am 17. Dezember soll nun aber die Saison 2020/21 starten.

Hopp, der auch Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bunds ist, sorgt sich aufgrund der Pandemie auch um die Talente als Zukunft des Sports. "Das größte Drama in der Pandemie ist, dass der Nachwuchssport stillsteht. Wir verlieren einen kompletten Jahrgang, der jetzt Schlittschuhlaufen gelernt hätte", sagte er.

Update, 8. Dezember, 9.34 Uhr: OB Mentrup über Corona-Krise: Perspektiven für Familien fehlen

Karlsruhes wiedergewählter Oberbürgermeister, Frank Mentrup (56), fordert in der Corona-Krise konkrete Ideen für die besonders betroffenen Branchen. "Manche Familien, die Betriebe führen, sehen doch gar keine Perspektive mehr", sagte der SPD-Politiker den Badischen Neuesten Nachrichten.

Viele würden deshalb aufgeben, bevor sie den letzten Cent zusammenkratzen, um doch noch weiterzumachen. "Von denen, die die Maßnahmen setzen, kommen auch keine Visionen für die Betroffenen, wie es weitergehen könnte. Das kritisiere ich", sagte Mentrup. "Verschärfen oder nicht? Lockern oder nicht? Das Zaudern und Hadern - das macht eigentlich das schlechte Gefühl bei den Menschen."

Der 56-Jährige war bei der OB-Wahl am Sonntag in Karlsruhe für acht weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Er hatte mehr als 52 Prozent der Stimmen geholt.

Karlsruhes Oberbügermeister Frank Mentrup (56, SPD).
Karlsruhes Oberbügermeister Frank Mentrup (56, SPD).  © Uli Deck/dpa

Update, 7. Dezember, 20.03 Uhr: Stockacher Narrengericht fällt aus

Das berüchtigte Stockacher Narrengericht gegen einen prominenten Politiker fällt im Jahr 2021 coronabedingt aus. Daneben werde es auch keine Umzüge, Bälle, bunten Abende oder Saalveranstaltungen geben, teilte die Fasnachts-Institution am Montag mit.

"Uns schmerzt das närrische Herz, aber es ist die einzig sinnvolle und verantwortungsbewusste Entscheidung", sagte Narrenrichter Jürgen Koterzyna laut Mitteilung.

Das mehr als 600 Jahre alte "Hohe Grobgünstige Narrengericht zu Stocken" gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht im Südwesten. Auf der Anklagebank der Institution saßen bereits Franz Josef Strauß (CSU), Angela Merkel (66, CDU) und Annegret Kramp-Karrenbauer (58, CDU). Letztere geriet 2019 im Anschluss an die Verhandlung für Aussagen zum dritten Geschlecht in die Kritik.

Die Narrengerichtsverhandlung lebe von den spontanen Reaktionen des Publikums im Saal, hieß es in der Mitteilung. Daher habe man sich gegen eine Verhandlung in Studioatmosphäre entschieden. Doch man werde andere Angebote machen, damit die Fastnacht "für alle, auch daheim und im Kleinen", erlebbar bleibe.

Update, 7. Dezember, 17.58 Uhr: Über 1600 Neuinfektionen

Am Montag wurden dem Landesgesundheitsamt 1625 neue Infektionen gemeldet. Damit haben sich insgesamt 168.265 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 118.933 Personen sind wieder genesen.

Die Zahl der Corona-Toten stieg um 76 auf nunmehr 3097. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 152,1.

Auch am Montag wurden zahlreiche Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Auch am Montag wurden zahlreiche Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Dezember, 15.15 Uhr: Heilbronn verschärft Corona-Maßnahmen

Wegen gestiegener Infektionszahlen hat auch die Stadt Heilbronn die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verschärft.

Ab Dienstag sind bis auf wenige Ausnahmen wie Bestattungen alle Veranstaltungen untersagt, von 21 bis 5 Uhr darf das Haus nur mit triftigem Grund - wie Arbeit oder Arztbesuch - verlassen werden. Die Maskenpflicht in der Fußgängerzone oder auch im Umkreis von Schulen und Kitas wird ausgeweitet.

"Obwohl nach unserer Einschätzung die Regeln nicht in großem Umfang missachtet wurden, hat sich die positive Tendenz der letzten Woche leider nicht fortgesetzt", sagte Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) laut Mitteilung. Deshalb seien zum Schutz der Bürger weitere Maßnahmen notwendig.

Ähnliche Regeln über das allgemein gültige Maß hinaus gelten zum Beispiel in Pforzheim und Mannheim. Laut einer Sprecherin gibt es viele Corona-Fälle in Heilbronn in Familien. Ein besonderer Ausbruchsort habe aber nicht ausgemacht werden können.

Die baden-württembergische Landesregierung hatte die Behörden angewiesen, für sogenannte Hotspots strengere Maßnahmen zu verhängen.

Stand Sonntagabend wurden in Pforzheim in den vergangenen sieben Tagen 316,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet. Die Stadt Heilbronn lag mit einer Inzidenz von 279,6 auf dem zweiten Rang, gefolgt von Mannheim mit 239,2. In allen 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten ist der Grenzwert von 50 Fällen überschritten.

Das Innenministerium hat für die ganze Woche Polizeikontrollen zur Einhaltung der Corona-Verordnung angekündigt. Für die Nacht auf Montag verzeichnete beispielsweise die Mannheimer Polizei keine Verstöße bei mehr als 500 Kontrollen.

"Die Mannheimer Bevölkerung verhält sich vorbildlich, verantwortungsbewusst und diszipliniert während dieser bislang noch nie dagewesenen gesellschaftlichen Herausforderung", sagte Polizeipräsident Andreas Stenger laut Mitteilung. Bis auf ganz wenige Ausnahmen begegneten die Menschen seinen Kollegen mit Verständnis und akzeptierten die Maßnahmen.

In Heilbronn gelten künftig strengere Regeln. (Symbolbild)
In Heilbronn gelten künftig strengere Regeln. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 7. Dezember, 10.38 Uhr: Lucha will keinen Alkoholausschank im Freien

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will den Alkoholausschank im Freien wegen Corona verbieten. Das wolle er dem grün-schwarzen Kabinett vorschlagen, sagte er am Montag im Radioprogramm SWR Aktuell. "Wir haben jetzt gerade am Wochenende in den großen Innenstädten gesehen, dass im Prinzip die Weihnachtsmärkte über die Hintertür kommen, dass wir Riesenschlangen an Glühweinständen hatten", so Lucha. "Das kann und darf nicht sein." Die Verkaufsstände seien Anziehungspunkte, und die Kunden hielten sich dort beispielsweise nicht mehr an Abstandsregeln.

Daher sei es wichtig, den Alkoholausschank zu beschränken. "Wir müssen jetzt noch mal alles dafür tun, dass die Menschen merken: Es geht um keine Petitesse", sagte der Minister. Trotz Einschränkungen steigen die Infektionszahlen im Südwesten leicht. "Wir müssen unsere Anstrengungen noch mal deutlich verschärfen und verstärken." Dabei gehe es vor allem darum, die Zahl der Kontakte zu reduzieren.

Update, 7. Dezember, 10.34 Uhr: Gesundheitsminister für Wechselunterricht

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) von der Notwendigkeit von Wechsel- beziehungsweise Fernunterricht in älteren Jahrgangsstufen überzeugen. "Das erscheint mir jetzt ein probates Mittel", sagte er am Montag im Radioprogramm SWR Aktuell. Um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu reduzieren, sei es wichtig, Kontakte zu beschränken. Mit dem sogenannten Wechselunterricht, bei dem zum Beispiel Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden, könnten auch Kontakte auf dem Weg zur Schule und in Bussen und Bahnen eingegrenzt werden, sagte Lucha. Daher wolle er Eisenmann "dingend bitten, jetzt auf diesen Kurs einzuschwenken".

Das Thema wird seit Wochen in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern diskutiert. Lehrerverbände wie der Philologenverband Baden-Württemberg haben sich dafür ausgesprochen. Kritiker mahnen an, dass Unterricht in der Schule besser sei und die Betreuung zu Hause ansonsten Eltern vor neue Probleme stellen könnte. Auch Lucha räumte ein, dass Präsenzunterricht wichtig sei. Aber bei älteren Schülern erscheine ihm Wechselunterricht jetzt angesichts der Lage mit weiter steigenden Infektionszahlen vertretbar, sagte er.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).
Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).  © Uli Deck/dpa

Update, 7. Dezember, 6.08 Uhr: Corona-Krise sorgt für zahlreiche neue Wortschöpfungen

Kein anderes Thema hat den Wortschatz in diesem Jahr so stark geprägt wie die Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wie eine Sprecherin zu den Erweiterungen des Wörterbuchs der Neologismen, also der neuen Wörter, am Montag mitteilte.

Etwa 1000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das IDS in diesem Jahr demnach gesammelt. Auch Abstandsgebot, Aluhut und zweite Welle landeten neu in der Sammlung. Neben der Pandemie fanden auch andere Begriffe aus der Politik Eingang in das Wortschatz-Verzeichnis der Sprachforscher. Brexiteer und Remainer finden sich dort nun ebenso wie Reichsbürger und der Pegidist.

Die möglichen schädlichen Folgen der Nutzung sozialer Medien wurden erstmals als "digital entgiften" in das Wörterbuch aufgenommen. Die Sprachforscher begründen die Wortneuschöpfung damit, dass man nur dann bewusst auf etwas verzichte, wenn man ein Übermaß für schädlich halte.

Aus einem ganz anderen Themenbereich ist neuerdings der Begriff des Gravelbikes in der Sammlung zu finden. Damit ist eine Gattung von geländefähigeren Rennrädern gemeint, die zuletzt starke Abnahme fand. Auch die Pop-up-Radwege und die Autoposer lassen sich nun im Wörterbuch der Neologismen nachschlagen - genauso wie die Mobilitätsstation. Der vielleicht nicht jedem geläufige Begriff bezeichnet demnach Einrichtungen im öffentlichen Raum, an denen man von privaten auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder zum Beispiel auch E-Bikes oder Carsharing-Autos ausleihen kann.

Update, 6. Dezember, 17.50 Uhr: Fast 1800 neue Corona-Infektionen

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, wurden weitere 1797 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 166.640, wovon circa 117.655 inzwischen genesen sind. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben insgesamt 3021 bisher, somit kamen 15 Todesfälle im Vergleich zum Vortag hinzu.

Update, 6. Dezember, 11.15 Uhr: So lief die zweite Nacht mit Ausgangssperre in Mannheim

Nach der zweiten Nacht der Ausgangssperre in Mannheim hat die Polizei am Sonntag Bilanz gezogen.

"Insgesamt waren in der Nacht zum Sonntag 100 zusätzliche Beamtinnen und Beamte im Einsatz", teilen die Ordnungshüter mit. "Rund zwei Stunden umfassten die stationären Kontrollen in der Casterfeldstraße und in der Bismarckstraße."

Der überwiegende Teil der Zusatzkräfte sei bei mobilen Kontrollen eingesetzt worden.

Im Vergleich zur Nacht auf Samstag habe sich nun ein etwas anderes Bild gezeigt. "Insgesamt wurden 294 Fahrzeuge und 407 Personen kontrolliert. Obwohl in der Nacht zum Sonntag, im Vergleich zur vorangegangenen Nacht, wesentlich weniger Fahrzeuge und Personen in der Innenstadt und in den Stadtteilen unterwegs waren, wurden 189 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt."

Dies habe allerdings nur zu einem geringen Teil die Mannheimer Bevölkerung betroffen. Diese habe zum weitaus größten Teil triftige Argumente gehabt, wie etwa die Wege von oder zur Arbeit oder familiäre Gründe.

"Vielmehr wurden fast nur Personen kontrolliert, die auch von weit her anreisten, um in Mannheim auszugehen und denen die Ausgangsbeschränkung nicht bekannt war", heißt es weiter.

Die große Mehrheit sei einsichtig gewesen und habe Verständnis gezeigt, weshalb es bei aufklärenden Gesprächen blieb. "Gegen fünf Personen wurden allerdings Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie hatten sich absolut uneinsichtig gezeigt und wollten die Beschränkungen nicht einhalten." Damit nicht genug: "Zusätzlich wurde ihnen ein Platzverweis für das Stadtgebiet Mannheim ausgesprochen, dem sie mürrisch nachkamen."

Darüber hinaus seien zehn Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen registriert worden, die ebenfalls angezeigt werden.

Ein Polizeibeamter bei einer Kontrolle in Mannheim am Freitagabend.
Ein Polizeibeamter bei einer Kontrolle in Mannheim am Freitagabend.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 6. Dezember, 17.15 Uhr: Fast 2455 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Samstag 2455 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 164.843, wovon inzwischen circa 115.645 genesen sind. Insgesamt verstarben 3006 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, also 28 mehr als zum Vortag.

Update, 5. Dezember, 16.30 Uhr: Erneuter Corona-Befund bei Stuttgarts Handball-Trainer Schweikardt

Trainer Jürgen Schweikardt vom TVB Stuttgart ist erneut positiv auf Corona getestet worden. Das teilte der schwäbische Handball-Bundesligist am Samstag mit. Nachdem er das Testergebnis vom vergangenen Montag erhalten hat, habe sich der 40-Jährige direkt in häusliche Quarantäne begeben. Schweikardt habe leichte Symptome einer Erkältung und bleibe bis Mitte nächster Woche in Isolation. Da alle weiteren Trainer, Spieler und Betreuer des TVB seither noch dreimal negativ getestet worden seien, könne die Partie bei der HSG Wetzlar am Sonntag (16 Uhr) stattfinden. Co-Trainer Karsten Schäfer soll die Stuttgarter dabei coachen.

Es ist bereits der zweite positive Befund bei Schweikardt innerhalb weniger Monate. "Dieses Mal fühlt es sich wirklich nach einer Infektion an", sagte er. "Anders war dies im Spätsommer, hier war ich völlig überrascht vom positiven Test, da es für mich keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung gab und ich drei Tage später bereits wieder einen negativen Befund hatte." Diesmal bestätigte der zweite Test eine Infektion mit dem Virus.

Update, 5. Dezember, 14.30 Uhr: Ausgangssperre jetzt auch in Pforzheim

Mit Pforzheim und Mannheim haben bereits zwei Corona-Hotspots im Land eine nächtliche Ausgangsbeschränkung erlassen.

Die Stadt Pforzheim verkündete die nächtliche Ausgangsbeschränkung am späten Freitagabend. Sie tritt am Samstag in Kraft und gilt bis zum 14. Dezember zwischen 21 und 5 Uhr. Als Ausnahme von der Regelung gelten demnach nur "triftige Gründe", wie etwa berufliche Tätigkeiten oder Arztbesuche.

