Corona in Bayern: Ausflugsverbot im Landkreis Miesbach aufgehoben

München - Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Lage im Freistaat Bayern.

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden mittlerweile 391.103* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 25. Januar, 8 Uhr). Davon gelten 336.180 als genesen, 9671 Menschen sind bereits gestorben.

In München wurden 138 neue Fälle gemeldet (Stand: 24. Januar, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 50.687* an. Enthalten in dieser Zahl sind 46.860 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 770 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** für die Landeshauptstadt beträgt derzeit 79,9 (RKI, Stand: 24. Januar).

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren. Infos zur entsprechenden Reihenfolge bei den Coronavirus-Impfungen findet Ihr >>> hier.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 25. Januar, 12 Uhr: Ausflugsverbot im Landkreis Miesbach aufgehoben - Inzidenz niedrig

Im oberbayerischen Landkreis Miesbach sind von Dienstag an touristische Ausflüge für Besucher aus anderen Gegenden wieder erlaubt.

Angesichts der weiter niedrigen Corona-Zahlen werde die entsprechende Allgemeinverfügung aufgehoben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 70. Der Landkreis mit Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee zählt zu den beliebten Naherholungszielen unter anderem der Münchner. Aber auch aus anderen Gegenden kommen Besucher gerne.

Der 15-Kilometer-Bewegungsradius für Bewohner des Landkreises galt bereits seit Samstag nicht mehr. Die Beschränkung war nach den landesweiten Vorgaben am 11. Januar automatisch in Kraft getreten, als in dem oberbayerischen Landkreis die Inzidenz über 200 stieg. Drei Tage später setzte Landrat Olaf von Löwis (CSU) auch das Verbot für touristische Ausflüge in Kraft, das damit gekoppelt werden kann. Auch mehrere andere Landkreise verhängten Ausflugsverbote, etwa der Landkreis Berchtesgadener Land.

In den vergangenen drei Wochen wurden laut Landratsamt Miesbach 427 positive Corona-Befunde an das Gesundheitsamt übermittelt. Davon standen 20 Prozent in Zusammenhang mit Ausbrüchen in zwei Pflegeeinrichtungen, betroffen waren 51 Bewohner und 33 Mitarbeiter.

Die Ausbrüche in den Einrichtungen seien somit nicht alleine verantwortlich gewesen für den starken Anstieg der Zahlen zum Jahresbeginn und der darauf folgenden Bewegungseinschränkungen.

Update 25. Januar, 11.40 Uhr: Caritas fordert schnellere Impfung von Kita-Beschäftigten

Die Caritas München und Oberbayern fordert eine möglichst rasche Impfung von Beschäftigten in Kindertagesstätten.

Momentan seien sie in der Impfreihenfolge der Priorisierungsstufe 3 zugeordnet, kritisierte Gabriele Stark-Angermeier, Vorständin des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising am Montag in München. Kinderpfleger und -pflegerinnen würden überhaupt nicht gelistet, obwohl sie genauso eng mit Kindern arbeiteten.

"Wir sehen eine Anhebung dieser Berufsgruppen in die Prioritätsgruppe 2 als dringend geboten an", verlangte die Expertin.

Laut Caritas geht aus den Statistiken von Krankenkassen hervor, dass das Kita-Personal besonders von Krankschreibungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus betroffen ist. Das belege, dass das Infektionsrisiko in den Kitas zumindest erhöht sei. Dennoch gingen die Beschäftigten mitten im Lockdown ihrer Arbeit nach, könnten dabei aber nicht immer Abstand halten, "denn sie wickeln Babys und nehmen Kleinkinder in den Arm, wenn sie sie trösten müssen", berichtete Birgit Weiß aus der Geschäftsleitung der Caritas-Zentren Oberbayern.

Die Caritas forderte auch, die Kita-Berufe ebenso als wichtigen Dienst an der Gemeinschaft wertzuschätzen wie die pflegenden Berufe.