In Mannheim besteht eine nächtliche Ausgangsbeschränkung bereits seit Freitag. Sie wird von der Polizei strikt kontrolliert.

In Pforzheim wurden zudem eine erweiterte Maskenpflicht in Fußgängerzonen in der Zeit von 7 bis 19 Uhr beschlossen sowie ein Veranstaltungsverbot, das lediglich religiöse Zwecke und etwa Demos ausnimmt.

Es greift zudem eine strenge Kontaktbeschränkung. So dürfen sich öffentlich wie privat nur noch Personen aus zwei Haushalten treffen, maximal jedoch fünf Menschen.

Ähnlich strenge Corona-Maßnahmen hatten zuvor bereits die Landkreise Tuttlingen, Lörrach, Calw und der Schwarzwald-Baar-Kreis beschlossen.

Blick in die Pforzheimer Innenstadt am Freitag.
Blick in die Pforzheimer Innenstadt am Freitag.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 5. Dezember, 11.43 Uhr: Polizei zufrieden nach erster Nacht mit Ausgangssperre

Die Polizei in Mannheim zeigt sich nach der ersten Nacht mit Ausgangsbeschränkung zufrieden mit dem Verhalten der Bürger.

Sein Resümee könne nicht besser ausfallen, teilte Mannheims Polizeipräsident Andreas Stenger am Samstag mit. "Ein großes Lob an die Mannheimer Bevölkerung." Diese hätte die neue Situation trotz der kurzen Zeit zwischen Ankündigung und Inkrafttreten der Regel "verantwortungsbewusst und diszipliniert" angenommen.

Die Polizei sei mit rund 70 zusätzlichen Beamten im Einsatz gewesen, um die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr zu kontrollieren. Diese hatte die Stadt am Freitag zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens erlassen, sie soll bis zum 14. Dezember gelten.

Insgesamt hat die Polizei in der Nacht 631 Fahrzeuge kontrolliert und 837 Menschen angehalten. 55 von ihnen konnten laut Polizei keine triftigen Gründe nennen, warum sie trotz Ausgangsbeschränkung unterwegs waren. Als Ausnahmen zählen etwa berufliche Tätigkeiten oder medizinische Notfälle.

Bei den Menschen mit triftigen Gründen zählte die Polizei bei rund 80 Prozent berufliche Gründe als geltende Ausnahme, in 20 Prozent der Fälle ließen sie demnach familiäre Gründe gelten. 17 Menschen hätten gegen die Corona-Verordnung verstoßen, 13 von ihnen ein Bußgeld erhalten.

Verfahren seien wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung zunächst nicht eingeleitet worden. Die Polizei appelliere zunächst an die Einsicht der Menschen. In den kommenden Nächten will die Polizei mit einem ähnlich hohen Personaleinsatz die Ausgangsbeschränkung kontrollieren.

Ein Polizist bei einer Kontrolle in Mannheim am Freitagabend.
Ein Polizist bei einer Kontrolle in Mannheim am Freitagabend.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 5. Dezember, 10.30 Uhr: Schwerpunktkontrollen zur Maskenpflicht nächste Woche

"In dieser Zeit ist es eine der ersten Bürgerpflichten, eine Maske zu tragen – denn wer sie nicht trägt, gefährdet Gesundheit, Leib und Leben seiner Mitmenschen", wird Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) in einer Mitteilung vom Samstagmorgen zitiert.

Die meisten Menschen hielten sich daran, aber immer noch gebe es "Unvernünftige, Rücksichtslose, Verantwortungsverweigerer".

Deshalb müsse "der Kontrolldruck hochgehalten werden". In der kommenden Woche (7. bis 13. Dezember) werde die Polizei im Land die Maskenpflicht im öffentlichen Raum und die Regelungen zur Zusammenkunft von Personen verschärft kontrollieren.

"Wir werden diese Woche flächendeckend im ganzen Land entsprechende Schwerpunktkontrollen machen", kündigt Strobl an.

Seit dem 1. Dezember gilt eine verschärfte Maskentragepflicht. Die Maskenpflicht gilt künftig auch unter anderem - für Arbeits- und Betriebsstätten, vor allem in Fluren, Treppenhäusern, Teeküchen, Pausenräumen, sanitären Einrichtungen und sonstigen Begegnungsflächen, - vor Einkaufszentren, Ladengeschäften und Märkten sowie den zugehörigen Parkplätzen, - an Arbeitsstätten unter freiem Himmel, auf dem Gelände eines Betriebes oder einer Baustelle, teilt das Innenministerium mit.

Innenminister Thomas Strobl (60).
Innenminister Thomas Strobl (60).  © Marijan Murat/dpa

Update, 4. Dezember, 17.26 Uhr: Regierung erlässt strengere Corona-Maßnahmen für Hotspots

Die grün-schwarze Landesregierung hat strengere Corona-Maßnahmen für Hotspots erlassen. In Kreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche müssen die lokalen Behörden künftig nächtliche Ausgangsbeschränkungen und strengere Kontaktbeschränkungen erlassen. Dies teilte ein Regierungssprecher am Freitag mit.

Der Erlass verpflichtet die Gesundheitsämter, strenger zu handeln, wenn es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen und gleichzeitig ein "diffuses Infektionsgeschehen" gebe.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 4. Dezember, 17.19 Uhr: 3391 Neu-Infektionen, 60 Tote

In Baden-Württemberg haben sich weitere 3391 Menschen und damit insgesamt 162.388 mit Corona infiziert, teilt das Landesgesundheitsministerium mit. Weitere 2525 Menschen und damit insgesamt 113.267 Menschen sind wieder genesen.

Die Zahl der Verstorbenen steigt um 60 auf 2978.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 140,0.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 162.388 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2978 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 162.388 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2978 starben.  © DPA/ Georg Wendt

Update, 4. Dezember, 14.31 Uhr: Nach Corona-Fällen bei den Eisbären: Adler im Halbfinale

Wegen weiterer positiver Corona-Tests bei den Eisbären Berlin sind die Adler Mannheim ohne ein weiteres Spiel ins Halbfinale des Vorbereitungsturniers der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eingezogen. Das habe das Turnierdirektorat entschieden, weil die Berliner wie die Schwenninger Wild Wings nicht mehr weiterspielen können, teilte die DEL am Freitag mit. Im Halbfinale treffen die Adler von Trainer Pavel Gross am kommenden Donnerstag auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Die verbleibenden beiden Gruppenspiele der Eisbären Berlin gegen den EHC Red Bull München an diesem Freitag und gegen die Adler am Dienstag wurden abgesagt. Die gesamte Mannschaft der Berliner sowie ihre Betreuer und Trainer befinden sich bis zum 10. Dezember in Quarantäne. Zuvor hatte es auch bei den Schwenninger Wild Wings positive Corona-Testergebnisse gegeben.

Weiterer Halbfinalist der Gruppe B neben den Adlern Mannheim ist der EHC München, dessen Gegner noch nicht feststeht. Das Finale ist für den 13. September angesetzt. Die DEL-Saison soll am 17. Dezember beginnen.

Update, 4. Dezember, 11.36 Uhr: Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilanträge gegen Quarantäne-Pflicht ab

Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten müssen in Baden-Württemberg weiterhin für zehn Tage in Quarantäne. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim lehnte nach Angaben vom Freitag drei Eilanträge gegen die Regelung ab. Für das Land sei nicht nachprüfbar, welchen Infektionsrisiken Einreisende ausgesetzt gewesen seien, hieß es zur Begründung. Daher sei die Quarantänepflicht gerechtfertigt. Die Beschlüsse vom Donnerstag sind nicht anfechtbar.

Die Einreise aus Ländern mit einem erheblichen Infektionsgeschehen stellt den Richtern zufolge eine bedeutende Gefahrenquelle für eine Weiterverbreitung des Coronavirus in Deutschland dar. Dies hätten die Erfahrungen des Sommers gezeigt. Zu den Antragstellern gehörte unter anderem die Besitzerin eines Ferienhauses auf Mallorca.

Reisende aus ausländischen Risikogebiet müssen in Baden-Württemberg nach ihrer Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne. Wer die Selbstisolation vorzeitig beenden möchte, kann frühestens am fünften Tag nach der Rückkehr einen Corona-Test machen lassen. Ist das Ergebnis negativ, endet die Quarantäne-Pflicht.

Der Verwaltungsgerichtshof von Baden-Württemberg.
Der Verwaltungsgerichtshof von Baden-Württemberg.  © Uwe Aspach/dpa

Update, 3. Dezember, 18.55 Uhr: Über 3000 Neuinfektionen, 36 Tote

In Baden-Württemberg haben sich weitere 3063 Menschen und damit insgesamt 158.997 mit Corona infiziert, teilt das Landesgesundheitsministerium mit. Weitere 2556 Menschen und damit insgesamt 11.742 Menschen sind wieder genesen.

Die Zahl der Verstorbenen steigt um 36 auf 2918.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 133,6.

In Baden-Württemberg haben sich über 3000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
In Baden-Württemberg haben sich über 3000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 3. Dezember, 15.33 Uhr: 30 Klinikmitarbeiter in Nagold positiv auf Corona getestet

Weil 30 Mitarbeiter des Krankenhauses in Nagold (Kreis Calw) positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, nimmt die Klinik keine stationären Patienten mehr auf. Dies teilte der Klinikverbund Südwest am Donnerstag mit.

Bis vergangenen Montag seien zunächst 19 Mitarbeiter auf mehreren internistischen Stationen betroffen gewesen. Nach Angaben eines Sprechers dauern die Tests bei allen Mitarbeitern und Patienten an. Er sprach von einem diffusen Infektionsgeschehen. Die Klinik hat rund 700 Beschäftigte.

Die ambulante Notfall- und Erstversorgung vor Ort bleibe bestehen. Patienten, die aber in der Folge einer stationären Aufnahme bedürfen, müssen damit rechnen unter anderem innerhalb des Klinikverbundes weiterverlegt zu werden, berichtete der Sprecher weiter.

Um das Kreisklinikum Calw-Nagold zu entlasten, wurden im Laufe des Donnerstags bereits mehrere Covid-19-Patienten in umliegende Kliniken verlegt, darunter auch jeweils ein intensivmedizinisch betreuter Patient aus Calw sowie aus Nagold, die beide nach Karlsruhe ausgeflogen wurden.

Update, 3. Dezember, 13.38 Uhr: Corona-Ausbruch in Kloster: Jetzt auch Mutterhaus betroffen

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kloster in Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) hat sich die Lage dort noch einmal verschärft. Es seien nun auch die rund 50 Schwestern im Mutterhaus in Quarantäne, sagte ein Sprecher des Franziskanerinnen-Klosters Reute am Donnerstag.

Damit ist nun das gesamte Kloster unter Quarantäne. Eine Kontaktperson aus dem Mutterhaus sei positiv getestet worden. Am Freitag wolle das Gesundheitsamt eine Reihentestung bei den Bewohnerinnen des Hauses machen.

In der abgetrennten Pflegeeinrichtung haben sich zudem 38 Bewohnerinnen und 10 Mitarbeiter infiziert.

Am Donnerstag trafen zehn Bundeswehrsoldaten ein, die die Nonnen unterstützen sollen. "Darüber sind wir sehr glücklich", sagte der Sprecher. Die Soldaten würden bei der Essensausgabe und in logistischen Dingen helfen.

Update, 3. Dezember, 11.17 Uhr: "Hotspot"-Kommunen kündigen strengere Regeln an

Zwei der "Hotspot"-Gemeinden im Land wollen bei strengeren Regeln nicht mehr länger auf das Land warten. So sollen im Landkreis Tuttlingen und im Schwarzwald-Baar-Kreis am Freitag strengere Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkündet werden, wie Sprecherinnen der Landratsämter der Deutschen Presse-Agentur sagten.

In Tuttlingen sollen die neuen Regeln demnach am Samstag in Kraft treten. Die genauen Maßnahmen seien derzeit noch in der Abstimmung, hieß es. Der Schwarzwald-Baar-Kreis möchte die Regeln am Freitag auf einer Pressekonferenz vorstellen.

Die beiden Kreise gehören wie auch der Landkreis Lörrach sowie die Stadtkreise Mannheim, Pforzheim und Heilbronn derzeit zu den sogenannten Hotspots im Land. In diesen Kreisen wurde die Schwelle von 200 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner überschritten.

Das Land hat bereits eine "Hotspot"-Strategie angekündigt, bislang aber noch keine weiteren Maßnahmen bekannt gegeben. Am 5. November wurde die Schwelle von 200 bei der Sieben-Tage-Inzidenz in den Stadtkreisen Heilbronn und Pforzheim erstmals überschritten.

Update, 3. Dezember, 11.08 Uhr: dm darf Corona-Antikörpertest weiter verkaufen

Die Drogeriekette dm darf einen Coronavirus-Antikörpertest weiter verkaufen. Das Regierungspräsidium Tübingen teilte am Donnerstag mit, dass die für Baden-Württemberg und damit auch für dm zuständige Marktüberwachungsbehörde "keinen Hinweis auf einen unzulässigen Vertrieb der Probenahme- und Einsendekits" sehe.

Man habe sich mit der für den Hersteller des Kits zuständigen Behörde und dem Bundesgesundheitsministerium abgestimmt. Die Drogeriekette dm hat seinen Sitz in Karlsruhe, Hersteller Cerascreen seinen in Schwerin.

Bei dem im Internetshop von dm angebotenen Test entnimmt sich der Kunde zu Hause selbst eine Blutprobe. Diese wird an ein Labor geschickt und dort auf Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 untersucht. Das Produkt biete Kunden die Möglichkeit, diskret und ohne einen Arztbesuch einen Test vorzunehmen, der angibt, ob sich Antikörper gegen das Coronavirus gebildet haben, hatte dm erläutert.

Der Körper bildet erst einige Tage nach einer Infektion nachweisbar Antikörper gegen ein Virus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lässt sich nach derzeitigem Kenntnisstand auch bei einem Nachweis von Sars-CoV-2-spezifischen Antikörpern keine eindeutige Aussage darüber machen, ob man noch andere Menschen infizieren kann oder ob man immun ist. Wie lange und wie robust sich Antikörper nach einer Corona-Infektion halten, sei ebenfalls im Moment noch unklar.

dm darf einen Coronavirus-Antikörpertest weiter verkaufen. (Symbolbild)
dm darf einen Coronavirus-Antikörpertest weiter verkaufen. (Symbolbild)  © Uli Deck/dpa

Update, 2. Dezember, 17.35 Uhr: Über 3100 Neuinfektionen, fast 60 Tote

Am Mittwoch wurden dem Landesgesundheitsamt 3160 Neuinfektionen gemeldet, damit haben sich insgesamt 155.934 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 108.186 Personen sind demnach von ihrer Infektion genesen.

Die Zahl der Corona-Toten stieg um 58 auf nunmehr 2882. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 133,9.

Am Mittwoch wurden mehr als 3100 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden mehr als 3100 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)

Update, 2. Dezember, 8.15 Uhr: Landesregierung ändert Quarantäne-Regeln

Die Landesregierung hat die Quarantäne-Regeln angepasst. Es gelte ab dem 2. Dezember eine einheitliche Quarantäne-Dauer von 10 Tagen statt wie bislang 14 Tagen, teilte die Landesregierung am Dienstagabend mit. Wer sich bereits in Quarantäne befinde, für den bedeute dies jedoch keine Verkürzung.

Neue Regeln gelten zudem für Schüler, die Kontakt mit einem positiv getesteten Schüler aus der eigenen Klasse oder Kursstufe hatten. In einem solchem Fall könne die zuständige Behörde denjenigen als "Cluster-Schüler" einstufen. In diesem Fall ist es ab sofort möglich, die Quarantäne bereits nach dem fünften Tag zu beenden. Voraussetzung ist ein negativer Coronatest.

Hatte ein Schüler jedoch auch außerhalb der Schule mit einem später positiv Getesteten Kontakt, greife diese Regelung nicht. Ausschlaggebend sei, ob der letzte Kontakt bis zu zwei Tage vor Symptombeginn des später positiv Getesteten war oder nicht.

Bereits zuvor hatte die Landesregierung die Quarantäne-Regeln angepasst. So muss sich mittlerweile sofort nach Hause begeben, wer ein positives Testergebnis bekommt. Gleiches gilt für dessen Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen. Auch wenn ein Arzt in Verdachtsfällen etwa wegen Symptomen wie Fieber, trockenem Husten oder dem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn einen Corona-Test anordnet, beginnt die Quarantänepflicht.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 1. Dezember, 17.30 Uhr: Über 2000 Neuinfektionen, 49 Tote

Am Dienstag wurden dem Landesgesundheitsamt 2068 Neuinfektionen gemeldet, damit steigt die Zahl der Infektionen auf insgesamt 152.774. Derweil sind 105.486 Personen von ihrer Infektion genesen.

Auch sind 49 weitere Tote zu beklagen. Damit sind nun 2824 Menschen dem Virus zum Opfer gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 131,8.

Am Dienstag wurden mehr als 2000 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)
Am Dienstag wurden mehr als 2000 Neuinfektionen gemeldet. (Symbolbild)

Update, 1. Dezember, 13.43 Uhr: AfD sagt Parteitag in Göppingen ab

Nach langem Hin und Her fällt der geplante Parteitag der Südwest-AfD in Göppingen endgültig ins Wasser. Der Landesvorstand der AfD Baden-Württemberg beschloss am Dienstag, die für den 5. und 6. Dezember geplante Veranstaltung abzusagen, wie der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands, Markus Frohnmaier, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Obwohl man sich weiter juristisch gegen den Hallenbetreiber zur Wehr setzen wolle, sei der Landesparteitag nun faktisch undurchführbar geworden. Der Zeitraum für die organisatorische Vorbereitung und Durchführung unter Corona-Bedingungen sei zu kurz, betonte Frohnmaier.

Die Südwest-AfD wollte ihren Landes- oder Programmparteitag am 5. und 6. Dezember mit rund 800 Teilnehmern in der Göppinger EWS-Arena durchführen. Der Hallenbetreiber hatte der AfD allerdings den Mietvertrag gekündigt. Das Landgericht Ulm hat einen Antrag der Partei auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurückgewiesen und die Kündigung bestätigt. Die AfD will gegen die Entscheidung Rechtsmittel vor dem Oberlandesgericht einlegen. "Wir wehren uns aber auch gegen dieses Urteil, um im Nachgang Schadensersatz verlangen zu können", sagte Frohnmaier.

In den vergangenen Monaten hatte sich der AfD-Landesverband bei der Suche nach einem Ort für einen Parteitag bereits eine ganze Reihe von Absagen eingehandelt.

Update, 1. Dezember, 13.38 Uhr: Hotspotstrategie lässt weiter auf sich warten

Trotz ausufernder Corona-Infektionszahlen in mehreren Regionen hat die Landesregierung nach wie vor keine Hotspotstrategie parat. Man stimme sich derzeit noch mit den Gesundheitsämtern ab, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Knackpunkt sind Pläne für allgemeine Ausgangsbeschränkungen. Da müsse man sich noch in einer Arbeitsgruppe mit den Ressorts und den Kommunen einigen, sagte Lucha. "Wenn es nach mir ginge, hätten wir es schon im Sack."

Das Gesundheitsministerium plant derzeit scharfe Regeln für Regionen mit Inzidenzwerten über 200. Privat wie öffentlich darf sich dann nach Vorstellung des Gesundheitsministeriums nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Es gebe dann zudem ein grundsätzliches Veranstaltungsverbot, sagte Lucha. Ausnahmen soll es bei religiösen Veranstaltungen und Gerichtsterminen geben. Friseursalons und Sonnenstudio werden geschlossen. Der Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen soll nur nach vorherigem Antigen-Test oder mit FFP2-Maske erlaubt werden.

Strittig sind noch Ausgangsbeschränkungen. Nach einem Entwurf des Sozialministerium sollen die Bürger ihre Wohnung in den Hotspots nur noch "bei triftigen Gründen" verlassen, etwa für Job, Schule, Sport, Einkauf oder Arztbesuche. Derzeit liegen die Kreise Lörrach, der Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen, Pforzheim, Heilbronn und Mannheim über der 200er-Marke.

Das Problem sei, die Gebiete vernünftig abzugrenzen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Er warb für ein differenziertes Vorgehen innerhalb der betroffenen Landkreise und sprach sich am Dienstag gegen pauschale Lösungen für ganze Kreise aus. "Das Virus kennt ja nun die Kreisgrenzen nicht." Man werde sich zügig einigen. Ein Datum nannte er nicht.

Update, 30. November, 17.45 Uhr: Fast 50.000 Verstöße gegen Corona-Regeln im November

Maske, Abstand und Quarantäne - im November hat die Polizei im Südwesten fast 50.000 Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. Davon entfielen mehr als 45.000 auf Verstöße gegen die Maskenpflicht, wie das Innenministerium am Montag in Stuttgart mitteilte. Allein am vergangenen Wochenende habe es 5600 Regelverletzungen gegeben.

Jeder einzelne Verstoß sei ein bedauerliches Zeichen mangelnder Solidarität, sagte Innenminister Thomas Strobl (60, CDU). Eine Vielzahl von Verstößen gab es den Angaben nach rund um den sogenannten Black Friday, an dem viele Unternehmen mit besonders hohen Rabatte werben. So hatte etwa die Polizei in Mannheim eingreifen müssen, nachdem Geschäfte wegen des Kundenansturms schließen mussten. Es bildeten sich zum Teil Warteschlangen mit bis zu 200 Personen.

Wegen der steigenden Infektionszahlen hatte die Landesregierung im Oktober die dritte Pandemiestufe ausgerufen. Am Montag wurden die Regeln weiter verschärft: Statt bisher zehn dürfen sich ab Dienstag nur noch maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten treffen. Auch die Maskenpflicht wird im Dezember ausgeweitet, etwa auf Arbeitsstätten und vor Ladengeschäften. Zudem wird die Zahl der Kunden im Einzelhandel je nach Verkaufsfläche beschränkt.

Update, 30. November, 17.21 Uhr: Mehr als 1400 Neu-Infektionen, 61 Tote

Am Montag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 1405 auf insgesamt 150.706 an, wie das Landesgesundheitsamt meldet. Demnach sind 103.325 Menschen inzwischen wieder genesen.

Auch wurden 61 neue Corona-Tote gemeldet, damit sind nunmehr 2775 Personen dem Virus zum Opfer gefallen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 134,0.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 150.706 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2775 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 150.706 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2775 starben.

Update, 30. November, 15.08 Uhr: Erneuter Gehaltsverzicht und Kurzarbeit beim 1. FC Heidenheim

Angesichts der fehlenden Einnahmen aufgrund des anhaltenden Zuschauer-Ausschlusses verzichten die Profis des 1. FC Heidenheim erneut auf Teile ihrer Gehälter. Wie die Mannschaft sorge auch das Trainer- und Funktionsteam, der Vorstand und der Aufsichtsrat mit einem Verzicht auf Geld für finanzielle Entlastung, teilte der Fußball-Zweitligist am Montag mit. Zudem musste wie bereits ebenfalls im Frühjahr für die Mitarbeiter in der Verwaltung, im Fan- und Ticketshop sowie im Gebäudemanagement wieder Kurzarbeit angemeldet werden.

Es gehe um die "nachhaltige Existenzsicherung" des Vereins, sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald in der Vereinsmitteilung. "Kurzarbeit für unsere Mitarbeiter ist leider notwendig, um die finanziellen Einbußen, die der momentane Sonderspielbetrieb ohne Zuschauer in den Stadien in erheblichem Maße mit sich bringt, so gut wie möglich aufzufangen." Es bleibe das Ziel, "alle rund 400 Arbeitsplätze beim FCH zu erhalten."

In der vergangenen Woche hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs beschlossen, dass auch der Sport mindestens bis Weihnachten im Teil-Lockdown bleibt und nicht auf schnelle Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen darf. Die Profi-Ligen dürfen in diesem Jahr somit nicht mehr auf die Rückkehr von Zuschauern in die Stadien und Hallen hoffen.

Die Profis des 1. FC Heidenheim verzichten erneut auf Teile ihrer Gehälter.
Die Profis des 1. FC Heidenheim verzichten erneut auf Teile ihrer Gehälter.  © Tom Weller/dpa

Update, 30. November, 13.40 Uhr: Schülerinnen müssen trotz Attests Maske tragen

Drei Schülerinnen, die sich mit einem ärztlichen Attest von der Maskenpflicht an einem Gymnasium befreien lassen wollten, müssen die Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin aufziehen. Das hat das Verwaltungsgericht Stuttgart am Montag mitgeteilt. Die behauptete "Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung" sei nicht glaubhaft gemacht worden, begründete das Gericht die Entscheidung.

Der Vater der Schülerinnen hatte ärztliche Atteste vorgelegt, die allesamt von derselben Neurologin ausgestellt waren. Weil sich die Gymnasiastinnen in neurologischer Behandlung befänden, sei es ihnen aus gesundheitlichen Gründen nicht zuzumuten, Masken zu tragen, heißt es darin.

Der Schulleiter lehnte eine Befreiung von der Maskenpflicht ab, da die Atteste nicht aussagekräftig seien. Dagegen zog der Vater vor Gericht. Das Verwaltungsgericht lehnte den Eilantrag ab: Aus den wortgleichen Attesten gehe nicht hervor, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das Tragen einer Maske bei den Schülerinnen jeweils hervorgerufen würden und wie es dazu komme. Es sei auch nicht zu erkennen, auf welcher medizinischen Grundlage die behandelnde Neurologin zu der Einschätzung gelangt sei.

Die Vermutung liege nahe, «dass hier tatsächlich gar nicht bestehende medizinische Gründe für eine Unzumutbarkeit bescheinigt hätten werden sollen», da konkrete Aussage zu auftretenden medizinischen Symptomen gefehlt hätten, erklärte das vom Gericht. Die Entscheidung vom 23. November ist noch nicht rechtskräftig.

Update, 30. November, 11.30 Uhr: Schulen haben mit dem Test der Office-Software begonnen

In einem Pilotprojekt haben 25 berufliche Schulen aus Baden-Württemberg das Arbeiten mit datenschutzkonformen Office-Programme der US-Firma Microsoft begonnen. Der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink berät die Schulen dabei. Die speziell angepasste Version des Softwareangebots "Microsoft 365" soll auf "Herz und Nieren" getestet werden, weil es zuletzt Bedenken beim Datenschutz gegeben hatte. Bei der aktuellen Version werden nach Angaben Brinks online abgespeicherte Daten auf deutschen statt ausländischen Servern gespeichert.

Was von anderen Unternehmen seit Jahren genutzt wird, hält an einigen Schulen testweise Einzug: Lehrkräfte sollen eine einheitliche E-Mail-Adresse erhalten und herkömmliche Bürowerkzeuge wie "Word" und "Excel" nutzen; daneben sollen sie das Videokonferenzsystem "Teams" bekommen, das einige Schulen bereits auf eigene Initiative verwenden.

Lehrkräfte benötigen laut Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) eine zeitgemäße digitale Arbeitsumgebung. "Diese wollen wir Lehrkräften mit der Digitalen Bildungsplattform zur Verfügung stellen", teilte sie am Montag mit.

Update, 30. November 11.01 Uhr: Lucha lässt auch telefonische Impf-Anmeldungen über Hotline prüfen

Bei Anruf Impfung: In Baden-Württemberg sollen auch telefonische Anmeldungen für Impftermine in den entsprechenden größeren Zentren ermöglicht werden. Das Gesundheitsministerium arbeite mit an einer solchen bundeseinheitlichen Möglichkeit für Impfungen gegen das Coronavirus, sagte Landesminister Manne Lucha dem SWR in Baden-Baden. "Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck mit der Kassenärztlichen Vereinigung und mit der Hotline-Nummer 116 117", sagte der Grünen-Politiker am Montag. Auch über eine App soll eine Terminvereinbarung möglich sein. Die Regierung müsse hier kurzfristig agieren, weil die Impfstoffe noch nicht zugelassen seien.

Die Bundesregierung plant eine Regelung, nach der bestimmte Gruppen wie ältere Menschen oder Pflegekräfte als erstes geimpft werden dürfen. "Wenn man zur priorisierten Bevölkerungsgruppe gemäß dieser Verordnung gehört, wird es voraussichtlich ein Berechtigungssystem geben, das derzeit noch ausgearbeitet wird", teilte das Sozialministerium mit.

Lucha verteidigte die Impfstoffe gegen Zweifel an der Verträglichkeit: "Die sind sicher", sagte Lucha im Programm von SWR Aktuell. Die drei Phasen der Entwicklung seien trotz der kurzen Entwicklungszeit "hundertprozentig eingehalten" worden. "Es gibt keine besser kontrollierten Arzneimittel als Impfstoffe", sagte Lucha.