Update 25. Januar, 11.20 Uhr: Warteschlangen bei Testpflicht an Grenze zu Tschechien

Zahlreiche Menschen warten vor einer Corona-Teststation an der deutsch-tschechischen Grenze bei Furth im Wald.
Zahlreiche Menschen warten vor einer Corona-Teststation an der deutsch-tschechischen Grenze bei Furth im Wald.  © Armin Weigel/dpa

Update 25. Januar, 7.30 Uhr: Sieben Landkreise und Städte in Bayern über Inzidenzwert von 200

Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1106 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Sieben Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Montag veröffentlichten Zahlen über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Außerdem wurden 29 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronainfektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Montags sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Bayerischer Spitzenreiter war der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge mit einer Inzidenz von 294,5. Am Sonntag hatten sechs Landkreise und Städte die 200er-Marke überschritten. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 391.103 Infektionen und 9671 Corona-Tote gemeldet worden.

Für Kommunen mit einem Inzidenzwert über 200 gilt die 15-Kilometer-Regel. Danach dürfen deren Bewohner Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern unternehmen. Sie tritt automatisch erstmals in Kraft, sobald das RKI in kreisfreien Städten oder Landkreisen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche meldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 107, eine Woche zuvor war noch ein Wert von 130,4 gemeldet worden. Bundesweit registrierte die Behörde eine Inzidenz von 111,2.

Update 25. Januar, 6.15 Uhr: Verschärfte Testpflicht für Grenzgänger führt zu Stau in Oberpfalz

Zahlreiche Menschen stehen an einer Teststation im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet für einen Corona-Test an. Wegen der strengeren Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien nach Deutschland hat es an manchen Grenzübergängen in Bayern teils lange Wartezeiten an den Teststationen gegeben.
Zahlreiche Menschen stehen an einer Teststation im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet für einen Corona-Test an. Wegen der strengeren Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien nach Deutschland hat es an manchen Grenzübergängen in Bayern teils lange Wartezeiten an den Teststationen gegeben.  © Nicolas Armer/dpa

Wegen der verschärfen Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien haben sich am frühen Montagmorgen bereits Fahrzeuge an den Grenzübergängen in der Oberpfalz gestaut, in Oberfranken lief es zunächst ruhig ab.

Ein Polizeisprecher aus Oberfranken berichtete von einem ruhigen Start an der Station Schirnding (Landkreis Wunsiedel). Die Station sei seit 5 Uhr in Betrieb und es habe zunächst keine Verkehrsbehinderungen gegeben.

"Ich gehe davon aus, dass sich die meisten Pendler bereits am Wochenende haben testen lassen und demnach kein Problem haben", sagte der Sprecher. Die Berufspendler dürfen mit einem höchsten 48 Stunden alten, negativen Test einreisen.

Anders sah es am Morgen an den Stationen in der Oberpfalz aus: In Waldmünchen (Landkreis Cham) standen etwa 300 Fahrzeuge, in Furth im Wald (Landkreis Cham) um die 400, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Anzahl der Fahrzeuge und damit der Stau "baut sich gerade erst auf", so der Sprecher am Morgen. Der Rückstau reichte am frühen Morgen bereits bis nach Tschechien hinein.

Update 24. Januar, 14.08 Uhr: "Corona-Partys" in Bayern aufgelöst: Verletzte und Anzeigen

Die Polizei hat am Wochenende mehrere "Corona-Partys" in Bayern aufgelöst: Neben Anzeigen gab es auch Verletzte. Im schwäbischen Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm) verletzten sich zwei Menschen, die versuchten, vor der Polizei zu flüchten.

Zuvor hatte eine Streife in einer Wohnung eine Feier mit 13 Teilnehmern aus unterschiedlichen Haushalten vorgefunden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Die Gäste seien allesamt alkoholisiert gewesen. Als die Polizei die Personalien aufnehmen wollte, hätten mehrere Menschen versucht, aus der Wohnung zu stürmen. Wegen des aggressiven Auftretens von sieben Feiernden habe die Polizei Verstärkung gerufen.

Zwei Partygäste sprangen aus einem Fenster im zweiten Stock, um sich der Kontrolle zu entziehen. Die beiden Männer seien mit offenen Brüchen in Krankenhäuser gebracht worden. Alle Anwesenden wurden aufgrund eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Auch in Weiden in der Oberpfalz und Memmingerberg (Landkreis Unterallgäu) kam es zu verbotenen Feiern. Hier wurden jeweils am Freitag- und Samstagabend Partys mit sechs Menschen aufgelöst. Auch dort wurden die Feiernden aus unterschiedlichen Haushalten angezeigt.