Erste Lieferungen eines Impfstoffes soll es nach den Erwartungen des Landessozialministeriums im Laufe des Dezembers geben. Die Impflogistik soll bis zum 15. Dezember aufgebaut sein. Dafür werden acht oder neun sogenannte Zentrale Impfzentren eingerichtet. Mobile Impfteams sollen Menschen zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen versorgen.

Ab Mitte Januar 2021 sollen zusätzlich etwa 50 Kreisimpfzentren in Betrieb gehen. Sie sollen je zwei eigene mobile Teams einsetzen und nach den Planungen bis Ende 2021 arbeiten. Niemand wird gezwungen, sich impfen zu lassen. Lucha sagte, er gehe davon aus, dass Pflege- und Medizinpersonal mit "gutem Beispiel vorangehen".

Der Gesundheitsminister von Baden-Württemberg Lucha.
Der Gesundheitsminister von Baden-Württemberg Lucha.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 30. November 6.08 Uhr: Baden-Württemberg bekommt neue Corona-Verordnung

Wie werden die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg umgesetzt? Die Landesregierung will am Montag die neuen Regeln für den Südwesten verkünden. In Kraft treten soll die neue Verordnung nach Angaben des Staatsministeriums dann am Dienstag.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich zwar am vergangenen Mittwoch auf das weitere Vorgehen verständigt. Dabei blieben viele Details aber noch offen - zum Beispiel spezielle Regeln für extreme Corona-Hotspots, in denen es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gibt.

Schon jetzt gelten aber neue Quarantäne-Regeln. So muss sich sofort nach Hause begeben, wer ein positives Testergebnis bekommt. Gleiches gilt für dessen Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen. Auch wenn ein Arzt in Verdachtsfällen etwa wegen Symptomen wie Fieber, trockenem Husten oder dem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn einen Corona-Test anordnet, beginnt die Quarantänepflicht. Sie endet automatisch, wenn im Rachenabstrich keine Coronaviren nachgewiesen werden. Die Quarantäne beträgt ansonsten zwei Wochen und wird ab dem 1. Dezember gemäß dem Bund-Länder-Beschluss auf 10 Tage verkürzt.

Die neue Corona-Verordnung wird ab Dezember gelten.
Die neue Corona-Verordnung wird ab Dezember gelten.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 29. November, 17.25 Uhr: Über 1400 Neuinfektionen, weitere Tote

Am Sonntag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 1425 auf insgesamt 149.301 an, wie das Landesgesundheitsamt meldet. Demnach sind 101.647 Menschen inzwischen wieder genesen.

Auch wurden 13 Corona-Tote gemeldet, damit sind nunmehr 2714 Personen dem Virus zum Opfer gefallen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 132,6.

Erneut stieg die Zahl der Infizierten. (Symbolbild)
Erneut stieg die Zahl der Infizierten. (Symbolbild)

Update, 29. November, 16 Uhr: Durchwachsener Start fürs Adventsgeschäft

Das Adventsgeschäft im Südwesten ist nach Angaben des Handelsverbands Baden-Württemberg durchwachsen gestartet. Rund 40 Prozent der befragten Geschäfte hätten von einem guten oder sehr guten Umsatz berichtet, für 20 Prozent sei der Samstag befriedigend verlaufen, die übrigen Geschäfte seien unzufrieden gewesen, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands, Sabine Hagmann, am Sonntag.

Regional waren besonders die Grenzregionen von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Die Kunden aus Frankreich und der Schweiz hätten gefehlt. Auch Einkaufszentren seien weniger frequentiert gewesen.

Nachgefragt waren nach Hagmanns Angaben unter anderem sportive Outdoortextilien, hochwertige Strickwaren, Bettwäsche und Schuhe. Im Elektronikbereich seien unter anderen Smartphones und Fernseher gesucht. Ebenfalls gut seien Naturkosmetik und Präparate zur Stärkung des Immunsystems gefragt. Bei Büchern ziehe die Nachfrage erfahrungsgemäß vor Weihnachten noch an.

Die Stuttgarter Königstraße am gestrigen Samstag.
Die Stuttgarter Königstraße am gestrigen Samstag.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 29. November, 11.40 Uhr: 400.000 Euro Soforthilfe für Obdachlose!

Das Land Baden-Württemberg stellt weitere 400.000 Euro Soforthilfe für Obdachlose bereit. Mit dem Geld sollen Kommunen, Stadt- und Landkreise unterstützt werden, um mehr Räume für Notübernachtungen zur Verfügung zu stellen, teilte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Sonntag mit. Die Corona-Krise treffe Menschen ohne festen Wohnsitz besonders in der kalten Jahreszeit hart. In Notunterkünften müssten die Räume meist mit mehreren Menschen geteilt werden. Die Abstands- und Hygieneregeln könnten so nicht immer eingehalten werden.

"Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ist für Menschen, die auf der Straße leben, ganz besonders hoch", teilte Lucha mit. "Mit unserem jetzt zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie aufgelegten Soforthilfeprogramm für Wohnungslose wollen wir diesen Menschen im Winter eine sichere Rückzugs- und Schutzmöglichkeit geben."

Baden-Württemberg stellt weitere 400.000 Euro Soforthilfe für Obdachlose bereit. (Symbolbild)
Baden-Württemberg stellt weitere 400.000 Euro Soforthilfe für Obdachlose bereit. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Update, 28. November, 17.45 Uhr: Über 2200 Neu-Infektionen, mehr als 30 Tote

Am Samstag stieg die Zahl der Infizierten um 2269 auf 147.876, wie das Landesgesundheitsamt am Abend meldet. Davon sind 99.720 Personen wieder genesen.

Auch waren 31 Corona-Tote zu beklagen. Damit steigt die Zahl der Menschen, die dem Virus zum Opfer gefallen sind, auf 2701. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 129,4.

Inzwischen ist die Zahl der Infizierten auf fast 148.000 gestiegen. (Symbolbild)
Inzwischen ist die Zahl der Infizierten auf fast 148.000 gestiegen. (Symbolbild)

Update, 28. November, 16.45 Uhr: Amateurhandballer sollen ab Januar wieder spielen

Der württembergische Amateurhandball soll Anfang Februar wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Das beschlossen die Delegierten am Samstag beim virtuellen Verbandstag des Handballverbands Württemberg (HVW) mit großer Mehrheit.

Wegen der Coronakrise hatte der HVW den Spielbetrieb von der fünften Liga abwärts Ende Oktober nach den ersten drei Spieltagen ausgesetzt.

Die Saison wird damit frühestens am Wochenende des 6./7. Februar mit dem vierten Rückrundenspieltag fortgesetzt, falls es die Lage bei den Corona-Infektionen zulässt, teilte der HVW mit.

Anstelle der ersten drei Rückrundenspiele zählen die bereits ausgetragenen ersten drei Spieltage der Vorrunde. Die restlichen Hinrundenspiele werden gestrichen. Jede Partie einer Liga wird also nur einmal ausgetragen.

Beim 34. Verbandstag wurde zudem Präsident Hans Artschwager für weitere drei Jahre wiedergewählt. Er geht damit in seine fünfte Amtszeit. Zugleich erklärte Artschwager, danach nicht mehr zu kandidieren.

Update, 28. November, 14.20 Uhr: Kommunaltheater stellen Spielbetrieb ein

Die Kommunal- und Privattheater im Südwesten wollen ihren Spielbetrieb angesichts der verlängerten Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Mitte Januar einstellen. Das werden sie ihren jeweiligen Trägern empfehlen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, die das Theater Ulm am Samstag verbreitete.

Dann hätten Publikum und Beschäftigten gleichermaßen verlässliche und mittelfristige Perspektiven. Die nächsten politischen Entscheidungen müssten größere Planungssicherheit bringen. Und Hygienekonzepte, die die Bühnen erarbeitet haben, sollten dabei berücksichtigt werden.

Der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Bühnenvereins mit Sitz in Lauffen (Kreis Heilbronn) kritisierte das Vorgehen des Kunstministeriums als unabgestimmt. Dies hatte für die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe beschlossen, den Spielbetrieb bis Ende Januar ruhen zu lassen.

"Die Entscheidung ist zwar nachvollziehbar, aber es ist absolut unverständlich, dass eine gemeinsame Absprache mit den Kommunal- und Privattheatern in Vorbereitung des Beschlusses ausblieb", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich von Kirchbach.

Das Kunstministeriums hatte für die Staatstheater in Stuttgart (Foto) und Karlsruhe beschlossen, den Spielbetrieb bis Ende Januar ruhen zu lassen.
Das Kunstministeriums hatte für die Staatstheater in Stuttgart (Foto) und Karlsruhe beschlossen, den Spielbetrieb bis Ende Januar ruhen zu lassen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 28. November, 13.08 Uhr: Bundeswehr bereit für Einsatz in Impfzentren

Die deutsch-französische Brigade ist für einen Einsatz im Zuge der Massenimpfung gegen das Coronavirus bereit. "Wenn in den kommenden Wochen die Impfkampagne beginnt, steht die Bundeswehr selbstverständlich zur Verfügung, auch wenn wir da momentan noch keine konkreten Befehle haben", sagte Kommandeur Peter Mirow der Badischen Zeitung in Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Derzeit unterstützten 570 Soldaten in 37 von 44 Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg die Gesundheitsämter und seien fast ausschließlich in der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten eingesetzt. 800 Soldaten stünden seit März bereit, sagte Mirow. "Wir können aber noch mehrere Hundert weitere Soldaten zur Verfügung stellen, die kurzfristig einsatzbereit sind."

Direkte Kritik am Tempo der Behörden äußerte der Kommandeur nicht. "Vielleicht von meiner Seite nur so viel: Es stehen seit März 800 Soldaten bei uns bereit und wie bereits erwähnt sind 570 im Einsatz. Im Freiburger Gesundheitsamt begann unser Einsatz am 6. Oktober."

Die Soldaten fühlten sich sehr wohl, weil sie als willkommene Hilfe wahrgenommen würden, sagte Mirow der Zeitung weiter. "Sie sehen sich als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen die Pandemie." Allerdings räumte der Kommandeur auch ein, dass sie die Aufgabe nicht bis in alle Ewigkeit machen wollten. "Dafür sind die Soldaten nicht Soldaten geworden, um im Büro zu sitzen und telefonisch Kontaktnachverfolgung zu betreiben."

Die Bundeswehr ist bereit für den Einsatz in den Impfzentren.
Die Bundeswehr ist bereit für den Einsatz in den Impfzentren.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. November, 9.49 Uhr: Ärzte für Impfzentren gesucht

Rund zwei Wochen vor dem geplanten Start der Impfzentren werden für die Massenimpfung gegen das Coronavirus im Südwesten freiwillige Ärzte gesucht. Johannes Fechner aus dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg sagte dem Südwestrundfunk, 600 Ärzte und Ärztinnen würden benötigt.

"Das ist eine große Herausforderung, weil die Ärzte ja in ihren Praxen auch genug zu tun haben." Aber auch Zahnärzte könnten impfen. Zudem setzt Fechner auf Pensionäre. "Da ist eine große Bereitschaft da", sagte er dem Sender. Manche hätten sich schon angeboten. Daher gab Fechner sich zuversichtlich, das nötige Personal zusammenzubekommen - das habe im Frühjahr beim Aufbau der Abstrichstellen auch geklappt.

Erste Lieferungen eines Impfstoffes soll es nach den Erwartungen des Landessozialministeriums im Laufe des kommenden Monats geben. Die Impflogistik soll bis zum 15. Dezember aufgebaut sein. Dafür werden acht oder neun sogenannte Zentrale Impfzentren eingerichtet. Mobile Impfteams sollen Menschen zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen versorgen.

Ab Mitte Januar 2021 sollen zusätzlich etwa 50 Kreisimpfzentren in Betrieb gehen. Sie sollen je zwei eigene mobile Teams einsetzen und nach den Planungen bis Ende 2021 arbeiten. Niemand wird gezwungen, sich impfen zu lassen.

Update, 28. November, 7.37 Uhr: Steuereinnahmen bei Kommunen 2,2 Milliarden geringer

Die Steuereinnahmen der Kommunen im Südwesten werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 2,2 Milliarden Euro geringer ausfallen als vor einem Jahr erwartet. Durch die Corona-Krise ist nach Angaben des baden-württembergischen Städtetags vor allem die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle eingebrochen.

Die Gewerbeeinnahmen werden der Städtetag-Prognose zufolge etwa 1,7 Milliarden geringer ausfallen als im vergangenen Jahr vorausgesagt. Insbesondere um höhere Ausfälle zu kompensieren, greifen Bund und Länder Kommunen mit Hilfspaketen unter die Arme und gleichen fehlende Gewerbesteuereinnahmen aus.

Den Kommunen wird derzeit mit einem Stabilitäts- und Zukunftspakt zwischen Land und den Städten sowie Gemeinden in Höhe von mehr als 4 Milliarden Euro geholfen. Insgesamt konnte nach Ansicht des Städtetags dadurch eine faire Lastenteilung gefunden werden. Anders als für das Jahr 2020 sind für 2021 und die Jahre darüber hinaus aber bisher noch keine Finanzhilfen des Bundes oder des Landes in Aussicht gestellt, kritisiert der Städtetag.

Trotz der Hilfen rechnen Kommunen mit größeren Lücken in den Kassen. Bei den ausbleibenden Gewerbesteuererlösen in Höhe von gut 80 Millionen Euro, die zum Teil von Bund und Ländern ausgeglichen werden, bleibt nach Angaben der Stadt Karlsruhe unter dem Strich ein Ausfall von etwa 20 Millionen Euro für die badische Metropole.

Bei der bisherigen Prognose zu den Auswirkungen der Pandemie kommt die Stadt Stuttgart trotz Unterstützung von Bund und Ländern auf Ausfälle in Höhe von 290 Millionen Euro. Die Stadt Freiburg ermittelte für das aktuelle Jahr ein Corona-Defizit in Höhe von etwa 17 Millionen Euro.

Die Steuereinnahmen der Kommunen im Südwesten werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 2,2 Milliarden Euro geringer ausfallen als vor einem Jahr erwartet.
Die Steuereinnahmen der Kommunen im Südwesten werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 2,2 Milliarden Euro geringer ausfallen als vor einem Jahr erwartet.  © Daniel Reinhardt/dpa

Update, 27. November, 19.28 Uhr: Mehr als 2700 Neu-Infektionen in Baden-Württemberg

Wie das baden-württembergische Gesundheitsamt am Freitag mitteilte, wurden 2739 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 145.607, von circa 97.293 genesen sind. Insgesamt starben im Zusammenhang mit Covid-19 inzwischen 2670, somit 45 mehr als zum Vortag.

Update, 27. November, 17 Uhr: Baden-Württemberg verteilt Millionen Masken an Schulen und andere Einrichtungen

Noch vor Weihnachten sollen Schulen in Baden-Württemberg rund 8,4 Millionen FFP2-Masken erhalten. Direkt nach den Weihnachtsferien werden außerdem 24,3 Millionen OP-Masken an 2700 Schulen verschickt, wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte. Ausgenommen seien nur die Grundschulen. Mehr als 11 Millionen Masken sollen außerdem an Obdachlose sowie an Pflege- und Behinderteneinrichtungen gehen. Die verschiedenen Lieferungen sollen den Bedarf von drei Monaten abdecken.

"Zwar haben uns die Fachleute aus Virologie und Medizin dargelegt, dass OP-Masken ausreichend sind, um den Gesundheitsschutz von Lehrerinnen und Lehrern an Schulen zu gewährleisten", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der Mitteilung zufolge. Alle Lehrkräfte, die sich das wünschten, sollten dennoch auch FFP2-Masken erhalten. Jede Lehrkraft in Vollzeit soll bis zu drei Mund- und Nasenschutzmasken pro Tag zur Verfügung gestellt bekommen. Auch für weitere Mitarbeiter wie die Hausmeister seien Masken vorhanden.

Dies sei die zweite große Lieferung des Landes. Bereits in den letzten beiden Wochen der Sommerferien seien rund 24 Millionen Masken an die Schulen im Südwesten geschickt worden.

Update, 27. November, 12.01 Uhr: Neue Corona-Regeln sollen Sonntag kommen

Die baden-württembergische Landesregierung will die neuen Corona-Regeln für den Südwesten infolge der Beschlüsse von Bund und Ländern am Sonntag verkünden. In Kraft treten sollen sie am Dienstag, wie eine Sprecherin des Sozialministeriums in Stuttgart am Freitag sagte. Noch würden die Ministerien sich untereinander abstimmen, welche Dinge wie geregelt werden sollen.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich zwar am Mittwoch auf das weitere Vorgehen verständigt. Dabei blieben viele Details aber noch offen - zum Beispiel spezielle Regeln für extreme Corona-Hotspots, in denen es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gibt.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. November, 18.32 Uhr: Mehr als 3100 Neu-Infektionen, 46 Tote

Am Donnerstag ist die Zahl der Corona-Infektionen um 3101 auf insgesamt 142.868 gestiegen. Laut Landesgesundheitsamt sind 94.827 Menschen wieder von ihrer Covid-19-Infektion genesen.

Die Zahl der Toten stieg um 46 auf nunmehr 2625. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte leicht auf 129,2.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 142.868 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2625 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 142.868 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2625 starben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 26. November, 18.24 Uhr: Pflegekräfte bekommen bis zu 1500 Euro Corona-Prämie

Als Dank für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie können Mitarbeiter in 69 Krankenhäusern im Südwesten jetzt bis zu 1500 Euro Pflegeprämie bekommen.

Das Land stocke die Bundesmittel von rund 20 Millionen Euro für Baden-Württemberg um 10 Millionen auf, teilte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart mit. "Wir sind uns der enormen Leistung der Beschäftigten in Krankenhäusern jeden Tag und ganz besonders in den letzten Monaten sehr bewusst."

Unklar war zunächst, wer darüber entscheidet, welche Mitarbeiter wie viel Geld bekommen sollen.

Update, 26. November, 18.01 Uhr: Schulen erhalten mehr als 30 Millionen Schutzmasken

Über 2700 Schulen in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Wochen insgesamt mehr als 30 Millionen Mund- und Nasenschutzmasken erhalten. Dies sagte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) der Heilbronner Stimme und dem Mannheimer Morgen. Ausgenommen seien nur die Grundschulen.

Dies sei die zweite große Lieferung des Landes. Bereits in den letzten beiden Wochen der Sommerferien seien rund 24 Millionen Masken an die Schulen im Südwesten verschickt worden.

Die Infektionszahlen würden zeigen, dass Schulen nachweislich keine Corona-Hotspots seien, so Eisenmann in den Zeitungen. "Trotzdem beobachten wir, dass in jüngster Zeit vermehrt mit den Ängsten der Menschen gespielt wird. Auch innerhalb der Lehrerschaft nehmen wir teilweise diffuse Ängste wahr", so die Ministerin weiter. Diese Ängste nehme man ernst.

Für die bevorstehenden Lieferungen würden FFP2-Masken aus dem Lagerbestand des Landes entnommen.

Über 2700 Schulen in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Wochen insgesamt mehr als 30 Millionen Mund- und Nasenschutzmasken erhalten.
Über 2700 Schulen in Baden-Württemberg sollen in den nächsten Wochen insgesamt mehr als 30 Millionen Mund- und Nasenschutzmasken erhalten.  © Matthias Balk/dpa

Update, 26. November, 16.33 Uhr: Kirchen pochen auf Weihnachtsgottesdienste

Die Bischöfe der katholischen und evangelischen Kirche in Württemberg pochen auf Weihnachtsgottesdienste trotz der Corona-Pandemie und Kontaktbeschränkungen.

"Wir werden alles dafür tun, dass Präsenzgottesdienste möglich sind und möglich bleiben», sagte der evangelische Landesbischof Frank Otfried July der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Aus Sicht des katholischen Bischofs der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, ist es unverzichtbar, dass in den Gottesdiensten zentrale Inhalte des christlichen Glaubens gefeiert würden.

In dem Beschluss von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie heißt es nur, dass sie das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen wollen, "um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen". Und: "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter müssen vermieden werden."

Die Kirchen planen den Angaben zufolge zwar beispielsweise mit Online-Angeboten. Die Zahl der Gottesdienste allerdings soll erhöht werden, damit auch bei weniger Teilnehmern pro Veranstaltung viele Gläubige die Geburt Christus' in den Kirchen feiern können.

Im Südwesten gehörten Ende 2019 noch etwa 3,58 Millionen Menschen der katholischen Kirche an (2018: 3,64 Millionen). Die evangelische Landeskirche hatte in Württemberg rund 1,96 Millionen (1,99 Millionen) und in Baden 1,12 Millionen Mitglieder (1,14 Millionen).

Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hält bei einem Weihnachtsgottesdienst in der Evangelischen Stiftskirche in Stuttgart die Predigt.
Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hält bei einem Weihnachtsgottesdienst in der Evangelischen Stiftskirche in Stuttgart die Predigt.

Update, 26. November, 14.44 Uhr: Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart bis Ende Januar geschlossen

Nach der Verlängerung des Teil-Lockdowns wegen der Corona-Pandemie steigen die Staatstheater in Karlsruhe und Stuttgart frühestens Anfang Februar 2021 wieder in ihr reguläres Programm ein.

Die beiden Bühnenhäuser müssten längerfristig und sicher planen können. Deshalb sei diese weitreichende Entscheidung zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs zum 1. Februar auf Zuspruch gestoßen, sagte Kunstministerin Theresia Bauer (55, Grüne) am Donnerstag in Stuttgart.

Das Badische Staatstheater und die Württembergischen Staatstheater sind bereits seit Anfang November für das Publikum geschlossen. Beide Häuser werden gemeinsam von Land und Kommune getragen.

Ein Mitarbeiter der Staatstheater Stuttgart steht auf der Bühne des Opernhauses der Staatstheater Stuttgart, im Hintergrund ist der Zuschauerraum zu sehen.
Ein Mitarbeiter der Staatstheater Stuttgart steht auf der Bühne des Opernhauses der Staatstheater Stuttgart, im Hintergrund ist der Zuschauerraum zu sehen.

Update, 25. November, 17.35 Uhr: Über 2800 neue Infektionen, 49 Tote

Am Mittwoch ist die Zahl der Coronainfektionen um 2837 auf insgesamt 139.767 gestiegen. Laut Landesgesundheitsamt sind 92.258 Menschen wieder von ihrer Covid-19-Infektion genesen.

Die Zahl der Toten stieg um 49 auf nunmehr 2579. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 128,8.

Am Mittwoch wurden 49 weitere Corona-Tote gemeldet. (Symbolbild)
Am Mittwoch wurden 49 weitere Corona-Tote gemeldet. (Symbolbild)

Update, 25. November, 14.05 Uhr: Stuttgarts Weihnachtsmarkt-Alternative startet

Der "Adventszauber" soll in Corona-Zeiten ein bisschen Weihnachtsmarkt-Flair in die Stuttgarter Innenstadt bringen. Von Donnerstag (26. November) an werden 33 Hütten und Stände verteilt über mehrere Straßen öffnen.

Bis einschließlich 9. Januar können Passanten dort zum Beispiel Maroni, gebrannte Mandeln, Magenbrot oder Schokofrüchte kaufen.

Die Stadt will mit der Aktion Standbetreibern und Kunden eine Alternative zum klassischen Weihnachtsmarkt bieten, der wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie - wie in vielen anderen Städten auch - abgesagt worden war.

Passanten vor einem weihnachtlich geschmückten Stand in der Stuttgarter Innenstadt.
Passanten vor einem weihnachtlich geschmückten Stand in der Stuttgarter Innenstadt.

Update, 24. November, 19.07 Uhr: Hoffmeister-Kraut fordert Arbeitsschutzregeln für Homeoffice

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU) fordert für das Homeoffice konkrete Gesetzesvorschläge für den Gesundheits- und Arbeitsschutz von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD).

"Wir wollen keine Abstriche beim Gesundheits- und Arbeitsschutz. Wir müssen allen voran nun flexiblere Arbeitszeitmodelle, Fragen des Unfallversicherungsschutzes und steuerrechtliche Fragen regeln", sagte Hoffmeister-Kraut der Schwäbischen Zeitung. "Da vermisse ich bislang konkrete Vorschläge des zuständigen Bundesministers."

Hoffmeister-Kraut warnt dabei vor neuen bürokratischen Hürden. "Wir brauchen weder einen Schnellschuss bei den rechtlichen Regelungen zum Homeoffice, noch zusätzliche Bürokratie. Wir erleben in der Corona-Krise tagtäglich, dass in den Unternehmen sehr pragmatisch mit der Arbeit im Homeoffice umgegangen wird."

Diese positiven Erfahrungen würden vielfach auch nach der Krise nachwirken. Ein Rechtsanspruch auf Homeoffice, wie Heil ihn plane, würde dagegen nur zusätzliche Bürokratie verursachen.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (48, CDU).

Update, 24. November, 18.02 Uhr: Mehr als 2100 Neu-Infektionen, 34 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2111 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 136.930 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand 16 Uhr) mitteilte. 34 weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Montag - insgesamt sind es 2530 Menschen. Als genesen gelten 90.037 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 132,0 erneut leicht gesunken.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 136.930 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2530 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 136.930 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2530 starben.

Update, 24. November, 14.45 Uhr: Corona-Hilfe für kirchliche Erwachsenenbildung geht in Verlängerung

Die finanzielle Soforthilfe für die kirchliche Erwachsenenbildung wegen der Corona-Pandemie wird bis Mitte 2021 verlängert. Dies teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) am Dienstag in Stuttgart mit.

"Die kirchlichen Weiterbildungsträger bieten über ganz Baden-Württemberg verteilt niedrigschwellige Angebote der Beratung und der Weiterbildung." Bisher wurden schon 2,3 Millionen Euro für die Weiterbildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Davon würden wohl etwa 1,3 Millionen Euro bis Ende des Jahres abgerufen. Die restlichen Mittel in Höhe von etwa einer Million Euro stehen nun bis Ende Juni 2021 zur Verfügung.

Update, 24. November, 11.40 Uhr: Handelsverband kritisiert Appell zur Selbstquarantäne

Der Aufruf der Ministerpräsidenten zur Selbstquarantäne vor dem Weihnachtsfest hat nach Einschätzung des baden-württembergischen Handelsverbands verheerende Folgen für die Geschäfte in den Städten.

"Die Kunden sind in diesen Tagen sowieso schon verunsichert, sie kommen kaum noch in die Innenstädte, die Frequenzen sind drastisch gesunken", sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann in Stuttgart am Dienstag der dpa.

Menschen in häuslicher Selbstquarantäne würden aber erst recht nicht in die Citys kommen und dort einkaufen. "Stattdessen werden sie ihre Weihnachtseinkäufe zuhause auf dem Sofa tätigen – im Internet", warnte Hagmann.

Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder auf ein gemeinsames Konzept für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie geeinigt.

Darin sind zwar Lockerungen der Kontaktbeschränkungen an Weihnachten und Silvester vorgesehen. Es wird aber empfohlen, sich wo immer möglich zum Schutz vor Infektionen vor und nach Weihnachten in eine mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu begeben.

Kunden kommen kaum noch in die Innenstädte, heißt es von Seiten des Einzelhandels. (Symbolbild)
Kunden kommen kaum noch in die Innenstädte, heißt es von Seiten des Einzelhandels. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Update, 24. November, 10.30 Uhr: Förderprogramm für Schulen in Millionenhöhe

Mit einem Schulbudget will das Kultusministerium alle Schulen im Land noch stärker dabei unterstützen, durch die Pandemie zu kommen.

Wie das Ministerium am Dienstag mitteilt, stelle man dafür 40 Millionen Euro zur Verfügung."Das Förderprogramm ist Teil des Nachtragshaushalts 2020/2021 und fokussiert Investitionen im Schwerpunkt Digitalisierung sowie Investitionen in raumlufthygienische Maßnahmen zur Gesunderhaltung an Schulen, insbesondere für CO2-Sensoren, mobile Luftreinigungsgeräte oder andere geeignete technische Anlagen, die das regelmäßige Lüften unterstützen oder einen ausreichenden Luftaustausch sicherstellen", heißt e sin dem Schreiben.

Das Kultusministerium stellt demnach die Mittel ab Dezember bereit, die Schulen könnten diese bis zum Ende des Förderzeitraums am 31. Juli 2021einsetzen.

Update, 24. November, 8.45 Uhr: Impf-Zentren kosten rund 60 Millionen Euro

Die Umsetzung der Corona-Impfungen kostet das Land von Mitte Dezember an rund 60 Millionen Euro. Das geht aus dem Impfkonzept des Landes hervor, das am Dienstag in der Kabinettssitzung in Stuttgart verabschiedet werden soll.

"Ziel ist, die Impflogistik und die benötigten Strukturen für eine mögliche Verimpfung zum 15. Dezember 2020 bereitzustellen", heißt es in dem Papier weiter. Für Personal- und Sachkosten allein in den Impfzentren erwartet das Land bis Mitte April rund 58,2 Millionen Euro Kosten. Die Beschaffung des Impfbestecks und die Impfstoff-Logistik ist bereits mit 15 Millionen Euro veranschlagt und genehmigt. Die Kosten trägt laut Konzept das Land zunächst vollständig selbst.