Im schwäbischen Röfingen (Landkreis Günzburg) beendete die Polizei am Samstagabend eine Feier mit vier Menschen. Während die Beamten noch am Tatort waren, kam ein weiterer Mann hinzu. Er habe mitfeiern wollen. Gegen die fünf Anwesenden im Alter zwischen 16 und 30 Jahren wurde Anzeigen erstattet.

Update 24. Januar, 9.38 Uhr: Sechs Kreise und Städte in Bayern über Inzidenzwert von 200

Das Robert Koch-Institut zählt in Bayern noch in sechs Landkreisen und kreisfreien Städten eine Zahl von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Das geht aus Zahlen vom Sonntag mit Stand Mitternacht hervor. Vor zehn Tagen waren es noch 30 Landkreise und kreisfreie Städte mit solchen Werten.

Den höchsten Wert weist das Institut dabei für den Landkreis Wunsiedel mit 305,6 aus - gefolgt von den Landkreisen Tirschenreuth (241,5) und Regen (223,5). Den höchsten Inzidenzwert unter den Städten verzeichnet Coburg mit 202,1.

Die Grenze von 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist bedeutsam, weil sie die sogenannte 15-Kilometer-Regel auslöst. Demnach dürfen Bewohner Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern unternehmen.

Die Regel tritt automatisch erstmals in Kraft, sobald das RKI in kreisfreien Städten oder Landkreisen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche meldet. Erst wenn der Wert mindestens sieben Tage in Folge unterschritten wird, können die Behörden diese Regel wieder außer Kraft setzen. Sie kann also auch noch in Städten und Landkreisen gelten, in denen die Zahl von 200 wieder unterschritten ist.

Für ganz Bayern weist das RKI derzeit eine Inzidenz von 108,6 aus, 2135 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden und 59 neue Todesfälle.

Update 24. Januar, 9.38 Uhr: Eltern können wegen Corona auf Rückerstattung von Kita-Gebühr hoffen

Wie im Frühjahr 2020 könnten die Eltern von Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern in Bayern ihre Beiträge für die Zeit des erneuten Corona-Lockdowns schon bald zurückbekommen.

Eine finale Entscheidung in der Koalition steht dem Vernehmen zwar noch aus, das Thema könnte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber schon bald im Kabinett eine Rolle spielen.

Das zuständige Sozialministerium wollte dies auf Anfrage aber nicht kommentieren. "Wir beobachten die weitere Entwicklung der Situation und sind derzeit in Gesprächen mit den Trägern und Kommunen", sagte der Sprecher von Ressortchefin Carolina Trautner (CSU).

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Eltern von Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern in Bayern könnten ihre Beiträge zum Teil schon bald zurückbekommen. (Symbolbild)
Eltern von Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern in Bayern könnten ihre Beiträge zum Teil schon bald zurückbekommen. (Symbolbild)  © imago images/Panthermedia

Update 24. Januar, 9.32 Uhr: Maskenpflicht bei Gemeinderat keine einheitliche Pflicht

Für Gemeinderäte und Mitglieder kommunalpolitischer Gremien gilt in Bayern keine allgemeine Maskenpflicht.

Nach Angaben des Innenministeriums sind Sitzungen gesetzlich vorgeschriebener Gremien "als Teil der staatlichen Exekutive" grundsätzlich von den entsprechenden Regeln zum Infektionsschutz ausgenommen.

Im Rahmen des Hausrechts und der Sitzungsordnung könne der Vorsitzende eines Gremiums zwar eine Maskenpflicht für die Mitglieder anordnen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Update 23. Januar, 11.49 Uhr: Zwei Männer bei Corona-Demo von Auto angefahren und verletzt

Zwei Männer sind am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Würzburg von einem Auto angefahren und leicht verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei vom Samstag waren die beiden gerade dabei, auf der Straße eine Lautsprecherbox zu reparieren. Ein Autofahrer habe dies zu spät gesehen und habe die Männer im Alter von 34 und 52 Jahren mit seinem Wagen erfasst. Die Demonstration war laut Polizei genehmigt und wurde von Beamten abgesichert.

Allerdings hätten sich die angefahrenen Männer von der Demonstration entfernt.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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