Geplant ist aber, dass sich die gesetzliche Krankenversicherung zur Hälfte daran beteiligt. Rechtlich bindend ist das allerdings nicht. Mehrere Medien hatten zuvor bereits über die Kostenplanung berichtet.

Nach den bisherigen Plänen werden in den vier Regierungsbezirken insgesamt bis zu neun zentrale Impfzentren errichtet. In einem zweiten Schritt sollen bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden.

Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, kann nach Angaben des Sozialministeriums mit den Impfungen begonnen werden. Sozialminister Manne Lucha (59, Grüne) hatte bereits angekündigt, dass vom Impfstoff-Kandidaten von Biontech/Pfizer in einer ersten Tranche fünf Millionen Impfdosen bundesweit verfügbar sein sollen, davon in Baden-Württemberg 600.000.

Landesweit sollen bei Betrieb aller zentralen Impfzentren mindestens 1500 Menschen täglich geimpft werden können - zunächst ältere Menschen, Patienten mit Vorerkrankungen und medizinisches Personal.

In den Kreis-Impfzentren plant das Sozialministerium mit etwa 800 Impfungen pro Tag oder 60 Impfungen pro Stunde. Eine Impfung soll an sieben Tagen der Woche von 7 bis 21 Uhr möglich sein.

Nach den bisherigen Plänen werden in den vier Regierungsbezirken insgesamt bis zu neun zentrale Impfzentren errichtet. (Symbolbild)
Nach den bisherigen Plänen werden in den vier Regierungsbezirken insgesamt bis zu neun zentrale Impfzentren errichtet. (Symbolbild)

Update, 23. November, 17.45 Uhr: Mehr als 1200 Neu-Infektionen, 48 Todesfälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 1246 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 134.819 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Montag (Stand 16 Uhr) mitteilte. 48 weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Sonntag - insgesamt sind es 2496 Menschen. Als genesen gelten 87.910 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 137,0 leicht gesunken.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 134.819 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2496 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 134.819 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2496 starben.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 23. November, 14.28 Uhr: Wacker Chemie stellt Corona-Impfstoffkandidaten für Curevac her

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Der Spezialchemiekonzern werde im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion der mRNA-Wirkstoffsubstanz für den Impfstoffkandidaten beginnen, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit. Am Wacker-Standort Amsterdam sollen pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von CureVac hergestellt werden. Zudem gebe es Erweiterungsoptionen.

Die Wacker-Chemie-Aktien zogen auf die Nachricht hin an und notierten am frühen Nachmittag zwei Prozent im Plus. Jüngst veröffentlichte Zwischenergebnisse einer klinischen Phase-1-Studie von Curevac hatten gezeigt, dass der Imfstoff im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die für eine mögliche Zulassung relevante Phase-III-Studie soll noch vor Jahresende starten.

Andere Unternehmen sind schon weiter. So beantragten das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmariese Pfizer am Freitag angesichts positiver Phase-III-Studiendaten bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff. Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen werden vorbereitet.

Update, 23. November, 13 Uhr: Weniger Corona-Verstöße am Wochenende

Die Zahl der Verstöße gegen die Corona-Verordnung, die von der Landespolizei festgestellt wurden, war an diesem Wochenende niedriger als am vergangenen Wochenende, heißt es in einer Pressemitteilung des Innenministeriums am Montag.

Laut Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) gab es rund 4900 Verstöße gegen die Bestimmungen der Corona-Verordnung, davon rund 4000 gegen die Maskenpflicht. "Rund 750 der Verstöße betrafen die Bestimmungen bei Ansammlungen und privaten oder sonstigen Veranstaltungen", so Strobl.

Am Wochenende zuvor waren demnach rund 5640 Verstöße festgestellt worden, davon nahezu 4700 gegen die Maskenpflicht.

"Es ist klar, die Einschränkungen sind einschneidend, sie sind schmerzhaft, aber sie sind unbedingt notwendig", Strobl. Und er appellierte: "Es gilt, an einem Strang zu ziehen: Abstand halten, Hygienevorschriften beachten, Masken tragen und die Zahl der Kontakte auf ein Minimum beschränken."

Am Wochenende wurde wieder die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrolliert. (Symbolbild)
Am Wochenende wurde wieder die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrolliert. (Symbolbild)

Update, 22. November, 17.32 Uhr: Über 1500 neue Corona-Fälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 1569 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 133.573 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag (Stand 16 Uhr) mitteilte. Acht weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Samstag - insgesamt sind es 2448 Menschen. Als genesen gelten 86.477 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 139,3 erneut leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

407 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 237 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet.

Insgesamt sind in Baden-Württemberg mehr als 133.500 Infektionen gemeldet worden. (Symbolbild)
Insgesamt sind in Baden-Württemberg mehr als 133.500 Infektionen gemeldet worden. (Symbolbild)

Update, 21. November, 17.48 Uhr: Mehr als 2100 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Samstag 2112 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 132.004, wovon 84.722 genesen sind. Insgesamt starben im Zusammenhang mit Covid-19 2440, also fünf mehr als am Vortag.

Update, 21. November, 12.23 Uhr: Kretschmann besichtigt Probelauf von Impfzentrum in Ulm

In der Messe Ulm hat das Deutsche Rote Kreuz den Betrieb des dort geplanten Impfzentrums geprobt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne), sowie Sozialminister Manne Lucha (59, Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) ließen sich am Samstag den geplanten Aufbau und Ablauf des Zentrums zur Impfung eines Corona-Impfstoffs zeigen.

Das Sozialministerium hatte den DRK Kreisverband Ulm und den DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm mit dem Probebetrieb beauftragt. In Ulm wurde nun getestet, ob der Ablauf wie geplant funktioniert, und wo möglicherweise nachgebessert werden muss. In Ulm sollen pro Stunde bis zu 120 Menschen geimpft werden können, wie Kreisverbandsarzt Bernd Kühlmuß vom DRK sagte.

Neben Ulm stehen bereits die Messen der Städte Freiburg und Offenburg als weitere Standorte für Impfzentren fest, wie Sozialminister Lucha der Heilbronner Stimme und dem Mannheimer Morgen sagte. Das Land will bis zum 15. Dezember in jedem der vier Regierungsbezirke zwei zentrale Impfzentren errichten. In einem zweiten Schritt sollen dann ein bis zwei Kreisimpfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 21. November, 7.30 Uhr: Experten: Gut sitzende Masken und Lüften für Schulunterricht wichtig

Vor der nächsten Runde der Regierungschefs, bei der es auch um neue Corona-Regeln in Schulen gehen könnte, raten Experten bei Mund-Nasen-Bedeckungen auf das korrekte Tragen zu achten. "Dies ist bei möglichst wirkungsvollen Masken der Schlüssel zum Erfolg des Bausteins Maske im Gesamtkonzept", sagte Achim Dittler, Leiter der Arbeitsgruppe Gas-Partikel-Systeme am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Masken müssten so sitzen, damit man durch das Filtermedium atmet und keine Luft an der Maske vorbei entweicht.

"Brillenträger merken das am ehesten, wenn die Brille beschlägt", gab Dittler ein Beispiel. Auch ein Bart könne dazu führen, dass Aerosole mit Viruspartikeln um die Maske herum strömen und damit ungefiltert in die Umgebungsluft gelangen. Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München hatte dem Tagesspiegel jüngst gesagt: "Die ausgeatmete Luft mit den möglicherweise virenbelasteten Aerosolen geht den Weg des geringsten Widerstandes, tritt also durch die Lücken am Maskenrand an Nase, Wangen und Kinn aus."

Gleiches gelte beim Einatmen. Wenn man nebeneinander sitzt, wie Schüler in Klassenräumen oder auf Sitzbänken in Bahnen, könnten gerade Alltagsmasken keinen Schutz bieten.

Entscheidend ist aus Sicht der Fachleute neben der Frage, wie die Maske sitzt, auch die Qualität der Masken. Die selbst gemachten Alltagsmasken können - je nach Stoff und Lagenanzahl - im Vergleich zu OP-Masken oder sogenannten FFP-Masken bezüglich der Abscheidung feinster Aerosolpartikel schlechter abschneiden, wie Dittler betonte. Alltagsmasken wirkten sehr gut als Spuckschutz und hielten größere Tröpfchen wirkungsvoll zurück.

Die bläulichen OP-Masken, die zwar nicht für die Abscheidung sehr kleiner Partikeln vorgesehen sind, sondern für die Größe von Bakterien, hielten auch feinste Partikel gut zurück. Am wirksamsten seien sogenannte FFP3-Masken, die durch ihre Bauart oft schon enger am Gesicht anliegen. "Der beste Schutz ist eine möglichst wirksame Maske möglichst korrekt zu tragen", sagte Dittler.

Der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch, hat verschiedene Maskentypen untersucht und kommt zu dem Schluss, dass mindestens die Hälfte der Stoffmasken überhaupt keine oder weniger als zehn Prozent der Partikel zurückhalte. "Die lenken das ausgeatmete Aerosol nur ab." Neben FFP-Masken böten auch chirurgische Masken einen gewissen Schutz. "Aber das gilt natürlich immer nur, wenn sie gut im Gesicht sitzen, sonst zischt das Aerosol an den Öffnungen der Masken vorbei."

Im Unterricht sollte man Masken immer dann aufsetzen lassen, wenn die Schüler einen Test schreiben oder zuhören, aber nicht selbst sprechen müssen, führte Scheuch aus. "Ansonsten bieten Lüften und Raumluftfilter den viel besseren Schutz." Ein gutes Raumluft-Filtergerät sei deutlich effektiver als eine Maske mit einer 50-Prozent-Filterwirkung - "was schon sehr gut wäre". Noch effektiver sei Stoßlüften, was man durch CO2-Messungen kontrollieren könne.

Auch Dittler machte mit Blick auf womöglich entweichende Aerosole deutlich: "Aus diesem Grund sind Masken nicht das Einzige. Masken sind nicht unfehlbar." Daher sei die Kombination mehrerer Maßnahmen wie häufiges Lüften, Abstandhalten und eine geringe Zahl an Menschen bei möglichst kurzer Aufenthaltsdauer in einem möglichst großen Innenraum entscheidend, um einer Ansteckung bestmöglich vorzubeugen.

Ob ein Mund-Nasen-Schutz richtig sitzt, könne man beispielsweise bei OP-Masken leicht feststellen, sagte der KIT-Forscher: Wenn man die Maske etwa mit einem Nasenclip gut an der Nase befestige, unten übers Kinn ziehe und dann einatme, müsse sich der faltige Stoff beim Ausatmen leicht verformen und beim Einatmen leicht in Richtung Mund herangesaugt werden. "Wenn sich die OP-Maske beim Ein- und Ausatmen bewegt, ist es ein Zeichen, dass sie bestmöglich sitzt."

Ein Mund- und Nasentschutz liegt im Unterricht einer Gymnasium-Schulklasse.
Ein Mund- und Nasentschutz liegt im Unterricht einer Gymnasium-Schulklasse.  © Matthias Balk/dpa

Update, 20. November, 17.47 Uhr: Rund 2800 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Freitag weitere 2801 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 129.892 an, wovon circa 82.618 genesen sind. Insgesamt starben im Zusammenhang mit Covid-19 2435 Menschen, 31 mehr als am Vortag.

Update, 20 November, 12.19 Uhr: Handball-Halle soll Impfzentrum werden - Eulen ohne Heimspielstätte

Dem Handball-Bundesligisten Eulen Ludwigshafen fehlt laut eigener Auskunft aufgrund der Corona-Pandemie ab Dezember eine Halle zur Austragung seiner Heimspiele. "Ich wurde am Dienstag davon telefonisch in Kenntnis gesetzt, dass die Friedrich-Ebert-Halle für die Dauer von wohl einem halben Jahr als Impfzentrum umfunktioniert wird und uns demnach ab dem 1.12.2020 nicht mehr als Heimspielstätte zur Verfügung steht", schreibt Geschäftsführerin Lisa Heßler am Freitag in einem offenen Brief auf der Homepage des Clubs. Von dieser Entscheidung sei man "ohne Vorwarnung und Vorahnung" sowie "ohne jeglichen Ansatzpunkt" für eine alternative Heimspielstätte überrascht worden.

"Das irritiert, schockiert und stimmt nachdenklich", schreibt Heßler. Laut der Geschäftsführerin haben andere Bundesliga-Clubs bereits Hilfe angeboten. Man prüfe derzeit, "ob wir dort unsere Spiele wohl wechselnd austragen können." In unmittelbarer Nähe befindet sich beispielsweise die SAP Arena in Mannheim, Heimspielstätte der Rhein-Neckar Löwen.

Update, 20 November, 11.19 Uhr: Exporte erholen sich leicht - Minus wird kleiner

Nach dem heftigen Einbruch im Frühjahr haben sich die Exporte der Südwest-Wirtschaft zuletzt wieder etwas erholt. Im dritten Quartal blieben die Ausfuhren mit gut 48 Milliarden Euro zwar immer noch mehr als acht Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. Im zweiten Quartal war das Minus aber knapp dreimal so groß gewesen. Von Januar bis Ende September insgesamt liegen die Exporte aus dem Südwesten ins Ausland nun mit 138,6 Milliarden Euro noch um gut zehn Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Importiert wurden im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 129,7 Milliarden Euro - ein Minus von 6,7 Prozent.

Den Zahlen zufolge hat das Geschäft mit dem nach wie vor wichtigsten Handelspartner USA deutlich stärker gelitten als mit dem zweitplatzierten China. Während die Ausfuhren in die USA nach drei Quartalen um 13 Prozent unter Vorjahresniveau liegen, beträgt das Minus beim China-Export nur 1,1 Prozent. Zweistellige Rückgänge verzeichnete Baden-Württembergs Wirtschaft auch im Handel mit Frankreich (-14,2 Prozent), dem Vereinigten Königreich (-20,0) und Italien (-18,2).

Update, 20 November, 10.18 Uhr: Corona-Ausbruch bei Tönnies verdirbt KSC-Profi die Lust auf Fleisch

Der Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies hat dem Fußballprofi Lukas Fröde zumindest vorerst die Lust auf Fleisch verdorben. "Meine Freundin und ich versuchen uns beispielsweise bis Weihnachten fleischlos zu ernähren. Bei der Corona-Geschichte mit Clemens Tönnies ist mir nochmal richtig bewusst geworden, was das für ein Wahnsinn ist und wie viele Tiere da täglich über die Bänder laufen", sagte der Mittelfeldspieler des Zweitligisten Karlsruher SC im Interview der Badischen Neuesten Nachrichten (Freitag). "Das finde ich extrem unappetitlich."

Tönnies hatte sein Werk im Sommer wegen der Corona-Pandemie und einer Vielzahl von Infektionen bei den Arbeitern in Ostwestfalen vorübergehend schließen müssen.

Update, 20 November, 6.35 Uhr: Prognose: Städte wachsen nicht mehr so stark

Die Bevölkerung in Deutschland wird laut einer Prognose bis 2035 gerade in den Ballungsräumen wachsen - wenn auch nicht mehr so stark. Die Corona-Krise dämpfe die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland in die Großstädte, heißt es in einer neuen Analyse des Hamburger GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung. Zudem wanderten mehr Menschen in das Umland ab.

Die baden-württembergische Landeshauptstadt (plus 2,6 Prozent) soll demnach künftig kaum noch zulegen. Zu den Wachstumsregionen zählten aber beispielsweise Tübingen (plus 4,6 Prozent), Pforzheim (plus 4,3 Prozent) oder der Landkreis Emmendingen (plus 4,1 Prozent).

Deutliche Bevölkerungszuwächse bis 2035 prognostiziert GEWOS Berlin (+6,6 Prozent), Frankfurt (+6,2), Hamburg (+4,7) und Köln (+4,8). In München hingegen (+4,0 Prozent) stoße das Wachstum an Grenzen und schwäche sich ab. "Trotz reger Neubautätigkeit kann das dortige Wohnungsangebot nicht mit der externen Nachfrage Schritt halten, so dass sich der Nachfragedruck weit in die Region hinein erstreckt", schreiben die Autoren.

Getragen von den alten Bundesländern werde die Einwohnerzahl in der Bundesrepublik um 0,7 Prozent auf 83,7 Millionen steigen, sagen die Forscher voraus. Während die Bevölkerung in Westdeutschland um 1,4 Prozent bis 2035 wachsen dürfte, werde Ostdeutschland wohl 2,3 Prozent der Einwohner verlieren. Das habe auch Folgen für die Wohnungsmärkte, heißt es in der Studie, die der dpa vorliegt.

Update, 20 November, 6.22 Uhr: Schnelltest ohne Personal? - Altenheime fürchten zusätzliche Probleme

Wegen der Corona-Schnelltests in Pflegeeinrichtungen kommt auf das Personal von Seniorenheimen viel zusätzliche Arbeit zu. Räume für die Testungen müssten geschaffen und Schulungen organisiert werden, berichtete eine Sprecherin der Diakonie Württemberg. Auch die Testungen kosteten viel Zeit. Zwar würden die Tests begrüßt, um Bewohner und Mitarbeiter vor Ansteckung zu schützen. Mit dem bestehenden Personal sei das alles aber nur mit Mühe zu bewerkstelligen, kritisierten auch Träger wie etwa die AWO Karlsruhe.

"Der Mangel an Pflegefachkräften schlägt sich gerade jetzt sehr nieder", sagt eine Sprecherin der AWO Karlsruhe. Denn nur diese Fachkräfte sollen, nach entsprechender Zusatz-Schulung durch Hausärzte, die Tests durchführen dürfen. "Das ist schwer zu bewältigen neben all den anderen pflegerischen Tätigkeiten, die es zu leisten gilt", sagte sie. Zuvor hatte auch die Stiftung Patientenschutz auf die zusätzlich drohenden Personalprobleme hingewiesen.

Eine Altenpflegerin führt im Seniorenheim Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen einen Antigen-Corona-Schnelltest durch.
Eine Altenpflegerin führt im Seniorenheim Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen einen Antigen-Corona-Schnelltest durch.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 19. November, 18.31 Uhr: Mehr als 3000 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Donnerstag weitere 3168 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit stieg die Anzahl der seit Pandemie-Beginn Infizierten auf 127.091. Davon waren circa 80.359 wieder genesen. Insgesamt starben im Zusammenhang mit Covid-19 bisher 2404 Menschen, also 36 mehr als am Vortag.

Update, 19. November, 14.59 Uhr: Erstmals seit Finanzkrise Umsatzrückgang im Handwerk erwartet

Erstmals seit der Finanzkrise steht dem Handwerk im Südwesten in diesem Jahr ein Umsatzrückgang bevor. Man rechne mit etwa 101 Milliarden Euro Umsatz in der gesamten Branche und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Handwerkstag am Donnerstag mit. Der letzte Umsatzrückgang datiert den Angaben zufolge aus dem Jahr 2009, seither ging es stetig bergauf.

Im Vergleich zu anderen Branchen sei das Handwerk insgesamt bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. "Der Umsatzrückgang fällt zwar deutlich, aber nicht extrem aus", sagte Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. Allerdings gebe es Gewerke wie Messebau oder Catering, die stark litten - bis hin zu komplettem Umsatzausfall. "Die angekündigten November-Hilfen müssen daher schnell ausgezahlt werden, beim bürokratischen Aufwand für eine Beantragung muss noch nachgebessert werden", forderte Reichhold.

Update, 19. November, 11.41 Uhr: Caritas: Teil-Lockdown schadet vor allem Kindern aus ärmeren Familien

Von den Folgen des Teil-Lockdowns sind nach Ansicht des Caritas-Verbandes Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien besonders betroffen. Jungen und Mädchen aus benachteiligten Haushalten könnten den digital vermittelten Schulstoff nicht so gut bearbeiten und aufholen, außerdem komme die digitale Ausstattung nur schleppend voran, warnte der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart am Donnerstag zum Tag der Kinderrechte (20. November). Die Kinder und Jugendlichen lebten oft in engen Wohnungen und hätten daher weniger Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.

Mehr als sonst fehlten Freizeitmöglichkeiten und lose Treffen mit Gleichaltrigen. "Umso wichtiger ist es für Kinder aus benachteiligten Familien, dass Kitas und Schulen jetzt nicht geschlossen werden", forderte der Verband. Kontakte zu anderen seien eine wichtige Voraussetzung, damit sich die Jungen und Mädchen gut und dem Alter gerecht entwickeln könnten.

"Um dies zu gewährleisten, brauchen arme und benachteiligte Kinder auch in Corona-Zeiten soziale Kontakte – sei es in der Schule, im Hort oder Jugendtreff. Sie sind ein wichtiger Teil, damit Kinder ihre Chancen auf Bildung und Teilhabe bekommen", sagte Kim Hartmann, die Koordinatorin der Initiative "Mach Dich stark", die sich im Südwesten gegen Kinderarmut einsetzt.

Nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sind in Baden-Württemberg rund 1,6 Millionen Menschen von Armut betroffen, davon sind rund 325.000 Kinder und Jugendliche. Als armutsgefährdet gelten Kinder, die in Familien leben, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung haben. Außerdem kommt es darauf an, wie viele Personen in einem Haushalt leben, wie aus dem "Armutsbericht 2019" hervorgeht. Die neuen Zahlen will der Verband an diesem Freitag veröffentlichen.

In Baden-Württemberg sind rund 1,6 Millionen Menschen von Armut betroffen.
In Baden-Württemberg sind rund 1,6 Millionen Menschen von Armut betroffen.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 19. November, 6.10 Uhr: Krankenhäuser können Rechnungen nicht mehr bezahlen

Das Freihalten von Betten für Corona-Patienten bringt die Krankenhäuser in die finanzielle Bredouille. Nicht belegte Betten könne man nicht abrechnen, erläuterte eine Sprecherin der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) in Stuttgart. "Den Häusern fehlt Liquidität. Sie können laufende Rechnungen für den Betrieb, Gehalt oder Weihnachtsgeld nicht bezahlen."

In den vergangenen vier Wochen seien rund 1000 Eingriffe verschoben worden. Die im Frühjahr gezahlte und von der BWKG auch jetzt geforderte Freihaltepauschale wolle der Bund nicht wiederbeleben. Deshalb müssten entweder die Träger - die Kommunen, das Land bei den Unikliniken und Kirchen - einspringen oder die Kliniken Kredite aufnehmen.

Zwar bestehe die Hoffnung, dass der Bund 2021 die Einnahmeausfälle kompensiere. "Das ist aber noch nicht in trockene Tüchern." Die Kliniken im Land leiden bereits seit Jahren an Unterfinanzierung. Mehr als 40 Prozent von ihnen schreiben laut BWKG rote Zahlen.

Das Freihalten von Betten für Corona-Patienten bringt die Krankenhäuser in die finanzielle Bredouille.
Das Freihalten von Betten für Corona-Patienten bringt die Krankenhäuser in die finanzielle Bredouille.  © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Update, 18. November, 17.57 Uhr: Über 3000 neue Infektionen, 36 Tote

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben steigt um 3062 auf insgesamt 123.923, teilt das Landesgesunsheitsministerium am Mittwoch mit.

Weitere 36 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Damit steigt die Zahl auf insgesamt 2368 Menschen.

Von ihrer Erkrankung sind weitere 1939 und damit insgesamt 78.185 Menschen genesen.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 132.

Über 3000 neue Infektionen wurden dem Landesgesundheitsministerium gemeldet. (Symbolbild)
Über 3000 neue Infektionen wurden dem Landesgesundheitsministerium gemeldet. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 18. November, 16.52 Uhr: Noch keine Entscheidung über Vorgehen in Fußball-Regionalliga Südwest

Das Vorgehen in der Fußball-Regionalliga Südwest nach dem Teil-Lockdown ist länger unklar als zunächst gedacht. Die ursprünglich bis Dienstag angedachte Entscheidung sei vertagt worden, teilte der VfR Aalen am Mittwoch mit. Hintergrund sei, dass die Bundesregierung um Bundeskanzlerin Angela Merkel noch keine Beschlüsse für Dezember und Januar getroffen habe.

Vor zwei Wochen hatte die Liga entschieden, dass sämtliche bis zum 30. November angesetzten Spiele abgesetzt werden. Der Spielbetrieb sollte ab dem 1. Dezember nur dann wieder aufgenommen werden, wenn in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ab spätestens 17. November ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen zulässig ist. In Rheinland-Pfalz ist dies noch untersagt.

Update, 18. November, 15.59 Uhr: Bauwirtschaft beklagt Auftragseinbruch - Nur Wohnungsbau wächst

Trotz steigender Geschäfte im Wohnungsbau sieht die baden-württembergische Bauwirtschaft schwere Zeiten auf sich zukommen. Nach am Mittwoch vom Statistischen Landesamt in Stuttgart vorgestellten Zahlen lagen die Auftragseingänge bei Bauunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Südwesten zwischen Januar und Ende September nur noch bei einem Wert von 8,29 Milliarden Euro. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Minus von 9,7 Prozent.

Der Branchenverband Bauwirtschaft Baden-Württemberg zeigte sich alarmiert. Vor allem in der Industrie und im Dienstleistungssektor sei eine "massiv sinkende" Investitionsbereitschaft zu beobachten, umso nötiger seien zur Abfederung neue Ausschreibungen von Land und Kommunen beispielsweise für Schulsanierungen und im Straßenbau, sagte Hauptgeschäftsführer Thomas Möller.

Eine Sonderrolle nimmt allerdings der Wohnungsbau ein - hier steht sowohl beim Umsatz als auch bei den Neuaufträgen ein deutliches Plus im Jahresvergleich. Der Wert der Auftragseingänge legte um satte 7,6 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro zu, auch die Zahl der genehmigten Wohnungen in Baden-Württemberg war Ende September höher als 2019. Es habe sich gezeigt, dass viele Menschen auch und gerade in schwierigen Zeiten in die eigenen vier Wände investieren wollten, sagte eine Verbandssprecherin dazu. Die enorm niedrigen Zinsen und der große Wohnraumbedarf gerade in Ballungsräumen seien weitere Treiber.

Update, 18. November, 15.17 Uhr: Nächstes Spiel in der Handball-Bundesliga fällt aus

Nach den positiven Corona-Fällen in der Handball-Nationalmannschaft fällt nun auch das Bundesliga-Spiel der Rhein-Neckar Löwen bei GWD Minden aus.

Die ursprünglich für den kommenden Samstag angesetzte Partie soll verlegt werden, wie die Löwen am Mittwoch mitteilten. Nach einer Corona-Infektion von Mindens Nationalspieler Juri Knorr befindet sich das gesamte GWD-Team weiterhin in Quarantäne. Dem 20-Jährigen soll es aber mittlerweile besser gehen.

"Juri hatte Fieber, fühlte sich abgeschlagen, hatte Kopf- und Halsschmerzen, ein Ziehen in der Brust – alles war da. Ich habe am Montag erstmals mit ihm telefonieren können, er ist jetzt deutlich auf dem Weg der Besserung", sagte GWD-Trainer Frank Carstens am Mittwoch im Interview der Nordwest-Zeitung.

Update, 18. November, 14.35 Uhr: SPD fordert rollierendes System für ältere Schüler im Land

Um Schulschließungen zu vermeiden, fordert die baden-württembergische SPD eine Rückkehr zum rollierenden System, bei dem ein Teil der Klasse zu Hause bleibt und der andere Teil in der Schule ist. Der Wechselbetrieb aus Fernlernen und Präsenzunterricht solle ab Klasse 8 eingeführt werden, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch (51) am Mittwoch in Stuttgart.

Ab dem Alter von 14 Jahren steige die Infektionswahrscheinlichkeit mit dem Coronavirus signifikant an. Gerade für Schüler ab diesem Alter sei Fernunterricht zudem deutlich sinnvoller als bei jüngeren Jahrgängen. Hinzu komme: Schüler über 14 könnten auch ohne durchgängige Betreuung der Eltern zuhause bleiben.

Bereits nach den Pfingstferien befanden sich die Schulen im Land in einer Art rollierendem System, bei dem nicht alle Schüler gleichzeitig in der Schule waren, sondern sich die Jahrgangsstufen abwechselten, um das Infektionsrisiko zu senken.

Es gebe mehr Varianten als die komplette Öffnung oder die komplette Schließung der Schulen, kritisierte Stoch die Krisenpolitik von Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU). Jüngeren Schülern sei ein rollierendes System nicht zuzumuten, betonte er aber - sie bräuchten stattdessen mehr Räumlichkeiten, um die notwendigen Abstände einhalten zu können.

Die Landesregierung müsse Theater, Bühnen, Museen und Gemeindehallen anmieten. Die SPD fordert zudem die Einstellung 1000 zusätzlicher Lehrkräfte sowie die Anschaffung von Luftfiltergeräten für die Schulen.

Update, 18. November, 13.36 Uhr: Belohnung für Schulleitungen: Leistungsprämie für den Corona-Einsatz

Homeschooling und wechselnde Dienstpläne, Maskenschutz und zahllose Gespräche mit besorgten Eltern, Ausfälle und Vertretungen: Nach der Belastung der vergangenen Wochen sollen die Schulleitungen in Baden-Württemberg eine Belohnung für ihren Einsatz erhalten.

Die sogenannte Leistungsprämie in Höhe von einmalig 600 Euro soll den Rektorinnen und Rektoren an öffentlichen Schulen ebenso zukommen wie den kommissarischen Schulleiterinnen und Schulleitern, kündigte das Kultusministerium am Mittwoch in Stuttgart an.

"Sie alle tragen in diesen herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie in den Schulen besondere Verantwortung und müssen zusätzliche Aufgaben bewältigen", lobte Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) den Einsatz.

Schulleitungen in Baden-Württemberg sollen für ihren Corona-Einsatz eine Prämie erhalten.
Schulleitungen in Baden-Württemberg sollen für ihren Corona-Einsatz eine Prämie erhalten.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 18. November, 12.06 Uhr: Zwei Spiele der Bietigheimer Handballerinnen abgesagt

Die abschließenden zwei Spiele der Handballerinnen der SG BBM Bietigheim vor der Europameisterschaft im Dezember sind abgesagt worden. Weil es nach dem Champions-League-Spiel gegen FTC-Rail Cargo Hungaria am vergangenen Sonntag einen positiven Corona-Test bei den Ungarn gab, wurde diese Maßnahme vorsorglich getroffen, wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte.

Damit fällt das für diesen Mittwoch geplante Bundesliga-Spiel bei Bayer 04 Leverkusen ebenso wie die Königsklassen-Partie am nächsten Sonntag bei CSM Bucuresti aus. Alle Spielerinnen und das Trainerteam der SG befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne und sollten am Mittwoch erneut auf Corona getestet werden. Die EM soll vom 3. Dezember bis 20. Dezember stattfinden.

Update, 18. November, 11.42 Uhr: Viele Einzelhändler erwarten Einbruch im Weihnachtsgeschäft

Eine deutliche Mehrheit der Einzelhändler in Baden-Württemberg erwartet einer Umfrage zufolge im anstehenden Weihnachtsgeschäft coronabedingt hohe Umsatzeinbußen. Ein Zehntel der befragten Betriebe rechnet laut der am Mittwoch in Stuttgart vorgestellten Erhebung des Handelsverbands Baden-Württemberg bei den Warenverkäufen in den Wochen vor Weihnachten sogar mit einem Einbruch von mehr als 50 Prozent im Vergleich zu normalen Zeiten. 39 Prozent der Betriebe gehen von Erlösrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent aus, weitere 28 Prozent erwarten Einbußen zwischen 10 und 30 Prozent.

Gründe dafür seien einerseits die Corona-Beschränkungen der Politik, andererseits spiele auch die gelebte Zurückhaltung vieler Kunden eine Rolle, hieß es. So ist die Besucherfrequenz in den Innenstädten seit Ausbruch der Pandemie deutlich zurückgegangen - und kaum einer erwartet, dass sich in den kommenden Wochen daran groß etwas ändert. Heißt: Die Menschen fahren seltener in die Städte als früher, stöbern weniger in den Geschäften und kaufen spärlicher ein.

Die stationären Einzelhändler gehören zu den Leidtragenden. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) erwarten laut der Umfrage im Weihnachtsgeschäft hohe Rückgänge bei den Besucherfrequenzen - auch, weil die meisten Weihnachtsmärkte diesmal ausfallen werden. Und die Menschen, die dennoch in die Geschäfte kommen, sind laut Erhebung auch nicht bester Stimmung: Zwei Drittel der befragten Betriebe gaben an, ihre Kunden seien angesichts der Pandemie vor allem verunsichert.

Handelsverbandspräsident Hermann Hutter sagte, diese Bestandsaufnahme sei umso besorgniserregender, als dass die Weihnachtszeit für viele Händler 40 Prozent des Jahresumsatzes ausmache. "Wenn hier Störungen auftreten, hat das einen ungleich höheren Durchschlag als noch im Frühjahr."

Eine Frau geht an einem mit Weihnachtskugeln geschmücktem Schaufenster vorbei.
Eine Frau geht an einem mit Weihnachtskugeln geschmücktem Schaufenster vorbei.  © Marijan Murat/dpa

Update, 17. November, 17.55 Uhr: Mehr als 2100 Neu-Infektionen, 36 Tote

Wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag mitteilt, wurden weitere 2135 Infektionen mit dem Coronavirus und damit insgesamt 120.861 Fälle gemeldet.

Die Zahl der Verstorbenen steigt um 36 auf 2332. Weiterere 1735 Menschen und damit insgesamt 76.246 haben sich von ihrer Erkrankung erholt.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 120.861 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2332 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 120.861 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2332 starben.  © DPA/ Georg Wendt

Update, 17. November, 17.22 Uhr: Diskussion über Silvesterfeuerwerk in Städten

In der Landeshauptstadt Stuttgart wird aktuell geprüft, ob und wie Silvester in diesem Jahr gefeiert werden kann. Hintergrund sind die nach wie vor hohen Infektionszahlen durch das Coronavirus. "Es laufen Gespräche zwischen den städtischen Fachbehörden und der Polizei, wie das Infektionsrisiko niedrig zu halten ist", teilte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. In mehreren deutschen Großstädten, etwa in Köln, Hamburg und Kiel, wird aktuell ein mögliches Verbot diskutiert.

Neben der Ausbreitung des Virus bei Feiern könnte es auch ein Ziel sein, ausreichende Kapazitäten für Covidpatienten in den Kliniken bereitzuhalten. So wird beispielsweise in Kiel diskutiert, ob daher jegliches Silvesterfeuerwerk verboten werden soll. Wie ein Sprecher der Stadt Stuttgart hervorhob, sei zurzeit noch unklar, wie sich das Virus in den kommenden sechs Wochen ausbreite. "Wir werden Klarheit schaffen und kommunizieren, welche Regeln in der Nacht zum 1. Januar in Stuttgart gelten, sobald diese vereinbart sind", fügte er hinzu.

Damit scheint die Landeshauptstadt bisher eher eine Ausnahme. In Ulm wird das Thema nach Angaben der Stadt zurzeit noch nicht diskutiert. Zwar gebe es immer schon Regeln, die das Silvesterfeuerwehr einschränken, diese dienen aber der konkreten Gefahrenabwehr - also dem Brandschutz, und seien durch das Polizeigesetz legitimiert.

Auch in Freiburg und in Heidelberg ist das mögliche Verbot von Silvesterfeuerwerk noch kein Thema, wie es aus den Rathäusern heißt. Und wenn, dann zumindest nicht wegen der Corona-Pandemie, sondern wegen der Brandgefahr, heißt es in Freiburg. Aber auch dafür gebe es aktuell keine Hinweise. Grundsätzlich sei das Silvesterfeuerwerk beziehungsweise Verkauf und Abbrennen bundesrechtlich geregelt.

Auch in Karlsruhe gibt es noch keine konkreten Pläne für ein mögliches Verbot. Gleichwohl war das Silvesterfeuerwerk schon vor der Pandemie nicht mehr uneingeschränkt möglich. "Im vergangenen Jahr wurde erstmals eine Verbotszone eingerichtet, die sich auf den Schlossplatz erstreckte", teilte ein Sprecher mit. Nach den positiven Erfahrungen damit habe der Gemeinderat im August beschlossen, diese Verbotszone auf den zentralen Marktplatz auszudehnen. "Die Umsetzung dieses Beschlusses wird intern vorbereitet", hieß es.

Update, 17. November, 16.57 Uhr: Infizierte sollen sich selbst in Quarantäne schicken

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, soll sich in Baden-Württemberg künftig selbst in Quarantäne schicken. Das Gesundheitsministerium beabsichtigt den Erlass einer Rechtsverordnung, mit der infizierte Personen sofort zur häuslichen Absonderung verpflichtet werden sollen.

Der Corona-Lenkungskreis werde die rechtssichere "Selbst-Quarantänisierung" am Mittwoch beschließen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Damit ist keine offizielle Anordnung durch ein Gesundheitsamt mehr nötig, womit man Zeit sparen und Infektionen eindämmen will.

Den überlasteten Gesundheitsämtern soll die Arbeit erleichtert werden. Der SWR hatte zuvor über den Vorgang berichtet.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (59, Grüne).  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 17. November, 13.28 Uhr: Kretschmann stärkt Lucha nach scharfer SPD-Kritik den Rücken

Nach der starken Kritik der Opposition am Krisenmanagement von Sozialminister Manne Lucha hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (beide Grüne) seinem Parteifreund den Rücken gestärkt. Zur Forderung von SPD-Parteichef Andreas Stoch, Lucha die Zuständigkeit für das Corona-Krisenmanagement zu entziehen, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart: "Das werde ich nicht tun. Ich wüsste nicht warum." Natürlich gebe es immer etwas zu verbessern, sagte der Ministerpräsident. "Aber wir sind ein lernendes System in der Corona-Krise", sagte er weiter.

Stoch hatte Lucha und seinem Ministerium zuvor grobe handwerkliche Fehler und planloses Krisenmanagement vorgeworfen. Unter anderem stelle das Ministerium zu wenig Personal bereit, um die Corona-Krise zu bewältigen. In jedem Landkreis in Baden-Württemberg sei der Corona-Krisenstab größer als in dem auf Landesebene zuständigen Ministerium, hatte Stoch kritisiert.

Update, 17. November, 12.39 Uhr: 38 Menschen in Pflegeeinrichtung in Rheinfelden mit Corona infiziert

In einem Heim für Menschen mit Behinderungen in Rheinfelden (Kreis Lörrach) sind 38 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Auskunft eines Sprechers des katholischen St. Josefshaus Herten vom Dienstag handelt es sich um 18 Mitarbeiter und 20 Bewohner.

Nach Bekanntwerden erster Verdachtsfälle sei am Donnerstag eine Reihentestung mit Schnelltest bei allen Bewohnern und allen Mitarbeitern des Martinshauses auf dem Campus Markhof durchgeführt worden. Gleichzeitig sei auch ein sogenannter PCR-Test bei allen veranlasst worden. Alle erkrankten Bewohner zeigten milde Krankheitsverläufe. Die infizierten Mitarbeiter befinden seien in häuslicher Quarantäne. Das Martinshaus sei in Absprache mit dem Gesundheitsamt für Besucher geschlossen.

PCR steht für Polymerase-Kettenreaktion. Bei diesem Verfahren wird das Erbgut der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorliegt. Die Tests sind genauer als Schnelltests, aber auch aufwendiger.

Die hohe Zahl an Infektionen ist laut Einrichtungsleitung darauf zurückzuführen, dass die Bewohner wegen ihrer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen und während der Begleitung ein Abstandsgebot nicht möglich ist. In diesen Fällen sei die Ausbreitung einer Infektion schnell und intensiv.

In einer Pflegeeinrichtung in Rheinfelden haben sich 38 Menschen infiziert.
In einer Pflegeeinrichtung in Rheinfelden haben sich 38 Menschen infiziert.  © Tom Weller/dpa

Update, 17. November, 6.09 Uhr: KSC-Geschäftsführer erwartet diese Saison "keine vollen Stadien" mehr

Geschäftsführer Michael Becker vom Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC erwartet angesichts der aktuellen Pandemielage in dieser Saison keine vollumfängliche Rückkehr von Stadionbesuchern mehr. "Ich glaube nicht, dass wir in dieser Runde noch volle Stadien erleben. Wenn überhaupt, erwarte ich nur Teilzulassungen von Zuschauern", sagte Becker der Deutschen Presse-Agentur. "Natürlich steht die Gesundheit der Gesellschaft über allem. Aber es ist schon schade, dass wir trotz umfangreicher Hygienekonzepte aktuell nicht - wie schon einmal - wenigstens vor 500 oder 1000 Fans spielen dürfen. Auch die damit verbundenen Einnahmen im fünfstelligen Bereich würden uns helfen."

Der KSC rechnet laut Becker in der aktuellen Spielzeit mit coronabedingten Einnahmeverlusten von rund sechs Millionen Euro. Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) haben die Badener allerdings schon einen Kredit von rund drei Millionen Euro bewilligt bekommen. "Nach derzeitigen Planungen ist die Liquidität des Clubs bis Saisonende gesichert", sagte Becker.

Update, 16. November, 22.06 Uhr: Freiburgs Kwon nach zweitem positiven Corona-Test in Quarantäne

Auch der zweite Corona-Test von Mittelfeldspieler Changhoon Kwon (26) vom SC Freiburg ist positiv ausgefallen. Das teilte der badische Fußball-Bundesligist am späten Montagabend mit.

Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bleibe der 26-Jährige bis einschließlich 25. November in häuslicher Quarantäne. Er fehlt den Freiburgern damit im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/Sky).

Kwon war während seiner Länderspielreise mit der südkoreanischen Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Sonntag war er nach Freiburg zurückgekehrt und hatte sich einem weiteren Test unterzogen.

Changhoon Kwon (26, links im Bild) vom SC Freiburg wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
Changhoon Kwon (26, links im Bild) vom SC Freiburg wurde positiv auf das Coronavirus getestet.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 16. November, 17.41 Uhr: Mehr als 1700 Neu-Infektionen, 32 Todesfälle

Wie das Landesgesundheitsamt am Montag mitteilt, wurden weitere 1739 Infektionen mit dem Coronavirus und damit insgesamt 118.726 Fälle gemeldet.

Die Zahl der Verstorbenen steigt um 32 auf 2296. Weiterere 1321 Menschen und damit insgesamt 74.511 haben sich von ihrer Erkrankung erholt.

In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 118.726 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2296 starben.
In Baden-Württemberg haben sich bislang mindestens 118.726 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 2296 starben.  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. November, 14.54 Uhr: Steuerausfälle wegen Corona-Krise geringer als erwartet

Die Steuerausfälle für das Land Baden-Württemberg fallen wegen der Corona-Krise nicht ganz so dramatisch aus wie zuletzt angenommen.

Die Herbst-Steuerschätzung geht für 2020 von Einnahmen in Höhe von 28,27 Milliarden Euro aus - 541 Millionen Euro mehr als bislang geschätzt, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte. Für 2021 rechnen die Steuerschätzer aktuell mit Einnahmen in Höhe von 30,37 Milliarden Euro - 295 Millionen Euro mehr als bislang angenommen.

Im Jahr 2022 könne wieder an Steuereinnahmen in Größenordnung wie vor der Krise angeknüpft werden, hieß es.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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